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 Astalor - Bunker

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tobiloge

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Mai 26, 2010 7:36 pm

Kortherreth

Geduldig lauschte er den Worten von Gavin, immer wieder einen Blick auf Kazel richtend, sich fragend, was vorgefallen sein könnte. Er schien schmerzen zu haben, sich aber auch nicht helfen lassen wollen, und zudem das seltsame verhalten von Lien, die hinter ihm Schutz suchte, ausgerechnet hinter ihm... Es verwunderte ihn, das sie auf einmal so offen mit ihm sprach, war sie doch sonst eher verschwigen. Er hatte bemerkt, das Lien ihn als magische schwarze Rüstung bezeichnete, und es war das erste Mal, das sich so offen über ihn gesprochen wurde, das seltsamste daran war aber, das sie eine Wortwahl traf, die ihn in gewisser Maßen recht gut beschrieb. Das musste aber erstmal zurückgestellt werden. „Ihr seht, ihr habt vor uns keinen Grund Furcht zu haben. Wie aber Kazel schon richtig sagte, bist du derjenige, der uns sorgen machen sollte, Schattenseite hin oder her.“ Leicht lehnte er sich auf sein Schwert, was er vor sich zog um sich auf dessen Knauf abzustürzen. Mit Sicherheit würde daran eine Art der Bedrohung erkannt werden können, was er auch durchaus beabsichtigte. Nebenei schaute er zwischen ihm und Kazel hin und her, um seine Stellungnahme zu unterstreichen.
Seine Augen... Urplötzlich fiel ihm auf, welch einen Hass und was für eine Wut in dessen Augen aufleuchteten. Kortherreth war froh, das man seine Mimik nicht sehen konnte, geschweige den sein Gesicht, denn dann wäre er kreidebleich gewesen. Das Gefühl es zu verspüren reichte schon aus. Kazels Blick folgend, war klar, das dieser nicht ihm galt, sondern der kleinen Elfe hinter ihm. Kortherreth wollte nicht zwischen den Beiden als Puffer stellen, er hasste es zwischen den Fronten zu stehen, ohne zu wissen woher das Gefühl 'hassen' in diesem Fall herrührte, immerhin war er noch nie in solch einer Situation gewesen. Auf jeden Fall mochte er es nicht. Aber seine ungewollte Hilfe der Elfe zu verwehren würde ihrem Todesurteil gleichkommen, bei diesem Blick. Seine Gedanken fuhren herum, eine Lösung für diese Situation zu finden. Unbeholfen brachte er die ersten Worte nach dem kleinen Schock zu Stande. „Sind hier eigentlich alle unversehrt geblieben? Der Dämon schien nur bei uns gewesen zu sein, und dennoch sehe ich hier Verletzte.“ Sein Blick lief durch die Runde und verharrte schlussendlich auf Kazel. Er schaute zu der kleinen Elfe hinab, „Vielleicht kannst du mir gleich sagen, was hier vorgefallen ist, warte aber bitte noch einen Moment.“
Das der Ork sich schlafen gelegt hatte, war ihm nicht zu verübeln, immerhin waren die letzten Strapazen mehr als anstrengend gewesen, für alle aus der Gruppe, auch für ihn, wenn auch weniger körperlich sondern mehr seelisch. „Wir sollten es dem Ork, Belfphegor, gleich tun und uns ausruhen. Es macht keinen Sinn jetzt weiter zu gehen und uns ins Ungewisse zu stürzen, wer weiß was sich hier alles befindet.“ Er überlegte weiter. Hatten sie eigentlich genug Proviant dabei? Gavin hatte geschildert, wie es ihm hier unten ergangen war, und er wollte dessen Worte auch vorerst glauben schenken. Immerhin schien er der Ortskundigste zu sein. „Wie ich unsere Situation zudem gerade einschätze, bleibt uns auch fürs erste nichts anderes Übrig als das wir mit euch“, er deutete auf den an der Wand zusammengesackten, „weiterzureisen. Solltet ihr aber es wagen, etwas zu tun, das uns auf euch aufmerksam macht, und Schaden für meine Gefährten bedeutet, dürft ihr euch vor mir persönlich rechtfertigen. Nebenher, nennt mich Kortherreth.“ Seine ohnehin dunkle Stimme wurde durch den noch zusätzlichen Bann der Gefahr weiter geschärft. Er zog sein Schwert aus dem Boden und schaute ihn durchdringend an. Ein Hauch von Rot trat in die Dunkelheit seiner Augenhöhlen, verlor sich aber rasch wieder. Diese Gruppe bestand erst seit wenigen Tagen und doch hatten sie schon Dinge erlebt, welchen anderen nicht einmal in 10 Leben widerfahren würden.
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Toddaeus

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Gesinnung: Schatten
Name: Belphegor
Rasse: Ork

BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Mai 26, 2010 8:37 pm

Belphegor lag vollkommen schlaff auf der Liege. Keinerlei Muskelspannung oder Regung war zu bemerken.
Ein Tropfen war zu hören. Ganz langsam und leise. Belphegor schaute sich um. Vollkommene Finsterniss. Doch da in der Ferne leuchtete immer wieder etwas auf. Langsam stolperte er drauf zu. Mit jedem Tropfen sah er das Aufblitzen.
Irgendwo hörte er ein Wispern. Unverständlich für ihn. Je näher er der Lichtquelle und er Tropfenquelle kam, desto lauter wurde die wispernde Stimme.
Urplötzlich hörte es auf und Belphegor stand wieder in völliger Finsternis.
~Öffne dich.~ hörte er ein leises Wispern. Es war eine Frauenstimme, aber nicht die Stimme einer Orkfrau,
Genauso plötzlich wie das Wasser aufgehört hatte zu tropfen, fing es wieder an. Direkt neben ihm schien der blaue Schimmer hinunter zu fallen. Einige der Tropfen vielen langsamer, andere wiederrum schneller. Genauso hatte sich die häufigkeit verändert. Mal dauerte es drei oder vier Herzschläge, ein anderes mal dauerte es keine einzigen Herzschlag bis das die Tropfen neben ihn in die Tiefe stürzten.
Da stellte sich Belphegor eine Frage. Woher kamen die Tropfen? Und die andere Frage die sich ihm stellte: Wer hatte vorhin zu ihm gesprochen?
~Du solltest es Wissen!~ hörte er die Stimme wieder. Dieses mal war sie lauter. Es war eine kräftige und klare Stimme. Gebieterisch aber dennoch sanft. ~Öffne dich!~ kam erneut.
Wem sollte er sich öffnen und was? Belphegor war verwirrt.
~Öffne dich dem Neuen~
Ein Tropfen viel dieses mal sehr langsam an ihm vorbei. Langsam genug um eine genauere Betrachtung vorzunehmen. Es war klares, kristallblaues Wasser. Es schien als würde aus dem inneren ein Leuchten kommen. Dieses Leuchten kam ihm seltsam vertraut vor.
~Schau genauer hin.~
Und dies tat er auch. Es dauerte einen Moment, aber dann sah er etwas, Es war seine eigene Gestalt die er dort sah. Nein es war kein Spiegelbild, der tropfen war eine detailierte Darstellung seines nakcten Körpers.
Selbst die wunden aus den letzten Kämpfen waren zu sehen. Mit jedem Tropfen veränderte sich aber etwas, zwar nur minimal, aber dennoch fiel es ihm auf. Die Wunden, sie veränderten sich mit jedem Tropfen. Was war das? Eine Illusion? Eine verzauberung des Dämons um ihn in die Irre zu führen?
Mit einem donnerden Lachen wurde Belphegor aus seinen Gedanken gerissen. ~Nein du Trottel. Genau das bist Du. Das ganze!~
Es dauete einen moment bis er verstand was gesagt wurde. Und nun veränderte sich auch die Umgebung.
Alles wurde heller und Belphegor stand am Rand eines Felsvorsprunges. Vor ihm ein roter Sonnenuntergang am Horizont und unter ihm ein vertrocknetes Meer. hinter ihm sah er eine Steppe mit einzelnen Hügeln durchzogen. Dazwischen mehrere Schlachtelder. Genau das was ihm gefiel! Es sah hier genauso aus wie er es sich wünschte. Nur eins fehlte: Seine Kameraden.
Von irgendwo kam ein Rauschen und ein Donnern. Lachend schaute er sich um. Mit zunehmender lautstärke bebbte auch die Erde unter ihm. In der ferne war ein anfangs dunkler Schatten zu sehen der sich auf ihn zubewegte. Lachend erwartete er das was dort kam. Mit jedem Meter den der Schatten zurücklegte - und dsa tat dieser Schnell - wurde klar was es ist: Eine riesige Welle blauen klaren Wasser kam auf ihn zu, beziehungsweise sollte auf die Klippe dort unten prallen.
Sekunden später tat die Welle dies. Es war ein heftiger aufprall, der das Wasser Meterhoch spritzen ließ. Die Erde erbebte heftig. Es dauerte ein wenig bis das sich die Erde beruhigte.
Er fühlte sich erheblich besser und mit jeder Welle die sich gegen die Klippe warf fühlte er sich besser.
~Endlich~ war leise zu vernehmen.

Auf der Liege sah man Belphegor einmal aufzucken und kurz drauf hörte man ihn leise Schnarchen. Seine körperliche Verfassung hatte sich gebessert. Er lag dort friedlich. Und unter dem ganzen Dreck und getrocknetem Blut, schlossen sich langsam aber sicher die Wunden - vielleicht mochte man es erkennen wenn man seinen Körper genauer Untersuchte.....
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Mai 27, 2010 11:41 pm


[Gavin]

Es war so, wie er es gehofft hatte. Die Elfe, ein eigentlich eher schüchternes Wesen, war, trotz ihrer Zugehörigkeit zur Lichtseite, ein friedliebendes Wesen. Also, wenn man gelegentliche Eierknacker ausser Acht liess. Sie wollte ihn beruhigen, er solle sich keine Sorgen machen. Und ein Massenmörder war er sowieso nicht. Also Glück gehabt.
Oder auch nicht.
Das Drachenvieh konnte es nicht lassen, näher zu ihm zu kommen. Und näher. Und näher... Es beschnupperte ihn. Schnaubte ihn an, es roch nach Brathähnchen (Wie lange hatte er keines mehr gehabt?) und nach etwas anderem, undefinierbaren. Die drei hintereinander liegenden Zahnreihen waren blitzblank. Die an der spitze leicht gespaltene Zunge zuckte nach vorn, kostete die Luft und verschwand dann wieder im Rachen.
Nur um noch einmal vorzuschnellen und Gavin quer übers Gesicht zu wandern.

"Mbfäh!"
Es war so schnell vorbei, dass er nicht den Hauch einer Chance hatte, sich zu wehren.
Wenn das eine Art der Zuneigung war, konnte er gut darauf verzichten!
E-KEL-HAFT!!!

Er schüttelte sich und wischte sich das Gesicht an seinem Ärmel ab, das Zeug war zum Glück nicht klebrig; dennoch war der Geruch säuerlich und penetrant, einfach nur eklig. Und wenn das auch noch Flecken geben würde... Vielen Dank auch, Drache!
Er schaute wieder auf und lauschte den Worten des Dämons.

Halbdämons.

Das war gut. Er hatte es also nicht unbedingt mit einem Lichtwesen zu tun, und offensichtlich war effektiv niemand daran interessiert, ihn um sein Leben zu erleichtern. Das er seine Aussagen verwirrend fand, war verständlich. Er selbst fand es auch verwirrend. Und unheimlich. Es war, als ob eine Seite von ihm sich bemerkbar machte, die er nicht kannte. Dabei war er ein sehr guter Beobachter, eine Grundvorraussetzung, um ein fähiger Mant zu sein. Es behagte ihm ganz und gar nicht, dass er sich selbst nicht mehr einschätzen konnte.

"Eure Sorgen, mein werter Halbdämon, sind berechtigt. Ich selbst weiss, wie gesagt, auch nicht, was mit mir los ist. Also darf ich wohl auf Euch zählen, dass Ihr ein Auge auf mich werft, ja? Solange ich mich selbst nicht kenne, muss ich mich selbst wie einen fremden behandeln, und Ihr scheint der aufmerksamste in der Gruppe zu sein. Würde ein anderer zu uns stossen, der mir suspekt wäre, würde ich Euch um dasselbe bitten."
Er überlegte einen Augenblick, dann lächelte er den Halbdämon an.
"Ausserdem schätze ich eure Offenheit. Noch nie hat mir jemand so klipp und klar gesagt, dass ich Madenfutter bin, wenn ich eine falsche Bewegung mache. Das stimmt mich zuversichtlich, ich weiss ziemlich genau, wie ihr reagieren werdet."
Der Mann war offen zu ihm, ergo war Gavin auch offen zu dem Mann.

