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 Die Steppe vor Astalor

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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mo Apr 12, 2010 9:09 pm

Wiedereinmal redeten alle aufeinander ein, zumindest nahm Belphegor es so wahr. Lien lief eingeschnappt weg und Kortherreth legte seine Klinge an den Hals von Kazuya. Es wurd zuviel für ihn, unter Orks wäre das schon längst geklärt worden und einer von beiden lag tot, bewusstlos oder aber schwer verletzt am Boden und die Sache wäre erledigt. Und es hätte sich auch kein anderer eingemischt.
Wütend brüllte er auf. "Töte ihn oder lass es sein und die anderen sollen sich raushalten, es ist eine Sache zwischen denen!", brüllte er die anderen an und legte sich seinen Streitflegel über die Schultern. "Ich misch mich nur ein wenn ihr anderen euch bei den beiden einmischt.", sagte er in richtung Nihal und Lien.
So ging er um die beiden Kontrahenten herum und stellte sich zwischen Nihal, Lien und die beiden.
Einen Blick warf er noch mal zu den beiden. "Wird das endlich was? Klärt das endlich, ich will meine Ausrüstung endlichwieder richten!", meinte er. Das seine Wunden noch immer bluteten ignorierte er weiterhin. Eigentlich hätte Belphegor sich auch hinsetzen können und seine Ausrüstung wieder instand setzen können, aber dann hätten sich wahrscheinlich Nihal und Lien noch bei den beiden eingemischt.
"Unter Orks wär das schon lange geklärt gewesen.", sagte er halblaut, mehr zu sich selbst als zu den anderen.
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Kuriba

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Fr Apr 16, 2010 4:53 am

Nihal

Wenn sie die Kraft gehabt hätte wäre der Ork niemals so einfach an ihr vorbei gekommen, doch da sie diese nicht hatte musste sie ihn ohne Widerwillen passieren lassen. „Keine Einmischung?“, dachte sie, als der Ork dies sagte, wobei sein Handeln alleine schon eine Einmischung war, doch dies behielt sie für sich.
Kortherreth hielt Kazel die Kling hin und fragte ihn eine Frage worauf die Antwort so einfach erschien, wie sie eigentlich nicht war. Doch Kazel antwortete und nun war es an der lebendigen Rüstung zu entscheiden, ob er Kazel am leben lies oder nicht.
Nihal selbst entfernte sich von ihnen, weil Belphegor und Kortherreth nun alles in den Händen hatte. Aber dennoch konnte sie es nicht lassen weiter zusprechen, doch nicht direkt an Kazel oder Kortherreth gerichtet, sondern eher ein lauter Monolog.
„Ich habe überlebt, also ist es geschafft.“, dann schaute er zu Lien, „Keine Sorge ihm wird nichts passieren, wenn er fliehen würde wärst du immer noch sicher bis er wieder da ist um dich zu holen.“, dann legte sie ein Lächeln auf ihr Gesicht und legte die Kapuze wieder über ihren Kopf. Sie rannte nun Lien hinterher und holte sie kurz danach ein, was ihr selbst wie ein Wunder erschien, da sie kaum noch ihre Beine spürte. Als sie mit Lien gleich auf war, sagte zu ihr.
„Vor wem rennt du hier eigentlich davon?“, diese Frage stellte sie ernst gemeint, da sie es nicht verstand, obwohl sie einen Verdacht hatte.
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Lien

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Fr Apr 16, 2010 9:34 am

Nihal hatte sie ein geholt, lief neben ihr her.
"Ich hasse es wenn sie sich gegenseitig töten wollen."
Noch immer wusste sie nicht, woher die starken Gefühle kamen.
Ein Schmerz war es und zugleich war es Wut über diese unglaubliche Dummheit.
"Keine Ahnung ... Ich will nur weg und es nicht mit ansehe müssen ... "
Sie wurde langsamer, blieb schließlich stehen und sah Nihal an.
Sorge stand ihr ins Gesicht geschrieben.
Kael drückte seinen Kopf unter ihre Hand, um gestreichelt zu werden.
Oder war es was anderes was er wollte?
Sie strich ihm über den Kopf, drehte sich um, um aus der Ferne zu sehen, was dort geschah.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Fr Apr 16, 2010 2:18 pm

Kortherreth

Unbeirrt von den Worten der anderen stand er vor Kazuya, auch wenn ihm die Worte des Orks nur recht waren. Endlich Ruhe. Endlich konnte er sich dem hingeben, was er sich vorgenommen hatte. Regungslos verharrte die Klinge an Ort und Stelle, als ihm seine Antwort gegeben wurde. „Nein!“ hallte es in seinen Ohren wieder. Kazuya hatte entschieden. Dem Erschlafften wurde die Lebensenergie, der Wille zum Leben wiedergegeben. Kortherreth spürte wie sich in ihm etwas regte. „Diese Situation kenne ich...“ , hallte es in ihm. „Jemand sprach vor ein langen Zeit die selben Worte und erhielt die selbe Antwort. Spürst du es?“ Alaztrazas Stimme klang wohlklingend, beinahe Mitleidig, aber dennoch dunkel und Geheimnisvoll. Ihm wurde bewusst, das es jetzt zu handeln galt. Sollte Kortherreth Kazuya jetzt testen oder ihm einfach glauben? War es Schauspielerei? Kortherreth starrte nochmals in Kazuyas Augen. Nein, es war keine Schauspielerei. Es war etwas starkes, was sich dort Platz suchte, etwas was dort aufbegehrte. Waren es die Augen eins Wesens, was die Freiheit forderte, nein sogar dafür Kämpfen würde? In Bruchteil von Hundertstelsekunden wurden seine Gedanken durchspielt. „Du willst Leben?“ Kortherreth zog sein Schwert geringfügig zurück, nur um ihn stattdessen mit einem kräftigen Ruck auf die Knie zu drücken, den Blick nicht von den Augen Kazuyas lassend. Er sah keinerlei Furcht in ihnen Aufleuchten, auch nicht, als er ihn dann gegen die Brust drückte und ihn so zu Boden rang. Seine Hand ruhte auf den schon zuvor gepeinigten Stelle. „Du willst also Leben...“ wiederholte Kortherreth nochmals. Seine Tentakeln schnellten hinter ihm hervor und schlugen krachend links und rechts von Kazuya ein. Hätten sich dort Flügel befunden, wären sie spätestens jetzt unbrauchbar gewesen. „Entsage dem Todesengel! Stelle dich deiner Organisation entgegen, Lebe! Dann werde auch ich dich Leben lassen! “ Ruhe war es was die Situation zeichnete.
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Kazel

