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 Die Steppe vor Astalor

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Kazel

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 11:12 pm

Kazel sah zu Belphegor, der nach Heilung fragte und gleich darauf wieder zu Lien, die ihm offensichtlich die Leviten lesen wollte. Nun, es überraschte ihn nicht, dass sie ihn so angiftete, allerdings verstand er den Grund nicht wirklich. Er fühlte sich weder unverwundbar, noch war sein Verhalten auf irgendwelche Formen von Stolz zurückzuführen. Er musste sich komplett umkrempeln, das wusste er, aber das es so schwer werden würde… Er sah zu, wie sie zu Belphegor ging und ihm die Tube aus der Hand riss. Während Kazel sich mit seiner Tinktur einrieb, hörte er – wohl eher nicht zufällig – was Lien sagte. Er stoppte seine Bewegung und sah auf den Boden.
„Ich bin kein Held.“, sagte er schließlich bedeutend fester, als vor wenigen Minuten. Langsam schien sich sein Körper von den Anstrengungen seiner Verwandlung zu erholen. Nun, Lien hatte ihn sicher nicht absichtlich als Helden bezeichnet, aber wie alles, nahm Kazel das sehr wörtlich und in seinen Augen war er alles andere als ein Held. Nein, er war eher ein Antiheld. Der Böse im Spiel und keinesfalls liebenswert. Er strahlte keinen Glanz und keine Ritterlichkeit aus. Im Gegenteil. Die Leute gingen ihm am liebsten aus dem Weg. Und dazu hatten sie ja auch guten Grund, nicht wahr? „Und ich bin nicht unverwundbar, wie du siehst. Und du auch nicht, also solltest du dir in Zukunft überlegen was du sagst, ich bin nicht mehr verpflichtet dich zu schützen.“ Das sagte er mit einer solchen Gleichgültigkeit, als würde er ihr erklären, dass ein Apfel, würde man ihn los lassen, auf den Boden fallen würde. Anschließend rieb er sich weiter ein. Das Aroma der Salbe stieg ihm in die Nase und ließ ihn leise seufzen. Es belebte ihn ein bisschen. Die Dose war noch randvoll schließlich ging er niemals ohne Vorbereitung irgendwo hin.
Kazel vernahm die Worte der zuletzt hinzugestoßenen. Er sagte nichts dazu sondern warf ihr nur einen gleichgültigen Seitenblick zu. Worauf hatte er sich da nur eingelassen? Dieses Mädchen hatte ihm zum ersten Mal in seinem Leben gesagt, dass man frei sein konnte. Noch nie hatte er auch nur den Hauch eines Gefühls gehabt, dass er sich von seinen Fesseln lösen könne. Aber sie… Er wollte nicht darüber nachdenken und das musste er auch nicht, als ihn ein lautes Krachen aus den Gedanken riss. Kortherreth hatte die versteckte Tür, die im Boden eingelassen war, herausgerissen. Erst jetzt war Kazel klar, was Kortherreth über die „Hohen“ gesagt hatte. Er hatte davon gesprochen, als Kazel nicht ganz bei Sinnen war.
Trotz seinem üblichen Desinteresse konnte er nun nicht anders. Diese Tür interessierte ihn nun doch. Kazel liebte es sich über die Kultur der Hohen zu Informieren. Auch wenn ihm sein bisheriger Beruf kaum die Freiheit dazu gelassen hatte, so hatte er sich doch so oft über die alten Kulturen Informiert, wie es ihm möglich gewesen war. Neugierig setzte er einen Schritt vor den anderen und ging langsam auf die Tür zu. Erst die Tür, dann das Loch. Die Tür war immerhin auch ein teil dieser untergegangenen Kultur. Aufgrund seiner bisherigen Kenntnisse wusste er auch sofort, um was für eine Tür es sich handelte. Die Hohen hatten solche Räume benutzt, um sich vor Strahlen und Krankheiten zu schützen. Es war das Tor zu einer anderen Welt, die möglicherweise noch erhalten war. Wie konnte es sein, dass etwas so wertvolles mitten hier in der Steppe Astalors zu finden war? Kazels Herz hämmerte gegen seine Brust und seine Gesichtsfarbe wurde kreidebleich. Er war so aufgeregt, dass ihm beinahe wieder schwarz vor Augen wurde. Er ließ sich vor der Tür, die mit der Oberseite auf dem Boden lag, auf die Knie fallen und wischte Sand von ihr. Die Tür war offensichtlich in sehr gutem Zustand und die Warnzeichen, die für die Meisten heut zu Tage keinerlei Rolle spielten, waren auch alle noch sehr gut zu sehen. Bedächtig fuhr er mit den Fingerspitzen über den hellgrauen Lack. Er konnte eine Zahl erkennen, die Klein unter dem einstigen Türgriff eingemeißelt war: 05242687
Die Bedeutung dieser Zahl verschloss sich jedoch seiner Kenntnis. Nachdem er die Tür sehr genau angeschaut hatte erhob er sich langsam und ging auf das Loch zu. Er stand direkt neben Kortherreth und schaute in die schwarze Tiefe. Er würde auf jeden Fall hinabsteigen, auch wenn die Anderen nicht mitkamen. Das konnte er sich einfach nicht entgehen lassen.
„Die Erd‘ ist das Gerüst der engen, staub’gen Pforte, des Schattengangs, der sich hinab ins Dunkel zieht…“, murmelte er vor sich hin. Die Senkung und Hebung seiner Stimme machte Deutlich, dass er wohl ein Gedicht rezitierte. Jedenfalls kniete er sich ohne zu zögern hin, um den dunklen Tunnel hinabzusteigen.
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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 7:41 am

Kurz schaute er zwischen Lien und Nihal hin und her. "Lien, ich denke es wäre besser erst eine Heilerin an die Wunden zu lassen, danach komm ich auf deine Hilfe mit dem einschieren gerne zurück."
Über die Worte die Kazuya betrafen dachte ein wenig nach, auch wenn es ihn nicht anging. Letztetndlich entschied Belphegor das es besser sei nichts weiter zu sagen. Frauen sollten ihre Probleme für sich alleine klären! Nihal nickte er dann noch einmal als bestättigung das sie anfangen könnte zu.
Belphegor entspannte sich und wartete ab was passieren würde. Die orkischen Schamanen führten entweder ein kleines Tuhubabu um die Menge zu beeindrucken oder aber legte ganz ruhig die Hände auf und murmelten ein paar Worte in einer fremden Sprache. Er war neugierig was diese Heilerin tun würde.
Das Kortherreth irgendeinen Zugang zu irgendeinem Gewölbe frigelegt hatte was von den Alten bewohnt wurde oder genutzt wurde störte ihn etwas. Er war zwar nicht Abergläubisch, aber es löste ein unbehagen in ihm aus. Im Notfall müsste er mit runter, als Feigling konnte er auch nicht dastehen. Es war nich orkisch sich vor Dingen zu fürchten!
"Ich hoffe Kortherreth ist noch jung, dann kann man das ganze unter Jugendlicher Torheit abtun... oder aber zu alt, dann wäre es der übliche Wahnsinn älterer!", murmelte er leise vor sich hin.
Geduldig wartete er auf die Heilung seiner Wunden.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 12:00 pm

Na wundervoll

Scheinbar hatte sich nun alles gegen sie verschworen.
Ein gellender Schrei entkam ihrer Kehle, als die Metalltür so auf den Boden knallte.
Für einen Moment stand sie da, die Augen weit aufgerissen und zitternd, doch im nächsten Moment sah sie wieder zu Kazel, drückte dem Ork seine Tinktur in die Hand.
"NA UND? ICH KANN AUF MICH SELBST AUFPASSEN DU BLÖDER IDIOT!!!"
schrie sie ihm nach, als er zu der Luke gegangen war.
Sie selbst drehte sich weg und verließ das Lager einfach so, um ihm zu zeigen das sie es alleine schaffen würde.
Da war diese Stimme gewesen und diese hatte sie zu sich gerufen.
Sie würde ihn finden ... alleine ... ohne die Hilfe eines Idioten der nicht weiß was es heißt wenn man gemocht wird, auch wenn die ganze Welt gegen ihn stand.
Für sie war er ein Held.
Zwar kein solcher, wie andere, die nur gutes taten, doch er war ein Held.
"Komm mit Kael,"
meinte sie zu dem Drachen mit Tränenerstickter Stimme und ging einfach hinaus, auf die freie Fläche.
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Kuriba

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 1:38 pm

Nihal

Kazel erwiderte etwas, was sie nur halb vernahm. Liens Reaktion war dagegen um so stärker, nun wusste sie nicht was sie zuerst machen sollte. Lien war ein zu leichtes Ziel, wenn sie alleine weiter ziehen würde, doch sie wollte dem Ork helfen, aber genau das würde Zeit kosten. Also musst sie sich schnell entscheiden, was ihr schwerer gefallen ist als es dem Anschein hatte.
„Warte!“, rief sie Lien hinter. „Wenn ich hier fertig bin komm ich mit.“
Sie hoffte darauf das sie warten würde, nicht um ihrer Willen sondern damit sie wenigsten nicht alleine umherreisen müsste. Denn Nihal wusste das dies sehr schmerzhaft werden konnte und einem um den Verstand bringen kann.