Dann mischte sich die Rüstung ein. Als sie die Stimme erhob, kam der Schauer wieder und begab sich erneut auf den Pfad, direkt entlang der Wirbelsäule seinen Rücken hinab. Die Stimme war so hohl, mit einem metallischen Nachklang... Oder war das nur seine überstrapazierte Phantasie? Wenn man Mantik betrieb, wurde diese stark beansprucht, da kann es durchaus mal vorkommen, dass die Sinne die Umwelt ein wenig... idealisierten.
Und endlich wurde er schlauer.
Kazel, so hiess der Halbdämon, der ihm immer noch nicht seinen Namen gesagt hatte. Die Rüstung selbst war ebenfalls der Meinung, er sei nicht ungefährlich, was ihm selbst wiederum schmeichelte. Der Ork hiess Belphegor, und die Rüstung nannte sich Kortherreth. Jetzt war er doch mal um einiges schlauer. Als der Vorschlag kam, man solle sich doch erst mal ausruhen, seufzte Gavin erleichtert. Er hatte ein wenig Ruhe nötig, und nicht nur er, wenn er die Reaktion des Orks richtig deutete. Schlief der Kerl etwa schon?

"Ich bin eurer Meinung, Kortherreth, und ich denke, dass wir diese Ruine in der Gruppe leichter bewältigen können als alleine. Ausser mutierten Ratten hab ich dort nichts gesehen, allerdings habe ich mich auch davor gehütet, in tiefer Gefielde vorzudringen."

Dann musste er lachen, als er Kortherreths 'bedrohende Stellung' sah.

"Nur so nebenbei, ist Euch eigentlich bewusst, dass es nur Nachteile hat, wenn man sich auf sein Schwert stützt? Erstens brechen bei Schwertern minderwertigerer Qualität die Spitzen, oder sie werden zumindest schartig und es bilden sich Haarrisse. Zweitens ist man bei Angriffen im Nachteil, da die Position sowohl für Angriff, Verteidigung und Konter denkbar ungeeignet ist. Drittens hat sie praktisch keinen psychologischen Effekt. Einschüchtern geht anders. Das gezogene Schwert hat übrigens auch eher einen nachteiligen Effekt, so wie Ihr es haltet. Die Stellung ist verkrampft, die Klinge zeigt nach oben, obwohl ich weiter unten bin. Das ist in keiner Weise überlegen, eher angsterfüllt und defensiv. Die Klinge muss locker auf den Hals oder das Herz des Opfers zeigen, oder man hat das Schwert in der Scheide und die Hand lässig auf dem Griff, das wäre eher geeignet zur Einschüchterung."

Er grinste Kortherreth an, aber seine Augen blitzten wachsam hinter den halb geschlossenen Lidern hervor.

"Was die Qualität eurer Kampfausbildung angeht, so hab ich keine Bedenken, nur in psychologischen Belangen könnte man Euch vielleicht noch überlegen sein. Sehr wahrscheinlich ist es egal, wie Ihr euer Schwert haltet, wer in eure Reichweite gelangt, obwohl ihr das nicht wollt, ist tot. Was die Qualität eurer Rüstung und eures Schwertes anbelangt, so kann ich nur sagen, dass mir ein solches Material noch nie untergekommen ist. Ich habe das Material instinktiv erspührt, als ich euch aus der Hecke stiess, ich kenne es nicht, aber es ist ausserordentlich. Ihr müsst wissen, ein Mant nutzt jede Gelegenheit, um festzustellen, mit was er umgeben ist... Und mit was nicht."
Er stand auf, streckte sich und gähnte herzhaft in seine Hand. Dann wandte er sich um und zeigte auf eine Ecke, die ein wenig abseits lag.
"Ihr hättet nichts dagegen, wenn wir uns unter vier Augen unterhalten würden?"

Der Hinweis war eigentlich unmissverständlich. Er war gespannt, wie die Rüstung auf seine Offenbarung reagieren würde.
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Lien

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Mai 28, 2010 12:50 am

Oh je ... Na das konnte was werden ...
Denn noch hatte sie sich vor genommen, Kortherreth nicht an zu lügen.
Einmal war die Lüge zu viel gewesen und das nur um Kazel zu retten.
Unruhig fiel ihr Blick wieder auf den armen Kazel.
Es tat ihr wirklich leid und wenn sie nicht genau wüßte, das sie sich auf was gefasst machen kann, wenn sie ihm zu nahe kommen würde.
In nächster Zeit .. nun vielleicht ... auch ... gar nicht mehr ... würde sie sich zu nah an ihn heran wagen.
Verdammt ihr Temperament war mit ihr durch gegangen und das hatte sie nun davon.
Das würde sie nicht wieder gut machen können und nun ...
Kortherreth sollte mit ihm mit gehen?
Mit ihm unter vier Augen reden?
"Kortherreth? Darf ich bitte bei dir bleiben? Ich hab wirklich ... also ... ich habe ihn wirklich ... also ... sei einfach Froh das du eine Rüstung bist und keinen Schmerz empfindest ... Du empfindest doch keinen oder etwa doch? Wenn dem so ist, tut es mir leid, aber ... Bitte lass mich nicht allein mit Kazel. Er wird mir sicher auch wieder weh tun,"
flüsterte sie eher, als das sie laut sprach.
Oh ja. Wenn es jemanden gab der ihr wirklich Angst machen konnte, zumindest unter den Anwesenden, dann war es Kazel.
Den Ork hatte sie schon irgendwie in ihr kleines Herz geschlossen.
Er war wie ein zu groß geratenes Kind, welches nur den Spaß an diversen Prügeleien hatte.
Typisch eben für seine Rasse.
Kortherreth wäre wohl eigentlich der jenige gewesen, der ihr am meisten Angst machte, doch ... irgendwie .. bewunderte sie ihn, anstatt Angst zu haben.
Wenn wenigstens die Stimme wieder da wäre, die mit ihr gesprochen hatte.
Aber was sollte eine Stimme schon gegen einen Halbdämon ausrichten?
Flehend sah sie Kortherreth an.
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Kazel

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Mai 28, 2010 11:02 am

Kortherreth schien der Vernunft und der Würde die Oberhand zu lassen, als er mit Gavin sprach. Dennoch viel auf, dass er nicht zögern würde, sein Leben zu verteidigen, indem er Gavins nahm. Das war gut. Allerding war sich Kazel auch nicht hundertprozentig sicher, ob Kortherreth genauso handeln würde, sollte Gavin einen anderen aus der Gruppe angreifen. Diese Überlegung schien beinahe absurd, da Kazel Gavin ohnehin nicht fürchtete. Nein. Er befürchtete wahrlich nicht im Schlaf ermordet zu werden. Doch er konnte sich nicht des Dranges erwehren, noch wach zu bleiben und zu beobachten. Er musste zugeben, dass er todmüde war und nicht nur sein Unterleib schmerzte. Der Kampf mit den Dämonen forderte sein Übriges. Sein ganzer Körper schmerzte und er hatte ein paar leichte Prellungen, was angesichts der Tatsache, dass er aus der Luft zu Boden geschmettert worden war, verhältnismäßig leichte Verletzungen waren.
Sein Name wurde genannt und unangenehme Fragen wurden gestellt. Fragen, auf die hier besser niemand eine Antwort geben sollte. Auch das Spielchen zwischen Gavin und Kortherreth interessierte Kazel nicht wirklich. Auch wenn er zu gerne gewusst hätte, was so dringendes unter vier Augen besprochen werden musste.

Kazel funkelte Gavin an. Er traute ihm nicht ganz über den Weg. Aber im Grunde genommen, traute er hier niemandem. Außer Belphegor. Er war sich sicher, dass er von dem schwer angeschlagenen Ork nichts zu befürchte hatte, solange er sich nicht zu dessen Feind machte. Und das hatte er gewiss nicht vor. Er hatte genug Probleme, da brauchte er nicht auch noch einen Ork. Als er zu ihm hinüber blickte und beobachtete, wie sich die mächtige Brust des Kriegers hob und senkte, viel ihm noch etwas anderes auf. Er konnte zwar nicht so gut sehen, wie ein vollständiger Dämon, aber er war sich sicher, dass er es sich nicht einbildete. Heilten die Wunden? Er beugte sich ein Stück nach vorne und kniff die Augen zusammen. Er kam auf die Knie und stützte sich mit seinen Händen vom Boden ab. Nein, er bildete sich das nicht ein. Er war ja nicht blind. Belphegors schienen wie von Zauberhand zu heilen. Im Schlaf! Diese seltsame Reisegemeinschaft konnte ihn doch immer wieder überraschen.
Gavin bat ihn schließlich darum, ihn im Auge zu behalten, was Kazel zunächst verwunderte, er aber kein Wort dazu verlor. Prima. Der erste Gedanke dazu war, dass er Gavin für eingebildet hielt so nach dem Motto: Achte ruhig auf mich, ich mach dich auch so platt. Der zweite Gedanke jedoch war, dass dieser seltsame Kerl es offenbar sehr ernst nahm, seine guten Absichten auszudrücken. Dieser Mann war schlicht weg ehrlich. Eine Eigenschaft, die Kazel nun wahrlich nicht auszeichnete. Und dann ergriff Lien das Wort. Ihre leise flüsternde Stimme ließ ihn leicht zusammen zucken und erinnerte ihn schmerzhaft, an etwas, was er eigentlich versuchte zu verdrängen. Aber nun kehrte dieses ziehende und mehr als nur unangenehme Gefühl zurück. Unwillkürlich neigte sich sein Oberkörper leicht nach vorn und seine Hände ballten sich zu Fäusten. Seine Zähne knirschten und wieder schloss er die Augen.

Es war nicht seine Art. Es war einfach nicht seine Art zu sagen, was er dachte. Es war nicht seine Art zu handeln, ohne einen Befehl dazu bekommen zu haben. Und schon gar nicht war es seine Art Gefühle und Stimmungen zu zeigen, aber diese Elfe machte ihn wahnsinnig und der geballte Zorn in seinem Herzen wollte einfach nur an die Oberfläche treten. Wieder schloss Kazel die Augen und sah neben sich ruckartig auf den Boden. Das ganze wirkte, als würde er sich vor irgendetwas ekeln.

„Du suchst Schutz bei jemandem, der auf der Schatten-Seite steht? Dummes Kind. Hast du nichts begriffen?“ Seine Stimme klang bedrohlich und auf eine Furcht einflößende Art und Weise sogar dämonisch. Nun sah er das Mädchen an, als wolle er sie mit seinem Blick töten. „Kreaturen wie du widern mich an.“

Kazel wusste, dass Elektrizität Kortherreth nichts anhaben konnte, als lag auf der Hand, wie er Lien bestrafen wurde. Ohne zu zögern hab er die Hand – blitzschnell – und schleuderte einen seiner Dolche auf sie, der an einer dünnen metallenen Schnur befestigt war, die trotzdem so stabil war, sein eigenes Körpergewicht halten zu können. Der Wurfdolch zischte mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft und Spickte einen halben Fingerbreit neben Liens Fuß in den Boden. Keinen Wimpernschlag später zuckte die Elektrizität über das Metall und wurde direkt zu Lien weitergeleitet, denn die dünne Schnur, die man auch im Dunkeln nicht sehen konnte, ruhte auf ihrem Fuß. Er hatte nicht so viel Spannung aufgebaut, dass er sie damit töten könnte, aber immerhin, würde sie Schmerz empfinden. Nicht so wie er, aber immerhin Schmerz. Dennoch wusste er, dass sich dieser auch in Grenzen halten würde. Er war sich sicher, dass ihr kleiner Körper, weder in Ohnmacht fallen, noch sonst irgendwie eingeschränkt sein würde. Zwei Sekunden ließ er die Spannung, durch sie hindurch laufen, ehe er sie entließ. Und kaum einen Augenblick später hatte er den Dolch samt Seil wieder in der Hand, um beides an seinem Körper zu verstauen. Er wusste, dass es nicht schlau war, noch mehr seiner Kostbaren Kraft zu verschwänden.

„Fordere mich nicht heraus, Elfe! Das haben schon andere versucht, die dir sowohl an Kraft, Mut und vor allem Intelligenz und Geschick weit überlegen waren.“

Das Wort „Elfe“, spuckte er so aus, dass man es mühelos durch „Abschaum“ hätte ersetzen können. Oh ja, die Qualen, die er ihr mit seinen Worten zufügten, waren zweifellos schlimmer, als sein physischer Angriff auf sie. Dann schwankte er und ließ sich neben Belphegor nieder. Anstatt sich jedoch hinzulegen fasste seine Hand, wie ein Schraubstock um das Metallgitter, der Kopfseite, von Belphegors Bett, damit er nicht einfach nach hinten umkippte. Er war am Ende und seine Rache an Lien, forderte Tribut. Das hatte er nicht gedacht, aber so war es nun einmal.