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Fr Apr 16, 2010 3:23 pm

Kazel sah seinen Gegenüber nicht an. Er blickte an ihm vorbei und wirkte er abwesend, als bei der Sache. Erst als der Ork sich zwischen sie stellte, erwachte er wieder aus seiner Reglosigkeit. Was geschah hier eigentlich Lien hatte sich weit von ihm entfernt. Viel zu weit und Nihal ging ihr nach. Sie war in diesem Moment so unerreichbar weit weg für ihn, da er, wollte er sie schützen, sogar an einem großen, grünen Ork vorbei. Außerdem war da noch Kortherreth, der ihm noch immer die Klinge seines mächtigen Schwertes an den Hals hielt. Für einen Moment herrschte schließlich absolute Reglosigkeit. Niemand sagte etwas, selbst der Wind schien den Atem anzuhalten. Kazel sah Kortherreth nun direkt an, auch wenn er keine wirklichen Augen hatte, vermutete Kazel doch das, was er sah als etwas Ähnliches. Dann wurde er erneut danach gefragt, ob er leben wollte und gleich darauf unsanft auf die Knie gezwungen. Kazel wusste nicht genau, was nun folgen würde, aber er hatte keine Kraft mehr. Dennoch zeigte er keine Angst, als er noch weiter zu Boden gedrückt wurde. Die Stelle auf seiner Brust, die eindeutig zeigte, wo Kortherreth ihn angefasst, schmerzte und die gefährlichen Tentakeln schlugen links und rechts von ihm Löcher in den Boden. Und dann wurde er auch direkt schon wieder angeschrien.
Was Kortherreth dann zu ihm sagte verwunderte ihn zunächst und ließ diese Überraschung dann auch sehr deutlich erkennen. Er staunte Kortherreth an und suchte nach Worten, geschweige denn nach Gedanken. Der Organisation stellen! Er empfand diesen Scherz als wirklich amüsant, bis er feststellte, dass es gar kein Scherz war. Ruhe. Niemand sagte etwas und Kazel musste auf einmal lachen. Es klang beinahe beängstigend, wie er lachte. Zuerst war es nur leise dann wurde es lauter und seine Brust hob und senkte sich in einem gleichmäßigen Rhythmus. Dieses Lachen klang zwar echt, doch keines Falls freudig. Diesen Sarkasmus hätte man ihm wahrscheinlich gar nicht zugetraut. Dann wurde er wieder todernst.
„Ich entsage dem Todesengel, seit man mich das erste Mal morden geschickt hat. Niemals würde ich mich mit dieser Form meines Rufes vergleichen. Ich habe keinen Namen. Ich kann mir keinen leisten, Kortherreth. Ich kann die Organisation nicht verraten, denn dann könntest du mich auch hier an Ort und Stelle töten.“
Das stimmte, doch Kazel würde es dennoch tun. Er wusste es nur noch nicht…
„Ich bin der Letzte, dem ihr vertrauen könnt, denn ich würde das schamlos missbrauchen. Aber ich bin auch der Letzte, der euch angreifen würde, wenn ihr mir nicht im Wege steht. Denn das ist nicht mein Auftrag.“
Was redete er eigentlich für einen Müll? Er schloss kurz die Augen und schluckte. Er hatte doch einen Entschluss gefasst, oder nicht? Dann fasste er das Handgelenk von Kortherreth, um seine Hand von der schmerzenden Stelle wegzubewegen. Dann öffnete er seine Augen wieder und erneut spürte er, wie dieses Mal beide Wangen nass wurden und seine Sicht verschwamm.
„Aber…“ Er schluckte und versuchte das Gefühl zu ersticken zu unterdrücken. „Aber, wenn ihr mir eine Welt zeigt, in der Freiheit, mehr als nur ein Wort beschreibt…“ Dieses Mal versuchte er diese peinlichen Tränen ohne Erfolg wegzublinzeln. Und setzte sich mühselig auf. Jetzt wischte er sie beiseite und verschmierte dabei den Dreck in seinem Gesicht. „Wenn ihr mir wirklich helfen wollt, dann will ich es versuchen. Ich will kein Werkzeug mehr sein. Ich will frei sein...“ Jetzt bewegte er sich mühsam auf die Knie und stützte sich mit seinen Armen auf den Boden. Unaufhaltsam rollten die Tränen aus seinen Augen. Doch er sah hartnäckig auf den Boden. War es Scham oder Ergebenheit? Er würde nicht um sein Leben betteln… Nein, er bat um eine helfende Hand, die er damals nicht bekommen hatte. Das machten die tiefen Narben auf seinem Rücken nur all zu deutlich. Doch er bekam es nicht über die Lippen. Er konnte Kortherreth einfach nicht darum bitten, ihm zu Helfen.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Apr 18, 2010 6:01 am

Kortherreth

Kortherreth war verwundert, verwundert über das, was sich gerade vor ihm abspielte. Weinend, saß er dort, Kazuya, weinend, als würden Tränen, die sich über sein gesamtes Leben angesammelt hatten, jetzt ihren Weg nach draußen bahnen, Rücksichtslos und ohne Scharm, jede Träne mit ihrer ganz eigenen dunklen Geschichte, versiegelt in jedem einzelnen kleinen Tropfen. Es war eine gute Entscheidung gewesen ihn am Leben zu lassen. Ergriffen von dem was er sah, ging er langsam die Hocke, während sich seine Fühler geräuschlos von den Einschlagstellen lösten. „Du willst wirklich frei sein? Ich weiß nicht... ob ich …“ Stimmen schriehen in ihm auf: „Bin ich stark genug diese Verantwortung zu übernehmen? Will ich das überhaupt? Ist es mir das Wert soviel Energie in einem völlig Fremden zu stecken, in jemandem, der mich nur belogen hatte?“ Kortherreth versuchte seine Gefühle zu ergründen, was Richtig ist... was Falsch ist... . Er blickte hinüber zur kleinen Elfe, auch wenn sie halb vom Ork verdeckt war. Auch sie verfolgte die Szenerie. Sein Blick viel zurück zum Weinenden. Helfen oder Nicht? Sich in das Leben eines anderen einzumischen war etwas, was gut durchdacht werden müsste, doch diese Zeit hatte er nicht, nicht jetzt, nicht heute. „Was bewirkt man? Ist es wirklich das Beste? Warum Zweifel?“ Seine Gedanken fuhren noch einmal zurück zum Lagerfeuer. Es war ein interessantes Gespräch mit diesem 'freundlichem' Kazuya. Er mochte diese freundliche, nette Seite, doch jetzt wusste er, das es nur ein Spiel war, in dem er, Kortherreth, der Narr war. „Soll ich mich auf ein neues Spiel einlassen? Vielleicht ein Neues, mit offenen Karten, mit Ehrlichkeit? Mit Vertrauen?“ Er wusste nur zu gut, würde er sich ihm wirklich nähern, das auch er verwundbar werden würde, stärker als jemals zuvor. „War es dieses Risiko wirklich Wert?“ Mitleidig schaute er auf ihn hinunter. In den Arm nehmen konnte er nicht, dafür war er zu wenig Mensch. Er herrschte schlichtweg eine zu große Distanz zwischen ihnen, körperlich. Vorsichtig regte sich seine rechte Hand, erst langsam, sogar zitternd, dann aber bestimmt. Erst unter Kazuyas Gesicht ruhte sie wieder, Tränen vielen auf die eiserne Pranke, schlug dort auf. Kortherreth meinte ein unheimliches, erschreckendes Gewicht von ihnen ausgehend zu spüren, als würden sich die Tränen gegen diese helfende Hand behaupten, sie zerstören wollen. Kurz ballte er seine Faust, zerdrückte seine Widersacher mit einer enormen Kraft, dann öffnete er sie wieder, sanft und locker. „Ergreif meine Hand. Na los! Hier, ich reiche sie dir. Ich werde dir helfen... .“ entlockte ihm seine Stimme sanft und fürsorglich die Worte.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Apr 18, 2010 2:48 pm

