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 Astalor - Bunker

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BeitragThema: Astalor - Bunker   Do Apr 29, 2010 1:23 pm

Das schwache Licht leuchtete den schmalen Gang vor der Gruppe aus. Ein Schild war zu erkennen, auf dem eine Figur nach rechts rannte. Es war Grün. Das Licht strahlte jedoch auch den Gang hinunter, wo sich ein Durchgang zeigte, der wie ein tiefes dunkles Maul aufsperrte. Der Weg zu diesem Durchgang ging steil hinab. Hätte man den Gang hinaufrennen müssen, wäre man, oben angekommen, außer Atem und manch einer würde wohl keuchend um Luft ringen. Es war sehr still. Nicht einmal der Wind, der über den Köpfen der ungewöhnlichen Gruppe hinweg blies war mehr zu hören. Es war stickig und roch modrig. Keiner der Beteiligten konnte wohl sagen, was hier geschehen sein mochte, noch ob es überlebende gab. Aber eines war ganz sicher. Hier unten gab es keine der Krankheiten oder Seuchen, die auf der Oberfläche waren, oder? Vielleicht gab es noch einen anderen Eingang, den sich die verdorbene Oberwelt bereits geholt hatte. Vielleicht würde sich das noch zeigen.
Der Lichtschein ließ nur erahnen, was sich in der Großen Halle befand. Tatsächlich war es ein riesiger Schlafsaal, mit einer sehr hohen Decke, die sich wohl fast bis zur Obergrenze des Erdbodens wölbte. Geisterhaft hingen die Laken in zerfetzten Streifen an den Betten herunter und Die Kissen und Laken waren alles andere als sauber. Jedoch war kein einziger Krümel Staub zu sehen. Nichts. Es war schon beinahe beängstigen, wie Staubfrei es hier war. Auch keine Spinnenweben waren zu sehen. Und überhaupt gab es hier auf den ersten Blick kein Ungeziefer. Es gab kein leben in diesem trostlosen Gebäude. Zumindest schien es so. Wenn es überlebende gab, dann nicht in dieser Ebene des Komplexes, der sich über 5 Etagen in die Tiefe erstreckte. Dies war deutlich unter dem grünen Schild mit dem rennenden Mann zu erkennen. Jedoch war die Schrift nicht lesbar. Zu verblasst. Außerdem war es in der Alten Sprache geschrieben, die hier sicher niemand übersetzen konnte. Wie viele der Menschen mussten hier gelebt haben? Wie viele andere Wesen? Der gigantische Komplex musste jedenfalls mehr fassen, als man bereit war zu zählen.
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tobiloge

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Apr 29, 2010 6:18 pm

Kortherreth

Nach und Nach hatten sich alle hier unten eingefunden. Der Ork schien am wenigsten daran gefallen zu finden sich hier unten aufhalten zu müssen. Kortherreth Spannung war gestiegen. Grünlich schimmerte es aus den Augenhöhlen. Es machte jedoch keinen Sinn einfach so weiterzugehen. Jedoch hatte er bemerkt, das sich Lia darum gekümmert hatte. Zumindest schwebte in ihrer Hand eine kleine Lichtkugel, die zaghaft Licht von sich gab. Es war nicht viel, aber es war etwas. Es war als fühle er sich wie ein kleiner Junge, der gleich etwas besonderes erleben würde, auch wenn er den Gedanken einer möglichen Gefahr nicht verlor. Es war ein gewisser Nervenkitzel. Doch war es nicht ein wenig zu früh für ein solches Abenteuer. Er blickte zufällig zum Ork hinüber, der zu seiner Verwunderung kaum noch Verletzungen an sich hatte, oder aber nur solche die nicht mehr als nennenswert erachtet werden mussten. Ihm viel dieses grüne Licht über die Tür auf. Wie kam es, das es leuchtete? Er ging darauf zu, das Licht anschauend. Was sollte es bedeuten? Und wie kam es das es überhaupt leuchtete? So stand er vor Kazuya, die Hand testweise nach oben an das Licht haltend. Es schien wie gefangen. Ob man es befreien könnte? Vorsichtig klopfte er an das Gehäuse mit einer Fingerspitze. Schon bei der ersten Berührung brachen Stückchen nach hinten weg. Es musste alt sein, sehr alt. Die Stelle leuchtete jetzt gelblich-weiß auf. Es schien keine Gefahr davon auszugehen. So machte er sich daran auch den Rest des Gehäuses zu entfernen; Er umgriff es mit beiden Händen und Zog es gerade von der Stelle weg. Ein knackendes Geräusch ertönte, Splitter fielen zu Boden. Dies war der Moment in dem das Licht sich in seiner eigenen viel helleren Farbe entfalten konnte.. Es wurde lichter im Gang, nicht viel, aber ein wenig und es sah angenehmer aus, als dieses Grün mit dem davor geklebten Männchen. Er beschaute sich den Kasten. Es war nichts besonderes daran sonst zu erkennen. Vorsichtig legte er es auf die schon zu Bruch gegangenen Tür. Das Licht selber wollt er jetzt nicht berühren, wer weiß was passieren würde, es könnte verschwinden. „Und wie geht es jetzt weiter? Normalerweise sollte die Person mit dem Licht vorweg gehen.“ Er schaute auf Lia, und besah wie sie sich an Kazuya klebte. „Aber irgendwie ist das jetzt nicht der beste Moment dafür.“ Er starrte in die Dunkelheit hinein, ließ seinen Blick über den Boden wandern und wartete auf eine Rückmeldung der Gruppe.
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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Apr 29, 2010 6:37 pm

Das ganze gefiel ihm überhaupt nicht. Die Dinge der Alten sollten alle verbrannt werden und das bevor diese Welt noch weiter ins Chaos gestürzt wird.
Knurrend schaute er sich um. So viel Platz, angeblich hatten die Zwerge ähnliche Höhlen, aber das hier war kein behauener Stein! Es konnte allerdings sein das Zwerge mit den Hohen zusammengearbeitet haben.
Als Kortherreth nun die Frage des Lichts stellte und Belphegor sah wie sich ihre Lichtquelle an Kazuya klammerte schüttelte er den Kopf. Das ganze war einfach viel zu verzwickt.
"Lass mich, ich seh ein wenig in der Dunkelheit.", sagte er barsch und drängelte sich an Kortherreth vorbei. "Wir sollten behutsam vorgehen... Zwerge sind hinterlistig und dies hier erinnert mich an die Zwerge!", sagte er leise zur Gruppe.
Vorsichtig ging er den Gang hinunter. Hier war genug platz für seinen Streitflegel, so wechselte er schnell und leise die Waffe. An der Tür unten angekommen schaute er sich um.
Ob die anderen ihm folgte wusste er nicht, er wollte lieber alles im Augen behalten was vor ihm war.
So trat er nach einem kurzen Blick in die Halle durch die Tür. Ein paar Schritte ging Belphegor in den Raum hinein.
"Was erhofft ihr hier unten zu finden? Und vor allem wo?", fragte er nachdem er sich die Betten näher angeschaut hatte. Er schaute fragend zur Tür....
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Kuriba

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Mai 03, 2010 9:01 pm

Nihal

Sie sah einen kleinen leuchten vor sich und bemerkte kurz darauf das es von Lien stammte. Dann drängte sich der Ork nach vorne und übernahm die Führung. Kazel blieb bei Lien, welche sich an ihn klammerte. Kortherreth selber untersuchte ein Objekt der Hohen.
Von alleine begann der Schwarze Stein auf dem Amulett zu leuchten und erstrahlte in einer Dunkelheit, das diese sich deutlich von der Finsternis abhob.
„Endlich kann ich wieder Handeln und wandeln“, sprach Goriar der Naturgeist der Finsternis zu Nihal, welche sich wehrte und nicht ihren Willen über den Körper verlieren wollte. Sie selbst erwiderte: „Niemals wirst du es schaffen Frei zu sein, denn sobald genügend Licht vorhanden ist bin ich in der Lage zurück zu drängen. Goriar du hast nur Glück dass ich zur Zeit geschwächt bin und hier unten eine solch Starke Finsternis herrscht damit sie dir die Kraft dafür gibt.“
Der Wandel war vollzogen und Nihal musste nun mit ansehen, was Goriar macht. Sie war nicht in der Lage jetzt noch Einfluss darauf zunehmen. Dann schritt sie an die Anderen ran und ihre Augen strahlte völlig in Schwarz und man konnte kein Ende erblicken, wenn man in sie hinein sah, denn sie verschluckten alles.
Ein Schmerz durchzog diesen Körper und auch die Kraft, welcher er haben sollte war nicht vorhanden. „Was hast du nur mit diesem Körper angestellt.“, sprach sie obwohl Goriar das zu Nihal meinte. Dann ging sie weiter ohne dabei auf die Andere zu achten und auch vorbei an dem Ork und war sich auf einen der Betten und schaute zu Belphegor hinüber. „Was schaust du so komisch?“, lies sie mit einer dumpfen und grollenden Stimme verlauten.

Nihal erinnerte sich zurück an die Zeit, wo Goriar schon einmal ihrer Körper Unterkontrolle hatte. Doch war sie damals bei voller Kraft und auch froh, da sie in einer brenzligen Lage war. Goriar hat ihr damals das Leben gerettet, doch auch viele genommen, womit sie keinen Fall einverstanden war. Es hatte mehrere Tage gebraucht bis die Kontrolle über ihren Körper zurück erlangt hatte, da Goriar weiter im Dunkeln gewandelt war. Da aber ein sterblicher Körper auch Nahrung braucht musste er ihn wieder frei geben, da sonst der Nihal gestorben wäre und somit auch Goriar die Chance verloren hätte wieder ihn in Besitzt zunehmen. So hatte die Halbelfin bis dahin die Finsternis gemieden und ihren Willen gestärkt.