Das ist schlecht…

, dachte er, als er darum kämpfte, seine Augen offen zu halten. Doch er gewann die Schlacht, gegen seine Schwäche und blieb an das Bett gelehnt sitzen. Trotzdem hatte er einfach keine Kraft mehr sich mit den anderen zu beschäftigen, weshalb er still auf den Boden starrte und seiner Umgebung lauschte. Er brauchte Ruhe. Sie alle brauchten Ruhe…
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Mai 28, 2010 5:09 pm

Kortherreth

Kortherreth stutzte kurz. Galvins Ausführung hörte sich Richtig an und war sicherlich auch gut nachvollziehbar, aber … „Da habe ich ja Glück, das meine Klinge besser ist als jede andere die mir bisher zu Gesicht kam. Aber wer sagt, das ich euch mit dem Schwert hätte angreifen wollen?“ Sich langsam gar in einen Irrwitzig sinnlos langsam bewegendem Tempo, krochen beide Tentakeln hinter seinem Rücken hervor, seitlich am Körper vorbei. Jetzt im Licht von Liens Energiekugel getränkt, reflektierte ihr metallischer Glanz das Licht zart. Sie wirkten ziellos, sich umschauend, was interessantes suchend, wanden sich die Spitzen in verschiedene Richtung, ruhig ohne Hast. Offenkundig sichtbar schlängelten sie sich nach vorn. Das Kortherreth eine solch starke Lenkung der Tentakeln einiges abverlangte, er sich darauf Konzentrieren musste, wie auf keine andere Bewegung, sollte ungesehen bleiben. Er würde sich nicht so einfach aufs Korn nehmen lassen. Einen kurzen Moment ließ er beide Tentakeln in ihrer Haltung erstarren, dann überließ er seinen Auswüchsen ihrer eigenen Kontrolle wieder, eingeschränkt natürlich.
Wie sich aus einer Starre befreiend, bewegten sie sich wieder selbstständig, nach hier und da zuckend, mal schneller mal langsamer, nichts besonderes im 'Sinne' führend, aber wie immer unvorhersehbar geschickt. Man könnte behaupten, sie bewegten sich nur ein wenig. „Ihr solltet eure Beobachtungen weiter schließen, und sie nicht von einem Punkt ablenken lassen. Es könnte tödliche Konsequenzen haben.“ Seine Stimme war scharf. Mehr sagte er zu ihm nicht, denn er wollte endlich wissen, was hier vorgefallen war. Er drehte sich um, hörte die Frage Galvins, und übergab einer seiner Tentakeln das Schwert. „Wartet einen Moment, es gibt gerade noch wichtigeres!“, musste er ihm dennoch antworten. Währenddessen hielt einer der Tentakeln die Klinge in seinen Rücken zwischen die Schulterblätter das Heft des Zweihändlers, ragte knapp hinter seinem Kopf auf, die Spitze schwebte wenige Zentimeter über dem Boden. Die andere Tentakel wand sich schraubenartig einmal direkt unterhalb der Parierstange um die Klinge. Dann tat es die zweite Tentakel ihr gleich. So fixiert saß die Klinge nun auf Kortherreths Rücken. Die Auswüchse hingegen wanden sich wieder ihrem alten Spiel zu und wanden sich nach hier und dort, ziellos.

Langsam beugte er sich hinunter zu dem Mädchen. Sie schien innerlich schwer zu arbeiten, ihr Gesicht sah angespannt aus. Er lauschte ihren Worten. Sie klangen schlimm. Hatte Kazel ihr etwas derart Schlimmes angetan? Seine Phantasie versuchte Bilder hervorzurufen, welche grässlich waren, aber niemals passiert hätten sein können. Es war ein viel zu großer Spielraum, was sie alles gemeint haben könnte. Zudem war auch noch dieser Gavin dabei. Er sah aber nicht sonderlich verängstigt aus und gemeinsame Sache mit Kazel schien er auch nicht zu machen. Sein Blick traf ihren. Deutlich las er in ihm: ~Hilf... mir!~ Sein Blick löste sich schwer, schaute kurz hinüber zu Kazel, dann wieder zu Ihr. Es schien als hätte er noch immer schmerzen. Dennoch hatte er verstanden, was sie sagte. Seine Fäuste ballten sich sich; die Augen wurden geschlossen. Kortherreth widmete seine Aufmerksamkeit wieder der kleinen Elfe. Plötzlich erfüllten Kazels Worte hasserfüllt die Stille. Ja, sie war eine Elfe, aber war er, Kazel, es nicht, der sie Schützen wollte? War er es nicht, der sich zu ihr hinunterbeugte, ihr helfen wollte? Kortherreth ging in die Knie. Langsam erhob er seine rechte Pranke, mit der er ihren Kopf fast gänzlich umschließen hätte können und wollte sie ihr auf die Schultern legen.
Schräg hinter ihm bewegte sich was Blitzschnell war die Handlung gewesen, etwas saute auf sie zu. Seine Hand schnellte hinunter, jedoch viel zu langsam, sie würde, das Geschoss niemals aufhalten können, dafür hatte er zu spät reagiert. Pingend schlug es vor dem Fuß der Elfe ein, erst dann gelang die Hand unten an, knapp darüber stoppend. Niemand wurde verletzt. In einer Mischung aus Wut und Verwunderung schnellte sein Kopf herum. Im Vorbeigehen sah er das Geschoss, es war ein Dolch. Kazel hatte ihn geworfen. „Spinnt ihr?!“, entfuhr es ihm. Ein leises Sirren trat an sein Ohr, verlor sich dann aber schnell wieder. Zeitgleich flog der Dolch ein weiteres mal an ihm vorüber, diesmal rückwärts. Im Schimmer des Lichts zeichnete sich eine dünne Linie für Bruchteile einer Sekunde ab, eh sie in einer Schlaufe in der Hand Kazels ruhte. Die Worte die dieser dann ausspuckte, widerten selbst Kortherreth an. Er wollte nicht wahrhaben, was er da gerade hörte. Er sah sich Lien an, ihr Gesicht verriet, das sie Schmerzen erlitt.

Der Punkt war angelangt. Kortherreth erhob sich. Rötlich blau leuchteten seine Augen auf, jede Farbe einzeln sich nicht zu einer neuen Farbe vermischend. Mal übernahm die eine, mal die andere die Oberhand. „Lien, du willst meinen Schutz, und du bekommst ihn auch.“ In Gedanken fügte er bei ...und ich werde gleich damit beginnen. Erst danach würde er sich darum kümmern, was genau hier vorgefallen war, wenn er es nicht sogar schon jetzt gleich erfahren würde. Die Tentakeln verharrten in ihrer Bewegung. Alles zuvor hatte sie nicht gekümmert, aber jetzt waren sie ruhig, gefügig. Wie ein riesiger Schatten bäumte sich Kortherreth vor Belphegors Bett auf, direkt vor Kazel. Er hatte nichts vor dem kleinen Mann zu befürchten, rein gar nichts. Das Licht im Rücken, seine Kontur prägend, war nur das Licht in seinen Augen noch vorhanden, was Kazel sehen sollte. Seine beiden Pranken ergriffen ebenfalls das Gitter des Betts. Es ächzte auf. Während er sich über Kazel beugte, und seinen Kopf ganz nah an seinen brachte suchend nach dessen Blick. Das Rot wütete im blauen Licht und versuchte es zu erdrücken, während dieses Vehement aufbegehrte und sich seinen Platz an Ort und Stelle erkämpfte, ihrerseits versuchend das Rot zu vernichten. Kortherreth musste mit sich ringen, nicht aus falschem Anlass einen Fehler zu begehen. Er wusste nicht was geschehen war, aber das Kazel gerade Lien schmerzen bereitete, sie Angriff, konnte so nicht weitergehen. In sich ging es ihn nichts an, er sollte sich nicht in derer beiden Probleme einmischen, dachte er bei sich. Jetzt, da sie aber eine Gruppe waren, und es sich um indirekte Morddrohungen hier handelte, wollte er nicht tatenlos danebenstehen, vielmehr, er konnte nicht. Endlich brachte er einen Satz hervor, das Blau hatte obsiegt, wenn auch winzige Fragmente des Rot noch zu sehen waren. Dennoch, sein Kopf regte sich nicht ein Stück von seinem Ort. „Was ist dein Problem? - Kazel, Sohn von Alastor, Halbdämon.“ Er war sich sicher, jetzt hätte er Kazel Aufmerksamkeit. Ruhig sprach er weiter. „Ist es nicht seltsam? Warst nicht auch Du es, der Hilfe bei einem Schattenwesen suchte, bei mir? Und jetzt verhöhnst du sie, da sie auch Hilfe suchte, bei mir? Obwohl Du als Halbdämon in meinen Augen nicht besser sein solltest, als sie, nur ein dreckiges Lichtwesen, nicht mal die Luft wehrt die es atmet? Er ließ die Worte kurz wirken. „Nein, ich habe sie dir gewährt und auch Lien, weil ich euch anders sehe!.“ Seine Stimme erzitterte leicht bei den Worten, jedoch nicht aus Rührung mehr aus Ärger über ihn. Dumpfer sprach er weiter:“Und warst du es nicht, der dieser Elfe“, eine Pranke löste sich vom Gitter und deutete auf das Mädchen, ehe sie wieder zurückkehrte, „Lien beschützen wollte, sich um ihr wohlergehen sorgte, ihr kein Leid zufügen wollte?“ Kortherreth Helm näherte sich noch weiter dem Gesicht Kazels. Der rote Federschweif, fiel seitlich an seinem Kopf herab, streifte Kazels Gesicht, und verlor sich im Dunkeln. Leise Sprach er weiter, rötlich schien es wieder in seinen Augen zu entflammen:“Und was hast du getan? Ist dein Wort so wenig wert?“ Kortherreth musste abermals eine Pause machen. „Ich dachte... als ich dich in Tränen vor mir sah,“ Kortherreth rief sich das Bild vor Augen, mit ihm und Kazel, wie er dasaß und weinte, hemmungslos... „und du deine Freiheit erhalten wolltest, du sie klug behandeln würdest.“ Er hielt nochmals inne. Auch Kortherreth fühlte sich betroffen. „Doch werde ich dich für dein Vergehen zurechtweisen. Du willst Frei sein, doch deine Freiheit endet da, wo die der anderen Anfängt, auch die von Lien! Willst du frei sein, dann so, wie du sie ab dem Zeitpunkt deines Wunsches erhalten hast. Willst du sie verletzen, rechne mit den Konsequenzen. Sie hat bei mir Schutz gesucht, also werde ich sie schützen. Sei dir dessen bewusst!“ Kortherreth wollte sich von ihm abwenden, hatte aber noch etwas, was er los werden musste. „Natürlich werde ich dir weiterhin meine Hilfe gewähren, aber nur“ , er unterstrich das letzte Wort förmlich, „wenn du Lien gegenüber dein Versprechen beibehältst, denn sonst... sehe ich keinen Grund dir meine Hilfe weiter anzubieten!“
Er wand sich ab, ohne ihn noch eines weitern Blicks zu würdigen. Auch wenn es seltsam schien, doch auch in diesem Moment hatte er Kazel geholfen, wenn auch nicht direkt. Jetzt lag es an ihm das beste daraus zu erkennen. Hilfe muss nicht immer auf den ersten Blick postiv ausschauen. Das hatte Kortherreth schon an seiner eigenen Seele erfahren. Es schier untersteichen wollend begehrte ein leises zustimmendes Knurren aus seinem Inneren auf. In Gedanken formte Kortherreth ein kurzes ~Danke~. Er wusste zu schätzen was Alaztrazas damals getan hatte und war ihm zu dank verphflichtet.
Kurz fuhr sein Blick über den Ork, der wirklich am schlafen war. Es schien ihm sogar wieder besser zu gehen. Seine Wunden verheilten zusehends.
Die Situation in der Gruppe war mehr als mies derzeit. Dann wand er sich endlich Galvin zu. Sein Blick war leer: „Ich habe nichts, was ich verbergen müsste, oder noch wollte. Wenn ihr was sagen wollt, dann sagt es hier und jetzt oder lasst es bleiben. Mir ist nicht nach irgendeiner Geheimnistuerei!“
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Toddaeus

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Sa Mai 29, 2010 3:00 pm

Belphegor schlief anfangs noch seelenruhig weiter, aber dann hörte das Schnarchen auf und sein Schlaf wurde unruhiger. Irgendwann erwachte er langsam und öffnete schläfrig die Augen. Plötzlich hellwach, regte er sich noch nicht großartig. Kortherreth stand über Kazel gebugt vor der Liege gebeugt. Korthereth redete auf Kazel ein. Irgendetwas mit Versprechen und Lien schmerz zufügen.
Wütend sprang Belphegor auf, als sich Kortherreth wieder umdrehte und sich zu Gavin wandte. Mit der linken Hand schnappte er sich Kazels Arm und zog ihn zu sich rauf. "Was soll der Scheiß?", brüllte er ihn an und schaute zu Lien hinüber. So schlimm sah sie in seinen Augen nicht aus, aber sie war eine Elfe, diese Wesen waren dürr und zerrbrechlicher als eine Orkfrau.
Im nächsten moment wurde ihm klar wie schnell er sich trotz seiner Verletzungen bewegte hatte, zwar konnte er schmerzen ignorieren und weiter kämpfen, spürte aber dennoch die Wunden. Jetzt allerdings spürte er keine der tieferen Wunden mehr so stark. Er schaute an sich hinab und sah wie eine kleiner Wunden gänzlich verschwunden waren und andere kleiner geworden waren.
Überrascht ließ er Kazel los. "Was ist mit mir los?", murmelte er verwirrt. Er ließ sich auf die Liege fallen und saß dort verwirrt und dachte einen kurzen moment nach.
Irgendwann kam ein geistesblitz in verbindung mit Erinnerungen an alte Legenden. Im Traum hatte er sich immer besser gefühlt und es schien sich auf die Realität übertragen zu haben.
In alten Geschichten hatte es sowas schon ein paar mal gegeben. Orkkrieger die schwerverletzt auf dem Schlachtfeld lagen und dann später dem Feind wieder unverwundet gegenüber standen. Ihre Wunden heilten erheblich schneller und sie waren häufig hoch angesehene Krieger die auch häufig den Klan führten.
Aufeinmal musste er lachen. Ein lautes Lachen überkam ihn.
Er der anscheind Klanlos war wurde durch alte Legenden zum Klanführer. Jetzt könnte er sich ohne weiteres einen neuen Klan suchen und würde auch noch ohne Probleme akzeptiert werden. Schüttelnd stand er auf. Lachend schaute er noch mal an sich hinunter. Es war ein Geschenk der Götter, eindeutig! "Danke.", brüllte er nach oben gerichtet.
Mit seinem üblichen Grinsen - es sah für einen Nicht-Ork schon so aus als würd er sich sein nächstes Opfer aussuchen um dieses dann zu verspeisen - drehte er sich zu Kazel um. Mit diesem Grinsen und verschränkten Armen schaute er kurz über die Schulter und dann zu ihm hinunter.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Sa Mai 29, 2010 4:39 pm


[Gavin]

Gut, du hast es selbst so gewollt...