Eine unendlich lange Zeit schien zu vergehen, als Kortherreth sich vor ihn gekniet hatte. Diese kalte Rüstung in der doch ein Feuer von Emotionen brannte. Kazel konnte sich nicht vorstellen, dass dieser Koloss, der ihn bis eben noch vorhatte zu töten ihm wirklich zu helfen. Vor allem aber ohrfeigte sich Kazel innerlich, dass er es einfach nicht fertig brachte, um Hilfe zu bitten. Er schloss die Augen, die bereits von den Tränen brannten und gerötet waren. Bilder seiner Opfer spulten sich vor seinem inneren Auge ab. Doch zu seiner Überraschung störte ihn das nicht das nicht. Erst als Kortherreth, seine Hand zu ihm führte öffnete er seine Augen. Er hatte die leichte Lichtveränderung gespürt. Als er auf die Hand sah, wie Kortherreth sie ballte, fürchtete er bereits, dass Kortherreth im sicher nicht helfen würde und gerade als er all seine Kraft zusammen nahm und ihm die Frage nach Hilfe stellen wollte, erledigte sich das schon von selbst. Kortherreth bat sie ihm an. Er reichte ihm die Hand. Das war zwar ein symbolischer Akt, aber diese Geste zog Kazel beinahe den Boden unter den Füßen weg. Noch niemals hatte ihm jemand geholfen. Noch niemals hatte er jemandem vertraut, aber bei Kortherreth war er sich so sicher, wie der Himmel dunkel war. Am liebsten wäre er aufgesprungen und ihm seine Loyalität und Hingabe für die neue Aufgabe bewiesen, stattdessen verharrte er jedoch reglos vor seinem Seelenerretter. Sein Körper fühlte sich taub an und seine Sinne fingen an ihm Streiche zu spielen. Er hatte seinem Körper viel zu lange die Ruhe verwehrt, die er eigentlich brauchte. Dennoch. Er musste weiter machen. Er musste!
„Ich…“ Er löste sich aus der Starre und streckte zitternd seine Hand nach Kortherreth aus. Dann legte er seine, beinahe kindlich wirkende Hand in die große Stahlhand von Kortherreth. Er blickte hinauf zu den vermeintlichen Augen Kortherreth‘ und sah, dass sie ein schwaches Königsblau angenommen hatten. Na ja. Es leuchtete königsblau aus den Schlitzen hervor. Kortherreth hatte in Kazel etwas bewegt, was er zuvor sehr gut unterdrückt hatte. Er hatte seine menschliche Seite geweckt. Und Kazel empfand mit einem Mal unendliche schwere Reue und eine tiefe Traurigkeit. Er hatte keine Kraft mehr und kippte nach vorne, wobei er Kortherreth direkt in die Arme und seinen Schoß fiel. Dort verharrte Kazel mit geschlossenen Augen und flüsterte so leise, dass es nur Kortherreth mit Anstrengung hören konnte. „Danke…“ Dann wurde die Welt um ihn herum schwarz und nur seine schrecklichen Gefühle, die von seinen Taten herrührten, begleiteten ihn in die Dunkelheit, die sein Herz mit eiserner Hand zu zerdrücken schien.


Zuletzt von Kazel am So Apr 18, 2010 5:48 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Apr 18, 2010 3:05 pm

Belphegor schnaubte auf. "Endlich.", murmelte er, als die beiden Kontrahenten sich entschlossen haben kein Blutbad zu veranstalten.
"Gehen wir weiter?", fragte er nun etwas lauter und legte seine Arm- und Beinschienen ab. Er verstaute sie in seiner Tasche und zog sich das Kettenhemd aus. Es hinderte ihn momentan nur und die Dämonen würden mitsicherheit nicht sofort zurückkommen - mal ganz davon abgesehen dass das Kettenhemd nicht alzu viel gegen die Dämonen gebracht hatte.
Ein Blick warf er auf seine Ausrüstung und grunzte. Sein Kettenhemd musste dringend wieder repariert werden und seine Schuhe erst recht. Nur seine Arm- und Beinschienen wurden nicht so in mitleidenschaft gezogen.
Alles verstaut schaute er sich noch mal um. Wollten die sich jetzt ewig in den Armen liegen?
"Was ist nun? Kommt ihr? Die anderen sind schon ein wenig vorraus!"
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Apr 18, 2010 5:02 pm

Ohne weiter darüber nach zu denken, was Nihal antworten könnte, ging sie ein paar Schritte zurück.
Kazel saß da, weinend, wenn sie es richtig deutete.
Etwas rührte sich in ihrem Herzen, als sie sah, wie Kortherreth ihm die Hand hin hielt und Kazel diese auch entgegen nahm.
Kael schubste sie an, als wolle er sie zu den beiden schieben.
Sie ging drauf ein und lief einfach zu ihnen hinüber, Kazel, der Kortherreth in den Schoß gefallen war, umarmend und Kortherreth tausendfach dankend.
Sie vergrub ihr Gesicht an Kazels Schulter und weinte.
Er war zwar ein Sturkopf und tat Gott weiß wie kalt, aber er schützte sie.
Das er dabei nur an seinen Auftrag dachte, interessierte das Mädchen nicht.
Für sie war nur wichtig, dass sie nicht nur ihren kleinen Drachenfreund hatte, sondern auch jemanden, mit dem sie reden konnte ... und sei es nur Streiterei.
Sicher... sie hatten Kortherreth etwas vor gemacht, aber es war doch letzten Endes nur zu ihrem Schutz.
Einen schlechteren Start hätten sie freilich auch nicht haben können, aber ... sicher würden sie sich nun zusammen raufen können.
Dankbarer hätte der Blick den sie nun der Rüstung zu warf, nicht sein können und noch einmal bildeten sich laulos die Worte Danke auf ihren Lippen.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Apr 18, 2010 7:45 pm