Nun fragte sie sich, warum sie in diese hier eingetaucht war, dachte sie wirklich stark genug zu sein um ihn zu unterdrücken. Nun war ihr nur daran, dass Goriar nicht zu viel Schaden anrichten würde. Sie musste mit den Konsequenzen klar kommen, denn ihm waren sie Gleich er war unsterblich und hatte nichts zubefürchten.
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Lien

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Mai 04, 2010 8:16 am

Kazel lobte sie?
Er lächelte sogar für einen kurzen Augenblick.
Lien strahlte vor Freude, doch ließ sie den Klammergriff nicht bleiben.
Kurz drehte sie sich zu Nihal um, die irgendwas vor sich hin sprach.
Als sie an ihnen vorbei rauschte und sich auf das Bett warf, wunderte sich das Mädchen doch sehr.
Das war doch sonst nicht die Art der Halbelfin.
Und was sie da von sich gab, war schon sonderbar.
Ihre Augen waren anders, was sie zunächst auf das schlechte Licht schob, doch konnte es wirklich daran liegen?
Unsicher betrachtete sie die Halbelfe um anschließend den Blick fragend auf Kazel zu richten.
Das ganze war recht sonderbar und sie fragte sich, ob ihm die Veränderung an Nihal auch aufgefallen war.
Als sei es eine völlig normale Reaktion, fragte sie die Stimme, die sie am Mittag gehört hatte, ob er es auch bemerkt habe, doch eine Antwort bekam sie nicht.
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Kazel

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Mai 04, 2010 11:46 am

Es war, als hätte Kortherreth ein unwiederbringliches Artefakt zerstört, als er die Leuchtende Substanz von der Wand riss. Wie konnte er so etwas Unüberlegtes und Schamloses nur tun? Und als er es nur ausversehen beschädigt hatte, schämte er sich nicht dieses Ding noch weiter zu zerstören! Was war dieser Kerl für ein Ignorant? Kazel ballte die Hände zu Fäusten und war kurz davor ihn anzuschreien, als sich Belphegor vorbeidrängelte und vorweg lief. Unbedacht und voll von Zweifeln, wie Kazel vermutete. Was wollte auch ein Ork hier unten? Dies war ein Forschungsgebiet und nichts für einen groben unterbelichteten Ork… Kazel ärgerte sich fast schon, dass er diesen Eingang nicht alleine gefunden hatte, aber es lag nicht in seiner Natur sich über Dinge den Kopf zu zerbrechen, die nun mal nicht geschehen waren. Diese Situation verlangte Fingerspitzengefühl und Geduld. Kazel sah nur eine Möglichkeit, weiteren Schaden zu verhindern. Er musste vorne weg. Auf die Frage Belphegors antwortete er schlicht weg: „Das weiß ich noch nicht.“ Doch dann geschah noch etwas. Nihal verhielt sich auf einmal sehr komisch und Kazel verschob sein Vorhaben die Spitze zu übernehmen erst einmal nach hinten.
Er wunderte sich doch sehr, als sie anfing zu sprechen und einen Dialog zu führen, als habe sie einen Unsichtbaren Gast vor sich. Er wusste, dass manchen Wesen – zumal sie ja auch noch eine Halbelfe war – die Dunkelheit verabscheuten und vor ihr flohen. Er hatte auch schon davon gehört, dass manche verrückt wurden, aber nach so kurzer Zeit? Er hatte eigentlich gar keine Lust, sich damit zu beschäftigen, weil er die Ruine viel interessanter fand, aber er hatte wohl kaum eine Wahl schließlich konnten solche Sinneswandlungen oder -täuschungen zu einer großen Gefahr werden. Und von Gefahren und unerwarteten Situationen hatte er erst einmal die Nase voll. Jetzt wurde ihm auch klar, warum Lien sich so an ihn klammerte. Sie war eine Vollblutelfe und liebte das Licht und die Natur. Hier unten hätte sich bestenfalls ein Zwerg wohl gefühlt… oder aber ein Dämon. Jemand wie er, aber doch nicht Nihal. Sehr komisch alles. Langsam und irgendwie wiederstrebend lief er auf Nihal zu. Er hatte ganz vergessen, dass Lien noch an seinem Arm klammerte. Er versuchte sie erfolglos abzuschütteln und entschied, es einfach zu ignorieren. Sie hatte sich verändert. Die Stimme war dunkel und die Augen. Mein Gott ihre Augen. Sie war nicht das Mädchen, das an der Oberfläche gewesen war. Sie schien beinahe… besessen? Ihre gesamte Körpersprache hatte sich verändert und mit Lien als Lichtquelle konnte er das auch sehr deutlich sehen. Es war nicht gut. Es war gar nicht gut. Es schien ihm an der Zeit zu sein, endlich seinen Namen zu verraten. Einen günstigeren Zeitpunkt sah er nicht.
„Mein richtiger Name ist Kazel. Wie lautet deiner?“
Die anderen Teilnehmer dieser kleinen Expedition wären sicher auch überrascht, wobei er sich bei dem Ork nicht sicher war, ob dieser sich seinen Namen überhaupt gemerkt hatte. Seine Stimme war emotionslos und verlangte keinen Gehorsam. Es war ein leichter Plauderton, der weder übermäßiges Interesse, noch totale Gleichgültigkeit anzeigte. Während er die Frage stellte schaute er Nihal nicht an, sondern blickte sich im Raum um. Es war gigantisch. Doch kurz nach seiner Frage, zwang er sich seiner Gegenüber in die Augen zu schauen. Er wartete auf eine Antwort.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Mai 04, 2010 12:02 pm

Bei genauer Betrachtung mit dem schwachen Licht, konnte man sehen, dass der Raum sich scheinbar endlos in die Länge zog. Die Betten, waren nur notdürftig aufgestellt und die Laken und Decken, von denen kaum noch etwas übrig war wiesen teilweise dunkle Flecken auf. Auch einige Kissen hatten kopfgroße Flecken in ihrer Mitte. Überall lagen weiße Streifen herum, die an zerfetzte Textilien erinnerten, auch wenn von ihnen auch kaum noch was übrig war. Einige Betten waren umgeworfen und wieder andere völlig zerstört. Es sah beinahe so aus, als habe man diesen Raum fluchtartig verlassen. Zerbrochenes Glas lag herum. Die meisten Fragmente dieser Bruchstücke waren schlank und dünnwandig, beinahe wie eine Flache nur sehr viel kleiner. Einige hatte noch ein Schild drauf, was mit der Schrift der Hohen versehen war. Auf dem Boden könnte man tiefe Furchen sehen, wenn man im Dunkeln sehen konnte. Die Kratzspuren hatten nämlich durch ihre Zeit in diesem Raum die Selbe Farbe des Bodens angenommen und sahen nicht mehr so frisch aus. Sie verschwanden in diesem Dämmerlicht einfach. An der Decke hingen Spinnweben artig lange Schirme herab, die teilweise noch mit Glaskugeln versehen waren. Ihre Funktion war nicht erkennbar. Ob die Hohen, das damals als Schmuck betrachtet hatten? Oder hatten sie eine solche Funktion, wie der Grüne Kasten, hinter dem eine eben solche Glaskugel zu sehen gewesen war?
Es war so still in dieser Halle, dass diese Stille schon beinahe wieder Ohrenbetäubend laut war. Es war unbehaglich und nicht normal. Und dann diese Hitze, die sich in die stickige Luft mischte. Es war so sicher, wie der Himmel schwarz, dass es in tieferen Gefilden noch heißer werden würde. Die Stimmen aller Beteiligten hallten durch den Raum und schienen durch die Luft zu schneiden, wie ein Jagdmesser durch Fleisch. Es war wirklich unheimlich und nichts für zartbesaitete Wesen. Und mit einmal mal, klang ein dumpfes Dröhnen von irgendwo her. Es baute sich nicht auf, sondern war einfach da, um dann nach und nach zu verhallen. Es klang beinahe so, als sei irgendetwas umgefallen. Vielleicht war aber auch etwas aufgestoßen worden? War es in der Nähe? Unmöglich zu sagen. Danach war es wieder so still wie zuvor.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Mai 04, 2010 4:43 pm

Kortherreth

Er ließ Belphegor gewähren. Warum sollte er auch vorgehen, wenn es eh nichts sehen würde. Als aber dann auch noch die Halbelfe an ihnen vorbeizog verwunderte es ihn schon ein wenig. Sie machte nicht den Anschein eine Führungsrollen zu übernehmen, zumindest dem ersten Eindruck nach. Das Licht der kleinen Energiekugel Liens ließ ihre Augen dunkel aufleuchten, tiefschwarz waren sie. Er mochte nicht in sie hinein zu schauen. Weiter verdutzte ihn dann ihr verhalten, zu sehen, wie sie sich auf eines der Betten legte, es sich dort gemütlich machte. Ihre dunkle Stimme erschallte. Es war nicht ihre, mit Sicherheit nicht. Sie passte zu den Augen. Er fühlte sich an sich erinnert, an das Wesen was in ihm lebte, Alaztraza. Konnte es sein, das auch sie eine zweite Seele in ihrem Körper beherbergte? Würde sie ihnen Schaden können? Kazuya erhob das Wort. Er sprach zur Gruppe, aber mehr noch zu ihr, so verspürte er. Ruhig vernahm er seine Worte, seinen wahren Namen. Kortherreth war nicht sauer, es passte zum Schauspiel der beiden. Somit würde auch Lien in Wahrheit einen anderen Namen tragen. Zumindest war er so ehrlich jetzt seinen Namen zu nennen, auch wenn es wohl mehr wie ein Vorwand wirkte. Hätte er ihn sonst auch weiterhin verborgen gehalten? Sich schallend verwarf er diesen Gedanken. Das Grüne Licht in seinen Augen verebbte. Er wollte ihm vertrauen, so wie er ihm vertrauen sollte. Ihm wurde klar, das es nicht einfach war, es wahren mehr als nur Worte, die es bedurfte. Er blickte zu ihm herüber. „Schön deinen wahren Namen zu erfahren Kazel.“, dann wand er seinen Blick kurz über 'Lia', dann hinüber zur Halbelfe. An sie war der Name gerichtet.
Ein dröhnen drang an sein Ohr. Es durchfuhr ihn. Warnend hoben sich seine Tentakeln. Hatte sie doch etwas geweckt, was hätte verborgen sein sollen? Es musste sich etwas anderes hier noch befinden. Er bewegte sich schnellen Schritte in die Mitte des Raumes. Zum einen wollte er als Puffer zwischen er Gruppe und dem unbekannten wirken, zum anderen wollte er agieren können sollte sich diese seltsame Halbelfe entschließen etwas gegen sie zu unternehmen. Warum sonst sollte sich in der Ferne etwas bewegen, etwas seine Platz verlassen? Es fiel ihm wie Schuppen vor den Augen. Es war sauber. Nirgends war auch nur ein Hauch von Staub zu sehen. Lag es an den Hohen, das sie eine Möglichkeit hatten nirgends Staub zu hinterlassen? Oder machte hier wer regelmäßig sauber. Nein, es musste hier irgendwelche Lebewesen existieren. Seine Fragen wirkten auf ihn Banal. „Kommt es nur mir seltsam vor, oder wundert auch ihr euch darüber, das hier nirgends Staub auf dem Boden liegt?“ Er schaute prüfend in alle Richtungen, vor allem aber die Türen jeweils für sich im Blick behaltend.
Ein zischen durchfuhr die Luft, es war scharf und schnell wie ein Schwert. Er fuhr herum. Glas viel zu Boden. Es platzte. Scherben flogen in alle Richtungen, einige winzige Stücke prallte gegen seine Beine. Zurück blieb auf dem Boden liegend eine kleine Hülse, befestigt an einem lang Band oder ähnlichem. Tadelnd Rrichtete er seine Gedanken an seine Tentakeln. Ein leise Lache ergroll in ihm. Es verhöhnte ihn. Als ob sie nicht schon genug Stress in diesem Moment hatten, musste Alaztraz sich gerade jetzt wieder zu Wort melden, als hätte er nur auf solch eine Situation gewartet. Es war nicht leicht eine zweite Seele in sich zu haben, auch wenn er nur seit kurzem bekannt war. Es würde noch einiges auf sie zukommen. Es machte ihm Angst. Was ging wohl gerade in Nihal vor?
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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Mai 04, 2010 7:09 pm