"Ich hätte das jetzt wirklich gerne mit Euch unter vier Augen besprochen, aber wenn Ihr darauf besteht... Ich hab ja vorhin angemerkt, ich sei ein Mant, und deshalb in der Lage, die Stoffe meiner Umgebung zu 'ertasten'. Ein Mant nutzt wirklich jede Gelegenheit, um herauszufinden, mit was für Materialien er umgeben ist."

Gavin gestaltete seine Worte bewusst als einen kleinen Vortrag, um verdecken zu können, dass er eine bessere Verteidigungsposition suchte. Als ihm kein geeigneter Ort einfiel, streute er den Rest Samen in einem Kreis um sich auf denn Boden. Der Schutz würde vielleicht nicht lange reichen, aber vielleicht konnte er, sollte die Rüstung seine Offenbarung in den falschen Hals bekommen, durch ein Loch im Boden fliehen. Sie würden eine Weile haben, bis sie das Loch in den Wurzeln finden würden.
Vorrausgesetzt, er konnte die Pflanzen überhaupt noch wachsen lassen, er war eigentlich so ziemlich am Ende.

"Die Fähigkeit, Stoffe zu ertasten, funktioniert mit einer Tiefenwirkung, die Konzentration des Mants durchdringt den Stoff und betrachtet ihn aus allen Blickwinkeln, versucht, jeden Aspekt des Stoffes zu erfassen. Nur so kann man unter Umständen erlernen, den Stoff zu beschwören. Als ich Euch durch die Hecke stiess, ist mir zunächst das Metall aufgefallen; wie gesagt, so etwas habe ich noch nie erlebt. Was mich dann aber wirklich schockierte, war, was dahinter lag."

Er machte sich sofort bereit, sich zu verteidigen, eine Hand am Dussack, die andere über die Samen erhoben. Dünne Fäden purer Konzentration flossen von seinen Fingerspitzen und der Handfläche zu den wartenden Blumenkindern, die sich bereits an seiner Energie labten. Sie wollten wachsen, gedeihen, leben. Er konnte ihnen dabei helfen. Nicht uneigennützig, natürlich.
Er holte noch einmal Luft, dann war es raus.

"Dahinter lag gar nichts. Eure Rüstung ist hohl, Kortherreth.
Ihr seid die Rüstung!
Erklärt euch!"
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 30, 2010 12:19 pm

So schnell konnte Lien gar nicht reagieren, wie Kazel den Dolch geworfen hatte.
Schon bekam sie einen Schmerzhaften Schlag ab, doch Kazels Worte, taten wesentlich mehr weh.
Wutentbrannt sah sie ihn an, wobei sie versuchte Tränen zu unterdrücken.
Am liebsten hätte sie sich um gedreht udn währe weg gerannt, doch Kortherreths nächste Worte und sein Tun, hielten sie davon ab, zu verschwinden.
Er nahm sie wirklich in Schutz und wies Kazel zurecht.
Er wirkte für sie in diesem Moment fast weise.
Auch Belphegor war wach geworden und stauchte Kazel zusammen.
Ihm schien es wirde viel besser zu gehen.
Seine Danksagung, die er scheinbar an irgendwelche ihr inbekannten Götter stieß, war schon sonderbar, doch das alles ließ sie kalt.
Kazels Worte verfehlten irhe Wirkung sicher nicht.
Sie taten weh ... sehr weh ...
Als hätte es eine Wirkung auf ihren Zauber, verblasste das Licht zunehmend.
Sanft schwebte es zu den anderen hinüber, wo es scheinbar in der Luft über ihnen stehen blieb.
Lien selbst zog sich zurück in eine der dunkelsten Ecken, wo sie sich hin setzte, die Knie ganz eng an sich zog, indem sie sie mit den Armen umschlang.
Ihr Gesicht legte sich auf die Knie.
Heiße tränen rannen ihr über das Gesicht.
Trotzdem Kortherreth sie in Schutz genommen hatte, war ihr nun klar, dass sie hier nicht her gehörte.
Wieder sehnte sie sich nach dieser Stimme, die sie gerufen hatte.
Sollte es einen weiteren Angriff geben, würde sie sich freiwillig opfern, denn was hatte es schon für einen Sinn, hier zu bleiben, wenn niemand sie wirklich da haben wollte?
Die Stimme des Mannes, der sie gerufen hatte, sie zu sich bat, war viel freundlicher.
Bei ihm hätte sie es sicher besser, als hier und die Anderen wären sicher froh, wäre sie fort.
Kael kam langsam angetrottet, schob seinen Kopf zwischen ihren Armen hindurch und ließ seine Zunge ihre Tränen fort wischen.
Liens Arme lösten sich von ihren Knien und schlangen sich um den dünnen schuppigen Hals des kleinen Drachen, wobei sich ihr Gesicht an eben jenem vergrub.
Er war der einzige Freund den sie hatte, der einzige der ihr nie böse war und der sie verstand.
Das Gespräch zwischen Kortherreth und Gavin bekam sie nur am Rande mit.
Ja, Kortherreth war eine lebende Rüstung.
Und?
Es gab schließlich so viele Wesen, warum sollte es dann nicht auch möglich sein, eine Rüstung zu beleben und ihr eine Seele zu geben?
Es war ihr im Moment ohnehin egal.
Ihre nächsten Überlegungen befassten sich eher damit, wie sie alleine klar kommen könnte, wenn sie die Gruppe verlassen würde.
Kazel würde sie nun völlig ignorieren.
Es wäre besser so und ... auf sein Wort, wie sie eben feststellen durfte, konnte sie sich nicht verlassen.
Sie wusste genau, was sie angestellt hatte und es tat ihr wirklich leid.
Besser sie würde schweigen, nichts mehr sagen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 30, 2010 3:14 pm

Kazel hatte befürchtet, dass nun irgendwas geschehen würde, was nicht sehr angenehm sein würde. Doch Kortherreth Wort verfehlten sein Ziel. Kazel konnte keinerlei Wahrheit in diesem Vortrag finden. Er kniff die Augen zusammen, als Kortherreth ihn bei seinem vollständigen Namen nannte und dann auch noch seine eigentliche Rasse bestimmte. Ihm damit in die Seele schnitt! Er wusste selbst, dass er – Kazel der Halbdämon – in dieser Welt kaum etwas wert war, aber anders als Lien war er auch ein Mensch und damit ein Schattenwesen, oder nicht? Er war zwar auch dem Lichte zugehörig, aber diese Seite hatte er aus seinem Leben verbannt. Seine Gedanken stoppten und drehten sich noch einmal um diesen Punkt. Hatte er die Lichtseite wirklich verbannt? War es sein Anliegen gewesen, seines Vaters Namen zu verdrängen und seines Vaters Angesicht zu vergessen? Nein. Es war nicht sein Tun, seine Erblinie aus seinem Leben zu streichen, sondern das der Organisation. Und selbst seine Mutter…
Vergessen. Er musste vergessen. Er konnte nicht so leben, zumindest nicht, wenn er irgendwann einmal Frieden finden wollte. Persönliche Freiheit. Er wollte vergessen. Aber er konnte sich nicht des Gefühls erwehren, dass er niemals wieder vergessen würde, was er getan und was ihm angetan wurde. Schrecklich…
Kortherreth drehte ihm schließlich den Rücken zu und eine Sekunde war Kazel versucht, ihn von hinten zu erdolchen. Aber es war ihm nicht möglich den zu töten, der ihm wie er richtiger Weise gesagt hatte, seine Hilfe angeboten hatte. Nun, es war eine andere Art Hilfe, als die, die er Lien angeboten hatte, aber Hilfe auf diese Art, war vielleicht noch viel wertvoller. In diesem Moment jedoch, verstand Kazel nicht, wo ihm Kortherreth gerade half. Sicher würde er es irgendwann begreifen, aber in diesem Augenblick machte es ihn einfach nur zornig. Und das rot, was teilweise durch die Augen Kortherreth‘ gezuckt war, spiegelte sich in seinen roten Augen wieder. Denn auch Kazel funkelte der Rüstung hinterher, als wolle er ihm Pfeile hinterher schicken.
Mit einem Mal wurde er am Arm hochgerissen. Der Ork zog ihn zu sich hoch und Kazel war darüber so überrascht, dass er den Ork einfach nur anstarrte, als wollte er nicht glauben, dass dieser vor ihm stand und ihn auch noch hoch hob. Hätte Belphegor ihn nicht freiwillig, oder aus irgendeinem Grund eher überrascht fallen gelassen, hätte Kazel ihm sicher einen Stromschlag verpasst, der sich gewaschen hätte. Unsanft und sehr unkoordiniert plumpste Kazel zurück auf den Boden und knirschte mit den Zähnen. Wieder versuchte er sich aufzurichten und wurde erneut schmerzhaft an Lien erinnert. Langsam wurde ihm das alles zu blöd. Er war nicht auf diese Leute angewiesen. Gavins Ausführungen, überraschten Kazel nicht wirklich. Was ihn jedoch stutzig machte war, dass eine Belebte Rüstung eher das Werk von großen Magiern war. Magier wie Dämonen, oder Elfische Völker. Warum also stand Kortherreth auf der Schattenseite? Lien verkrümelte sich, indem sie sich in eine dunkle Ecke zurück zog. Ihr Licht wurde schwächer, genau wie Kazel. Er fühlte sich fürchterlich, aber immer wieder anschwellende Wellen von Zorn prallten gegen seine Brust und beschleunigten sein Herz. Dann, als er sich wutentbrannt erhob schrie er: „Was ist eigentlich das Problem?“
Er hatte die Fäuste geballt und Blitze zuckten um diese. Seine Augen waren dünne Schlitze, aber es war kein Hass zu erkennen. Vielmehr war es Wut und Unverständnis. Belphegor hatte sich vor ihm aufgebaut. Das Grinsen kannte er schon. Kazel hatte keine Angst vor dem Ork. Er hatte eigentlich niemals wirklich Angst. Zumindest behauptete er das von sich. Er sagte es sich selbst, ohne zu bemerken, wie er sich dabei selbst belog. Er hatte keine Angst vor Schmerz und Tot, seine Ängste lagen woanders begründet, aber Kazel war offensichtlich zu ängstlich das zu erkennen. Stattdessen, wendete er sich erneut gegen die helfende Hand und sprach in einem Flüsterton, der ebenso dämonisch klang, wie das Knistern, das durch die Luft ging. Die Spannung im Raum, drückte schwer auf die Gemüter.
„Ich habe ihr gar nichts versprochen. Ich habe gesagt, dass ich sie nicht zerstören werde und das habe ich auch nicht. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich nicht der bin, den sie sich wünscht, Kortherreth! Ich habe sie geschützt, weil ich es musste. Ich habe es von Anfang an verabscheut. Sie ist dumm und unfähig zu kämpfen! Warum sollte ich jemanden schützen, der mir nur im Weg steht? Von Kampfkraft kann man wohl kaum sprechen.“
Während er das sagte, wich er ganz langsam vor Belphegor zurück und brachte sich in eine Position, bei der das Bettgestell nun zwischen ihm und dem Ork stand.
„Ihr solltet froh sein, dass sie noch lebt! Ich bin ein Dämon und wie ihr wisst, sind die nicht besonders für ihr Mitleid berühmt.“ Nun grinste er ein Grinsen, was sehr sarkastisch amüsiert aussah. „Im Übrigen solltet ihr ebenso wissen, wie viel das Wort eines Dämons Wert ist. Und gerade ihr solltet wissen, was man aufgibt, wenn man mir vertraut. Ich dankte euch, für eure Hilfe, aber ich werde nicht zulassen, mich von einem Gefängnis ins nächste zu begeben.“
Oh ja. Kortherreth hatte am eigenen Leib erfahren, wie ehrlich Kazel war. Es versetzte ihm einen neuerlichen Stich in die Seele, seinen Helfer derart aufzuzeigen, wie er das Vertrauen, dieses merkwürdigen Helfers missbraucht hatte.
„Und Lien! Es sollte dich nicht wundern, dass ich dich zurechtweise, wenn du einen Fehler begehst. Lerne endlich auf eigenen Beinen zu stehen und nicht immer um Schutz zu betteln.“
Für ihn war die Sache mit Lien gegessen. Er hatte sie bestraft und damit war die Sache erledigt, was Lien nun weiter machen würde, wie sie sich ihm gegenüber verhalten würde, lag allein bei ihr. Er war nun nicht weiter daran interessiert, ihr Leid zuzufügen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 30, 2010 5:09 pm