Nihal

Lien wollte nur weg, dies konnte Nihal verstehen, aber genauso wusste sie das Wegrennen nichts half.
Als sich anscheinend alles zwischen Kazel und Kortherreth geklärt war hörte sie den Ork brüllen und wusste somit da es bald weiter gehen würde. Nihal sank langsam zum Boden und setzte sich hin und schaute zur Gruppe rüber. Nun wartete sie, dass die Reise weiter gehen würde und gleichzeitig erholte sie sich schon mal ein wenig.
„Worauf habe ich mich nur eingelassen, sieht so wirklich mein Weg aus? Wieso musste ich nur in solch eine seltsame Welt hinein geboren werden?“, fragte sie sich innerlich.
Sie legte die Beine an und schlug ihre Arme darüber und somit sah sie wie einer dunkel Grüner Felsen aus, wenn man nicht genau hinsah.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Mo Apr 19, 2010 10:41 pm

Kortherreth

Er wusste nicht, was er tun sollte. Seit seinem Gedenken kann er sich nicht erinnern, das wer in seinen Schoß fiel geschweige den Schutz dort suchte. Die Arme leicht erhoben, als würde er ihn auffangen oder umarmen, es aber dennoch nicht können. Kaum vernehmbar hörte er die dankenden Worte, welche ihn tief berührten. Als dann auch noch die Elfe auf sie zugelaufen kam, sich an Kazuya schmiegte und dann ihn mit Überdankbaren Augen anstrahlte, wusste er gänzlich nicht mehr was er tun sollte. Eins stand fest: Für einen Tag waren es schlichtweg zu viele Gefühlsschwankungen.
„Ein weitergehen schätze ich nicht, nicht wenn ich mir diese beiden hier anschaue.“, antwortete er dem Ork. Dabei deutete er auf die beiden Personen direkt vor sich. „Zudem weiß ich nicht, ob es wirklich noch unser Ziel ist, diese Stadt aufzusuchen. Wir sollten uns erst weiter besprechen und wieder zu Kräften kommen. Auch ihr wirkt angeschlagen, auch wenn es euch weniger zu schaffen machen scheint.“ Dann schaute er hinüber zu ihrer neusten Gefährtin. Auch sie hatte sich zum Boden hin bewegt. „Aber ihr habt recht. Vielleicht ein kleines Stückchen weiter“ Kortherreth betrachtete das Schlachtfeld. Es wäre vielleicht besser sich von hier zu entfernen, sollten diese Dämonen wiederkommen, doch auf dieser weiten Ebene ist es nahezu witzlos sich ein Versteck zu suchen. Zumindest die unmittelbare Umgebung sollte verlassen werden. Eines der Tentakeln griff nach dem Schwert, und ließ es hinter Kortherreth verschwinden, während er selbst sich langsam aufrichtete, und in der selben Bewegung Kazuya hochhob und ihn sich über die Schultern legte. Hierbei achtete er peinlichst genau darauf, das dieser nicht mit den Tentakeln in Berührung kommen würde.
Der kleinen Elfe bot er die Hand an: „Müsst ihr auch getragen werden?“ fragte er sie. In der Stimme sollte nicht ergründet werden können, ob es Hilfsbereitschaft war, oder schlichtweg eine Floskel war. „Ich habe noch einen weiteren Arm frei, somit...“ Dann schickte er sich an die Gruppe voranzutreiben. Er würde erst mal Zeit brauchen das alles zu verarbeiten um sich dann den neuen Dingen in seinem Leben widmen zu können.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Do Apr 22, 2010 4:56 pm

Belphegor folgte den ganzen geschehnissen schweigend, erst als Kortherreth ihn auf seinen Zustand ansprach schaut er an sich hinab. Das Blut floss noch immer in kleinen Rinnsälen an seinem Torse und seinen Beinen hinunter.
"Einen Heiler würde ich jetzt mitsicherheit nicht zurückweisen.", meinte er an Kortherreth gerichtet. "Allerdings scheint es den anderen weitaus schlimmer zu gehen."
Sein Blick blieb an Nihal hängen. "Hey wir sollten weiter. Die Zeit um als Fels in der Gegend rumzusitzen kannst du dir später nehmen."
Er orientierte sich kurz und setzte dann den Weg in die vorherige Richtung fort. Nach einigen Metern stoppte er und drehte sich um. "Oder wollt ihr zurück zu Stadt? Das wäre der einzige Schutz im Umkreis von einigen Tagesreisen.", zumindest nahm er das so an.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Do Apr 22, 2010 5:07 pm

Mit einer gewissen ... nun Unsicherheit wäre wohl der passende Ausdruck ... sah sie das Wesen vor sich an.
"Ich will versuchen alleine mit zu halten. Du hast schwer genug an ihm zu tragen,"
antwortete sie unentschlossen.
Einer Seits, forderte ihr Körper Ruhe, doch anderer Seits, wollte sie niemandem mehr zur Last fallen, als nötig.
Sie war müde und wollte eigentlich nur noch schlafen.
Ihr Drache stubste sie aufmunternd an, was sie dazu veranlasste, einen Schritt vor zu machen, wobei sie ihre kleine zierliche Hand, in die Pranke Kortherreths legte.
Bewundernd sah sie nun zu ihm hoch.
Ein wirklich starkes Wesen, welches scheinbar eben so gutmütig, wenn auch manchmal aufbrausend war, oder sollte sie sich da so sehr irren?
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Fr Apr 23, 2010 7:09 pm

Nihal

Die kurze Zeit der Erholung war also schon vorüber und nun hieß es weiter zugehen. Doch wohin war nun die Frage, selbst der Ork stelle solch eine. Sie selbst war schon seid Ewigkeiten nicht mehr in einer Stadt und wusste auch nicht wirklich was sie dort sollte, den hier draußen war alles was man brauchte.
Langsam stand sie auf und schaue zu Kortherreth, welche Kazel trug und Lien neben sich herlaufen ließ und dabei ihre Hand hielt. Der Ork war schon ein Stück voraus gegangen und schaute ebenfalls zu Kortherreth.
Nihal streckte sich und fühlte sich schon wieder um einiges kräftiger, auch wenn die Pause nicht lange werte so war es ausreichend damit sie weiter marschieren könnte.
Sie wollte Antworten, aber tat es dann doch nicht sondern schloss zum Ork auf und wartete dort neben ihn, bis Kortherreth und Lien sich entschieden haben, wohin die weitere Reise gehen mochte.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Sa Apr 24, 2010 12:17 am