Dann schaute sie zum Ork und sprach ruhig. „Stehen bleiben und bewege dich nicht, egal was geschieht.“ Sie selbst wusste nicht genau was passieren würde, da sie sonst nur sich heilen musste und dies auch erst 2 mal.
Sie zog, ohne auf die Antwort des Orkes zu warten, ihre Schwerter und zeichnete abermals in einer Geschwindigkeit das Symbol des Talismans auf den Boden, doch diesmal um den Ork, danach steckte sie die Schwerter weg.
„Gut Erde hätten wir hier genügend, doch gibt es auch reichlich Wasser damit ich alles hier heilen kann?“, fragte sie sich und zog unter dem Mantel einen kleinen Lederschlauch hervor, welcher reinen Wasser beinhaltete. Dann häufte sie auf einen der Kristallformen auf dem Boden ein wenig Erde auf und auf einen anderen schüttet sie das Wasser. Genau im selben Abstand wie bei ihr auf dem Amulett.
„Ael, Tareph und Thoolan bitte helft mir und lass die Wunden schneller heilen.“ sprach sie und kniete sich auf dem Boden. Dabei umschloss sie fest mit den Händen das Amulett und ein leuchten wurde unter ihren Händen sichtbar.
Es waren die Farben: Türkis, Grün und Weiß, welche immer heller zu strahlen begannen. Dass Wasser, welchen eben noch im Erdboden versickerte, war nun wieder an der Oberfläche und suchte sich seien Weg zum Ork und zu dessen Wunden. Die Erde flog wie durch Geisterhand an die selben Stellen, was durchaus zu einem Schmerz führen würde. Aber dies musste er aushalten und dann öffnete sie ihre Hände und nur noch das Weiße Licht des Kristalls erstrahlte. Sie spürte wie die Zeit schneller verging, doch in Wirklichkeit war dies nur dort wo der Ork die wunden hatte. Nach kurzem viel die Erde trocken zu Boden und das Licht erlosch. Nihal weiter geschwächt stand auf und ließ sich dies nicht anmerken und sagte. „So mehr kann ich da auch nicht tun in solch einer trostlosen Gegend.“
Die Wundheilung war schon sehr weit voran geschritten und eine Entzündung oder Infektion war nun kein Risiko mehr, doch bis sie gänzlich verheilt sind würden noch einige Tage ins Land gehen.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 6:52 pm

Pöh ...
Auf irgendwen warten?
Nicht im leben.
Sie stapfte wütend in die Steppe hinein, nicht ahnend, wie schnell sie schon wieder zurück laufen würde.
Überall waren Felsen.
Vereinzelt aber immerhin Felsen.
Gerade als sie hinter einem dieser ominösen Felsen hervor kam, sprang ihr ein mutiertes Kaninchen entgegen, welches die Krallen gerade an einem Fels geschärft hatte.
Es sah Lien mit einem irren Blick an, der ihr sagte, renn oder stirb.
Sie tat ersteres.
Wild schreiend, rantne sie in die entgegen gesetzte Richtung zurück, achtete dabei jedoch nicht darauf, wohin genau sie rannte.
Ihr Blick war nach hinten gewand, um zu sehen, ob ihr das Vieh in Größe eines Wolfes und mit säbelartigen Reißzähnen, folgte.
Es gab einen kurzen dumpfen zusammenprall, ein Fluchen, ein aufstöhnen und ein weiteres, als sie selbst auf irgendwem landete.
Augenblicklich krallte sie sich an den Sachen Kazels fest.
"ES WILL MICH FRESSEN!!!"
schrie sie panisch und krallte sich panisch an Kazel, der sie wahrscheinlich ohnehin gleich wieder fort stieß und seinen Triumph genießen würde.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 7:13 pm

Kazel sah, wie Lien das „Lager“ verließ und mit ihrem kleinen Drachen davon stapfte. Er verspürte keinerlei Interesse, ihr nachzugehen, um sie zurückzubringen. Viel mehr interessierte ihn jetzt das Überbleibsel der hohen. Jedoch wurde gleich von dem Zauber der kleinen Kriegerin abgelenkt. Eine Weile schaute er zu, doch dann konzentrierte er sich wieder auf sein eigentliches Vorhaben.
Er wollte gerade die Stufen hinunter steigen und in der Tiefe des Schwarzen Tunnels verschwinden, als ihn ein Aufschrei dabei störte. Er erkannte die Stimme sofort, war Lien doch eine Zeit lang seine Schutzbefohlene gewesen. Aus purer Gewohnheit sah er auf und stellte fest, dass sie sich mit einer irren Geschwindigkeit auf ihn zubewegte. Und gerade, als er abtauchen Wollte um nicht von ihr umgerannt zu werden, stieß sie auch schon mit ihm zusammen. Sie trat ihm dabei vors Kinn und veranlasste ihn damit seinen Halt zu verlieren. Seine Finger lösten sich von den Sprossen und mit einem Fluch, der sehr dämonisch klang stürzte er in das Schwarze Nichts.
Immerhin war der Schacht nicht so tief, dass er sich irgendwas gebrochen hatte, aber der kleine Körper, der auf ihm landete, trug nicht gerade dazu bei, dass er den Sturz abfangen konnte. Er keuchte, als ihm die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Natürlich… Dieses Mädchen brachte nichts als Ärger! Seit dem er sie kennen gelernt hatte, wiederfuhr ihm nur Unglück und Schmerz. Er biss die Zähne zusammen und versuchte sich benommen aufzurichten. Immerhin war er nicht auf dem Kopf gelandet. Abwesend rieb er sich das Kinn, was mit Sicherheit eine blaue Färbung annehmen würde und starrte ins Licht, was sich über ihm befand. Er konnte die Konturen, der Elfe sehen und sein Blick sah mehr als nur unzufrieden aus. Am Rand des kreisförmigen Lichtes sah er noch Kortherreth. Nachdem er nun einige Zeit so dagelegen hatte und sich über diese unangenehme Situation geärgert hatte, richtete er sich auf und schupste Lien von sich herunter.
„Unglückseliges… ach, verdammt…!“, brummelte er vor sich hin und schnauzte Lien dann an:
„Pass doch auf! Du bringst nichts als Ärger! Reiß dich doch mal zusammen! Wie konnte man von mir verlangen, etwas wie dich auszubilden?!“ offenbar machte er seinem Ärger nun doch mal Luft. Aber gleich darauf war er wieder sehr gefasst. Er packte Lien an den Schultern und stellte sie vor sich hin. Offensichtlich war er nicht sehr böse. Und der Anschiss von eben, war bereits so gut wie vergessen.
Er blickte sich um und versuchte in der kleinen Kammer, in der er sich befand, irgendetwas zu erkennen. Es war sehr dunkel, aber er sah die Umrisse einer Tür. Auf diese ging er zu und suchte nach einem Türgriff, aber er fand keinen. Kortherreth müsste wohl noch einmal Hand anlegen…
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 8:40 pm