Nihals reaktion und ihre verwandelten augen ließen ihn stutzen. Was ging in ihr vor?
Ein tiefes knurren war seine einzige Antwort. Sie war eine Frau, das würde ihn nicht dran hindern mit ihr einen Zweikampf anzufangen, orkische Frauen taten dies auch regelmäßig - zumindest in seinem Klan war das so üblich gewesen! Orkische Frauen waren auch gute Kriegerinnen und in seltenen Fällen auch gute Führer oder Schamanen.
Dann meldete Kazuya und korrigierte seinen Namen. Diese Intrigen und falschen spiele bauten nicht grade sein Vertrauen in diese Person auf. "Bist du dir sicher dass das dein richtiger Name ist?", fragte er misstrauisch. Dem einzigen dem er hier einigermaßen vertraute war Kortherreth. Allerdings waren diese Tentakeln schon komisch, wer weiß wozu diese dienten?
Das dröhnen ließ sein Herz schneller Schlagen. Das Blut hörte er schon wieder in seinen Ohren leise rauschen. Es war noch nicht lange her das er in einem leichten Blutrausch war, somit konnte er schnell wieder in einen verfallen - Vielleicht war das auch nicht so schlecht. Mehr Kraft, schnellere Reaktionen, erhöhte Schmerzgrenze und das er schneller Laufen konnte waren schon gute Vorteile in einem Kampf.
"die ganze Anlage hier ist seltsam!", antwortete er auf Kortherreth Frage.
Die Tentakeln zerschlugen irgendeins der komischen Glasdinger die von der Decke hingen und sorgten für viel Lärm. Die darauffolgende Stille war beinahe ohrenbetäubend für ihn, nur sein Herzschlag und das Blut in seinen Adern hörend stand er kampfbereit in der mitte des Raumes.
"Meiner Meinung nach sind hier unten noch alte Geräte oder ähnliches! Wir sollten uns in acht nehmen!", sagte er.
Neugierig war er schon, aber dennoch gefiel es ihm gar nicht ohne orkische verstärkung hier unten alles zu untersuchen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Mai 06, 2010 9:26 pm

Gavin

Wie lange war er schon hier unten? Ein Tag? Drei Tage? Es ist verdammt schwierig, ohne eine Lichtquelle die Tageszeit bestimmen zu können... Man isst, wenn man hungrig ist, schläft, wenn man nicht mehr weiter kann und kämpft, wenn man dazu gezwungen ist. Wie lange ist es her, dass er seinen Dussack zuletzt aus der Hand gegeben hat? Wie viele Rationen hatte er noch übrig? Wo befand sich die nächste Wasserquelle? Und jetzt ist auch noch das Licht erloschen...

Gavin hatte dieses seltsame Haus aus Stein in einer der vielen mutierten Steppen dieser Gegend entdeckt. Es war hier nicht so schlimm wie anderswo, aber ein Dach über dem Kopf in der Nacht war doch zu bevorzugen, deshalb inspizierte er es gründlich. Es schien aussen aus geschmolzenem oder in Form gegossenen Stein zu sein, und sehr alt, überall taten sich Risse auf. Die Innenverkleidung war aus Metall, rostig und glanzlos, und der Raum vibrierte leicht, als er ihn betrat. An den Wänden war abgeblätterte Farbe; ein schmutziges Beige, wo die Sonne an der Wand leckte, ein dunkles Rot, wo der ewige Schatten ruhte. Überall waren diese seltsamen Schriftzeichen, die bedeutungslos geworden sind. Niemand konnte mehr die Sprache der Alten sprechen, also gab es auch keine Möglichkeit sie wiederzuentdecken. Schade eigentlich... Ein interessanter Platz trotzdem. Gut zu verteidigen, besser zu verstecken. Eine Dornenhecke vor dem Eingang würde die kleineren Monster abschrecken, die grösseren interessierten sich erfahrungsgemäss nicht für so einen kleinen Fisch wie ihn. Er wollte sich gerade einen Schlafplatz zurechtmachen, als in Sekundenbruchteilen
die Erde zu vibrieren begann und der Ausgang, die Sonne verschwand
er den Halt, das Gleichgewicht verlor,
dann sein Gewicht,
schliesslich sein Bewusstsein...

Das Erwachen danach war... schmerzhaft. Er wurde von einem einlullenden Zwielicht umarmt, einem hässlich-schleimigen Zustand des Halbdunkels. Es war der gleiche Raum. Er war total demoliert, aber es war der gleiche Raum. Was war passiert? wie lange war er ohnmächtig gewesen? waren seine Sachen in Ordnung?

Bin ICH in Ordnung?

Er war in Ordnung. Er fühlte noch alle Körperteile und konnte sie alle bewegen. Am linken Knöchel hatte er eine kleine Prellung. Sein Schlafsack aber, auf dem er gesessen hatte, der war gar nicht in Ordnung. Der war total zerfetzt. Als wäre jemand aus grosser Höhe gesprungen und darauf gelandet. Und da nicht Gavin gesprungen ist, musste es wohl der Raum gewesen sein.

Konzentration! Lage sondieren, für Verteidigung bereit machen, Möglichkeiten abklären! Der Schock lässt noch ein bisschen auf sich warten...

Er hob den Kopf. Wo vor nicht allzu langer Zeit die Sonne hereinschien war jetzt ein Tunnel aus demselben Material wie die Aussenhülle des Hauses. In regelmässigen Abständen befanden sich Pfeile am Boden, die aus irgendeinem unerfindlichen Grund von innen heraus leuchteten. Sie zeigten in seine Richtung. Dann war da oben noch ein anderes illuminierendes Artefakt, ein... Schild mit einer stilisierten rennenden Person. Flüchtenden Person.

Das ist kein Eingang, das ist der verfluchte Ausgang!

Er lenkte seinen Blick nach oben und sah an die Decke der Kammer. Sie war unbeschädigt, lediglich leicht verbogen. Das Klopfen seines Knöchels beantwortete das Metall mit einem dumpfen Klang, also war ein Hohlraum dahinter. Wenn nur das Metall nicht so verdammt stabil und dick wäre, er hätte es beschwören und formen können, vielleicht wäre ihm danach sogar noch der Aufstieg gelungen, aber so? Keine Chance. Verdammt.
Wenigstens hatte er ein wenig Licht.
Er musste hier raus.
Schnell.
Es war nicht sicher.
Er kramte aus einer Tasche seinen Geldsäckel hervor und entnahm ihm eine Kupfermünze.

„Nun denn, mein Freund, zeig mir doch bitte den schnellsten Weg zum Licht. Welchen Weg empfiehlst du mir? Geradeaus oder zurück nach oben?“

Er schnippte die Münze in die Luft, wo sie begann, sich ungewöhnlich langsam, fast in Zeitlupe zu drehen. Auf dem höchsten Punkt ihrer Flugbahn schien sie tatsächlich stillzustehen, doch das ganze beschleunigte sich auf dem Abwärtsweg wieder, und als sie auf seiner offenen Handfläche landete, war es, als sei nichts geschehen. Er betrachtete das Zeichen, das ihm entgegen grinste. Also weiter ins Ungewisse.

Gavin merkte schnell, was am wichtigsten war, als er durch das Labyrinth wanderte: Wasser.
Bei dem Vorfall mit der springenden Kammer waren seine sämtlichen Wasserbeutel, die er in seinem Schlafsack vor Verdunstung geschützt hatte, geplatzt. Er fand mit Hilfe der Münzen immer wieder seltsame Rohre, die, wenn er sie zerschlug, einen nicht enden wollenden Strom von erst braunem und dann gesundem, klarem Wasser aus sich ergiessen liessen. Auch die Nahrung hatte er sich streng rationiert: Nicht mehr als ein Stück Trockenfleisch und einen Kanten Brot zwischen zwei Schlafperiode. Nachdem er das erste Mal gegen diese Ratten kämpfen musste, die so gross wie Hunde waren, revidierte er die Regel. Nach jedem Kampf einen Kanten Brot als Belohnung. Man braucht doch einen Ansporn, um am Leben zu bleiben.

Während der Schlaf ihn wie ein dunkles Tuch heimsuchte, verbarg er sich in einem Gestrüpp aus Dornen, eine Notwendigkeit, die aber nicht unerheblich an seinen geistigen Kraftreserven zehrte. Aber das war egal, er wollte hier raus. Er hasste Lärm, er konnte die kleinen und doch wichtigen Dinge nicht hören, wenn es lärmig war, doch das war das erste Mal, wo er die Stille nicht schätzen konnte. Er hasste grelles Licht, es blendete ihn liess ihn seine Umgebung nicht so wahrnehmen wie es richtig wäre, doch das war das erste Mal, dass er dem Schatten keinen Trost, keinen Schutz, kein Gefühl der Geborgenheit abringen konnte. Alles war falsch, absolut falsch, und langsam aber sicher konnte er seine irrationalen, pochenden Instinkte nicht mehr unterdrücken, diese scheussliche Angst vor dem, was nicht da ist. Gavin schlug sich gegen den Kopf.

Reiss dich zusammen! Hier die Nerven zu verlieren ist gleichbedeutend mit „sich die Knarre an den Kopf halten und abdrücken“.