Kortherreth

Kortherreth merkte, das sein Vortrag auf taube Ohren traf, den Blick, den er von ihm erhielt während des Gesprächs war Auskunft genug gewesen. Er verstand ihn nicht. Somit hatte es auch keinen Sinn mehr gemacht weiter zu sprechen. Es ärgerte ihn, wunderte ihn aber nicht. Eine andere Reaktion wäre wohl sehr viel verwunderlicher gewesen Das der Ork urplötzlich aufwachte, sich den Jungen schnappte, um ihn ebenfalls, auf seine Weise zur Rechenschaft zu ziehen, empfand er Kortherreth mehr als unpassend. Aber so schnell er zupackte, ließ er auch wieder los. Irgendwas hatte ihn zu fröhlich, gar glücklich gestimmt, als dass er sich weiter mit Kazel beschäftigen wollte. Kortherreth hatte der Szene nur einen kurzen Blick geschenkt, denn es war an Gavin seine Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen. Er bemerkte, wie der Kerl Vorkehrung traf um sich womöglich vor Kortherreth zu schützen. Keiner sagte ein Wort als dieser sprach, lauschten ihm nur, dann meinte Kortherreth die Blick auf sich zu spüren. Stille. Das Erste was er Hörte war die Tiefe lache aus seinem Inneren: Alaztrazas begann tief und donnernd zu lachen. Dann verstummte es abrupt wieder. ~Ich mag diesen Typen nicht. Er verschafft sich viel zu viel Wissen über andere. Zumindest scheint er nicht in die Seele andere Blicken zu können, sonst würde ich heute den zweiten vergehen lassen müssen!~ Kortherreth wusste nicht wie er zum einem Alaztrazas antworten sollte, somit stimmte er ihm nur kurz zu. Ebenso war es mit Galvins Aufforderung. Er wusste selber nicht, wie es zu dem kam, was er ist und den inneren Drachen zu fragen, würde ihm auch nicht weiterhelfen. Er spürte, er würde keine Antwort von ihm erhalten. Nicht jetzt. „Warum soll ich mich erklären?“ Blaues Licht entflammte. „Ich bin was ich bin: Eine beseelte Rüstung.“ Er hielt kurz inne. „Aber! Ist es nicht geradezu Anstandslos jemanden aufzufordern zu erklären was er sei, nur weil er anders ist? Was gibt euch das Recht? Ebenso könnte ich euch fragen ob ihr etwas vor uns zu verbergen habt.“
Er blickte ihn unentwegt an. „Aber um den ganzen ein schnelles Ende zu setzen: Ich bin Kortherreth. Woher ich stamme weiß ich nicht, und auch warum ich schlussendlich existiere weiß ich auch nicht. Was ich aber weiß ist, ich bin eine Waffe, eine todbringende Waffe. Und diese Waffe hat einen eigenen Willen, dem sie niemandem zu beugen hat.“ Alaztrazas ließ er in dieser Rede außen vor. Kurzes schweigen trat ein. „Aber seit beruhigt. Ich bin nicht daran Interessiert sinnlos zu Morden.“
Die Stimmung war angespannt. Kortherreth bewegte sich keinen Schritt weiter. Kalte Worte vernahm er von hinten. Sie wirkten sich nicht wirklich beruhigend auf ihn aus, eher im Gegenteil. Er drehte sich langsam um. Die Blitze zuckten. An dem Ork vorbeischauend stand Kazel da. Es wirkte als würde er frei heraus sagen, was er dachte, was er empfand; die Wut stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er hörte sich an, was er von sich gab.“ Die Farbe erlosch langsam in Kortherreth Augen. Halblaut sprach er nur: „Du wirst schon verstehen.“ Einen Moment schaute er ihn noch an, dann wand er sich ab. Er würde ihm gegenüber kein weiteres Wort mehr verlieren, nicht jetzt. Nur noch halb vernahm er die Worte, welche noch für Lien bestimmt waren.
Es sich selber leichter machend schob er dessen Aussagen auf die Wut, die in Kazel tobte. Außerdem versuchte er sich damit ruhigzustellen, das dieser noch gar nicht wusste, was Freiheit bedeutet, er müsste es erst noch lernen. Ebenso sah er es, das er sich als Dämon beschrieb. Dennoch schnitten Kazel Worte ihn scharf, trotz diesem Wissen. Kortherreth ertappte sich bei dem Gedanken, ob es falsch gewesen sein könnte, ihn so menschlich behandelt zu haben, ihm seine Hilfe angeboten zu haben. Zweifler wollten laut werden. Kortherreth entsann sich nochmals der Szene zwischen ihn beiden. Er ließ sie vor seinem inneren Augen ein weiteres mal abspielen. Er wägte ab, was gesagt wurde, legte sie auf die Waagschale und ließ sie dort ruhen.
Nein! Es war Richtig. Er hatte das Richtige getan. Er hatte sich menschlich verhalten. Kortherreth war eine Rüstung, doch besaß sie eine Seele, seine Seele. Und so handelte er auch; entgegen seines Aussehens, ein Ungetüm zu sein. Es war nicht zu bestimmen was sich noch regen müsse, aber der Weg der sich ihm aufzeigte, sollte nicht einfach sein. Warum auch? Er hatte zum einen alle Zeit der Welt, zum anderen war es das, was er wollte, helfen. Seine Stimmung war nach wie vor gedrückt wegen Kazels Worten, aber deshalb würde er ihn nicht so einfach gehen lassen. Ob Alaztrazas ähnlich gedacht hatte? Für den Moment war es egal. Kortherreth musste seine eigenen Erfahrungen sammeln. Jetzt aber würde erstmal die Gedanken um Kazel ruhen lassen. Sich weiter darüber den Kopf zu zermartern brachte nichts, es wäre vertane Zeit. Sinnvolles musste getan werden. Und er würde damit beginnen. Erst jetzt fiehl ihm auf, das er sich keinen Schritt bewegt hatte. Es musste ein wenig seltsam ausgeschaut haben. Auch hatte er eine leicht gebeugte Körperhaltung angenommen, als wäre er unter seinen Gedanken und den Worten Kazel eingegangen, selbst die Tentakeln hatten sich zu Boden gelegt. Er straffte sich, richtete sich auf, straffte die Brust, stand aufrecht da, die Tentakeln tazten ihren neugiereigen Tanz. Traurige Gedanken sollten von ihm weichen, so sollte es seine Seele empfinden und sein Körper ausstrahlen.
Zuerst schaute er zu Kazel rüber. Er nickte ihm zu, wortlos. Dieser wollte sich von der Elfe lossagen, dann sollte er es tun. Ob es ihm damit besser geht, wird er dann selber bemerken. Kurz verharrte sein Blick auf ihn, neugierig zu sehen, ob sich eine regung in dessen Gesicht aufzeigen würde. Er schritt auf die Elfe zu, die Tentakeln verschwanden hinter seinem Rücken um so wenig bedrohlich auszuschauen wie möglich. Langsam beugte er sich nach unten und führte sehr langsam seine Kalte Pranke an ihr Gesicht, um sie nicht zu verletzen. Er drückte ihr kleines Kinn nach oben, damit sie ihn anblicken könne. Flüstend übergab er ihr die Worte: „Hör auf Traurig zu sein. Es wird sich alles schon auf den richtigen Weg begeben. Legt dich mit deinem kleinen Freund schlafen. Ich werde über euch beiden wachen." Dann wand er sich nochmal der Gruppe zu. "Legt euch endlich schlafen. Wir sollten einen Weg herausfinden und ich möchte ungern länger als notwendig gefangen sein. Ich werde solange über euch wachen, denn wie euch klar sein dürfte ich brauche keinen Schlaf.“
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Mai 30, 2010 7:20 pm

Belphegor lauschte den Worten der anderen und hatte mühe alles zu verstehen. Diese ganzen Machtkämpfe mit Worten waren nichts für ihn. Er hatte die orkische Art mit sowas umzugehen immer bevorzugt, selbst als er ohne Klan darstand hatte eine anständige Schlägerei mehr gelöst als diese sinnlosen Wortspiele.
Plötzlich knurrte sein Magen laut auf. Belphegor schüttelte den Kopf und drehte sich um. Die Worte von Kazel ergaben Sinn. Lien sollte auf eigenen Beinen stehen, ja das sollte sie wirklich. Da diese Worte Sinn ergaben, ignorierte er auch die Blitze in Kazels Hand. Genauso ignorierte er die Abwehrmaßnahmen von Gavin und Kortherreth bemühungen um Lien und Liens geheule. Einzig Gavins Worte über Kortherreth ließen ihn stutzen: Eine leere Rüstung? Und dann die Antwort: Eine beseelte Rüstung? Aber letztenendes war Kortherret noch immer derjenige dem er am meisten vertraute.
Allerdings hatte die Gruppe viel größere Probleme als die Plänkeleien untereinander. Alle saßen sie hier unten fest und konnten nicht über den alten Weg hinaus gelangen.
Fürs erste setzte sich Belphegor auf eins der Betten und wühlte in seiner Tasche. Nach einigen Augenblicken fand er das gesucht: Ein Stück getrocknetes Fleisch. Vielleicht nicht so schmackhaft, aber dennoch besser als gar nichts.
Herzhaft biss er hinein und verspeiste das Stück Fleisch lautstark.
"Wir haben größere Probleme als die die ihr euch hier gegenseitig grade macht! Wir sollten bald mal zusehen das wir hier einen Weg hinaus finden.", sagte er, zwischen mehreren Bissen in den Raum hinein.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Mai 31, 2010 8:45 pm