Kortherreth

Verwundert schaute er Kazuya an. Er konnte wieder stehen und schien auch so wieder halbwegs fit zu sein. So ließ er ihn gewähren und gab ihn nur bestätigend für seinen Abstieg ein kurzes Nicken. Nebenher sah er nur, das sich Lia von der Gruppe entfernte, während Kazuya auf ihn zukam. Ob es mit dem Streit zusammenhing? Vielleicht müsse sich aber auch nur für kleine Elfen. Kortherreth verschwendete keine weiteren Gedanken an diesem Umstand, musste er sich weiterhin auf seine Tentakeln konzentrieren. So beschaute er sich, wie Kazuya in den Tunnel einstieg, als ein Wahnsinnsschrei aus der Richtung von Lia kam. Er blickte auf und sah, wie sie ohne nach vorn zu schauen auf sie zugeschossen kam. Sie wurde verfolgt. Kurzerhand griff er nach dem Schwert, zum Hieb bereit für ihren Verfolger. Ihm wurde bewusst, das sie geradewegs auf ihn zuhielt. Um schlimmeres zu vermeiden, drehte er sich mit einem schnellen Seitenschritt um 360 ° um so zugleich genügend Schwung für den nächsten Hieb zu haben. Der auf sie zustürzenden Lia im rechten Augenblick noch ausweichend, bekam er nur im Augenwinkel mit, wie sie Kazuya einen mächtigen Kick gegen sein Kinn gab, nur um mit ihm zusammen dann in die Tiefe zu stürzen. Kazuyas fluchen in den Ohren, teilte er kurzerhand dieses Monster, was sich hinter ihr hermachte. Fleisch und Knochen wurden sauber durchtrennt, glatt der Länge des Untieres nach. Gespalten durch den körpereigenen Schwung flog es noch durch die Luft, ehe es im Staub den Insekten zum Fraß vorgeworfen wurde. Peitschend wollten die Tentakeln nach den Rest greifen, doch Kortherreth verbat es ihnen. Zurück stürmend zur Luke schaute er hinunter. Nichts war zu erkennen. „Kazuya, Lia? Alles in Ordnung?“ Sein Blick viel zurück zu den beiden Verbliebenen. „Kazuya und Lia sind den Schacht hinuntergefallen, sie könnten sich...“ rief er ihnen entgegen, als Kazuyas Worte von unten her Lia anfuhren. „Ok, alles in Ordnung!“ beendete Kortherreth seinen Satz dem Ork und der Elfe gegenüber. „Falls ihr uns sucht, wir sind hier unten.“ Seine rechte Hand deutete Richtung Öffnung, während es ihm die linke Tentakel gleichtat. Er sah es, fluchte innerlich, und machte sich dann an den Abstieg, sein Schwert einer seiner Tentakeln überlassend, wohlwissend, das er sie nicht außer acht lassen durfte.
Metallisch hallten seine Schritte von der Leiter wieder, hoffte er das dieses verdächtige Knarren der Sprossen nicht ein Reißen dieser mit sich führte. Es war nicht all zu tief.
Sicher gelangte er unten an, nur schemenhaft die beiden anderen Gestalten erkennend. „Alles in Ordnung?“, fragte er in den Raum hinein, während er sein Schwert wieder an 'sich' nahm. Dann erblickte er das nächste Hindernis ihrer scheinbaren Erkundungsreise. Mit einer freundlichen Geste bittet er um Platz. Es war nicht viel Platz zum Durchbrechen der Tür, wappnete er sich dennoch zu einem Ansturm. Gerade bereit loszulaufen überkam ihm eine Idee. Er ging zu Metalltür hinüber und drückte den Henkel hinunter. Sich keines Stückchens regend, schnaupte er kurz, ging er hinüber zur alt bewährten Methode: Einreißen von Türen. Jetzt hatte er Erfahrung mit so etwas. Nochmals Anlauf nehmend drückte er sich von der gegenüber liegenden Wand der Tür ab, mit der linken Schulter voraus ihr entgegen und mit Schwung sie Durchstoßend. Just in diesem Moment kam ihm in den Sinn: Und was ist, wenn sich hierhinter etwas befand, das niemals mehr hinausgelassen werden sollte? Die Scharniere barsten krachend zur Seite. Ins Schwarze hinein trudelnd stand er nun da, ins Nichts starrend, nur den Eingang erkennend. Die Tür war gegen irgendetwas geknallt und viel schnäppernd zu Boden. „Licht wäre jetzt nicht schlecht...“, sprach er in die Stille.
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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 9:28 pm

Belphegor schaute noch einmal zu Nihal und ihrem Bannkreis oder was auch immer das war. Der Zauber wirkte schnell, es schmerzte heftig, aber er unterdrückte den Schmerz. Nur ein grollen war zu hören.
Er war grade dabei die Salbe wegzupacken, seiner Ansicht nach musste da jetzt nichts weiteres drauf. Als dann Lien schreiend an ihm vorbei rannte um bei Kazel Schutz zu suchen sprang er auf und stürmte hinterher. Seine Keule hatte er gezogen und wollte grad Kortherreth zu rufen dass ds Vieh ihm gehöre, als dieser es dann teilte.
Kortherreth deutete dann nach unten in den Schacht in den Kazuya und Lien verschwunden sind und dann schwang dieser sich nach unten.
"Verdammt! Blutige Höllenpforte! Was soll das den? Hab ich nicht gesagt dsa sowas nur unglück bringt!", brüllte er.
Weitere Flüche brachte er knurrend in seiner Muttersprache hervor.
Am Schacht angekommen schaute er nach unten. Es war unorkisch, also entschied er sich hinunter zu gehen. Kurz schaute er zu Nihal und sprintete dann noch einmal zu den Felsen hin. Seine Tasche wollte er dann doch nicht hier liegen lassen.
"Kommst du mit runter? Ich weiß ist wohl nicht die beste Idee, aber die brauchen schon Schutz und wer sollte denen wohl besser helfen als wir beiden.", lachte er.
So sprintete er zurück und sprang in den Schacht. Er landete direkt hinter Kazuya und Lien und rollte sich dann ab. Kortherreth hatte schon die nächste Tür eingerannt.
"Es ist ja nicht so als ob einige Leute gesagt hätten das dies hier nicht der beste Ort ist!", sagte er als er sich umschaute. Es war ihm ganz und gar nicht geheuer. Knurrend fiel ihm ein das seine Axt im Kampf gegen die Dämonen vernichtet worden war, somit blieb ihm die Keule. Seinen Streitflegel konnte er hier unten nicht verwenden, dafür war zu wenig Platz beziehungsweise zu viele Personen waren hier anwesend.
Zum Glück konnte er ein wenig was sehen in der Dunkelheit somit stand er hinter Kortherreth und schaute sich weiter um. Am liebsten hätte er sich umgedreht und alle nach draußen geschleift, aber das würde seine orkische Ehre nicht mitmachen.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Apr 28, 2010 10:45 pm

Nihal

Kurz nachdem sie fertig war stürmte Lien an sie schreien vorbei und hatte ein Ungetier hinter sich, welches ein rasches Ende ereilte. Der Ork wollte es erschlagen, aber Kortherreth nahm ihm diese Arbeit ab und verschwand danach wie zuvor Kazel und die Elfe im Boden.
Danach schien Belphegor eher aus Stolz den anderen Gegenüber hinterher zu springen und nun lag es an ihr zu entscheiden ob sie hinterher gehen sollte oder wie die meiste Zeit ihres Lebens alleine wieder weiter zu ziehen.
Sie stand dort und der leichte Wind lies ihren Mantel und den Staub im Wind sanft dahin gleiten.
„Soll ich hinterher und auch in das Unbekannte der Vergangenheit verschwinden oder meinen Weg hier oben weiter führen.“, stellte sie laut die Frage und hoffte auf eine Antwort. Doch diese blieb aus und nach dem einige Augenblicke vergangen waren ging sie langsam zum Eingang und mit jedem Schritt den sie machte, wurde das Gefühl von Gefahr und von Angst größer. Sie hatte schon lange nicht mehr solche wirklich verspürt und hatte auch nicht geglaubt das sie es je so verspüren würde. Aber da hatte sie sich wohl geirrt und zudem war sie nicht gewappnet für ein solches Unterfangen.
Sie blieb an der Luke stehen und schaute hinunter in das Schwarze der endlosen scheinenden Finsternis. „Ob ich da überhaupt etwas sehen kann und ist es überhaupt sicher sich dorthin hinunter zu wagen, obwohl uns vor kurzem die Dämonen angegriffen haben. Vielleicht ist dies nur eine Falle von ihnen und sie wollen das wir dort hinunter gehen.“, sprach sie mit sich selbst.
Nihal drehte sich um und wollte dann gehen, doch viel ihr wieder ein das sie auch mehr über jene erfahren wollte, die nun schon die Finsternis geschluckt hatte. So blieb sie oben stehen und war sich nicht sicher, sollte sie in die Ungewissheit der Finsternis eintauchen oder lieber ihr Glück auf der Oberfläche suchen. Nach einigen hin und her, entschied sie sich. Nihal kletterte fast lautlos hinunter, was man ihr und ihrer Rüstung nicht zugetraut hätte, doch in den Jahren hatte sie gelernt sich überall so lautlos wie nur möglich zu bewegen.
Auch wenn sie einige Zeit brauchen würde um sich in dieser Dunkelheit zurecht zu finden, so konnte dennoch leise Geräusche vernehmen, die sie ihren Gefährten zuordnen konnte.
„Könnte jemand für Licht sorgen, ich selbst fühle mich nicht Stark genug mehr für selbst solch einfache Kunststücke.“, sprach sie, doch in Wirklichkeit wusste sie nicht mal ob Glael sie hier erhören und helfen konnte. Eher war es das sie mit dem Naturgeist der Finsternis arbeiten müsste, doch diesen zu Rufen und zu beherrschen kostete sie viel Kraft, welche ihr nicht zur Verfügung stand.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Do Apr 29, 2010 11:04 am