Dann passierte es: Das Licht flackerte und erlosch. Aus weiter, weiter Ferne hörte er das Brechen von Glas. Das war ein seltenes Geräusch, Glas gilt als eines der kostbarsten Güter überhaupt. Er schnappte sich blind eine Münze und schnippte sie in die Luft. Als er sie wie gewohnt fing, schallte er sich einen Depp. Wie sollte er die Antwort der Münze erkennen können?
Er schallte sich einen Riesendepp und drückte seinen Daumen so lange auf die Münze, bis er die obenliegende Seite erkannte.
Dann wurde er stutzig. Die Antwort der Münze war konfus. Das konnte nur bedeuten, dass er ihr die „falsche Frage“ gestellt hatte. Er schnappte sich eine zweite Münze und verlangte eine differenziertere Antwort. Die bekam er prompt: Er solle nach oben links schauen.
Dort war, wie er durch tasten erkannte, eine kleine Türe aus einem dünnen, fast folienartigen Metall. Und dahinter ein enger Gang, durch den er wohl wird kriechen müssen.

Gehorche mir! Sei mein Diener! Beuge dich meinem Willen!

Das Metall kräuselte sich unter seiner Hand, ruckte und fiel aus der Verankerung. Es gab ein unangenehm misstönendes Scheppern, das sich im Verlauf der Gänge zu einem wallenden, dumpfen Dröhnen fortpflanzte, das zu allem anderen auch noch massiv lauter als erwartet war, es schmerzte richtig in den Ohren. Am Boden zog sich die Metallplatte zusammen und bildete einen kleinen Block, damit er leichter zu dem Loch gelangen konnte. Er musste erst mal tief aus- und wieder einatmen. Er wusste, dass es nicht gut ist, wenn man zu lange keine formende Mantik betreibt, die geistige Kondition degenerierte zig mal schneller als die Körperliche, aber mit einem so starken Konzentrationsverlust nach so kurzer Pause hatte er nicht gerechnet. Aber er befand sich auch nicht wirklich in bester physischer und psychischer Verfassung.

Der Weg war frei, doch wie sollte er sich darin orientieren? Numismantik - Mantik im Allgemeinen - stellte eine an gewisse Regeln gebundene Kunst dar, und wenn es nur aus Respekt vor dem verwendeten Element war. Die Voraussetzung für das Münzorakel würde er wohl in dieser Enge nie hinkriegen... Was tun?

Dummkopf! Eine Frage reicht, um das zu klären, Mensch, wie doof kann man den nur werden? Diese Umgebung tut mir wirklich gar nicht gut...

Er packte eine Münze und warf.
„Sag mir, mein Freund, beim Licht der Sonne, sind deine Freunde auch dort? Warten sie auf dich? Rufen sie dich?“
Die Münze sagte ja.
„Dann sei doch so freundlich und führe mich zu deinen Freunden, ich würde sie gerne auch kennenlernen.“
Die Münze wurde wärmer und zog seine Hand leicht in Richtung des pechschwarzen Lochs, das selbst in dieser Finsternis zu erkennen war.
Ja, so würde es gehen.

Der Gang, durch den er kriechen musste, war, um es grob zu umschreiben, eklig. Er stank, die Luft war dick und hatte sich seit Ewigkeiten nicht mehr bewegt, überall waren Spinnweben (und auch die dazugehörigen Spinnen) und ausserdem ist er mehr als einmal mit seiner Hand oder seinem Knie in einem Kadaver gelandet. Wirklich sehr angenehm. Die Münze drängte es immer stärker zu ihren Freunden, sie war nun nicht mehr nur warm, sondern bereits richtiggehend heiss. Es war gefährlich für Material und Anwender, intelligenz vorraussetzende Verkörperungen an so kleinen Objekten über längere Zeit zu vollziehen, aber es war notwendig. Langsam aber sicher merkte er auch, wie sein Fokus sich leicht in die Weite zog, aber er war noch lange nicht am Ende seiner Konzentration.

Himmel, vor ein paar Tagen hätte mir das nicht mehr als einen Fingerhut meiner Kraft abverlangt... Ich hoffe, wir sind bald da...

Sprachs, und knallte mit dem Kopf gegen eine Wand.

Das darf doch jetzt aber nicht wahr sein!

Die Hand wurde von der Münze sanft gegen die Wand gedrückt.

„Das darf jetzt aber echt nicht wahr sein!“, murmelte er vor sich hin.
Was zur gequirlten Dämonenkacke hatte diese Scheisswand hier zu suchen?

Okay, ich rutsche seit Stunden auf Händen und Knien rum, meine Hose ist Kaputt, mein Haar voller Spinnen, ich hasse Spinnen, mein Mantel ist auch voll, mein Rücken schmerzt, ich praktiziere die ganze Zeit Mantik, hab Hunger und muss seit geraumer Zeit aufs Klo. Es ist eklig, gefährlich, stockdunkel und ENG! Und meine Freunde bringen mich zu einer Sackgasse!
„ARGH! Willst du wohl weichen, oder muss ich dir erst Beine machen?!“

Das Metall vor, neben und unter ihm wölbte sich und zersprang in einem kakophonischen Gejaule. Der letzte Protestschrei des ehemaligen Luftschachts hallte durch den Raum, während Gavin von der Decke flog und auf seinen Allerwertesten knallte. Es tat höllisch weh. Er öffnete die Augen und sah, dass er wieder sehen konnte, auch wenn er aufgrund der ständigen und jetzt auch noch heftigen Konzentrationsbelastung nicht so schnell fokussieren konnte .
Herrlich! Nur musste er erst mal verstehen, was er da sah...

Also, ein Oger, ein Mann mit Rüstung, Ein Mann mit einer Lichtquelle am Arm und eine Frau... Das sieht mir nicht nach einer Teeparty aus. Was machen die hier? Wissen die, wo’s rausgeht?
Oder zumindest wo ich mich erleichtern kann?


Eigentlich war ihm die Begleitung anderer lästig, auch wenn er ein Bedürfnis nach Geselligkeit hatte wie jeder andere auch. Aber es bedeutete auch, dass er auf jemand anderen als sich selbst achten musste, dann wiederum aber versprach Masse Schutz. Und er war froh, überhaupt wieder etwas sehen zu können, auch wenn es eine so seltsame Gruppe wie aus einer Kindergeschichte war.
Gavin testete seine Stimme. Sie war rau und tat weh, und er wusste nicht ob er laut oder leise sprach, er hatte keinen Vergleich.
Dabei war der erste Eindruck immer der wichtigste...

„Ähm, ährm, hey, wie geht’s? Weiss jemand von euch zufällig, wo’s hier nach draussen geht?“

Dann sah er die Münze, die er beim Fallen losgelassen haben musste, sie kroch mit beängstigender Geschwindigkeit auf den Oger zu. Er schnippste mit den Fingern, woraufhin die Münze in ihre Leblosigkeit zurückkehrte, und hoffte, dass das niemand bemerkt hat. Manten wurde erfahrungsgemäss misstraut, wie Magiern generell, und er wollte nicht als Zielscheibe dienen.
Nein, lieber wollte er diese Gruppe ein wenig genauer anschauen, aber das Licht war so schlecht, dass er kaum was erkennen konnte...
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Mai 11, 2010 7:29 pm

Na das wurde ja immer besser.
Erst landeten sie in diesem komischen Loch, was sie mehr als beunruhigte, denn sie war viel lieber an der frischen Luft, typisch Elfe eben, dann benahm sich die Halbelfe so sonderbar, dass Lien sich kaum mehr traute noch etwas zu sagen und nun?
Es krachte.
Lien zuckte zusammen, krallte sich fest an Kazels arm und schrie erschrocken auf.
Nun tauchte auch noch ein weiterer Fremder auf.
Ein sonderbarer Junge.
Scheinbar ein Mensch, was Lien dazu veranlasste, sich weiter hinter Kazel zu verstecken und nur eben hinter ihm hervor u schauen, wobei sie sich in dem Stoff seiner Kleidung fest krallte, damit er ihr auch ja nicht fort laufen würde.
Irgendwie war er ...
Nun die Münze schien auf ihn zu hören, als hätte er einem Haustier befohlen sitz zu machen.
Lien war sich nicht sicher, was sie davon halten sollte.
Hatten die Anderen was gemerkt?
Kael hingegen, schnupperte ein wenig herum, schien den Neuankömmling jedoch nicht für sonderlich gefährlich zu halten.
Er setzte sich neben Kael und wartete ab, was als nächstes geschehen würde.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Mai 14, 2010 11:31 am

Kazel reagierte nicht auf die Fragen nach seinem Namen, die ein bisschen vorwurfsvoll klangen und wandte letzten Endes seinen Blick auch von Nihal ab. Offenbar, wollte sie ihm nicht antworten. Und er wollte sie zu nichts zwingen, weil es ihm im Grunde sowieso egal war. Das Dumpfe Geräusch, was mit einem Mal durch den Gebäudetrakt stöhnte, ließ seine komplette Aufmerksamkeit in die vermeintliche Richtung dieses Geräusches gleiten. Was kann das gewesen sein? Waren doch andere Wesen hier hinein gekommen?
Und dann das Bersten von Glas. Über Kortherreth. Kazel stieß ein scharfes Zischen aus und stellte erst nach einigen Augenblicken fest, dass es Kortherreth selbst gewesen war. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. Wie konnte eine einzige Person so viel kostbares Zeug zerstören, ohne, dass sie bestraft wurde? Dennoch riss er sich zusammen und ging genau einen Schritt als mit einem Mal erneut ein Geräusch zu hören war. Er hörte eine Stimme. Sehr leise und sie schien aus allen Richtungen zu kommen. Bildete er sich jetzt schon Stimmen ein? Was war nur los? Lag es an der Macht der Alten? Wollten die alten Geister sie vielleicht vertreiben? Das Sprechen wurde lauter, blieb jedoch unverständlich und nun mischte sich auch noch ein anderes Geräusch hinzu. Es klang als würde sich etwas über den Boden schleifen.
Kazel ließ seinen Blick durch den gesamten Raum gleiten und begab sich in eine Haltung, in der er mühelos ausweichen konnte, auch wenn das bedeutete, dass Lien an seiner statt getroffen werden würde. Und plötzlich geschah es. Ein metallenes Geräusch eine verärgerte Stimme und letztlich landete irgendetwas, was an der Decke befestigt war auf dem Boden. Genau vor ihnen. Kazel war so überrascht, dass ihn diese zeitweilige Lähmung daran hinderte das Wesen vor sich anzugreifen. Und schon, als er einen seiner Dolche gezogen hatte und bereit war sich zu verteidigen, sprach dieses Wesen zu ihnen. Die Stimme schien belegt und kratzig, aber keines Falls feindselig. Doch auch hier verließ sich Kazel nicht auf die Äußerlichkeiten dieser Situation und blieb gespannt, wie die Sehne eines Bogens. Lien krallte sich noch immer an ihm fest, war nun aber hinter ihn gegangen und krallte sich in den Saum seiner Hose. Kazel schaute den Fremden einfach an. Er wollte nach draußen? Das musste heißen er war woanders hereingekommen. Und das wiederum bedeutete, dass es sehr gut möglich war, dass noch mehr Wesen hier unten waren. Oder aber…
„Wie kamt ihr denn herein? Dort, scheint mir, sollte es doch auch hinaus gehen.“
Er konnte sich nicht vorstellen, dass die Gestalt vor ihnen noch zum Alten Volk gehörte. Das war nicht möglich! Oder doch? Kazel war wie ein bisschen vernebelt. Was wenn dieser Mann einen Weg nach draußen suchte, weil er ganz einfach schon immer hier drinnen rum irrte? Wer konnte schon sagen, was die Alten für Technologien entwickelt hatten, um einen Mann am Leben zu erhalten, ohne dass er essen musste… Ihm waren seine Ehrfurcht und der Zwiespalt in ihm durchaus anzusehen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Mai 14, 2010 3:03 pm