Kortherreth

Er zog seine Hand zurück und ließ das Mädchen ihre Entscheidung selber tragen. Ein letzter Blick fiel auf das Schlachtfeld. Die Dämonen haben durchaus gewütet; auch wenn es dieser trostlosen kargen Landschaft, bedeckt von Steinen und Felsen keinen Abbruch verlieh. Der nächste Reisende würde sich durchaus wundern.
Er wollte sich seines Weges hin begeben, als ihm noch im letzten Moment auffiel, das sich Lia, die kleine Elfe, bei ihm eingehakt hatte. Sie griff nach seiner Hand, hielt sie sogar fest, als wäre es das normalste der Welt. Fassungslos starrte er auf die Elfe nieder. Auch hier zeigte es sich als Vorteilhaft keinerlei Mimik zu besitzen. Er wusste nicht was es war was er da empfand doch es war zu kontrovers, zu seltsam, was sich da alles zusammenbraute. Letzten Endes ließ er sie gewähren.
Ihm war danach den Griff zu erwidern, doch er konnte ihr kleine Hand nicht spüren, wie auch, so ließ er seine Hand einfach locker. Ein Zugreifen könnte bedeuten ihre Hand ohne es zu merken zu zerdrücken und das wollte er jetzt nun wirklich nicht. Nicht nachdem sich alles mehr oder weniger zumindest beruhigt hatte. „Lia...ich...! Dann verstummte er, als er die Augen des Mädchens sah. Die Augen eines Elfen. Ironischer konnte es wohl nicht sein. Er, Kortherreth, Mörder von unzähligen Elfen, schreitet durch das Land von Schattenwesen. Und nicht nur das er in Begleitung einer Elfe ist, der er sogar freundlich gesonnen ist, nein, er hielt sie sogar noch an der Hand. Vielleicht sollten sie noch fröhlich trällernd ein Lied singen, dann wäre das Bild komplett und jeder weitere Elf, der gekommen sein würde um ihn zu töten würde sich umdrehen und schlichtweg gehen.
Kortherreth verwarf seine seltsamen Gedanken wieder und schaut nach vorne zu den anderen beiden. „Wie werden nicht allzu weit gehen, denke ich. Ich will nur diesen Ort hier verlassen.“ Dann schritt er an den beiden vorüber und übernahm die Führung. Es sollte schnell was gefunden werden. Die Gruppe musste sich ausruhen.
Ob es Schicksal war, oder Fügung mochte Kortherreth nicht entscheiden, dennoch war er froh, das sich nach kurzer Zeit schon etwas passendes finden ließ. Ein kleines Stück abseits des Wegs hatte sich eine Steinformation aufgemacht, welche sicher guten Schutz versprechen würde. Zielstrebig Schritt er darauf zu, als urplötzlich unter seinen Schritten der Boden einen eisernen Widerhall von sich gab. Trotz der Gruppenkonstitution wollte er zumindest sicherstellen, um was es sich handeln würde. Er ließ Lia los, ging hinunter in die Hocke und streifte mit der Hand über den Boden, den Dreck von dem, was sich da unter seinen Schritten befand freilegend. Zunächst legte er einen Teil einer Metallplatte frei, vernietet an den Rändern mit abgerundet, abgeschliffenen Schrauben. Erst zum Schluss wurde er auf einen in das Metall eingelassene Griff aufmerksam. „Ich weiß nicht, was es ist, aber es muss aus der Zeit der Hochgeborenen stammen.“, vielmehr zu sich sagend, als in die Gruppe. „Wir sollten uns vielleicht dennoch erst zu dieser Steinformation machen und uns erholen.“ So stand er auf und ging schnellen Schritts darauf zu. Es war ein größer Fels, umrundet von mehreren kleinen, allesamt angefressen vom Wind, sahen sie doch aus wie große Pilze. Unter dem größten Stein legte er Kazuya ab, lehnte ihn vorsichtig an den Felsen. Dann stellte er seinen Rucksack ab, welchen er noch in der Armbeuge hielt. Unweigerlich fühlte er sich an die beiden schwarzen Federn erinnert, verbunden mit der dazu durchlebten Erlebnis. Dennoch ließ er sich nicht weiter von dem Gedanken ablenken.
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Kazel

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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Sa Apr 24, 2010 12:33 am

Kazel konnte in der tiefe seines Unterbewusstseins spüren, wie er hochgehoben wurde. Er konnte sich in eben dieser Tiefe auch erinnern, dass er den womöglich größten Fehler seines Lebens gemacht hatte. Die Organisation würde ihn finden und töten. Zumindest glaubte er das. Er war angeblich ihr bester Mann, also wen wollten sie wohl schicken? Es war ihm jetzt jedenfalls zu mühselig darüber nachzudenken. Viel mehr fragte er sich in seinem Dämmerzustand, warum Lien so viel Wert auf ihn legte. Er hatte sie nur „nett“ behandelt, als sie schauspielern mussten. Ansonsten war er eigentlich eher kalt und abweisend gewesen. Warum hatte sie ihn umarmt. Denn das hatte sie, da war er sich sicher. Er konnte nicht begreifen, wie man so viel Wert auf andere Lebewesen legen konnte. Aber eigentlich wollte er im Moment nichts weiter als in Ohnmacht fallen und von diesen grässlichen Gedanken erlöst werden.
Und dann wandelte sich das tiefe Schwarz in einen Traum. Er konnte nicht sagen, ob er Bewusstlos gewesen war oder nicht. Aber jetzt war es jedenfalls nicht mehr. In Gedanken flog er über dieses Land. Als Dämon. Als Todesengel. Nun wusste er jedenfalls, warum man ihn auch so nannte. Er verabscheute diesen Begriff jedoch. Nein… er war ganz und gar kein Engel. Er war ein Monster. Ein Dämon und ein Schlächter. Er empfand keine Reue, aber er wusste, dass seine Taten nicht unbedingt gut waren. Was ihn zu einer neuen Frage führte. War Kortherreth wirklich so viel besser als er? Kazel wusste nicht, was in der Vergangenheit vorgefallen war, ob überhaupt etwas vorgefallen war. Nun, es würde sich vermutlich zeigen. Er glaubte jedenfalls an die Ehrlichkeit von Kortherreth und war sehr dankbar über die Hilfe, die er ihm entgegenbrachte. Er glaubte sogar, dass er Kortherreth mehr vertraute, als irgendjemandem sonst. Das mochte aber auch daran liegen, dass er sonst absolut niemandem vertraute.
Er schlug die Augen auf. Er spürte die Harte Rüstung, wie sie sich in seinen Bauch drückte und die Wunden auf seiner Brust, die Schutzlos allen Einflüssen ausgesetzt waren. Strahlung, Schmutz und Krankheiten die durch die Gegend flogen. Er wunderte sich, dass er nicht noch tiefer eingeschlafen war, da ein schneller und lauter Rhythmus in seinem Schädel pochte. Das lag vermutlich daran, dass er Kopfüber an Kortherreth herunter hing. Er hörte irgendwas über die Hohen und wollte nachfragen, aber sein Mund bewegte sich nicht. Auch die Augen fielen ihm wieder zu. Und plötzlich wurde er sanft abgelegt. Er war froh über diese Ruhephase und wollte nichts sehnlicher, als einfach nur schlafen. Aber er wusste auch, dass er das nicht durfte. Er musste Lien… nein. Er musste gar nichts. Er wollte nicht länger tun, was die Organisation von ihm verlangte. Er hatte sich gegen sie gewandt. Ja das hatte er.
Sein Körper fühlte sich irgendwie matschig an. Das mochte vielleicht auch daran liegen, dass er von einem Dämon zu Boden geschmettert wurde. Er fühlte sich elend und kurz bevor er wieder in das Reich der Träume abtauchte, drängte sich ein Bild vor seine Augen. Es waren Hände. Seine Hände. Voller Blut und zitternd. Eine Klinge in der Hand. Und dann diese Augen diese Schrecklichen Augen! Er gab einen erstickten Schrei von sich und riss die Augen auf. Sein Körper hatte sich aufgerichtet und sein Blick zuckte nervös und irgendwie panisch umher. Dann entspannte er sich langsam wieder und lehnte sich zurück. Doch dieses Mal war er sehr darauf bedacht, sie nicht zu schließen.
„Wo… Wo sind wir?“, fragte er heiser und schwach.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Apr 25, 2010 7:38 pm