Kazels Reaktion war vorhersehbar gewesen und so wunderte es sie nicht, dass er sie weg schob und an fuhr.
Wimmernd senkte sie den Kopf, hob ihn wieder, blinzelte ihn an und meinte:
"Du bist gemein ..."
Für einen Moment wollte sie einfach nur los heulen, aber als er sie an den Schultern packte, war es gleich wieder vergessen.
Sie klammerte sich an seinen Arm und hielt sich bei ihm fest, auf dass er sie beschützen möge.
"Danke,"
flüsterte sie.
Kortherrreth hatte inzwischen den Weg herunter gefunden und wollte Licht haben.
Nun...
Sie war eine Elfe und wenigstens einen kleinen Lichtzauber sollte sie doch wohl zu stande kriegen oder?
Sie streckte die Hand aus, konzentrierte sich und siehe da, eine Kugel aus Licht erschien, die den ganzen Raum erhellte.
Unsicher sah sie zu Kazel, der sie sicher wieder wegen irgendwas anfahren würde.
Kael hingegen, schwebte gerade den Schacht herunter und landete neben ihr.
Er nickte zustimmend mit dem Kopf.
Ein solches Lob würde sie von Kazel nie bekommen.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Do Apr 29, 2010 12:18 pm

Kazel hatte sich nicht geirrt. Kortherreth kam zeitnah zu ihm und Lien herunter. Zuvor hatte er hinuntergerufen, ob es ihm und Lien gut ginge, aber er verwendete immer noch seinen falschen Namen. Vielleicht war es an der Zeit, dass er seinen richtigen Namen nannte. Aber jetzt war ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Jetzt war es ihm auch egal, wie man ihn nannte. Er ließ Kortherreth den Vortritt, der auch sogleich die Tür aus den Angeln riss und den weiteren Weg frei gab. Die Tür schepperte zu Boden und anhand des Halls, der sich geisterhaft ausbreitete und noch lange nachklang, konnte man erahnen, dass sie sich unweit einer großen Halle befanden. Kazel war aufgeregt und bemerkte nur am Rande, wie Lien sich an ihm festhielt. Hatte sie Angst? Er wusste es nicht aber er vermutete das. Diese Göre war zu nichts zu gebrauchen und die Magie die sie anwenden konnte, war eher sprunghafter Natur. Vielleicht konnte er sie lehren, wie sie diese Kraft einsetzen konnte. Vielleicht aber auch nicht.
Belphegor kam hinter ihm auf den Boden auf und fing sich ab. Kazel wunderte sich nicht über die Methode des Orks diesen Schacht hinunterzugelangen. Jedoch mochte er sich nicht ausmalen, wie es ihm wohl ergangen wäre, wenn er und Lien noch dort gelegen hätten. Er richtete seinen Blick nach vorn. Es war nicht seine Art darüber nachzudenken, was hätte passieren können. Es war nicht relevant. Seien Sicht war stark eingeschränkt und obwohl er ein Halbdämon sah, war er weit davon entfernt, bei einer solchen Finsternis sehen zu können. Vorsichtig fuhr er mit den Händen über den stählernen Türrahmen. Er war wie elektrisiert. Er war beinahe ein anderer Mensch so … nun ja ehrfürchtig. Es war kein Wunder. Seine Fähigkeit die Elektrizität zu beherrschen hatte ihm schon oft Türen geöffnet, die anderen verschlossen blieben. Die Hohen hatten sehr viel mit dieser einzigartigen Macht entwickelt. Elektrizität. Selbst Licht konnte man mit ihr erzeugen. Allerdings war Kazel nicht in der Lage zu verstehen, was die Hohen damals erfunden hatten. Nur durch Zufälle, hatte er bisher seinen macht als Schlüssel für gewisse Dinge identifiziert.
Schließlich sprach Kortherreth aus, was alle beteiligten wohl dachten. Licht musste her. Kazel war ebenfalls viel zu schwach jetzt eine Ladung abzugeben. Außerdem wusste er auch nicht, wo hier irgendwelche Leuchtkugeln waren, die er mit Elektrizität zum erstrahlen bringen konnte. Und schon erstrahlte Liens Hand in einem hellen aber kleinen Licht. Elfischer Zauber. Natürlich ein solcher Zauber war nicht schwer für eine wie sie.
„Gut gemacht.“, lobte er sie und tatsächlich breitete sich ein zaghaftes Lächeln auf seinem Gesicht aus. Es schien so zerbrechlich und schwach, dass man fürchten musste, wenn man es ansehen würde, es zu zerstören. Außerdem hielt es nicht lange. Denn schon im nächsten Augenblick war es nur noch eine Erinnerung.

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Jun 22, 2010 1:26 pm

Fortsetzung nach verlassen des Bunkers


Trotz der Übelkeit und dem Schwindelgefühl, entging ihr die Stimmlage Kazels nicht.
Sonderbar, wo er doch sonst eher der war, der überhaupt keine Gefühle zeigte.
Wie auch immer.
Es bestätigte sie nur in ihrem Glauben.
Das er ihr das Kleid zerschnitt, störte sie schon nicht mehr.
Sie ließ alles einfach geschehen.
Kael war in ihrer Nähe und das war wichtig.
kazel wollte sie tragen?
Sie sollte schlafen?
Einen kleinen Schluck Wasser nahm sie zu sich, verschloß den Schlauch wieder und lehnte den Kopf an Kazels Schulter.
Sie hatte ihn doch gern, auch wenn er so gemein war.
Er hatte ein gutes Herz und sie spürte das auf ihre ganz eigene Weise.
Es dauerte gar nicht lang, ehe sie in einen tiefen Schlaf verfiel, in dem sie erneut diese wundervolle Wiese sah.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Jun 22, 2010 1:52 pm