Kortherreth


Geräusche erfüllten den Raum, dann barst Metall, unterstrichen von verschieden dumpfen Rufen und Flüchen. Zwischen den Trümmern war im Zwielicht eine Person zu erkennen. Sein Ärgernis verlor sich im Schrecken der Überraschung. Dann schwang das Schwert nach vorne, die Tentakeln Buckel-artig nach oben, bereit auszupeitschen. Er näherte sich dem Menschen, wie er annahm langsam. Die Klinge lang gegen ihn gerichtet, spielte sich rotes Licht in seinen Augen wieder, gänzlich gleich das die Worte des Mannes ungefährlich wirkten. Es konnte kein Zufall sein, das sich ausgerechnet jetzt, da sie gerade die Tür durchschlagen hatten, ein anderes Wesen sich in ihren Weg warf. Die Frage Kazuyas im Rücken schloss er seine eigene gleich an: „Und was wollt ihr hier?“ Sein Blick wanderte kurz nach oben zum Loch aus dem der Fremde fiel, ehe sich seine Aufmerksamkeit, auf ihn hielt, jede Bewegung genauestens im Auge behaltend, bereit zur jeglicher Gegenwehr.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Sa Mai 15, 2010 12:09 pm

Gavin

Na herrlich.
Jetzt hatte er endlich andere intelligente Lebewesen, vielleicht sogar Menschen gefunden, und schon befand er sich wieder in Gefahr. Aber ihre Reaktion war ja durchaus verständlich.
Die Mimik und Gestik desjenigen, der innert Sekundenbruchteilen einen Dolch gezogen hatte, deutete auf ein eher defensives, überraschtes Verhalten hin. Er machte aber auch den Eindruck, schneller bei ihm sein zu können, als er "schnell" sagen konnte.

Aber er ist keine direkte Gefahr... Und was ist das? Die Lichtquelle an seinem Arm ist... eine Frau? Elfe?

Eine weitere Bereicherung des illustren Bildes, das diese Gruppe hier bietete...
Dann kam der Mann in der Rüstung mit erhobenem Schwert auf ihn zu geschlendert, und jetzt erkannte er auch diese seltsamen Auswüchse, die sich über seine Schultern beugten, sowie die rot glühenden Augen. Auch kein Mensch. hätte Gavin bei der Statur aber auch gewundert.
Wenigstens versuchten die anderen nicht auch, ihn zu köpfen, wobei, vielleicht hatten sie einfach noch keine Zeit zum Reagieren gehabt?

Die Fragen der beiden, das war dann ecklig, denn der Mann in der Rüstung konnte einfach nicht warten, bis der andere, der schwarz angezogene mit dem Dolch, ausgeredet hatte. Das ergebnis hörte sich an wie:
„Wie kamt ihr denn herein? Dort, scheint mir, sollte es doch Und auch was hinaus wollt gehen. ihr hier?“

Das klang eigentlich nicht feindselig. Wer weiss, was die Gruppe alles hinter sich haben könnte, kein Wunder, dass sie sich verteidigen wollen. Jeder auf seine Art.
Gavin streckte abwehrend die Hand vor sich und liess dabei (hoffentlich unbemerkt) ein paar Samen vor seine Füsse fallen. Auch er wollte nicht schutzlos dastehen. Schutzlos zu erscheinen war jedoch immer von Vorteil. Und hoffnungslos unterlegen war er so oder so.

"Das mit dem Reinkommen ist eine schwierige Geschichte, und wenn ich dort rausgekommen wäre, dann würde ich jetzt nicht hier vor euch stehen. Was ich hier will ist doch klar: Raus. Könnt ihr mir nicht zeigen, wo's langgeht? Ausserdem bin ich jetzt keine Ahnung wie lange durch diesen engen Tunnel gekrochen, und dementsprec hend habe ich dabei auch gewisse... menschliche Bedürfnisse entwickelt, die sich nun bemerkbar machen... Also wär ich sehr dankbar, wenn das hier ohne Mord und Totschlag meiner Wenigkeit über die Bühne ginge."

Er fixierte das Visier der Rüstung und versuchte, den glühenden Kohlen eine Reaktion abzugewinnen.
Keine Chance. Ausserdem musste er sofort wieder wegschauen. Augen waren immer noch zuviel.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Sa Mai 15, 2010 1:12 pm

In Anbetracht der Momentanen Situation, war es ihrer Meinung nach vollkommen normal, vorsichtig und doch eher misstrauisch zu reagieren.
Kortherreth sah sehr bedrohlich aus und hätte wohl ohne weiteres jegliche Monster in die flucht geschlagen.
Kazel hatte für ihn und seine einstige Lebensweise völlig normal reagiert.
Ihr Drache, benahm sich einem Wachhund ähnlich und sie selbst, war sich vollkommen unsicher, wie sie handeln sollte.
Vorsichtig trat sie hinter Kazel einen kleinen Schritt weit vor.
Vielleicht nur um den Neuankömmling besser sehen zu können, vielleicht aber auch einfach nur um zu zeigen, dass auch sie nicht unbedingt die Angst in Persona war.
Seine Gesichtszüge verrieten bei den gleichzeitig gestellten Fragen, ein gewisses Unwohlsein, welches sie sich nicht erklären konnte.
Sollte er sich dieser sonderbaren Truppe anschließen, würde sie versuchen, sein sonderbares Verhalten zu ergründen, sollte er gehen, auch gut.
Dann würde sie eben die Augen nach hinten auf halten, um einen Angriff vor zu beugen.
Ein weiterer Schritt hinter Kazel weg, und sie stand gänzlich ungeschützt da.
Nicht das sie etwa erwartete, von Kazel geschützt zu werden, nachdem er sich ja entschlossen hatte, keinen Befehlen mehr zu gehorchen, keimte in ihr doch die Hoffnung, er würde es vielleicht aus reiner Freundlichkeit tun.
"Da hinten ... Ich glaub da geht eine Leiter nach oben,"
meinte sie freundlich mit einem Schuß Schüchternheit in der Stimme.
Wahrscheinlich zog sie sich damit wieder einmal Kazels Zorn zu, doch menschliche Bedürfnisse konnten schmerzhaft werden, kam man ihnen nicht nach.
Abgesehen davon, wollte sie sich nur all zu gern den Anblick ersparen, der sich ihnen, mal zu schweigen von ihren Geruchsnerven, bieten würde, sollte er sich nicht mehr beherrschen können.
Na? Wie würde er nun reagieren?
gehen, das Risiko eingehen, von Kortherreths Tentakeln erschlagen zu werden oder bleiben und seine Kleidung baldmöglichst wechseln müssen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Sa Mai 15, 2010 6:07 pm

Kazel erwartete nicht, dass der Fremde sie angreifen würde. Auch als Kortherreth ihm teilweise ins Wort viel ließ er sich keines Falls beeindrucken, beziehungsweise aus der Fassung bringen. Was eigentlich stimmte an der gesamten Situation nicht? Ja richtig! Er war schon in viel zu viele Unannehmlichkeiten geraten und in viel zu viele unvorhergesehene Situationen verstrickt. Was war eigentlich geschehen? Abgesehen davon, dass er gerade eine uralte Ruine betreten hatte, war er zuvor auf drei Wesen getroffen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Ein Ork, eine Halbelfe und eine Rüstung von der keiner so genau wusste, was sich eigentlich dahinter verbarg. Vor diesem komischen Dreiergespann wurde er mit einem Auftrag betraut, diese kleine, lästige Elfe ins nächste Dorf zu bringen. Wo sich das nächste Problem auftat: Was würde passieren, würde er sich nicht schnell genug bei seinem Meister melden? Langsam wurde es ihm wirklich zu bunt. Er war es nicht gewohnt, so viele gefährliche und überflüssige Situationen zu durchleben. Warum hatte sich alles so verändert? Es war wirklich furchtbar…
Lien, die die ganze Zeit hinter ihm gekauert hatte trat nun direkt neben ihn. Offenbar hatte sie das Gefühl nun nicht mehr in Gefahr zu sein. Ob sie damit Recht hatte? Kazels Gedanken kreisten und als er die Worte des Fremden vernahm keimte langsam aber sicher Zorn und Unverständnis auf. Ernüchtert stellte er fest, dass sich vor ihm sicher niemand des „Alten Volkes“ befand. So etwas triviales, wie „sich zu erleichtern“ stand bei denen sicher nicht zur Debatte.
„Was für ein Unsinn“, sagte er nun mit einer Verärgerung, die vollkommen untypisch für ihn war. Er schien sogar ein bisschen genervt oder gar beleidigt. „Erleichtert euch wo ihr wollt, als ob es hier irgendeinen Besitzer gäbe, den das stört.“
Nun war sich Kazel fast sicher, dass von diesem einfältigen Kauz keine Gefahr ausging. Zumindest nicht primär. Liens Auskunft tangierte ihn nicht die Bohne und er steckte seinen Dolch weg. Mit einer Mischung aus Verachtung und Desinteresse entfernte er sich von der Gruppe und inspizierte eines der Betten, mit den Dunklen Flecken auf dem Kissen. Er legte den Kopf schief und vermutete ins Blaue hinaus: „Blut?“ Dies sagte er jedoch zu sich selbst und murmelte es daher nur vor sich hin. Dann sagte er als sei es nur beiläufig: „Dort ist der Ausgang verschwindet oder bleibt, aber kommt mir nicht in die Quere!“ Er zeigte zu der Tür, aus der ein schwacher Schimmer in die große Halle fiel. Dennoch hob er den Blick warnend und die scharfen Augen, des Dämonen in ihm funkelten unter den Brauen hervor.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Sa Mai 15, 2010 9:28 pm