Irgendwo in den Tiefen des Bunkers, regte sich langsam etwas.
Die Tür einer Cayokammer stand offen, in der Kammer noch immer eine ewig alte Mumie.
Die Augenbrauen zogen sich langsam zusammen, Luft wurde eingesogen.
Alte Luft ... stickig und schwanger vom Staub der Zeit.
Langsam öffneten sich die Augenlieder, welche den gelben Iriden den Blick auf die Umgebung gewährten.
Was war das?
Das war nicht der Ort, an dem sie sich zuletzt in den Sarg gelegt hatte und ... bei näherer Betrachtung, war dies auch nicht der Sarg.
Vorsichtig tastete die Hand an den Rand der Kammer, zog den Körper hoch.
~Wo zum Teufel bin ich hier?~
Hunger hatte sie und egal, wer ihr über den Weg laufen würde, musste dran glauben.
So viel stand zumindest schon mal fest.
Wie lange hatte sei nichts mehr gegessen?
Was war überhaupt passiert?
Erst mal raus aus dem Ding.
Ihre Sachen ...
Es waren die, die sie noch aus dem Mittelalter hatte, die Kleidung eines Jägers.
Ihren Dolch hatte man ihr scheinbar gelassen.
Da drüben stand eine Kiste.
Vielleicht fand sie hier noch was brauchbares.
Das Schloß war noch nicht auf gebrochen, doch das ließ sich ändern,. sofern ... ahhh da lag ja ein Schlüssel.
Vielleicht sollte sie ... ja.
Der Schlüssel passte.
Es klickte, als das Schloß auf sprang und schon, betrachtete sie ihre alten Waffen.
Ein Bogen, mit Köcher und Pfeilen, wie auch ein Einhänder.
Alles nahm sie an sich. Sollten die Menschen nur denken sie sei nicht ganz gescheit.
Erst mal würde sie sich hier um sehen.
Es schien, als sei hier alles ausgestorben.
Alles war verstaubt und von Menschen keine Spur.
Der Raum wurde erst einmal verlassen, doch auch hier ... kein Mensch.
Irgendwo hier, musste ein Tier sein, denn der Herzschlag, den sie vernahm, war nicht laut genug, um von einem Menschen zu sein.
Eine Ratte vielleicht?
Wie eine Katze schlich sie sich an ihr Opfer heran, welches offensichtlich hinter einem der Schränke saß.
Blitzschnell griff sie zu und holte ... ja, was war das eigentlich für ein Vieh?
Wahrscheinlich war sie hier in einem Labor für Versuche an Lebewesen gelandet.
Egal. Sie hatte Hunger und das Vieh wr ihr willkommen, egal, wie shr es sich wehrte und quieckte.
Nur einen Moment später war es ruhig und zumindest der erste Hunger war gelindert.
Natürlich würde das nicht reichen und schon gar nicht löange.
Abgesehen davon schmeckte das Blut verdorben.
Absolut wiederlich, aber besser als gar nichts.
Der Kadaver wurde achtlos hinter den Schrank geschmissen, ehe sie sich auf machte, sich hier mal um zu sehen.
Hoffentlich gab es hier nicht doch noch irgendwo irgendwelche schießwütigen Idioten, die sofort aif alles schosen.
Zwar hätte sie dann endlich eine anständige Mahlzeit, aber zu viel Aufesehen erregen wollte sie dann doch nicht.
Hm... Wenn die das Rattenvieh finden würden ...
Sie griff erneut nach dem Vieh, hängte es an ihren Jagdgürtel und ging weiter.
Ein paar wenige Tropfen Blut fielen zu Boden, denn ein wenig hatte sie ihm dann doch noch gelassen.
Sie sollte wenn schon dann gleich alles richtig machen...
Noch einmal wurde das merkwürdige Wesen vom Gürtel genommen, um es direkt aus zu nehmen.
Selbst das Innenleben des Wesens sah sonderbar aus. Wohl kaum, dass es noch lange gelebt hätte.
Da es keinen Mülleimer gab, legte die Eingeweide in eine Ecke.
Es würde sicher noch andere Viecher an locken, was bedeutete, ihr Hunger würde mit wirklich wiederlichem Blut gestillt.
Lange brauchte sie nicht zu warten.
Schon kamen mehrere dieser sonderbaren Wesen und fraßen von den Eingeweiden.
Marcella erlegte drei weitere, handelte eben so wie bei dem ersten und ließ die restlichen Eingeweide achtlos für die Biester zurück.
Wenigstens würde sie nun zunächst ohne Blut auskommen.
So lange, bis sie ein passendes Opfer finden würde und sich an frischem Blut laben könnte.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Jun 01, 2010 11:55 pm


[Gavin]

Ach, so ist das... Keine Flucht, kein Abstreiten, kein aggressives Verhalten. Keine Erklärung für seinen Zustand. Nun gut... Wenn das so ist...

Gavin setzte sich hin und entspannte sich. Seine Gedankengänge normalisierten sich wieder. Er gehörte zu den Menschen, von denen andere behaupteten, sie würden mit allem rechnen und sich von nichts überraschen lassen. Das war falsch. Er nahm einfach alles als selbstverständlich wahr und rechnete daher mit nichts und niemandem. Eine beseelte Rüstung, klar, wieso nicht? Ein mit blitzenden Händen drohender Halbdämon, ja, natürlich...
Es war ein simples Prinzip. Erkenne, hinterfrage, akzeptiere, und dann das Ganze von vorne. Der Rüstung - Kortherreth - war er wohl eine Entschuldigung schuldig.

"Ihr habt recht, was reg' ich mich überhaupt auf... Jeder hat ein Recht darauf, das zu sein, was er ist. Und ich denke, wenn man sich in Eurer... Situation befindet, ist es selbstverständlich, dass man wählen kann, welcher Seite man angehört. Das Glück hatte ich nicht, auch wenn ich die Schattenseite dennoch bevorzuge. Ich wusste und weiss einfach nicht, wie ich diese Gruppe hier einschätzen soll. Entschuldige meine unhöflichkeit, bitte."
Dann wandte er sich an den Halbdämon. "Ich hoffe, auch Ihr akzeptiert meine Entschuldigung, ich hatte nicht die Absicht, einfach so in Eurer Vergangenheit herumzuwühlen. Geschweige denn Kenntnis von der Tatsache, dass ich das überhaupt kann. Ich habe euch unbehagen bereitet, es tut mir Leid..." Es war ehrlich, und es war dumm. Der Mann, Kazel, war stinkwütend und würde seine Wut wohl zum Teil auf ihn richten, aber es war auch höflich und notwendig, und vielleicht half es sogar, die Situation zu beruhigen. Aber jetzt brauchte er erst mal ein wenig Zeit für sich...

Gavin liess das Geschehene noch einmal vor seinem inneren Auge durchlaufen, memorierte jeden Augenblick. So machte er es mit jeder Situation, die seine Sicht der Dinge veränderte, das war jetzt das vierte Mal, dass es passierte. Das erste Mal war, als er sein erstes nichtmenschliches, intelligentes Wesen sah, einen Ork, der sich mit einer Söldnertruppe angelegt hatte. Die Söldnertruppe verlor. Haushoch. Das zweite Mal, als er einfach so ausgestossen und im Waisenhaus zurückgelassen wurde. Das dritte Mal, als er seine mantischen Fähigkeiten entdeckte und mit Magie in Berührung kam. Und heute war sein erster Kontakt mit einem Wesen, das in einen fremden Körper... gezwungen? verpflanzt? gebunden? worden war. Gewöhnungsbedürftig, aber durchaus im Bereich des Möglichen.

Es war müssig, noch weiter über dieses Thema nachzudenken, denn ihn plagte, als er den Ork so herzhaft zubeissen sah, ein Mordshunger. Er fasste in die Tasche, die seine Essensvorräte beherbergte, und bemerkte mit einem säuerlichen Blick, dass es sich bei dem Streifen Trockenfleich wohl um den letzten handelte.
Unangenehm.
Er verschlang das Stück in einem Haps. Es war zu stark gesalzen. Und eines der besagten Eisenrohre, die seinen Durst mit frischem Wasser zu stillen pflegten, war nicht in Sicht. Er seufzte. Wirklich, nichts war einfach...
Gavin streckte seine mantischen Fühler aus und ertastete die Wand. Es gab keine der signigfikanten Röhren, die den Wasserstrom in den Ruinen verteilte, also musste er auf andere Art Wasser finden. noch mehr Mantik. Also, langsam wurde die Situation anstrengend. Musste das unbedingt sein? Warum konnte man ihm kein Pökelfleisch verkaufen, welches nicht total versalzen war? Warum konnte man ihm keine Wasserbeutel verkaufen, die nicht bei der geringsten Belastung rissen? Und warum hatte er ausgerechnet in dieses von allen guten Geistern verlassene Loch stolpern müssen?

Nützt ja doch alles nichts, und jetzt auch noch Wasser zu borgen, das wär wohl zuviel verlangt. Also, mein kleiner Freund, würdest du mich zum erfrischenden, kalten Nass führen?
Er nam eine Münze in die Hand und schnippste sie gen Saaldecke. Das bekannte Schauspiel des sich verlangsamens und wieder beschleunigens, ein Nebeneffekt des Entscheidungsprozesses, war zu beobachten. Als die Richtung feststand, tiefer in das Dunkel der Anlage, nahm er die gleiche Münze in die Hand und beschwor den gleichen Befehl, wie er ihn im Schacht angewendet hatte. Ein leichtes Ziehen machte sich bemerkbar, das Wasser konnte nicht allzu weit entfernt sein.

"Ich hab Durst und geh Wasser suchen. Wenn wer mitkommen will, nur zu."
Sprachs, zog seinen Dussack mit Rechts und liess sich von der Münze in der linken Hand führen. Sein Blick schweifte über die Gruppe. Würde er jetzt wieder alleine in das Labyrinth steigen müssen?
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 02, 2010 7:28 am

Noch immer liefen Lien Tränen über das zarte Gesicht, als sie zu Kortherreth auf blickte.
Dankbarkeit lag in ihrem Blick.
Wenigstens gab er ihr nicht gänzlich das Gefühl, hier völlig fehl am Platz zu sein.
Natürlich musste sie auf eigenen Beinen stehen, doch wie sollte sie das denn machen, wenn ihr niemand wirklich bei bringen konnte, mit dem bisschen Magie um zu gehen, welche sie offensichtlich beherrschte oder ihr zeigte, wie man mit einer Waffe um geht.
Langsam legte sie sich auf die Seite.
Ihr Drache legte sich zu ihr, so, dass er sie zugleich wärmte, sie aber sein Vorderbeine als Kissen benutzen konnte.
Ein Schluchzen ward noch zu hören, dann schluckte sie jeglichen weiteren Schluchzer herunter.
Nun sofort einschlafen konnte sie nicht.
Sie konnte sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern.
Was ihr die Leute von der Organisation erzählt hatte, dass ihre Eltern sie geschickt hatten, um etwas zu lernen, ergab einfach keinen Sinn.
Warum hätten Lichtwesen ihr Kind zu den Schattenwesen schicken sollen?
Sie beobachtete Gavin, der eine Münze in die Luft warf.
Sonderbar, wie ihm das Geldstück seine Entscheidung mit teilte.
Sie selbst verspürte keine Lust, mit zu gehen.
Kortherreth hatte sie gebeten sich mit Kael hin zu legen und aus zu ruhen und genau das wollte sie tun, wenn auch auf dem harten Boden.
Besser als Kazel erneut in die Quere zu kommen.
Natürlich hatte sie Angst und das er das nicht verstand, sollte sie nicht weiter verwundern.
Er war es nicht, der allein unter Lichtwesen war und versuchte sich daran zu erinnern, was in der Vergangenheit geschehen war.
Wie sollte er schon verstehen, wie sie sich fühlte, warum sie angst hatte und vor allem ... was es bedeutete jemandem vertrauen zu müssen ... oder zu können, der einen hasste ... verabscheute ...
Ja, genau das tat er.
Er hatte es ihr deutlich genug mit geteilt und genau das war es was weh tat.
Sie hatte ihn am Anfang so nervig gefunden, doch dann kam die Situation, in der sie zusammen halten mussten und sie hatte gemerkt, dass er ganz anders sein konnte.
In ihm hatte sie etwas gesehen, was niemand zuvor, und auch er selbst, nicht sah.
Er musste es nur noch finden.
Unbequem war der Boden schon, zumal er verdammt hart war.
Vielleicht sollte sich doch lieber auf eine Liege legen?
Nein ... Kazel war wütend auf sie und würde sie nur wieder an blaffen.
Da blieb sie doch lieber hier.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 02, 2010 2:12 pm

Kazel lauschte den Worten der anderen. Er ließ alles auf sich einwirken und stellte fest, dass die gesamte Gruppe, alles andere als eine Gemeinschaft war. Es war genau wie in der Organisation. Alle taten, was sie wollten, niemand vertraute dem anderen und ständig musste man damit rechnen ausgeraubt und ermordet zu werden. Kazel dachte an die Organisation. Er dachte an seine Ausbildung und er dachte daran, wie er Lien in die verfluchten Hallen seines Meisters gebracht hatte. Er fragte sich, warum er überhaupt für diese Leute gedient hatte. Warum er alle nicht einfach aus dem Weg geschafft hatte, die ihm in die Quere kamen.
Seine Gedanken verschwammen und er spürte einen hässlichen langanhaltenden Druck auf seiner Brust. Was war es nun schon wieder, das ihn da traktierte? Er versuchte das Gefühl zu ergründen und kam zu dem Schluss, dass er schlicht weg Angst hatte. Angst? Er? Oh ja, er hatte Angst, davor die Organisation zu verlassen. Was war mit seiner Freiheit? Er setzte sich resignierend auf eines der betten und war versucht einfach einzuschlafen. Aber er konnte nicht. Er wollte nicht, obwohl er den Schlaf dringend gebraucht hätte. Er überlegte, an was er sich erinnern konnte, bevor er die Organisation betreten hatte. Nein, nein. Er hatte sie nicht „betreten“ er wurde in einem Sack dort hin geschleift. Damals beherrschte er seine Fähigkeiten nur sehr unkontrolliert und konnte sich nicht wehren. Daran erinnerte er sich sehr gut. Er hatte geweint. Und damals hatte er geglaubt, er hätte alle seine Tränen aufgebraucht, bis vor kurzem. Bis er auf Kortherreth getroffen war. Der, den er so verletzt und betrogen hatte. Er, der ihm trotzdem noch eine Chance gab, ohne ihn mit Schlägen zu irgendwas zu zwingen. Warum schlug er ihn eigentlich nicht? Kazel konnte nichts gegen ihn ausrichten. Elektrizität konnte dem Koloss nichts anhaben. Warum also wies Kortherreth ihn nicht mit Züchtigung zurecht? Auch der Ork hatte nicht den Anschein gemacht ihm ernsthaft schaden zu wollen… Gavin hatte offenbar sowieso Angst, also würde er ihm auch nichts tun und Lien… Nun ja. Er sah verstohlen zu ihr herüber. Nein er hatte nicht falsch gehandelt. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Zumal er sich auch sehr zurückgehalten hatte. Nein, sein Handeln war sehr richtig…

Verdammt! Ich brauche mich nicht zu rechtfertigen! Und schon gar nicht vor mir selbst! Es ist nun einmal so geschehen, wie es geschehen ist. Es ist sinnlos darüber nachzudenken, Kazel!