Kazel ging so bedächtig wie möglich, ohne dabei etwas von seiner Geschwindigkeit einzubüßen. Er hatte schon in Erwägung gezogen, sich zu verwandeln und so zur nächsten Stadt zu fliegen, aber diesen Gedanken hatte er sehr schnell wieder verworfen, da er in seiner dämonischen Gestalt zu wenig Kontrolle über seine Handlungen hatte. Er wusste, dass Lien in Gefahr sein könnte, wenn er der Dämon war.
„Ich werde nicht noch einmal versagen…“, murmelte er und beschleunigte seinen Schritt noch etwas. Er lief und lief und lief und er achtete nicht auf seine schmerzenden Muskeln. Nein. Er legte eine Entschlossenheit an den Tag, die erstaunlich genug war. Woher nur nahm er die Kraft dazu?
Er selbst wusste sehr gut, woher. Es war schon viel zu lange her, sodass er kaum noch wusste wie es eigentlich dazu gekommen war. In Wirklichkeit hatte er es jedoch nur verdrängt. Er hatte es verschlossen. Kazel erinnerte sich jedoch Tag für Tag immer wieder mehr daran. Je länger er mit Lien zusammen war umso deutlicher wurden die Erinnerungen um so größer, blühender und fantastischer wurde der Baum, zu dem er hinauf sah und dort das lachende Gesicht seiner Halbschwester erblickte. Und je deutlicher diese eine Anblick wurde, umso öfter stellte er sich die Frage nach dem Sinn seiner Taten. Sollte er Lien tatsächlich nur Beschützen, um sie anschließend doch wieder zu ermorden?
„Du hast Recht, Lien.“, murmelte er in sich hinein. „Ich habe Angst…“
Kazel hatte keine Ahnung, wie lange er gelaufen war. Wie weit er gekommen war. Aber er konnte ganz deutlich die Stadtmauern erkennen, die irgendwie Trost, aber gleichzeitig auch Furcht brachten. Kazel richtete seinen Blick stur auf die brennenden Fackeln der Mauer. Auch wenn sie noch mindestens einen halben Tag in der Ferne lagen. Er hatte sich vorgenommen. Nicht eher zu rasten, ehe er die Stadt erreicht hatte. Und der Tag verschwand in der üblichen Finsternis. Doch Kazel konnte nicht aufhören weiter zu gehen. Er durfte nicht. Er musste Lien am Leben halten. Nein. Er wollte sie am Leben erhalten.
Plötzlich stolperte Kazel über einen Stein. Der Versuch sich in der Luft zu drehen scheiterte beinahe, aber auch nur fast. Kazel landete auf der linken Schulter und Lien auf seiner Brust. Es war beinahe unmöglich für Kazel die Augen offen zu halten. Er war todmüde und erschöpft. Und dieser kleine Augenblick reicht aus, dass er von den Fängen des Schlafes nicht nur umgarnt und liebevoll hinab gezogen wurde. Nein, es gestaltete sich eher so, dass die furchtbaren Klauen der Finsternis ihn versuchten zu vergewaltigen. Mit solch einer Wucht traf ihn zumindest die Müdigkeit. Kazel wusste, dass er nicht nachgeben durfte, aber es schien ihm unmöglich zu sein.
Und mit einem Mal spürte er etwas. Zuerst war es ein Kribbeln, dann entwickelte sich dieses Kribbeln aber eher zu einem ziehenden Schmerz, der gleich darauf anfing zu einem brennenden Aufschreien zu werden. Kazel riss die Augen auf und sah, wie der kleine Teufel von Drachen eine Flamme auf ihn anwendete. Sie züngelte an seiner Seite empor und ließ Kazel aufschrecken. Sofort erlosch die Flamme und Kazel blickte auf den Drachen hinab. Sein zorniger Blick weichte auf und Kazel lächelte. Ja sicher. Auch Kael wollte Lien in Sicherheit wissen. Sofort rappelte sich Kazel auf und trug Lien erneut vor seinem Körper in Richtung Stadt.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Jun 22, 2010 2:15 pm

Es war so schön.
Sie fühlte sich so geborgen, so glücklich.
Wieder legten sich Arme von jemandem um sie, den sie nicht zu erkennen vermochte.
Sanft wurde ihr Haar an die Seite geschoben und ihr Nacken geküsst.
Es war wundervoll ... sehnsüchtig ...
Würde sie so etwas je erleben?
Sie wusste es nicht, doch dieser Traum wollte sie einfach nicht los lassen.
Es war genau wie beim ersten mal, als sie diese Bilder vor sich sah, als sie träumte und die Umarmung spürte.
Was sie wusste ... spüren konnte, war dass er größer war als sie.
Der Himmel färbte sich von grau in blau, wenn er da war und die Wiese schien noch einmal so schön zu sein.
Die Blumen schienen nur für sie zu blühen und tatsächlich schien eine echte Sonne und keine künstliche.
Er hob sie hoch, warf sie in die Luft und fing sie wieder auf, so dass sie das Gefühl haben durfte, fliegen zu können.
Sie schmiegte sich an seine Brust und atmete den Duft ein, der von ihm aus ging.
Zugleich schmiegte sie sich enger an Kazels Brust, der ja mit ihr gefallen war.
Sie baute jedes kleine Detail in ihren Traum ein.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Jun 22, 2010 2:29 pm

Es war beängstigend, wie Kazels Herz anfing zu schlagen, als Lien sich an ihn schmiegte. Für einen Moment, war er versucht, sie vor Schreck fallen zu lassen, aber er besann sich sehr schnell wieder auf die Realität. Sie schlief und schien zu träumen. Welchen Grund hätte sie sonst, sich an ihn zu schmiegen? Kazel hatte die Augen nur ein Stück weit geöffnet. Sie waren kurz davor wieder zuzufallen. Wenn er noch einmal stürzen würde, wusste er würde er nicht noch einmal aufstehen können. Er war am Ende und selbst Kael würde ihn nicht mehr in Gang bekommen. Ob der kleine Drache das wusste?
„Wenn’s dir nicht passt, kannst du sie ja mal tragen.“, sagte er vorwurfsvoll zu dem Drachen, der ihn verständnislos ansah. Kazel trottete weiter vor sich hin und gerade als er glaubte er könne keinen einzigen Schritt mehr machen, geschah etwas, was ihm in seinem Handeln und Denken neue Befehle gab. Der Anblick, der sich ihm bot, als die Künstliche Sonne am Horizont aufleuchtete, war einfach zu überwältigend. Ein Baum. Ein großer Baum, mit dürren Ästen. An den Ästen waren Knospen und die Strahlen fielen durch die Zweige, die mit Tau geschmückt waren. Kazel starrte das Schauspiel an und lief nun unvorsichtiger und auch sehr viel schneller auf das Schauspiel drauf zu.
Dort angekommen ließ er sich auf die Knie fallen und hielt Lien einfach nur in seinen Armen. Kazel schien vollkommen die Logik abhanden gekommen zu sein. Er wiegte die kleine Elfe in seinem Arm und nach einigen Augenblicken dieser innigen Nähe bettete er sie neben sich.
„Es wird alles gut.“, er säuselte es nur noch in den Wind. „Ich werde dich beschützen…“ und nach einigen Atemzügen… „Kallen…
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Jun 22, 2010 6:35 pm

Kallen ..,
Der Name rief die Erinnerung unbarmherzig in ihr wach.
Die Erinnerung an den Traum, als Kazel seine eigene Schwester hatte töten müssen.
Sie erinnerte sich an das Mädchen, welches ihrem Bruder so sehr vertraut hatte.
Als sie die Augen öffnet, lag Kazel neben ihr und schlief.
Noch immer war sie blass und fühlte sich schrecklich.
Die Wunde schmerzte, doch das würde schon werden.
Was sie beide brauchten, wäre ruhe.
Jetzt erst bemerkte sie den Baum.
Lächelnd streckte sie eine Hand aus, um den Stamm zu berühren.
Der Baum war wundervoll.
Wenigstens etwas Leben in dieser trostlosen Welt.
Sie drehte sich herum und kuschelte sich an Kazel, der ihr nun schon wieder geholfen hatte, obwohl er es eigentlich doch nur wegen des Auftrags hätte tun sollen.
Dieses Mal jedoch, hatte er es nicht des Auftrags wegen getan.
Sie hatte es an der Stimme gehört.
Sie war anders als sonst.
Gefühlvoll und nicht gespielt.
Kurz drauf, schlief auch sie wieder ein, dieses mal jedoch, an Kazel gekuschelt und an sie kuschelte sich der kleine Drache, welcher scheinbar auf passte, dass niemand die beiden störte.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Jun 23, 2010 5:11 pm