Kortherreth

Kazuya schien der Meinung von dem Kerl hier vor ihnen würde keine Gefahr ausgehen. Kortherreth sah das gänzlich anders. Das konnte kein Zufall sein... Er wurde vor nicht ganz zwei Tagen von einer ähnlich ruhigen und freundlichen Person empfangen, ehe sich herausstellte, dass es sich um einen Todesengel handelte. Unterschwällig wurde ihm bewusst, das er Kazel hieß, nicht Kazuya. Ein weitere Punkt vorsichtig zu sein, sich nicht täuschen zu lassen. Gut, es war Geschichte, sollte vergessen werden. Dies sollte jedoch nicht bedeuten, dass man deshalb aus seinen Erfahrungen nicht lernen sollte. Er blickte hinauf zur Decke, zum Loch. Es schaute aus wie Metall, was sich dort oben befand und es ist einfach aufgeplatzt. Und nicht nur das, es war ein Stück Vergangenheit, gebaut von den Hohen. Wer weiß, welchen Kräften es Stand halten konnte. Das hier war kein normaler Mensch, so etwas ist nicht üblich. Ein leises Rieseln näherte sich Kortherreths Gehör, er schaute zurück, konnte aber nichts besonderes ausmachen. Es gefiehl ihm nicht, von der Decke kam es nicht, von wo dann?
Nur das dunkler werdende Rot in den Augen Kortherreths verriet, dass er ganz und gar nicht mit der Handlungsweise
Kazuyas einverstanden war, er ihn sogar außen vor ließ und sich andren Dingen zuwand. Von diesem Menschen hier ging eine unbestimmte Gefahr aus, das sagte ihm sein Instinkt. Als dieser ihm dann in die Augen sah, dann schnell wieder weg, konnte er nicht deuten, was sich in dessen Augen widerspiegelte; das Licht war zu schlecht und der Blick zu kurz. Es gab jedoch keinen Grund für einen Angriff. Dennoch konzentrierte er sich darauf, Herr der Tentakeln zu bleiben, denn sie würden mit Sicherheit irgendetwas unvorhergesehenes passieren lassen und er wollt hier keinen Leichtnahm zurück lassen. „Ihr habt das Mädchen gehört.“ Eine unausgesprochene dunkle Drohung lag in seiner Stimme. Erst dann senkte er das Schwert langsam, bis es mit einem leisen Klirren den Boden berührte und dabei eine Scherbe aus Glas in weitere noch kleinere Einzelteile zerstieß. Sich keines Stücks rührend stand der über zwei Meter große Koloss da. Er würde nicht das Feld öffnen für diejenigen die Hinter ihm waren, eigentlich nur noch Lien. Weiterhin ruhte sein Blick auf ihm.

Der Ork hatte es sich zu eigen gemacht schlichtweg seinen Körper als Drohung spielen zu lassen. Worte waren hier überflüssig, er würde Handeln wenn es notwendig sein müsste. Mit seiner Keule in der Hand stellte er sich langsam in den Rücken des unbekannten, ihm aber genug Platzt lassend. Als Kortherreth ihm laufen ließ, Grunzte er nur, hielt die Waffe aber weiterhin noch bereit.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 16, 2010 1:04 am


Gavin

Schweigend betrachtete Gavin die Reaktionen auf seine Antworten, die, zugegeben, eher spärlich mit Informationen belastet waren. Aber wer erzählt schon in den ersten 10 Minuten einer Erstbekanntschaft seine Lebensgeschichte?
Wenigstens schienen sie zu honorieren, dass er keine Gefahr darzustellen schien, und er wollte sie auch nicht dazu bringen, etwas anderes von ihm zu denken. Ihm machte nur Sorgen, dass das Ding in der Rüstung ein reges Interesse an dem Loch hatte, das er in den Tunnel an der Decke gerissen hatte. Das die Metallurgie der Hohen seinesgleichen sucht, gehört praktisch zum Allgemeinwissen. Wenn jemand ein solches Loch verursachen kann, darf man denjenigen nicht unterschätzen.
Der perfekte Stoff, aus dem Missverständnisse entstehen.
Schlussendlich trat die Rüstung aber doch zur Seite. Sie hatten wohl einstimmig beschlossen, dass es nicht angenehm sei, wenn er hier und jetzt den Boden nässen würde, egal ob mit Blut oder anderem.

"Danke."
Seine Antwort war kühl und klang leicht misstrauisch, sie signalisierte, das auch er der Gruppe nicht traute.
Erste Regel der Empathie: Kopiere dein Gegenüber, sodass es den Eindruck bekommt, sich mit dir identifizieren zu können.
Er setzte sich in Bewegung. Die Richtung, die die Elfe angegeben hatte, führte leider direkt an der Gruppe vorbei, er musste sie also in einem Halbkreis umgehen. Die Tentakelrüstung, denn Tentakel waren diese komischen, schwarzen Auswüchse, hatte nichts besseres zu tun, als in einem kleinern Halbkreis zwischen ihm und der Gruppe zu bleiben.

Ein gutes Zeichen, er hat ein gesundes Selbstvertrauen, keine Angst und ein Verantwortungsgefühl gegenüber der Gruppe, und ich bin sicher, er hat die Früchte meiner Befreiungsaktion bemerkt. Er unterschätzt mich nicht.
Hoffentlich überschätzt er mich nicht, denn das wäre sehr, sehr gefährlich...


Weniger Freude hatte er an der Veränderung im Verhalten des schwarz Angezogenen, er schien Gavin plötzlich nicht mehr als "Ereignis", sondern als "Hindernis" anzusehen. Eines, das es zu umgehen gilt. Mittlerweilen war er so nahe, dass er einen kurzen Blick auf seine Augen werfen konnte, auch wenn es unangenehm war und er dadurch sogar kurz ins Stolpern kam. Dieser Blick... Ja, er würde das Hindernis umgehen, egal mit welchen Mitteln.
Dieser Mann schien auf den ersten Blick absolut unberechenbar. Paradoxerweise waren es genau diese Menschen, deren verhalten man, so Gavins Erfahrung, am besten berechnen konnte.
Dann wurde er auch noch aus dem Dunkel angeknurrt. Neben der Elfe war wohl ein Hund, nur schade, dass er im Schatten stand, er konnte nicht genau erkennen, was für ein... Waren das Klauen?

Ich glaub, ich muss wirklich hier raus...

Wenigstens schien der Ork nicht auch noch auf Ärger aus zu sein, er gab wohl keinen befriedigenden Gegner ab. Trotzdem hatte er sich strategisch günstig platziert, er war entweder kampferprobt oder schlau, am besten rechnete man mit beidem. Als er dann bei der Türe ankam wagte er noch einmal einen Blick zurück. Alle schauten ihn an, und der Rüstungsträger hatte sich demonstrativ vor die Gruppe gestellt. Die roten Augen funkelten hinter dem Visier, doch ansonsten war da nur die Schwärze... die Leere?
Nein, das musste er sich eingebildet haben.
Er nahm die Gelegenheit war, um dieser seltsamen Gruppe ein entschuldigendes Lächeln zu schenken, er wusste selbst nicht genau, wieso, dann drehte er sich um und ging durch einen Gang zu einer Leiter, die einen SChacht hochführte. Das Licht, das ihm entgegenstrahlte mochte für andere in dieser Situation wohl einen beruhigenden, willkommen heissenden Charakter haben, für Gavin war es nur nervig, und viiiel zu grell. Je nun, er würde sich schnell daran gewöhnen.

Oben angekommen sah er sich hastig nach einem geeigneten Ort um. Dort, hinter den Felsen, vor dem diese seltsamen Male auf dem Boden hinterlassen worden waren, da war ein Gebüsch, er hatte es sofort gespürt, es war ein Dornengebüsch der gleichen Art, wie er auch ständig Samen mit sich herumtrug. Es war etwas, auf das er stolz war, seine Fähigkeit, einen Raum abzutasten war eine der schwierigsten in der gesamten Mantik, normallerweise wurde dafür direkter Kontakt benötigt. Gavin schaffte es mit seinem regelmässigen Training mittlerweilen, Stoffe innerhalb eines Radius von 3 bis 5 Metern grob zu kategorisieren, wenn er sich einen Moment Zeit nahm, um sich zu konzentrieren. Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, regelmässig kurze Stichproben zu machen, wenn er neues terrain betrat. Apropos, das hatte er bei der Gruppe ja total vergessen. Egal.

Das Kerngeschäft war schnell erledigt. Auf dem Rückweg nahm sich Gavin allerdings noch die Zeit, um die Hinterlassenschaft der Gruppe beim Felsen, denn von ihnen schien es zu sein, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Es amüsierte ihn. Es sah ziemlich stark nach einer Art der Beschwörung aus, aber keine Mantik in seinem Sinne, eher die Kontrolle dienstbarer Geister oder Elementare... Eine schwierige und risikobehaftete Unterart der Mantik, die er selbst zum Glück noch nie gezwungen war, anzuwenden. Er musste wieder lächeln.
Ja, er beneidete all die anderen Beschwörer, die an Rituale, Formeln und Zaubersprüche gebunden waren, überhaupt nicht.
Was sollte er jetzt tun? Er hatte sich aus der ersten Not gerettet und war dementsprechend wieder ein wenig ziellos. Und jetzt, wo er den Ausgang kannte, würde es ihm sogar noch Spass machen, ein wenig auf Entdeckungstour zu gehen. Er konnte sich ja der Gruppe anschliessen, wer weiss, vielleicht brauchten sie ja jemanden, der sich ein wenig im Gangsystem auskannte. Er hatte immerhin über vier Tage in dem Komplex verbracht. Ausserdem waren sie gut ausgerüstet und auch eine ausserordentlich kampfkräftige Gruppe. Und wenn tatsächlich ein Elementarier unter ihnen war, konnte er vielleicht sogar noch was lernen.
Es war entschieden, er würde versuchen, sich der Gruppe anzuschliessen.