Dieses Mal wütend auf sich selbst erhob er sich und folgte Gavin, der nach Wasser suchen wollte. Davon abgesehen, dass er todmüde war, hatte er auch großen Durst. Er wollte von der Gruppe weg. Er wollte weder Lien, noch Kortherreth weiterhin sehen. Er hatte keine Lust mehr ‚Gewissensbisse‘ zu haben. ER! Der gefürchtete Todesengel!
Er lachte ironisch, als er auf Gavins Höhe war. Nun bezeichnete er sich selbst schon als Todesengel. Und das, wo er den Namen eigentlich verabscheute. Ein Mörder mit Gewissensbissen. Hat man so was schon gesehen? Und warum? Nur weil SIE ihr so ähnlich sah und weil eine beseelte Rüstung ihm Hilfe und Stütze war, die er eigentlich schon vor Jahren gebraucht hätte. Er fühlte, wie sein Herzschlag anschwoll und sich seine Kehle zuschnürte. Aber er schluckte dieses Gefühl wieder und schaute so ausdruckslos wie sonst auch. Es war erschreckend, wie wenig dieses Gesicht von seinem Innersten preis gab.
Ohne zu zögern ging er den einzigen Gang entlang, der aus dieser Halle heraus führte. Er achtete dabei kaum darauf, ob Gavin ihm nachkam. Er achtete auch nicht darauf, ob er überhaupt in dieselbe Richtung ging. Er achtete nicht mal auf seine Umgebung oder irgendwelche Veränderungen um ihn herum. Er war quasi ein optimales unaufmerksames Angriffsziel. Das passte nicht zu ihm. Nein. Es passte ganz und gar nicht zu ihm.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 02, 2010 4:47 pm

Kortherreth

Er besah sich wie das kleine Mädchen sich auf den Boden lag. Im Anschluss machte sich Gavin auf den Weg um Wasser zu suchen. Kazel schloss sich ihm an. Er blickte ihnen nach und fragte sich, wie sie wohl im Dunkeln zurecht kommen würden. Aber das war nicht seine Sache. Er würde an Ort und Stelle bleiben. Schon sein versprechen allein, auf Lien acht zu geben, band ihn an diesen Ort. Die hinauf flippende Münze hatte er nur argwöhnisch angeschaut. Mehr nicht. Dann betrachtete er das kleine Mädchen. Ist es auf dem Boden eigentlich gemütlich? Er konnte sich nicht entsinnen, wie es sein können, auf einem 'weichen' Untergrund zu liegen. Er wusste nur, wenn er auf etwas zu weichem entlanglief, schnellstens hinauskommen sollte, denn dann sank er meistens schon ein. Ihm fielen diverse Erinnerungen mit Schlammpfützen und ähnlichem unschönen Untergründen, ein. Aber das war wohl ein anderes 'Weich sein'. Weich... Wie sollte man sich dieses Gefühl überhaupt vorstellen? Was ist überhaupt weich? Etwas in dem man einsinkt? Aber warum ist es dann was besonderes? Seine Gedanken kreisten umher, ohne wirklich eine Lösung ergründen zu können. Wenn er sich aber die kleine Elfe so anschaute, war an ihrem Gesichtsausdruck zu erkennen, das es ihr dort auf dem Boden nicht gefiel. Wieder beugte er sich zu ihr hinunter und schaute, wie er sie anheben solle, sie nochmals ansprechen wollte er nicht. Eine einzelne Träne perlte ihr Gesicht hinab. Er betrachtete im fahlen Licht den zarten Körper. Kazel hatte er, als dieser Ohnmächtig war, einfach über die Schulter geworfen, wenn er aber genauer darüber nachdachte, war das nicht die ideale Lösung gewesen.
Irgendwie kam ihm ein Märchen in den Sinn, desen Titel er aber nicht mehr wusste, in dem der Prinz die Prinzessin unter den Kniekehlen und unterhalb der Schulterblätter getragen hatte. Er schaute das Mädchen wieder genauer an, bewegte seine Hände nach hier und dort, unschlüssig, wie er es anstellen sollte. Irgendwann fasste er den Mut und griff einfach nach ihr. Die eine Hand wanderte unter ihren Po und von da aus Richtung Kniekehlen, während die andere sich über ihren Rücken legte. Schamgefühl war ihm unbekannt, somit dachte er sich auch nichts dabei, sie einfach hochzuheben. Ihm war aber zumindest bekannt, das man bei Frau wie Mann, egal ob Kampf oder nicht in den Schritt trat, schlug, oder ähnliches. Bei der Frau war es zudem verboten einfach ihre Brust zu berühren. Als wenn er jemals das verlangen danach haben würde irgendwelche sexuellen Gelüste zu verspüren geschweigeden zu können...
Mit dem Mädchen im Arm stand er jetzt da. Er meinte, das der Prinz sie irgendwie anders getragen hatte und es auch bequemer aussah als seine jetzige Haltung: Seine rechte Hand hatte sich von hinten herum um ihren Rücken gelegt, während, die linke vollkommen andersrum sich um die Beine gelegt hatte. Die Fingerspitzen zeigten in verschiedene Richtungen. Für den Moment sollte es Egal sein. Er ging mit ihr zusammen hinüber zum Bett. Das erste Bett war das von Belphegor. Es hatte irgendwelche Flecken auf dem Lacken, die aussahen wie Blut; da sollte er sich nicht hinlegen, also wählte er das Bett daneben, welches naher bei dem ehemaligem Ausgang stand. Vorsichtig legte er das Mädchen dort ab. Ihm viel direkt dieses knarrende Geräusch auf, was das Bett bei der Belastung von sich gab, sowie die leicht versinkenden Hände. Er schaute ein wenig verabscheut darauf nieder. Als er sich sicher war, das das Mädchen auf der Matte lag, straffte er seine Finger und zog sie langsam unter ihrem Körper weg. Er mochte 'weiche' Gegenstände nicht: Weich ist gleichbedeutend mit einsinken. Und das brauchte Kortherreth nun wirklich nicht... einsinken.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 02, 2010 5:37 pm

Belphegor ass genüßlich und auch ein wenig gierig sein Stückchen Fleisch. Bevor er dann überhaupt auf Gavin reagieren konnte stampfte dieser dann mit Kazel weg.
Achsel zuckend und mit vollen Mund holte er einen Wasserbeutel aus der Tasche hervor. Irgendwas war anders, es fühlte sich so anders an dieser Beutel. Nicht in seiner Hand sondern er spürte es. Kopfschüttelnd nahm er ein Schluck und legte diesen dann neben sich hin
"Sag mal Kor... Wie sieht der Plan aus?... Ich mein... gehen wir tiefer um rauszukommen? ... Ist ja schon ein wenig blöd!.... Allerdings hab ich auch keine Spitzhacke für die Wände hier... Würd uns aber auch ne Menge arbeit kosten sich hier rauszugraben...", sprach er zwischen verschiedenen bissen zu Kortherreth.
Das hier alle momentan für sich selbst Gedanken machten und die verschiedenen Beweggründe der anderen in Frage stellten, ignorierte er beziehungsweise er stellte die Gedanken darüber hinten an. Das hier rauskommen war wichtiger.
"Komisch das eine Elfe sich... hier auf das Gebiet der Schatten traut?!.... Aber wer weiß was sich sonst noch offenbart, wir haben hier ja auch einen .... Halbdämon.", sprach Belphegor - wiedereinmal zwischen mehreren bissen - seine Gedanken aus, bei letzterem musste er kurz auflachen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 02, 2010 8:13 pm

immer noch irrte die Vampiress durch die Gänge, auf der Suche nach einem Ausgang.
Nicht einmal einen Hinweis fand sie.
Es kontne doch nicht sein, dass es hier keinen Weg heraus gab.
Die Menschen waren schon imemr von Angst geplagt gewesen und würden sich ... doch ... dumm genug sich ihr eigenes Grab zu schaufeln,. wären sie alle male.
Seit sie sich erinnern konnte, ging es immer nur um Macht und um noch mehr Macht.
Dabei gab es keine Rücksicht auf verluste.
Das einzige was jeden interessierte, war Geld, wie man an noch mehr Geld kam.
Dann um den Glauben an Gott, Allah und wie sie nicht alle genannt wurden. Wann imemr es ging, hatte einer der großmächte einen Krieg angezettelt.
Nein .. diese Idioten waren es nicht wert, einen Gedanken an ihre Sicherheit zu verschwenden.
Im Gegenteil.
Für sie selbst, dienten sie nur als lebende Trinkgefäße, mit denen man auch noch anderweitigen Spaß haben konnte.
Oh ja ... und den hatte sie auf jeden Fall. Wen sie überleben ließ und wen nicht, hing allein davon ab, wie gut er oder siesich auf die Trance ein ließ oder eben nicht.
Den einen oder anderen Vampirjäger hatte sie auch schon überlistet.
Sie hatte nicht schon so lange gelebt, um sich von einem dahergelaufenen möchtegern Van Helsing töten zu lassen.
Ohnehin hatte man es nicht leicht sie als das zu identifizieren, was sie war.
Ihr Herz schlug, langsamer vielleicht als das eines normalen Menschen, doch es schlug. Auch ihre Körpertemperatur war zwar etwas kühler als die eines gesunden Menschen, aber nicht kalt, wie man es den Leuten in den Kinos glauben machte.
Ein paar weitere dieser Rattenviecher hatten sich die Kadaver der anderen geholt, die Marcella weg geworfen hatte.
Hier unten schien es nichts zu geben.
Oder doch?
Sie blieb stehen, lauschte in die Gänge.
War das da nicht egrade der Herzschlag von zwei Menschen?
Weit weg, kaum vernehmbar, trotz ihres guten Gehörs und doch ...
Vielleicht bildete sie es sich ja auch nur ein.
Gegen ein wenig Blut eines Menschen, hätte sie sicher nichts ein zu wenden.
Sollte hier irgendwo noch wer sein, würde sie ihn finden ...
und vielleicht ...
hmmmm.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 02, 2010 11:44 pm


[Gavin]

Tja, wenigstens bin ich nicht allein...
Gavin seufzte und spurtete hinter Kazel her, der sich mit der Sturheit eines Menschen fortbewegte, der seinen Frust in sich hinein brütete. Der Kerl war, wie er ihn zuerst eingeschätzt hatte:
Durch und durch berechenbar.
Und gerade falsch abgebogen.

"Hey, Kazel, ich würde ja auch gerne dort entlanggehen, wo es ein wenig heller ist, aber mein kleiner Freund hier ist der Meinung, zum Wasser müsse man weiter nach unten... Kazel?"
Der Halbdämon ignorierte ihn völlig, er war total in seiner eigenen Welt.
"Ach, verdammt!"

Er besann sich noch einen Augenblick, dann folgte er dem eigenwilligen Mann mit der pechschwarzen Mähne, die ab und zu einen Funken in die Schwärze des Tunnels entliess. Wenigstens stolperte er aufgrund seines mantischen Tastsinns nicht gegen jedes Hindernis, das sich ihm entgegenwarf. Auch Kazel schien so was wie ein Gefühl dafür zu haben, wo er seine Füsse hinzulenken hatte, wenn man von den zwei, drei Gelegenheiten absah, wo er fluchend stolperte. Dann flammte jeweils ein kleiner Teil der Wut, die immer noch nicht verraucht schien, auf, und Gavin hatte regelmässig das Gefühl, er müsse gleich als Sündenbock herhalten. Aber der Halbdämon war zu beherrscht, ein Profi, anscheinend von irgendjemandem sehr gut ausgebildet worden. Seine Bewegungen waren selbst im Dämmerlicht als fliessend und sparsam erkennbar.
Das nützte aber nichts, solange sie sich vom Wasser entfernten.

Egal, irgendwann kommen wir wieder zu einer Ader, dann finde ich eine neue Quelle.

Dann bemerkte er es.
Wurde die Luft muffiger? Ein wenig vielleicht. Und es stank nach den Ratten, mit denen er regelmässig zu tun gehabt hatte...
"Hey, Halbdämon! Aufwachen! Fühlst du das? Riechst du die Ratten? Das sind die Biester, die ich erwähnt hatte. Nicht besonders stark, aber im Rudel recht mühsam. Ecklig, und ausserdem ungeniessbar. Habs probiert, aber das willst du lieber nicht wissen... Hey, ich rede mit dir!"
Er stampfte mit dem Fuss auf, aber nicht, um seinen Verdruss kund zu tun, sondern um seine Füsse zu wecken. Er fror.
"Und findest du nicht auch, dass hier wer für ein wenig angenehmere Temperaturen hätte sorgen können?"