Kazel träumte nicht. Er war in einen schwarzen Schlaf gefallen, der ihm Ruhe gönnte und seine schmerzenden Gliedmaßen kühlte. Viel zu lange war er gelaufen, dass es kein Wunder war, wenn er nun einfach keine Energie mehr besaß. Die Nacht zog an den beiden vorüber. Nun ja eigentlich war es ja schon bald das Ende der Nacht, da die falsche Sonne bereits erstrahlte. Aber auch der Tag flog vorbei und erst, als es so heiß wurde, dass Kazel der Schweiß von der Stirn lief, wachte er wieder auf. Er starrte ungläubig in den Himmel. Wie spät war es?
Er spürte Lien in seinen Armen und sah durch die Wipfel des Baumes. Er hatte sie mit seinen Armen umschlungen gehabt und spürte sie schneller atmen, als es gewöhnlich gewesen wäre. Er schloss
Die Augen noch einmal und das Gefühl seine kleine Schwester im Arm zu halten war so frisch, als würde es tatsächlich so sein. Doch so schön diese Vorstellung auch war, so musste Kazel einsehen, dass die messerscharfe Wahrheit erbarmungslos durch sein Herz schnitt.
„Wir müssen weiter…“, sagte er ganz leise und mehr zu sich, als zu Lien und dem Drachen. Dann erhob er sich beinahe lautlos und trug Lien wieder in seinen Armen. Sein Körper protestierte gegen diese Behandlung, denn die Muskeln schmerzten noch immer. Kazel jedoch war das egal. Er musste weiter und das Dorf war auch nicht mehr sehr weit. Wie gesagt ein halber Tag vielleicht.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mi Jun 23, 2010 5:42 pm

Tatsächlich atmete Lien schneller, denn ihr kleiner Körper versuchte sich erbittert gegen eine aufkommende Entzündung der Wunde zu wehren.
Die Wunde blutete zwar schon länger nicht mehr, doch dafür war um die Wunde herum, alles rot.
Selbst ein Laie hätte sehen können, dass diese Wunde dringend behandelt gehörte.
Ein Alptraum holte sie ein.
Vor ihr tat sich ein wundervolles Reich auf.
Ganz anders als das reale Reich, in dem sie gerade umher wanderten.
Sie sah Kazel, wie er da auf dem Boden lag, sich nicht mehr rührte.
Um ihn herum eine riesige Blutlache.
Lien weinte im Schlaf, doch im Traum war es ganz anders.
Sie kniete neben ihm, hielt seine Hand und lächelte ihn mitleidig an.
Sie wusste, dass er tot war und nun seinen Frieden finden könnte, hätte er nicht so schreckliche Dinge getan.
Was auf ihn wartete, wäre schlimmer, als das Leben, welches er in Angst geführt hatte.
Gesichter seiner Opfer waren um sie herum, als sich das ganze Szenario in eine kalt wirkende bläuliche Felsenwüste ebnete.
Geister der Vergangeheit kamen aus allen Ecken auf sie zu.
Kazels Geist hatte seinen Körper verlassen und Lien war mit ihm gegangen.
Sie wollte es ihm ersparen, diese Hölle, der er ausgeliefert werden würde.
Als gerade mehrere Geister auf sie zu stürmten und mit ihrem Angriff drohten, sie beide unter sich zu begraben, schlug Lien die Augen auf und starrte Kazel für einen Moment mit müden, fiebrig wirkenden Augen an.
"Es geht dir gut,"
stellte sie fest.
Sanft schmiegte sie sich wieder an seine Schulter und schlief erneut ein.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Do Aug 12, 2010 7:28 pm

Fortsetzung nach verlassen des Bunkers (zweite Gruppe)

Belphegor stampfte los. Die Umgebung war hier nicht ganz so kahl wie in der Gegen der Steppe wo er aufgewachsen war. Gras war unter seinen Füßen, auch wenn es kränklich aussah und stellenweise vertrocknet war. Einige Hügel konnte er in nicht alzu weiter entfernung sehen. Ihm gefielen die Hügel nicht, allerdings führte ihn sein plötzlich aufkommender Orientierungssinn genau dahin. Es war als würde der Wind, der in einer leichten Brise genau dorthin blies, ihn in die Richtung schieben zu wollen.
Ein wenig Hoffnung fand er darin, das dort seiner neuen Fähigkeit zu folge eine große Wasserquelle sein musste. Zumindest fühlte es sich so für ihn an und es war auch so als würd das Wasser seinen Namen rufen.
Lachend ging er trotz seiner Sorgen einen Schritt schneller. Die Hügel waren mitsicherheit noch zwei Stunden entfernt.
"Hey Leute... Da vorne bei den Hügeln gibt es Wasser.", sagte er gut gelaunt, während er in die Richtung der Hügel deutete.
Seit dem verlassen des Bunkers wurde Belphegors Laune mit jedem Schritt besser.
"Das ist die Welt die für einen Ork die beste ist.", sprach er und sog kräftig die Luft ein. "Frische Luft, man kann gucken soweit das Auge reicht und man hat nicht dauerhaft eine Decke über den Kopf... Und es ist nichts von den Alten hier!"
Nach einigen Schritten fing er an zu summen. Für Wesen mit einem besseren Sinn für Musik musste das summen gräßlich klingen.
Nach einigen Schritten drehte er sich zur Gruppe um. Erblickte die seltsame Menschenfrau. "Wie lange warst du eigentlich dort unten, Menschenfrau? So wie es klang war es ja schon ein längerer aufenthalt und in deinem Heimatdorf oder gar Heimatstadt wird man dich mitsicherheit vermissen?", fragte er in einem recht gut gelauntem Ton. Vielleicht bekam er so einige Informationen über diese Frau.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Fr Aug 13, 2010 5:08 pm

Marcella betrachtete die unheimlich wirkende Gegend.
Das Gras wirkte mehr als nur Krank. Die ganze Gegend glich einer Wüste.
Schrecklich...
Was hatten die Menschen nur getan?
Vor allem ... was war das hier einmal gewesen?
In welchem Land befand sie sich?
Kurzerhand wurde sie in ihren Gedanken unterbrochen, als der Ork sie ansprach.
"Es gibt niemanden der mich vermisst, ausser vielleicht mein Bruder. Ich weiß nicht, wie lange ich dort unten war. Irgendwer hat mir eins über den Kopf gezogen. Ein ... wie es mir vor kam .. langer Schlaf folgte und schließlich wurde ich da unten wach. Ich hatte noch Glück das diese Rattenviecher mich nicht an genagt haben. Sie schmecken wiederlich, aber um zu überleben hats ausgereicht."
Es entsprach nicht ganzd er Wahrheit, doch im Groben und Ganzen war es auch nicht gelogen.
Wie lange sie da unten war, wusste sie selbst nicht.
Ausserdem ...
"Ich erinner mich nicht mehr an alles. Mein Bruder ist mir noch im Gedächtnis, mein Name und was ich bin. Das ist alles. Ich weiß nicht woher ich komme, nicht einmal wo wir hier sind."
Wie sollte sie auch?
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Sa Aug 14, 2010 5:14 pm

Kortherreth

Kortherreth schaute sich noch ein letztes Mal um, ehe sie losgingen, im Rücken des eingeschlagenem Weges meinte er ähnliche Felsformationen erkannt zu haben, die denen des kurzen Aufenthalts nach dem Kampf gegen die Dämonen zu ähneln schienen. Somit scheinen sie auf dem rechten weg zu sein, zumindest Tendenziel, oder liefen sie doch vollkommen orientierungslos umher? Auf dem Boden hatte er keinerlei Fußspuren entdeckt, aber er war durchaus nicht der Fährtenleser und angelernt hatte er sich so etwas niemals. Somit beugte er sich dem Urteil des Orks widerspruchslos.
Die Ebene überraschte ihn nicht großartig. Trostlos wie gewöhnlich. Gavin hing ihm in den Tentakeln, sicher von diesen verwahrt; gerührt hatte sich dieser aber noch immer nicht.
Ihre Schritte zogen sie tiefer ins Land, aufrecht war sein Gang, aufmerksam für die Umgebung, während Kortherreth dem fröhlichen Ork nur halb zuhörte, hingegen dem Gespräch volle aufmerksamkeit schenkte. Wie lange hatte sie denn dann geschlafen? Er behielt seine Frage für sich. Würde sie mehr erzählen wollen, würde sie es tun, oder hätte es schon längst getan.
Die Hügel zogen sie langsam in ihre Arme. Zeit verging, ungemessen an der Tatsache ihres flotten Ganges. In einiger Entfernung hielten Staubwolken das ansonsten trostlose Land auf trapp. Noch war nur zu erahnen, um wen oder was es sich handeln könnte oder sollte, doch schienen sie auf kurz oder lang ihren eigenen Weg zu kreuzen. Noch schenkte Kortherreth dem Ereignis keine besondere Bedeutung, hielt es aber im Blick.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Sa Aug 14, 2010 6:21 pm