Belphegor wartete geduldig und nickte Nihal zu als diese zu ihm aufschloss.
Als Kortherreth irgendwas entdeckte und seine Vermutung äußerte, knurrte er kurz.
"Lasst uns weiter gehen, diese Sachen bringen nur Unglück... Warum wäre sonst diese Zivilisation untergegangen?"
Das war seine Meinung zum Thema der Hochgeborenen. Er wusste nicht viel von den Geschichten, aber warum wären sie sonst untergegangen.
Schnellen Schrittes folgte er dann Kortherreth. Er fühlte sich irgendwie unwohl in der Gegenwart alter Dinge, aber andererseits war er auch neugierig.
Knurrend setzte er sich und lehnte sich an einen Felsen. Das sein Blut an der Stelle wo er saß sich nun sammelte war ihm egal.
Er nahm einen alten Stofflappen aus seiner Tasche und fing an seine Wunden zu säubern.
Das brennen dabei nahm er einfach hin. Unzählige male hatte er sowas schon über sich ergehen lassen.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   So Apr 25, 2010 8:35 pm

Lien sah Kortherreth an. als sei er ihr großer Beschützer.
Irgendwas war in ihr aufgewacht, zumindest fühlte es sich so an.
Brav lief sie neben Kortherreth her, schien auch keine scherereien machen zu wollen und achtete genau auf Kazel.
"Ja?" fragte sie und sah auf, als Kortherreth sie an sprach, doch er brach ab.
Vielleicht würde er später noch sprechen?
Nun sie würde ihm sicher die Gelegenheit geben.
Lael lief brav neben ihr her, schnupperte hier und da und verschwand kurz, um sich eine kleine Mahlzeit zu gönnen.
Als sie auf diese Metallplatte stießen, betrachtete sie diese Interessiert, war aber auch froh, bald ausruhen zu können.
Kotrtherreth würde sich das sicher näher an sehen, sobald sie den Lagerplatz erreicht hatten.
Sacht legte er Kazel unter einen Felsen.
"Danke ... das du ihn ... verschont hast und ihm hilfst,"
meinte sie dankbar.
Lien setzte sich sofort zu ihm und betrachtete seine Wunde, als er plötzlich hoch schoß, um sich dann wieder langsam zurück zu lehnen.
"Kortherreth hat uns her gebracht. Wir sind nicht viel weiter als vorher. Lass mich das da sehen,"
meinte sie bestimmt aber dennoch liebevoll.
Kazel sollte nun wirklich nicht herum wandern.
Sie wusste nicht ob sie heilen konnte und fühlte sich auch reichlich schlapp, aber die Wunde verbinden könnte sie wenigstens.
In ihrer Tasche fand sie tatsächlich Verbandzeug.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 3:47 pm

Nihal

Sie folgte ihnen und als Belphegor sagte, "Lasst uns weiter gehen, diese Sachen bringen nur Unglück... Warum wäre sonst diese Zivilisation untergegangen?"
Überlegte Nihal was sie wohl den Untergang gekostet haben mochte. „Wahrscheinlich waren sie genauso wie die jetzigen Völker der dieses Planeten, denn anders währen sie wohl nicht untergegangen. Bestimmt nur auf Krieg aus und Macht zu haben, das selbe was ich hier mit ansehen musste, doch genau kann man dies wohl nicht wissen. Vielleicht könnte man noch alte Schriften dort unten finden oder Nachfahren damit diese Sache auch mehr beleuchtet werden kann. Doch glaube ich nicht das einer von ihnen das hören möchte.“
Da blieb die Gruppe nur ein wenig weiter stehen und versorgten ihre Wunden, sie selbst war soweit unverletzt zwar immer noch sehr schwach und ihr Oberkörper schmerzte durch den Angriff dieses Dämons. Dennoch suchte sie sich eine ruhige Ecke und ließ sich dort nieder, wo sie das Geschehen der Anderen verfolgte.

Der Ork und Kazel waren wohl am stärksten verwundet worden, doch nichts was man nicht versorgen konnte. Lien kümmerte sich um den Halbdämon und der Ork machte es alleine, da Hilfe in solchen Sachen wohl unter seiner Würde sein würde. Aber mit Sicherheit konnte Nihal dies nicht wissen. Sie selbst nahm ihr Amulett zur Hand und schaute es sich an, da es keine Reaktion mehr von sich gab, obwohl Kazel so nah bei ihr war. „Liegt es jetzt daran das er wieder in Menschengestalt wandert oder kann er seine Aura so gut unterdrücken?“, fragte sie sich.
Dann dachte sie nochmal an den Kampf zurück, welcher sehr merkwürdig geendet hatte. „Wir waren eigentlich besiegt, doch warum haben sie es nicht zu ende gebracht. Sollten sie doch ein Gewissen haben und uns deswegen verschont haben?“, lies Nihal sich durch den Kopf gehen.