Ja, der Ausflug konnte wirklich nur noch besser werden.
Wenigstens war er sicher, dass er zurückkehren konnte. Das Material der Rüstung würden die Münzen in zehn Meilen Entfernung aufspühren, das war wirklich was ganz besonderes...
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 12:11 am

Kazel hörte sich Gavins Gejammer eine Zeit lang an. Er war immer noch sauer, aber eigentlich wusste er schon gar nicht mehr richtig warum. Und als der Zorn abflaute, bemerkte er auch, wie schwach er eigentlich war. Er stolperte einmal und stolperte den gesamten Weg noch ganze zwei Mal. Das passte nicht zu ihm. Und es passte auch nicht zu ihm einfach irgendwo hinzugehen. Und dann auch noch ziellos. Und ohne Licht! Abgesehen davon konnte er schemenhaft erkennen, was es zu erkennen gab. Schließlich war er ein Halbdämon. Was ihn jedoch wunderte war, das Gavin ihm ohne Probleme folgen konnte. Doch dieser Gedanke verrauchte ganz schnell, als Gavin ihn auf etwas hinwies, was ihm selbst erst in diesem Moment klar wurde. Es roch nach Tot. Dennoch. Kazel blieb abrupt stehen, drehte sich mit einer geschmeidigen Bewegung um und hielt gavin, der nicht damit rechenn konnte an der Brust auf, weiter auf ihn zuzukommen, um letzten endes mit ihm zu kollidieren. Kazel hatte keine Oberkörperbekleidung mehr an und versuchte die Augen seines Gegenübers zu finden. Es gelang ihm nur schwerlich, weshalb er auch ohne Gavin anzuschauen, einfach drauflos plauderte:

„Hör zu! Ich bin nicht hier, um mir dein Gejammer anzuhören. Kannst du nicht einfach die Klappe halten, und mir nur wichtige Dinge mitteilen?“, er sprach verhältnismäßig laut und auch erregt, aber er schrie immerhin nicht. „Wenn dir kalt ist, dann… dann spring von mir aus von einer Seite des Ganges zur anderen, um dich aufzuheizen.“

Er ließ Gavin wieder los und fluchte irgendwas in der dämonischen Sprache. Er murmelte es aber so vor sich hin, dass selbst, wenn man es sprachlich verstanden hätte, es akustisch nicht zu verstehen war. Dann ging er weiter, nur um noch einmal gleich darauf stehen zu bleiben. Er lauschte. Konzentrierte sich, konnte aber nichts Verdächtiges hören. Er musste es sich wohl eingebildet haben. Dann sagte er in seiner üblichen ausdruckslosen Stimme, die er schon seit seiner Jungend angenommen hatte:

„Wo ist das Wasser?“, dann nach neuerlichem Lauschen. Es war beinahe eine Ewigkeit. „Ich glaube, wir sind nicht allein.“

Er zog seine Dolche und bewegte sich mit so leisen Schritten, wie es seine Stiefel zuließen vorwärts. Der Gang wurde von einem weiteren gekreuzt. Kazel blieb vor der Gabelung an der rechten Wand stehen und schaute nach links, so gut es ging. Nichts. Wenn hier jemand, oder etwas war, dann wurden sie mit Sicherheit schon entdeckt. Schließlich hatte Gavins Geschnatter und Kazels zornige rede schon ordentlich Krach gemacht. Er hofft nur inständig, dass es sich hierbei wirklich nur um Ratten handelte…
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 12:49 am

Nein... Sie hatte es sich nicht eingebildet...
Deutlich vernahm sie das Schlagen von Herzen uind dieses Mal waren es keine Ratten ...
Es waren stärkere Herzen, wovon das eine scheinbar in Aufruhe war.
Dann Stimmen. Sie bewegten sich direkt auf sie zu.
Prächtig.
Es schien so, als bekäme sie doch noch ihr frisches Menschenblut.
Langsam schlich sie sich voran, schond en Pfeil am Bogen und da sah sie auch schon einen der beiden.
Lautlos steckte sie den Pfeil zurück in den Köcher und hängte sich den Bogen auf den Rücken.
Wie eine Geisterkatze bewegte sie sich auf die zwei zu, die sie scheinbar noch nicht gesehen hatten.
Frisches Blut ... wie es duftete ...
Nur nichts übereilen.
Früher oder später würde sie schon bekommen, wonach sie verlante, doch nun galt es erst einmal zu überleben.
Sie konnte eine unglsubliche Geschwindigkeit erreichen, was sie nun gnadenlos nutzte, um Blitzartig an beiden vorbei zu rennen, dabei den einen der beiden zu packen und ihn in den nächsten dunklen Gang zu reißen, wo sie ihn nach wenigen Metern gegen die Wand knallte und ihm ihre scharfen Zähne in Hals rammte.
Kazel war dermaßen überrascht, dass er sich nicht einmal wehrte.
Es ging viel zu schnell als dass er etwas hätte tun können.
Als ie genug seines durchaus stärkenden Blutes hatte, ließ sie ihn in eine Trance fallen, die ihn glauben machte, er sei von einem Tier angefallen worden.
Die Bisswunden am Hals schlossen scih direkt wieder, was ihrem vorhaben nur dienlich sein konnte.
Sie verschwand wie sie gekommen war, in einem der dunklen Gänge, um anschließend heran zu schlendern.
Ein besorgter gesichtsausdruck und doch eine gewisse Vorsicht hatte sie aufgelegt, um einem Fremden nicht sofort zu freundlich zu begegnen.
"Was ... Wer seit ihr? Was ist passiert? Geht es euch gut?"
Natürlich würde er in seiner Erinnering ein wildes Tier vor Augen haben, welches ihn umgerissen hatte und sie ...
Tja ... sie spielte nun die Retterin.
"Kann ich euch helfen? Wenn ihr wisst, wo ein Ausgang ist, kann ich euich vielleicht hin bringen. Seit ihr allein hier?"
Natürlich nicht...
Das Blut hatte sie sich schon von den Lippen gelekt.
Sie war alt genug und vor allem Erfahren genug um nicht Blutverschmiert herum zu laufen, wie eines der Neugeborenen.
Vorsichtig näherte sie sich ihm, durchaus bereit einen Satz zurück zu machen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 1:58 pm

Lien spürte zwar, wie Kortherreth sie unsicher hoch hob, doch nahm sie sich davon nichts an.
Im Gegenteil.
Sie kuschelte sich noch an das Metall der Rüstung, als sei sie warm und schützend.
Das Feldbett in das sie gelegt wurde, war wirklich viel angenehmer als der Boden, aber ihre weinerei und die ganzen Ereignisse des Tages, waren deutlich zu viel für das Mädchen gewesen.
Ihr kleiner Körper machte das alles einfach nicht mehr mit und ließ sie in einen tiefen Schlaf fallen.
"Danke Kortherreth. Ich hab dich lieb,"
murmelte sie, bereits im Reich der Träume verschwunden, nicht mehr wirklich was wahrnehmend.
Kazel hatte ihr sehr weh getan.
Auch wenn sie ihm körperlich so sehr weh getan hatte, hatte er doch wirklich nicht so über reagieren brauchen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 4:42 pm

Kortherreth

Er schaute sich die kleine Elfe an, die sich zuvor an ihn gekuschelt hatte. Er verstand nicht ganz wie sie dazu kam, den er war doch alles andere weich. Nun er überging diesen Gedanken und legte sie nieder. Dann sprach sie diese Worte, die er noch nie vernommen hatte, Noch nie! Ich habe dich lieb... Erstart stand er da, nichts regte sich. Ich habe dich lieb.... Er wirkte wie eine Statue. Was hat sie da gerade gesagt?! Ich habe dich Lieb... Sie hatte etwas ausgedrückt, was Zuneigung bedeutete, Zuneigung die an ihn gerichtet war. Ich habe dich Lieb... Immer wieder kehrten die Worte wieder. Diese Elfe, wieso tat sie das? Wusste sie denn überhaupt wer er war? Er war Kortherreth, Schwarz war seine Rüstung. Doch warum? Weil dann das Blut so weniger sichtbar sein würde. Er war derjenige der Unzählige Elfen auf dem Gewissen haben musste. Er sah sich in der Schlacht. Er inmitten von einem Meer von Leichen, Elfenleichen. Und nichts deutete darauf hin, das er es nicht war, der sie alle auf dem Gewissen hatte, auch wenn er sich dem nicht mehr entsinnen konnte. Und dennoch sprach sie so offenkundig, als wäre es das normalste der Welt: Ich habe dich Lieb! Sein Blick klarte auf. Vor sich die Elfe sehend. Sie hatte sich Ihm den Rücken zugekehrt. Langsam hob und senkte sich der Körper, langsam aber stetig.
Kortherreth torkelte zwei Schritte zurück, und ließ sich auf das Bett hinter sich nieder. Ein kurzes knarren beim Aufprall von Rüstung und Matratze, dann gab das Bett nach: Erst ächzend, dann knackend brach es in der Mitte entzwei. Jetzt saß er ganz auf dem Boden, aber es kümmerte ihn nicht. Der Schock hatte sich noch immer auf seine Seele gelegt, dessen ihm die kleine Elfe durch so einfache Worte verabreicht hatte. Ich habe dich lieb... Warum? Warum sagte sie so etwas?! Er verstand es nicht, er konnte es nicht verstehen. Zum einen entzückte es ihn dermaßen solch schöne Worte zu vernehmen, er verspürte Wärme, es war wohlig warm sogar. Andererseits hatte er diese Gewissensbisse, kalt und Finster ergriffen sie ihn. Diese Unzähligen Toten, die sich in seine Gedanken schlichen, seinen Namen Wut verzehrt, gequält, heulend riefen. ~Kortherreth, ein Monster wie dich kann man nicht lieben.~ In Chören stimmten sie ein und wiederholten die Worte, Mal lauter mal leiser. Er sah sich auf dem Schlachtfeld Mordend, schlächternd.
Langsam erwehrte er sich den Bildern und Gesängen. Seine Hand legte sich auf seine Brustkorb, Da wo ein Herz sein musste verharrte sie. Doch der Aufprall erklang hol, leer. Da war nichts. Er hatte kein Herz. Er hatte keinen Körper. Wie konnte er lieben, wie konnte er geliebt werden? Er klopfte sich nochmals gegen sei Torso. Hohl! Er wiederholte es ein weiteres Mal. Wieder Hohl. Was gab es an ihm zu lieben? Es war absurd. Sein Kopf fiel ihm auf die Brust, der Rote Federkiel umfasste seinen Helm.
Er suchte Freunde, eine Gemeinschaft und war in der Lage sich für sie einzusetzen, doch wenn sie ihm offenkundig ihre Zuneigung sagten, konnte er sie nicht annehmen, verschloss sich ihr, machte daraus solch eine Szene? War es besser die Worte auf sich beruhen zu lassen? Sollte er irgendwas erwidern? Durfte er es überhaupt? Nichts war jemals einfach, aber das hier überforderte seine Welt. Er musste irgendwas sagen. Er musste irgendetwas erwidern. „Danke.“ Mehr konnte er nicht sagen, seine Worte klangen hohl, nicht ganz dahinter stehend, aber dennoch ehrlich, irgendwo....
Er hatte sich entscheiden wie er von nun an mit solchen Äußerungen umgehen würde. Seine Reaktion würde ausschauen, so wie er Kortherreth ist. So wie er sich selber sieht, so wie er handelt. Langsam richtete er sich aus dem Betttrümmern auf. Er schaute sich die Überbleibsel des Ganzen an. Schon wieder etwas zerstört. „Bei den Toten...“ entfuhr es ihm gereizt. Er blickte die Elfe an, dann den Ork. "Ich werde mich um die Aufsicht kümmern." Neutral sprach er die Worte aus. Er brauchte noch etwas mehr Zeit um sich dem Ganzen wie er sich entschieden hatte sicher zu sein. Er schaute sich um. Das fahle Licht half dabei. Für genaue Beobachter dürfte es seltsam sein. Hinter Kortherreth Visier regte sich nichts, keine Farbe. Es war Schwarz. Ober war gerade sie es die da aufleuchtete? Hatte er sich wirklich 'so leicht' von der Schmach, die seine Seele trübte überzeugen lassen nicht liebenswert zu sein? Er brauchte Zeit.
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Toddaeus

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Charakter der Figur
Gesinnung: Schatten
Name: Belphegor
Rasse: Ork

BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 5:51 pm

Belphegor guckte die Rüstung ein wenig irritiert an. Warum stand Kortherreth so erstarrt dort? Gehörte das zu ihm dazu? War das seine Art zu schlafen?
Belhpegor schüttelte sich und steckte die Essensreste weg.
Kurz drauf krachte Kortherreth auf ein Bett das auch sofort unter ihm nachgab. Schmunzelnd versuchte Belphegor nicht laut loszulachen.
Gereizt kam dann die übernahme der Wache und überkam Belphegor wieder eine Müdigkeit, auch wenn seine Wunden schon fast alle geschlossen waren brauchte er noch immer etwas Schlaf. So legte er sich dann auf eins der Betten.
"Viel Vergnügen.", sagte er noch bevor er selbst dann schnell eingeschlafen war.
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