Belphegor war ein wenig irritiert. Er kannte die Verletzlichkeit der Menschen und auch die resultate bei einem Treffer auf den Kopf. Letzteres verursachte auch bei anderen Wesen eine Art Erinnerungsverlust. Häuig wussten die Betroffenen gar nichts mehr oder irgendwelche Kleinigkeiten aus ihrem Leben oder von den letzten Ereignissen. Bei manchen heilte sowas, bei anderen blieb es ihr Leben lang.
Irgendwas passte für ihn an der Geschichte nicht zusammen. Nach einigen Minuten desGrübelns schob er die Gedanken beiseite und entdeckte die Staubwolke zwischen den Hügeln.
"Scheint als ob wir nicht die einzigen Reisenden in dieser Gegend sind."
Nach einigen Minuten war klar dass das was die Staubwolke verursachte genau auf sie zu hielt. Der Ork wurde sofort völlig Still und seine Gangart änderte sich auch schlagartig. Vorher noch fröhlich und laut, war er jetzt trotz seiner Masse kaum hörbar für ein menschliches Ohr. Mit schnellen präzisen Griffen wurden seine Arm- und Beinschienen auf richtigen Sitz überprüft und dann der Streitflegel gezogen.
Belphegor schaute sich kurz um und steuerte dann auf einen Hügel zu. Der Hügel war zu den drei einsehbaren Seiten schwer zu erklimmen. Etwas steiler nach oben führend waren die flanken und nur wenige Büsche wuchsen dort hinter denen ein Angreifer Deckung suchen konnte. Auf der anderen Seite sah es ähnlich aus.
Von hier oben konnte er schon ein wenig mehr erkennen. Die Verursacher der Staubwolke waren eine Kolonne von mehreren Kutschen. Er schätze die Kutschen auf acht oder zehn.
Aus seinen bisherigen Erfahrungen heraus wartete Belphegor erst einmal ab. Es konnten böse oder aber auch ihnen gut gesinnte Kreaturen sein. Je näher die Kolonne kam desto mehr war zu erkennen.
"Scheint als ob es Händler mit einer kleinen Garde sind.", sagte er. Zehn Kutschen mit Menschen, Zwergen und sogar zwei Orks konnte Belphegor ausmachen.
Lachend löste sich seine Anspannung. "Ein paarOrks sind darunter, wir haben also nichts zu befürchten."
Die Orks die als Söldner durch die Lande zogen, hegten kein Groll gegen andere Orks die ihnen nichts böses wollten, somit ging er davon aus das es hier keine Probleme geben sollte.
Es würde noch einige Minuten dauern bis das die Karawane bei ihnen war. Belphegor legte sich den Streitflegel auf die Schulter und beobachtete die Karawane weiter. Wenn er weiterhin so offensichtlicht hier stehen würde, würden sie ihn rechtzeitig sehen.
Es dauerte Zehn Minuten bis die Karawane sie erkennen konnte. Man merkte direkt eine veränderung in der Haltung der Wächter. Die Orks gingen einige Schritte voraus und wurden wieder aufmerksamer. Zwei Wächter verschwanden in den Hügeln, wahrscheinlich um zu gucken ob noch mehr Fremde hier waren. Die anderen Wächter verteilten sich so das sie die Karawane besser verteidigen konnten.
Insgesamt waren siebenundzwanzig Kämpfer für die Verteidigung zu sehen. Einige waren schwer gerüstet, andere leichter. Ein paar auf Pferden. Die Zwerge wie üblich mit einer Axt bewaffnet. Die beiden Orks waren beide ähnlich gerüstet. Beide hatten eine gehärtete Lederrüstung angezogen, ein kleines Schild am linken Arm, eine schwere Armbrust auf dem Rücken und ein mit Wiederhacken versehenes Langschwert in der rechten Hand.
Auf den Kutschen saß jeweils ein Kutscher. In ein paar Kutschen selber war Bewegung zu erahnen. Belphegor ging von den Händlern und Familie aus, aber auch von weiteren Wächtern, Armbrustschützen oder ähnliches.
"Ich denke mal wir könnten vielleicht ein wenig mehr Informationen bekommen wenn wir freundlich bleiben.", sagte Belphegor zu seinen Gefährten.
"Seid gegrüßt.", rief er der Karawane antgegen und ging langsam den Hügel hinunter. Etwa zwanzig Meter entfernt hielt die Karawane an.
Aus der vordersten Kutsche stieg ein beleibter Mensch aus. Typisch menschlicher Händler!, dachte Belphegor, Fett und reich!
Die beiden Orks sprachen kurz miteinander und gingen langsam auf die kleine Gruppe zu.
Belphegor selber bluebt stehen und hoffe das seine Weggefährten keine Dummheit begingen. Gegen diese Übermacht wäre es schwer was auszurichten. Der einzige der überleben würde, wäre Korrtherreth. Kurz vor der Gruppe blieben die Orks stehen. "Seid gegrüßt.", sprachen sie zur Gruppe. "Waffenbruder!", grüßten sie Belphegor und neigten leicht das Haupt. Belphegor tat es ihnen gleich. Es freute ihn das er Orks traf die ihn auch noch Waffenbruder nannten.
"Waffenbrüder, mein Name ist Belphegor, das ist Korrtherreth, die Menschenfrau ist Marcella und der Bewusstlose ist Gavin.", stellte er die kleine Gruppe vor und deutte jeweils auf die genannte Person.
"Wir sind nicht auf einen Kampf aus... Auch wenn es mitsicherheit Spannend werden würde wer gewinnen würde.", brachte Belphegor mit einem grinsen hervor. Die beiden Orks grinsten auch und ließen ihre Waffen sinken.
"Kommt mit, vllt findet ihr was bei unseren Schützlingen was ihr gebrauchen könnt.", brachte der linke Ork lachen heraus. "Mein Name ist Oskril und das ist mein Bruder Trask."
Auf dem Weg zur Karawane hatte Belphegor sich schon mit den Orks angefreundet. Sie waren wie er selbst Klanlos und schlugen sich als Söldner durch die Gegend. Die Karawane die sie grad als Wächter begleiteten war ein zusammenschluss aus mehreren Händlern, zwei Zwergenhändler mit den besten Waffen und Rüstungen und sieben menschlichen Händlern. Unter den menschlichen Händlern, waren Alchimisten, Lederer, Rüstungs- und Waffenschmieden und eine Magierin zu finden.
Die Karawane erwachte zum leben. Die Kutschen wurden in einem großen Kreis aufgestellt. Die Pferde und Pnoys wurden abgespannt und ein Feuer wurde entzündet.
Belphegor schaute sich kurz in der Karawanenburg um, als er eintrat. Tadellos die zusammenarbeit.
Eine kleine Gruppe der Händler kam auf sie zugelaufen. Der dicke Mensch mit einem Zwerg in einer Plattenrüstung und vier weiteren Menschen – unter ihnen war eine Frau.
„Ich grüße euch, fremde Reisende.“, begrüßte er die kleine Reisegruppe. „Das hier sind Ben unserer Lederer, Rendel der Alchmist, Erik einer der Schmiede und Londra die Magierin.“, die Frau stellte er mit einer gewissen verachtung vor. „Das hier ist Askil der zwergische Waffenschmied. Und von meiner wenigkeit habt ihr vielleicht schon einmal etwas gehört: Narant der große Händler Astalors!“, stellte er den Zwerg und sich selbst mit einer gewissen Arroganz in der Stimme vor.
Belphegor stellte dieses mal nur sich selbst vor. „Belphegor mein Name.“, sagte er kurz und knapp. Er wandte sich direkt an den Zwerg. „Askil, du hast mitsicherheit einige Äxte in deinem Bestand oder?“, brachte er seinen Wunsch lachend hervor.
Das kleine Begrüßungskomitee löste sich kurz drauf auf und Belphegor ging mit Askil zu seiner Kutsche um den Waffenbestand zu begutachten.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Sa Aug 14, 2010 8:39 pm