Zuletzt von Kuriba am Di Apr 27, 2010 5:07 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 4:34 pm

Kortherreth

Das hatte er gar nicht bedacht. Er trug den geschundenen Körper mit der Wunde auf seiner Schulter. Ein Blick dorthin verriet ihm, das sich dort noch Rückstände von Kazuyas Blut befanden. Langsam liefen einige Tropfen am Torso hinab, dem Boden entgegen. Er verwischte sie kurz. Nochmals wurden ihm dankende Worte ans Ohr getragen, welche er mit einem knappen Nicken akzeptierte. Sein Blick stieg hinauf zum Himmel, zu dem Punkt, an dem sich die Dämonen außerhalb ihrer Sichtweite begeben hatten. Zumindest vermutete er, das sie an diesem Punkt verschwunden seien, sah doch am Himmel alles gleich aus. „Sollten sie nochmal auf uns hinab stürzen...“ Sein Blick lief über die Gruppe, „...dann wären wir ihnen hoffnungslos ausgeliefert.“ Sprach er mehr zu sich als in die Gruppe. Ihm überkam ein leiser verdacht. „Wir müssen von hier verschwinden. Vielleicht...“ Er sprach den Satz nicht zu Ende, sondern kehrte zurück zu seinem Fund, den anderen kurz verständlich machend, er käme gleich wieder, griff er nach seinem Schwert und machte sich auf zu dieser metallenen Platte.
Wind hatte ein wenig Sand aufgewirbelt und diesen weiter über die Ebenen getragen. Kortherreth war aufgeregt. Hier und dort pfiff der Wind um den Stein. Sein Blick strich auf den Griff im Boden. Kurzerhand entschloss er sich dieses Tor in eine andere Geheime Welt zu öffnen. Er packte den Griff, fuhr mit der Pranke in die Kuhle, drückte dabei den Sand heraus; dann umschloss er die Klinke. Vorsichtig zog er an dieser. Nichts tat sich. Auch ein zweiter Versuch scheiterte. Es wurde deutlich, mit zaghaftem ziehen würde sich hier nichts regen, es müsse mehr Kraft her. Die Beine links und rechts schräg neben die Platte stellend, ging er langsam in die Hocke, griff abermals nach dem Henkel und stemmte sich langsam aber mit stetig wachsender Kraft gegen die sich nicht rührende Tür. Ein kurzes Knarren entfläuchte ihr, als würde sie der Kraft nachgeben wollen. Siegessicher zog Kortherreth noch stärker: Es machte leise „Ping“. Kortherreth verlor das Gleichgewicht und viel ohne sich groß retten zu können schwungvoll auf den Po. Stumm das ganze bezeugend, steckte das Schwert neben ihm im Sand. Seine Trophäe in der Hand haltend schaute er zum Himmel hinauf: „Ach Verdammt“. Er richtete sich wieder auf und schaute sich den Griff ins einer Hand an, dann schaute er auf die Platte vor sich. Die Zugkraft hatte zumindest das ganze nach oben gewölbt. Dann blickte er hinüber zur Gruppe, ob sein Missgeschick aufgefallen war, ehe er sich vom Staub befreite.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 5:09 pm

Liens Worte regten sein Gehirn wieder an. Kortherreth… Ja stimmt. Kazel hatte ihm gesagt, dass er der Organisation den Rücken kehren würde. Doch war das wirklich alles? Er erinnerte sich weiter daran, dass er Kortherreth vertraute. Ihm sein Leben anvertraut hatte, als er in Ohnmacht oder vielmehr in die Dunkelheit gefallen war. Er erinnerte sich an die Dämonen und an Lien… Sie sprach mit ihm. Nur deswegen war ihm Kortherreth wieder in den Sinn gekommen. Sie sprach sehr liebevoll, aber Kazel vermochte nicht einzuordnen, ob er sich das nur einbildete. Es war furchtbar. So hilflos hatte er sich lange nicht mehr gefühlt. Er brachte irgendwoher Energie. Er brauchte Nahrung und Wasser. Sein Mund fühlte sich an, als hätte er ihn ewig nicht benutzt. Selbst wenn er gewollt hätte, so hätte er wohl nur dürftig antworten können. Doch letztlich presste er ein „Lass das…!“ heraus, als er sah, wie Lien Verbandszeug in ihrer Tasche fand. Er verspürte nicht das Bedürfnis sich von Lien verarzten zu lassen. Außerdem sah er, dass Belphegor sehr viel schlimmer aussah, als er selbst. Nun ja. Zumindest, wenn man die Wunden zählte. Außerdem schien es Kazel als habe er Kortherreth‘ Traktierung verdient. Die Wunden schmerzten nicht mehr sehr und sie waren auch nicht so tief, dass er daran verbluten würde. Sicher würde er sie einsalben müssen, da in dieser Umgebung alles einen hervorragenden Entzündungsherd bot.
Er sah zu Kortherreth, der wohl irgendwas aus dem Boden zuziehen versuchte. Letztlich scheiterte er daran, dass er das Objekt wohl abriss. Kazel schaute zwar hinüber, aber er verzog keine Miene. Nein. Er war zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Er versuchte sich an der Felswand, an die Kortherreth ihn gelegt hatte, hochzustemmen, aber es klappte eher schlecht, als recht. Letztlich stand er an die Felswand gelehnt da und holte eine flache etwa Handflächengroße Schachtel aus seiner Gürteltasche. Als er sie gerade öffnen wollte rutschte sie ihm aus der Hand und fiel mit einem dumpfen Geräusch zu Boden.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 6:54 pm

Belphegor hatte soweit alle erreichbaren Wunden gesäubert und suchte einen kleinen Topf mit einer Salbe. Es war eine tinktur die er noch von seinem Stamm hatte. Es würde die Wunden schneller heilen lassen und es würde das Risiko einer Entzündung senken - so die Worte des Schamanen!
Kritisch schaute er in das Gefäß hinein. Viel hatte er nicht mehr, aber er bräuchte für seine jetzigen wunden entweder einen Heiler oder die Salbe.
"Kann einer von euch heilen?", fragte er lauter in die Runde. "Auch ein Ork brauch ab und an mal einen Heiler!", lachte dieser.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 7:52 pm

Ihre Miene verzog sich und sie sah ihn wütend an.
"Weißt du eigentlich das du ein absoluter Dickschädel bist? Da meint man es mal gut mit dir und du machst auf unverwundbar."
Wütend hob sie die Schachtel auf und reichte sie ihm.
"Hier ... mach doch was du willst!"
in ihre Wut mischten sich Hilflosigkeit und eine gewisse Traurigkeit.
Belphegor brauchte jemanden der ihm half und genau das wollte sie nun tun.
Sie ging zu ihm hinüber und nahm ihm die Tinktur aus der Hand.
Scheinbar war sie so geladen, dass sie keinen Wiederspruch dulden würde und genau so sah sie den Ork auch an.
"Ich kann zwar nicht heilen ... glaube ich ... aber wenigstens kann ich dir helfen das ein zu schmieren und zu verbinden, da Herr ich bin ein Held sich ja nicht helfen lassen will. Es könnte ihn ja verweichlichen,"
schimpfte sie in einem reichlich sarkastischen Ton und laut genug, dass er es auch ja hörte.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 8:09 pm