Der erneute Abstieg in die Dunkelheit gab ihm dann allerdings doch ein mulmiges Gefühl.


Zuletzt von Gavin am Mo Mai 17, 2010 8:39 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 16, 2010 1:04 pm

Kortherreth hatte mit Sicherheit Liens volle Bewunderung.
Er war nicht einfach nur groß und stark, er war auch eine Art Anführer.
Liens Blick folgte dem Gang des Jünglings, der sich soeben in Richtung Ausgang bewegte.
Ob er nun wirklich fort bleiben würde, wäre wohl erst mal dahin gestellt.
Zunächst kniete sie sich neben den Drachen, schlang ihre Arme um das Tier und legte ihm einen Kuss auf die Schuppige Schnauze.
Kazel interessierte sich ohnehin nur für das, was die Alten hier hinterlassen hatten.
Lien fand das alles gar nicht beeindruckend.
Im Gegenteil.
Sie mussten gewusst haben, was aus der Welt wurde und hatten sich hier vermutlich eine Art Schutzbunker errichtet.
Bei dem Gedanken, dass die Alten eine vielleicht gesunde und Artenreiche Natur ausgelöscht hatten, wurde ihr schwer ums Herz.
Eine Wut breitete sich in ihr aus, die sie nicht erklären hätte können.
Sicher ... es waren alles nur Vermutungen, doch so falsch konnte sie damit nicht liegen, wenn man mal bedachte, das es noch einen Ort gab, an dem etwas grünes, nicht Gefährliches lebte.
Langsam erhob sie sich, sah noch einmal zum Ausgang hinüber.
Fragend sah sie zu Kortherreth.
"Meinst du er kommt zurück? Er fühlt sich sicher allein."
Mitleid kam in ihr auf.
Was wenn der Jüngling wirklich alleine war, verlassen von allen die er kannte.
Sicher ... er war in Mensch und als solcher quasi ihr Fein, denn noch empfand sie Mitleid für ihn.
ihre Hand wanderte wieder zu Kazels Arm, an dem sie sich auch gleich wieder fest hielt.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 16, 2010 11:23 pm

Kazel bemerkte mit einer Art Befriedigung, dass der Fremde das Weite gesucht und aus den unterirdischen Gefilden, dieser Längst vergessenen Zeit geflohen war. Er scherte sich nicht darum warum dieser, das Reich der Alten verlassen wollte, doch nun – nachdem dieser sie verlassen hatte – fragte er sich doch, was er womöglich gefunden hatte. Was er vielleicht mitgenommen hatte! Er hielt in all seiner Bewegung inne und sah zum vermeintlichen Ausgang, den der Fremde in diesem Moment hinauf steigen musste. Was war nur in ihn gefahren, den Mann einfach so gehen zu lassen? Er schüttelte leicht den Kopf, als Lien sich schon wieder an ihm festklammerte. Ihre kleinen, schlanken Elfenhände krallten sich fest, als sei er der letzte Rettungshalm, den sie in der Finsternis ergreifen konnte. Als sei er, gerade er, der einzige, der sie beschützen konnte. Nun war es nicht so? Hatte der Rat nicht gerade ihm diese Bürde auferlegt? Er, der einzige, der gegen die Gefahren, der Reise bestehen konnte? Oder war es eher so, dass er nur der Beste in der Organisation war und vielleicht woanders viel bessere waren? Was konnte er von diesem verliehenen Titel halten? Er konnte ja nicht einmal gegen die Dämonen bestehen. Was konnte er schon für ein Beschützer sein? Mit einem Mal holte ihn seine Vergangenheit ein und er zweifelte plötzlich an allem, was er bisher an gegebenen Tatsachen hingenommen hatte.
‘Nein! Ich bin kein Sklave!, dachte er. Das nicht… Aber du bist nichts! Du bist weder Licht noch Schatten! Du hast weder Familie, noch Freund! Du bist allein, Kazel! Du bist allein!‘

„Nein!“

Er stieß Lien beiseite, sodass sie fallen musste. Er legte seine Hände an beide Seiten seines Schädels und betete innerlich um Gnade und Frieden, um Freiheit und Schuldlosigkeit. Er betet um ein Stück selbst, was er niemals leben konnte. Er wollte keine Marionette mehr sein. Er wollte keine Verträge mehr eingehen. Er wollte kein Werkzeug des Todes mehr sein. Er wollte frei sein! Frei diese Ruinen nach Herzenslust zu durchsuchen. Frei sein die gesamte Welt als uninteressant zu erklären und nur sich selbst folgen. Er wollte frei von allen Zwängen sein… Und doch… lauerte ein Namenloses Grauen über ihm… Ein Macht, die er weder lieben noch fürchten konnte. Etwas, was ihn rief, was ihn zwang zu tun, was er nicht tun sollte… Etwas… was niemand auch nur aussprechen würde…
Er versuchte standhaft zu bleiben, versuchte sich zu wehren, doch er versagte jämmerlich Er sah Lien vor sich auf dem Boden. Sie sah ihn an, mit Augen, die zuvor schon zu oft gesehen hatte. Dieser Ausdruck. Dieser Gott verdammte Ausdruck! Warum nur? Warum nur, sah sie ihr so verdammt ähnlich?! Er zwang sich wegzuschauen, doch schon nach Augenblicken konnte er nicht anders. Er kniete sich zu ihr herab. Ein Knie berührte den Boden das andere Bein stand im rechten Winkel zu diesem. Dann bot er ihr die Hand und sprach mit Worten, die höher nicht gewählt werden hätten können:
„Verzeiht… Ich fürchte euch, so wie ich eurem Wohlergehen ergeben bin. Ich… Ich bin nicht der, den ihr vor euch glaubt zu sehen, doch ich bin auch niemand, den ihr zu hoffen wünscht… Ich bin der letzte, dem ihr vertrauen solltet, doch werde auch ich der letzte sein, der euch zerstören wird.“
Nach diesen Worten weiteten sich seine Pupillen, die sich zuvor stark verengt hatten und er blieb reglos in seiner Position stehen. Warum nicht? Warum sollte er nicht diesem furchtbaren Drang nachgeben? War es doch so einfach… Es war so leicht! Es war zu einfach. Viel zu einfach…
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 16, 2010 11:24 pm

Oben über den dunkeln Kammern und Korridoren der Festung, der Alten regte sich langsam wieder Leben. Eine menschenähnliche Gestalt kroch aus den Gemäuern der Vergessenen… Er erlag lediglich dem Drang der Natur, doch die Augen des Dämons verfolgten nur jede noch so kleine Änderung. Er gehorchte seinem Meister. Er der ihm aufgetragen hatte, dieses Ärgernis von Gemeinschaft zu zerlegen und auszuweiden… Nur nicht sie! Nicht die kleine Elfe… Nicht das Mädchen, das die Elemente beherrschte… Er liebte sie… liebte sie soo sehr… Wie hatte er dem Geschöpf, das der Meister liebte etwas tun können? Nein… Er war nur mit sich beschäftigt. Und womit noch? Ach ja… mit dieser Kreatur entstiegen aus der Dunkelheit der „Hohen“. Die „Hohen“ , die in des Meisters Augen nichts als eine Fehlschöpfung waren… Nein. Nein. Keine Fehlschöpfung. Jetzt zumindest nicht. Der Meister urteilte nicht. Nein. Nicht er. Er … beobachtete… Er war schwach. Er war viel zu schwach. Doch er würde helfen. Er würde seinem Meister Kraft geben. Auch wenn er nur ein Untergebener war… Er würde ihm helfen.

Nur ein Schatten flog über den flachen sandigen Wüstenboden. Nicht weit von der Einstiegsluke entfernt. Er war sehr leise, denn ein Schatten – er lachte innerlich – machte keine Geräusche… Viel zu lange, war er gefangen in den finsteren Landen des Meisters. Est‘ir Antar’arken’dir war sein Heim… Unaussprechlich für die Elfen und ungeheuerlich… selbst für Dämonen…
Er FYRIN war nicht irgendwer. Er war das Grauen, ohne Namen, für all jene, die den Tod fanden. Niemand war ihm bisher entkommen und auch heute würde es nicht so sein… Nein. Er konnte seinen Opfern bi in die tiefste Dunkelheit folgen, ohne auch nur in entferntester Weise angreifbar zu sein. Wieder lachte er und dann stieß er einen Schrie aus, der jedem sterblichen Wesen durch Mark und Bein gegangen wäre. Empfindlicheren Kreaturen, würde dieser Schrei die Sinne benebeln. Er stürzte auf sein Opfer zu, das bis eben noch vor dem Eingang gewesen war…

„Gavin…“, flüsterte eine unangenehme und überaus feindselige Stimme im Wind, die einem die Knochen schlottern ließ. Die einem das Blut zum stocken brachte und niemandem Erbarmen verhieß…
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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Mai 17, 2010 5:35 pm

Belphegor zuckte unfreiwillig zusammen und hatte sich in Postition gestellt um einen angriff abzuwehren, aber da war nur ein kleiner, komischer Mensch. So ließ er dann die anderen reden, er hatte genug von reden und postionierte sich hinter den Neuankömmling um dann in eventuel kommende Kampfhandlungen schnell eingreifen zu können.
Der kleine Mensch verschwand schnell und Belphegor entschied sich die Stelle an der der kleine aufgetaucht ist genauer zu betrachten.
Viel war nicht zu sehen, außer Trümmer.
Ein ungutes GEfühl machte sich ihn ihm breit.
Die Situation mit Kazel und Lien beachtete er nicht genauer, Kazel kümmerte sich ja grade.
"Soll der kleine Mensch uns nun auch noch begleiten oder worauf warten wir? Ich mein es ist ja schließlich nicht irgendeine Wohnhöhle die wir hier gefunden haben, sondern eine der Alten und dann ist nen kleiner Menschenjunge der hier rumkriecht?! Das ganze bringt uns eine Menge Unglück ... und eventuel eine Menge kämpfe!", letzteres sagte er in einem leisen aber doch erfreuten Tonfall.
So war für ihn klar das er erst einmal den Neuen nicht verscheuchen würde.
"Hat einer eine Axt über? Mir fehlt meine dritte Waffe!", fragte er dann in die Runde. Irgendwie fühlte er sich nackt ohne seine Axt, nur eine Keule und seinen Streitflegel am Körper war nichts für ihn.
Wartend gesellte er sich zu Kortherreth und beobachtete die Umgebung genauer.