Marcella beschloß, es sei sichererr, erst einmal nur zu beobachten.
Natürlich würde sie sich verteidigen, sollte es notwendig sein, doch erst einmal brauchte niemand zu wissen, wie gut sie wirklich sein konnte.
Der Ork grinste bis über beide Ohren, als er seine Waffenbrüder traf.
Scheinbar war er shon länger von seinem Stamm getrennt.
Zwerge ...
Sie kam sich vor, als sei sie in der Zeit zurück versetzt, nur das es nun noch viwel Schlimmer hier aussah, als früher.
Nichts schien wirklich zu wachsen.
Überall tote Pflanzen und Bäume.
Alles wirkte trostlos.
Das Sonnenlicht ... ob es wirklich noch von der Sonne kam?
Die Männer wurden begutachtet.
Vielleicht bekam sie noch eine Gelegenheit sich zu laben.
Die Frau, welche zur Karavane gehörte, wurde recht abfällig behandelt.
"Warum behandelt ihr sie als sei ie Abschaum,"
fragte sie drei heraus, wohl auf der Hut und der Lauer, ob sie selbst nun eben so abfällig behandelt werden würde.
Vielleicht wäre sie... je nach der Antwort des Mannes, ihre nächste Beute.
Schließlich würde sie sich nicht für ein fremdes Weibsbild ein setzen, es sei denn, die wollte das Vertrauen der betreffenden.
Natürlich wollte auch sie sich um schauen, denn vielleicht bekam sie hier Pfeile.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Aug 15, 2010 3:33 pm

Kortherreth

Beim näher kommen der Gruppe schüttelte Kortherreth nur mit dem Kopf: „Es muss sich einiges getan haben, da sich so viele verschiedene Reisende auf der Ebene befinden. Erst als deutlich wurde, das es sich um eine Händlerkarevane handelte, verstand er. Zudem war sie auch nicht schlecht geschützt. Die Art wie sie umkreist wurden, gefiel ihm nicht, aber es schien nach kurzen Gespräch vom Ork ausgehend mit seinen 'Waffenbrüdern' alles in Ordnung zu sein. Jeder stelle sich vor; Kortherreth wartete einen kurzen Augenblick. „Genannt wurde ich Kortherreth,“ stellte er sich mit fester tiefer stimme vor. Die Art und Weise wie sich ihnen die Gruppe gegenüber präsentierte, beziehungsweise vorgestellt wurde war ihm nicht entgangen. Er bemerkte, wie einige von ihnen ihn anschauten, weniger aus neugier mehr aus Respekt, teils Verunsicherung. Viel zu spät war ihm aufgefallen, das er offen seine Tentakeln umherwandern ließ und es durchaus als Gefahr gedeutet werden könnte. Er spürte nahezu, wie die argwöhnische Blicke auf ihn gerichtet waren. Kurzerhand ließ er Gavin in seine Hand tragen, legte sich ihn über den Unterarm, während sich die Tentakeln um seinen Torso wanden und so wie eine weitere Panzerung wirkten. Er schaute sich um, wie sie darauf reagieren würde: Einige Wächter schienen leicht aufzuatmen, andere blieben wohl weiterhin argwöhnisch, vor allem die Magierin hielt weiter an ihrem Blick fest.
Belphegor und Marcella schienen diese Händlergruppe nahezu herbeigerufen zu haben, zumindest der Ork, den ebenso schnell wie sich die Händler vorstellten, machten sie sich schon auf die Suche nach verschiedenen Dingen, so wirkte es zumindest. Offen ging der Ork auf den Zwergen ,mit seiner Suche nach Äxten, zu, während die Frau auch auf der suche nach etwas zu sein schien. Auch sie entfernte sich von ihm. Die Händler, welche ein Geschäft zu wittern schienen machten sich zu ihren Kutschen und schauten nach ihrer Ladungen. Nun stand er da, Gavin über seinen Arm hängend: „Über dich scheint sich wohl keiner zu sorgen.“ , sprach er nur leise. Er wusste sich nicht zu helfen so stand er da,einen Heiler fand er nicht, zumindest sah er keinen den er so einschätzen würde, also blieb ihm nichts weiteres, als die offene Gegenüberstellung mit der Magierin zu suchen. Ruhigen Schritte ging er auf die junge Frau zu. Selbstbewusst stand sie da, eine feste Körperhaltung, seinen Blick suchend. Kortherreth konnte sehen, wie die Augen die seinen unter der Rüstung suchten, sie aber nicht fanden, wie auch. Bis auf wenige Schritte auf sie herantretend sprach er sie an: „Das ist Gavin. Er ist nach einem Unfall nicht wieder aufgewacht, es ist schon mehrere Stunden her und er lässt sich nicht wecken.“ Die Frau schaute ihn an, atmete einmal tief durch und löste dann zum ersten Mal, so empfand Kortherreth, den Blick von ihm, wenn gleich ihre Körperhaltung minder entspannt wirkte. Sie schaute kurz zu Gavin hin. „So kann ich euch nicht helfen. Lasst uns hinüber zu meinem Lagerplatz gehen. Ich werde schauen, was sich da machen lässt.“ Sie deutete Kortherreth die Richtung um gab ihm zu verstehen, er solle vorgehen. Sie traute ihm nicht, das war mehr als deutlich zu spüren.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Aug 15, 2010 6:36 pm

Belphegor war zwar noch aufmerksam, was seine Umgebung anging, aber hauptsächlich galt den vielen verschiedenen Waffen. Fast sofort fand er eine große Axt die ihm gefiel. Die Axt war von Spitze bis zum Ende 1,20 lang. Am unteren Ende war ein Dorn mit ein paar Wiederhacken angebracht. Die Parierstange der Axt war mit viel MEtal überzogen, sodass das Holz nicht sofort nach einem Schlag nachgab. Der Axtkopf selber war auf der einen Seite in einem langen Bogen geformt worden und auf der anderen Seite klein aber mit vielen Wiederhacken. OBendrauf befand sie wieder ein langer Dorn.
Ohne zu zögern nahm er sie und wog diese in seinen Händen. Ein Traum von einer Axt.... Wenn sie noch gut zu führen ist, dann soll sie mir gehören!, dachte er grinsend.
Der Ork trat einige Schritte zurück und holte mit der Axt aus um auf einen imaginären Gegner zu schlagen. Er machte einen Ausfallschritt und sprang herum. Einige Kampfübungen später drehte Belphegor sich zu dem Zwerg um.
"Du machst deinem Volk alle Ehre. Diese Axt ist einfach hervorragend!", gestand er begeistert dem Zwerg. "Diese nehm ich euch schon einmal ab."
Der Zwerg nickte und ließ ihn weiter gucken. Wenige später fand Belphegor eine kleine Wurfaxt. Diese Axt war komplett aus einem Stück Metal geschmiedet. Ein kurzer Griff und oben ein schmaler Axtkopf auf beiden Seiten. Diese war genauso perfekt ausgeglichen wie seine große neue Axt.
"Und diese Axt nehm ich auch.", entschied Belphegor einen Augenblick später. Belphegor zahlte nach einer kurzen Verhandlung sechzig Goldmünzen, damit hatte dann einen großteil seines Goldes ausgegeben, aber das macht ihm nichts aus.
Belphegor verstaute die Wurfaxt zu seiner linken im Gürtel. Die Keule blieb rechts an einer Schlaufe hängen und die große Axt behielt er in der Hand. Später würde er an der großen Axt noch ein Lederband anbringen, sodass er diese auf seinem Rücken tragen könnte.
Nach einigem hin und her entschied er sich das der Streitflegel nun irgendwie im Weg war und verkaufte diesen an den Zwerg.
Nach einer kleinen Unterhaltung über die verschiedenen Sichtungen einiger größerer Kreaturen in der Steppe wurde Belphegor noch auf ein Bier eingeladen. Aus dem einen Bier wurden sieben Bier und eine Unterhaltung über die verschiedensten Kämpfe - nun es war doch ehr ein prahlen mit den Narben und den Siegen.
Lachend verabschiedete sich der Ork erst einmal um sich noch weiter umzuschaun. Den Alkohol merkte er nur leicht. Es war gutes Zwergenbier, aber er hatte schon so einige Trinkgelage mit Zwergen und anderen Trinkfesten Kreaturen hinter sich.
So ging er an den anderen Kutschen entlang und schaute sich deren Waren an.
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Die Steppe vor Astalor
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