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Nihal sah aus dem Augenwinkel das Kortherreth versucht hatte etwas aus dem Boden zuheben, doch er hat es nur kaputt gemacht. Wodurch sie innerlich lachte, weil es zu witzig war es mit anzusehen.
Doch sie wurde genauso schnell wieder in die Gegenwart gerufen, da der Ork nach einem Heiler rief und wie es dem Anschein hatte. Lien und Kazel sich nicht gerade gut vertragen haben, wobei sie selbst es nicht verstehen konnte, warum er keine Hilfe annahm.
„Ich kann ein wenig heilen, sofern die Umgebung hier mir die Kraft dazu bietet.“, sagte sie immer noch am Stein gelehnt. Danach sprach sie zur Elfe wissentlich das Kazel sie hören könnte. „Lass ihn in ruhe und sei nicht so grob zu ihm. Er wird schon merken das er Hilfe braucht und dann auf euch zukommen, solange lasst es einfach und seid ihm deswegen nicht böse.“
Nihal wusste wie schwer es ist, wenn man einsehen sollte Hilfe anzunehmen. Sie selbst wollte keine Hilfe nachdem sie Jahrelang nicht gerade freundlich behandelt wurde.
Erst jetzt erhob sie sich und ging langsam zu Belphegor rüber und schaute dabei die Umgebung näher an. „Viel werde ich wohl nicht machen können, aber den Anfang der Heilung auf jeden Fall beschleunigen.“, dachte sie und vor dem Ork und der Elfe stehen sprach Nihal. „Soll ich nun oder wollt ihr lieber diese dort haben?“, dabei zeigte sie auf Tinktur.
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BeitragThema: Re: Die Steppe vor Astalor   Di Apr 27, 2010 9:11 pm

Kortherreth

Alle waren mit sich selber beschäftigt oder ließen sich helfen. Nur Kazuya schien sich mit Lia in den Haaren zu haben. Er wand sich wieder seinem kleinen Feind von Tür zu. Da der Griff abgerissen war, musste eine andere Möglichkeit gefunden werden, die Luke zu öffnen. Achtlos schmiss er das Metallstück in seiner Hand über die Schultern weg. Er hockte sich abermals hin und versuchte die Luke soweit frei zu legen, als das sie deutlich in ihrem Ausmaß zu erkennen war. Nach kurzem graben ergab sich, das die Luke einen durchmesser von knapp 1 1/2 metern hatte und in eine Art Rohr eingebaut wurde. Prüfend ließ er sein Schwert aus einem halben Meter Höhe mit der Spitze vorran auf das Metall fallen. Es gab ein kurzes klirren von sich, und das Schwert hüpfte von Aufprall wieder aufwärts, ehe es von Kortherreth wieder gehalten wurde. Die Einschlagstelle gab nur eine winzige Kerbe als Zeichen des Treffers wieder. Sollte er das Dingen jetzt aufschneiden? Kortherreth dachte nach. Nein, es müsse auch anders gehen. Seine Zeigefinger fuhr über die Kerbe, welche den Rand der Luke darstellte. In Gedanken überlegte er sich was getan werden könne, kam jedoch zu keinerlei Erkenntnis.
Aus seiner kurzen Abwesenheit wieder erwachend, bemerkte er wie sein Finger immer noch die Umrandung abfuhr, jedoch nicht mehr alleine. Auch seine Tentakeln taten es ihm gleich, fuhren auch sie die Umrandung entlang. Kortherreth betrachtete dieses Schauspiel. Bei jeder weiteren Bewegung dieser Fühler lösten sich Späne von der Platte, als würde sie abgeschliffen werden. Langsam versuchte sich Kortherreth in das was teile seines Körpers taten einzufühlen. Irgendwie war es ihm nicht ganz geheuer, das sie etwas taten, von dem er nicht wusste, das es von statten ging. Er konzentrierte sich darauf diese zum beenden ihrer Tätigkeit zu bringen. In seiner Haltung verharrend. Schaute e abwechselnd zu den Beiden. Er suchte nach etwas, wie man sie steuern könnte, so, wie er seine Arme und Beine bewegen konnte, musste es auch mit diesen zusätzlichen Gliedmaßen klappen. Mit einem Mal wurde ihm bewusst, wie sie sich bewegten, er spürte sie, auch wenn es sich anders, fremd, anfühlte. Er schloss darauf, das es was mit Alaztrazas eingreifen zu tun haben musste.
Nach und nach gewann er die Kontrolle über diese Tentakeln, ließen sie aufgrund seines Willens vom bearbeiten dieser der Luke ab. Kortherreth besah sich zufrieden beide. Langsam richtete er sich wieder auf, die Tentakeln seines Willens folgend. Unscheinbar schwebten beide Enden in Augenhöhe, als das er sie sich genauer anschauen konnte. Erst jetzt viel ihm auf, das sie die selben Farben trugen wie die Rüstung, sein Körper selbst. Hauchdünn waren die Spitzen, nein sogar jedes Kettenglied, das im Schuppengeflecht sich in die Form der Tentakel bewegte. Scharf wie sein Schwert war jedes einzelne Glied. Vielleicht könnte mit ihrer Hilfe die Luke geöffnet werden. Langsam ließ er die Linke hinab, sie nach der Rille suchen und dort hineinfahren. Erfolglos zog sie sich wieder zurück. Sie konnte nicht tief genug eindringen, als das sie etwas darunter hätte greifen können. Kortherreth versuchte es nochmals, diesmal mit der anderen. Wieder ohne Erfolg. Er stieß einen Seufzer aus, ärgerte sich darüber, das es nicht klappte. Für einen Bruchteil seiner abwesenden Konzentration fuhren urplötzlich beide Tentakeln links und rechts in die Luke ein, geradewegs in die Rillen. Kortherreth, nicht mehr Herr der Lage, erschrak, als er sah, wie sie sich in voller Länge hinein bohrten, bis sie ihre gespannt über seine Schultern straff in der Luke verschwunden waren. Ihm war es nicht geheuer, befahl ihnen schnellstmöglich wieder hinauszukommen. Seine Tentakeln reagierten nicht, Kortherreth stemmte sich nach hinten, entgegen der Schussrichtung seiner beiden neuen Glieder, immer wieder mit dem Gedanken „Kommt da raus... kommt da raus... Es knarrte und ächtze unter ihm, Metall gab nach, dann barst die Luke, wurde aus ihren Angeln gerissen und Flog samt den Tentakeln hinaus. Ein weitere Schritt nach hinten rette ihn vor einem Sturz auf sein Hinterteil. Die Luke flog schwer wie sie ist, einige Meter durch die Luft, ehe sie laut knallend hinter ihm zu Boden fiel. Die schwarze Rüstung glaubte nicht, was das gerade vor sich ging. Diese Tentakeln waren gefährlich, die reinsten Mordwerkzeuge, fähig mit der Selben unbändig baren Kraft zuzuschlagen wie er selbst, nur das sie wendiger waren und schneller, viel schneller. Seine Sinne langsam wieder zusammenraffend, wagte er sich langsam auf das aufgerissene Loch zu, ohne einen Gedanken an die Tentakeln verlierend. Er erkannte Sprossen einer Leiter, die Langsam ins dunkle hinabstiegen.
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