Zuletzt von Toddaeus am Mo Mai 17, 2010 8:09 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Mai 17, 2010 7:23 pm

Kortherreth

Sein Blick ruhte weiterhin auf dem Fremden, schützend stand er zwischen ihm und den anderen. Erst als er gänzlich sein Blickfeld verlassen hatte, ließ das Rot in seinen Augen nach, schwächte ab, verlor sich im Dunkeln seines inneren. Langsam wand er sich ab, zurück an die Einsturzstelle des Kerls. Unter seinen Schritten zermalmte er Metall und anders was er nich zu deuten wusste. Es gab ein seltsames knacken von sich. Von wo kam er, es kann doch nicht sein, das er einfach so durch einen Tunnel gekrochen ist um dann hier raus zu fallen. Was ist, wenn wir gerade irgendetwas wirklich Freiheit geschenkt hatten was nicht hätte befreit werden sollen? Sein Blick ruhte wieder auf dem Loch. Aus dem Dreck klaubte er ein Stück des geborstenem Metall. Der Ork hatte sich in der zwischen zeit zu ihm gesellt. Prüfend drehte er das Stück Metall im fahlen Licht, das gerade zu wandern schien. „Es ist silbern, recht dünn...“, er drückte seine Hand zu einer Faust zusammen , in seiner Handfläche das Metallplättchen, und erhielt als Antwort ein sich unter seiner Kraft beugendes Brechen. „und nicht sonderlich widerstandsfähig.“, beendete er sein Satz. Hätte er ähnliches auch mit mir anstellen können?
Er fuhr herum laut schreiend stand Kazel in seinem Rücken.
„Nein!“
Was war geschehen? Auf dem Rücken lag die kleine Elfe, getauft im Schimmer des Lichts. Sie schien umgestoßen worden zu sein, von Kazel, der Nahe bei ihr stand, die Hände an den Kopf gepresst. Er besah sich die Szenerie, nicht wissend was er tun sollte. Noch seltsamer war aber, als Kazel sich dann wie verändert, gewandelt zu ihr hinunterbeugte, ihr die Hand anbot und Worte Sprach die Kortherreth das Blut in den Adern hätte gefrieren müssen. Sie wirkten so rein... und ehrlich... aber auch kalt, kalt und wissend, was in der Lage der Not geschehen würde. Versteckte Botschaften und doch so offensichtlich. Sein Schwert glitt ihm langsam aus der Hand, bis die Spitze den Boden küsste und in seiner Bewegung verharrte. Für einen Moment schienen selbst die Auswüchse seines Körpers zu zucken. Er stellte sich in einem kurzen Augenblick Kazel in dieser Pose in seiner anderen Gestalt vor, in der seines Dämons. Schwarze Flügel umspielten seinen muskelgeprägten Körper, die Schwingen leicht vom Wind getragen, andächtig auf etwas hinunterblickend voller Wichtigkeit und dennoch unbedeutend. Dort unten lag sie, die kleine Elfe, Lien. Ihr konnte er keine neue Rolle angedeihen lassen, außer der des armen, hilflosen, verlassenem Mädchens, mit einem Blick geprägt in Schock und Angst aber auch einem Hauch von Bewunderung und Zuneigung.
Schutz und Dämon was für eine Fügung des grauenhaften Schicksals spielte hier? Wäre es nicht grausame Realität hätte Kortherreth vielleicht sogar ein schwaches Lachen hervorbringen können, aber so? Er fasste sich, sein Blick fuhr zurück in die Realität: die Tentakeln unter seiner Kontrolle, das Schwert wieder erhoben mit festen Griff in seiner Hand, zurück in den angestammten Platz, vor ihm die beiden Gestallten wieder in ihrer wahren Gestallt. Die Frage des Orks tat er nur mit einem Kopfschütteln ab. "Nein." Wo sollte er schon eine solche Waffe beherbergen, in seinem Inneren? Gut es wäre vieleicht sogar möglich aber schon alleine die Vorstellung war nicht angenehm.
Aus der Ferne, wie vom Atem der Toten getragen, suchte ein leises Geräusch sein Gehör auf; es klang fatal, tot bringend, vernichtend! Was es war, es war weit weg, oder doch schon ganz nah? Er konnte es nicht einschätzen. Nicht hier unten wo alles anders war als oberhalb, innerhalb dieser unterirdischen Kammer der Hohen. Aber eins stand außer Frage: Es gefiehl ihm nicht!
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Mai 17, 2010 10:52 pm


Gavin

Was war DAS jetzt? Gavin hätte schwören können, das gerade jemand seinen Namen geflüstert hätte... Jawohl, es war ein Flüstern von der Intensität, als sei es ihm ins Ohr gehaucht worden. Eine Gänsehaut schlich in unerträglicher Langsamkeit seinen Rücken hinab, die Stimme war keinesfalls angenehm. Eher war sie die pure Bosheit. Und langsam aber sicher kam dann auch dieses drückende Gefühl vom Schachteingang, dieses Gefühl, das einem den Brustkorb enger zusammenzog und den Atem abschnürte, wie eine Hand, die einem langsam und genüsslich die Kehle für immer verschloss... Er spürte eine Präsenz, und sie verhiess nichts gutes.

Was ist das? Ein Schwarzmagier? Ein Dämon? Oder etwas älteres als das? Und warum zum dreimal verfluchten Orkdreck kennt dieses DING meinen Namen?

Er befand sich in dem engen Schacht, der Druck von oben nahm langsam an Intensität zu, der Boden war noch drei Meter entfernt... Aber er wollte nicht mehr klettern! Zu langsam! Angst machte sich in ihm breit...
Es war seltsam. Gavin war eigentlich der Typ, der selten bis nie von seinen Emotionen gesteuert wurde. Er beachtete sie und akzeptierte sie, doch sein Verstand war bei praktisch allen seinen Entscheiden die oberste instanz.

Nicht so jetzt.
Sein Verstand rebellierte. Seine Angst schrie ihn an, er soll seinen Arsch in bewegung setzen oder er sei nur noch Aas. Er lies die Leiter loss und sprang die drei Meter rückwärts in die Tiefe. Die Rückwärtsrolle bei der Landung sah vielleicht nicht elegant aus, aber sie absorbierte den Aufprall komplett und brachte ihm einen Geschwindigkeitsschub ein. Er flog praktisch durch den kaum erhellten Gang.

Schnell zu der anderen Gruppe!, schrie die nackte Panik in ihm, und der Verstand liess gewähren.
Safety in Numbers.

Er verfehlte beinahe die Ecke und strauchelte zur Türe rein, wo die ominöse Gruppe sich sofort nach dem Eindringling umdrehte. Er befürchtete in einem Winkel seines Verstandes bereits, dass ein Dolch oder gar eine Axt auf ihn zufliegen würde, würde er auf diese Art den Raum betreten. Glücklicherweise war das nicht der Fall. Er verwandelte sein straucheln in eine Hechtrolle, kam wieder in die Hocke, den Dussack gezogen, eine Hand voll Münzen in der Faust, schwer keuchend den Eingang fixierend. Sein Körper zitterte in der Erwartung eines ungleichen Kampfes, seine Muskulatur erhitzte sich selber, um gelockert und mit ihrem maximalen Potenzial zuschlagen zu können. Dass er wohl schräg angeguckt wurde, beachtete er nicht.
Aber eine Erklärung war er der Gruppe schuldig. Dennoch wandte er sich nicht zu ihnen um, sondern fixierte selbst während dem Sprechen den Ein- und wohl auch einzigen Ausgang.

"Tut mir leid, das ich euch noch einmal belästige. Mein Name ist Gavin, ich bin vor vier oder fünf Tagen durch einen unglücklichen Zufall in dieser Anlage gelandet und habe seitdem versucht, hier wieder rauszukommen. Ich bin 19 Jahre alt, ein Mensch und Mantiker und einigermassen geübt im Kampf, mich kämpfen zu sehen ist allerdings kein überragender Anblick. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, um mich normal vorzustellen, mit Händeschütteln und all dem Mist, aber im Moment is da etwas hinter mir her, von dem ich keinen blassen Schimmer hab, was es ist, was es von mir will und woher es meinen verdammten Namen kennt. Tut mir leid, dass ich sofort zu euch gerannt bin, ich war in Panik, bin es eigentlich immer noch, und befand mich bereits wieder im Schacht.
Das Ding ist draussen, und es weiss sehr wahrscheinlich, dass ich hier bin. Wenn jemand keinen Bock auf einen Kampf hat, dann sollte er schnell tiefer in die Anlage fliehen, aber merkt euch den Weg, alle Gänge sehen gleich aus. Und die Ratten sind definitiv nicht essbar, dafür kann man das Wasser aus den kleinen Metallröhren an den Wänden in der Regel trinken, wenn man ein wenig Geduld hat. Ich werde hierbleiben und Kämpfen, ich kann es nicht verantworten, dass sich das Ding auf euch stürzt, weil es mir folgt. Ich werde jetzt den Ausgang versiegeln, hat jemand was dagegen?"

Er warf einen Beutel vor die Tür, er platzte und gab ein paar Samen und einen Haufen Erde frei. Dann drehte er sich doch nochmals nach der Gruppe um und fragte mit einem verschmitzten lächeln:

"Oder muss sonst noch jemand auf die Toilette?"
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Lien

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Mai 17, 2010 11:35 pm

Natürlich ..
Kazel stieß Lien von sich weg, wobei die Kleine auf den Allerwertesten fiel, der nun schmerzte.
Ungläubig, überrascht und verletzt sah sie zu Kazel hoch, der sich den Kopf hielt.
Sein Blick sah so anders aus, als er sich zu ihr hinunter beugte, ihr die Hand entgegen streckte.
Überrascht vernahm sie nun seine Worte.
Unsicher und mit zitternder Hand nahm sie die seien an, zog sich zu ihm hoch und fiel ihm um den Hals.
Leise flüsterte sie in sein Ohr:
"Du bist mehr als nur ein Freund für mich Kazel. Ich hätte gern einen großen Bruder wie dich gehabt."
Ein sachter Kuss auf die Wange, ehe sie zusammen fuhr, als Gavin um die Ecke geschossen kam.
Ohne Punkt und Komma, stellte er sich vor und erklärte, das es wohl gleich einen Angriff geben würde.
Für einen Moment fragte sie sich wirklich, ob Gavin überhaupt Luft holte, als er sprach.
Sofort klammerte sie sich wieder an Kazel und sah ihn ängstlich an.
Was sollten sie denn nun nur tun?
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