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 Astalor - Bunker

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Lien

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 7:15 pm

Das Danke kriegte sie schon gar nicht mehr mit.
In ihrer Traumwelt, war alles voll mit Bäumen, Blumen und Wiesen.
Überall gab es Tiere, welche nicht entstellt waren und nicht vor Hunger alles anfielen, was sie sahen.
Friedlich asend standen sie da, kauerten oder lagen im Gras, während andere umher tollten.
In der Ferne sah sie Menschen und Elfen, die sich vertraut unterhielten, sich nicht versuchten zu ermorden.
In der andere Richtung gab es solche, die ihre Hände Hilfe suchend nach Lien ausstreckten.
Was wollten sie von ihr?
Wie sollte sie ihnen helfen?
Ihr Drache ... er wirkte viel größer ... stärker ...
Da war sie wieder.
Die Stimme, die sie schon einmal gerufen hatte.
~ Komm zu mir ~
Sie drehte sich um, sah in die Richtung und wollte drauf zu laufen, doch da war auch Kazel.
Sie sah wie er als Kind aussah ... wie er von Leuten verschleppt wurde und geschlagen, wenn er nicht tat, was sie sagten.
Was taten sie denn nur mit ihm?
"Lasst ihn in Ruhe!"
schrie sie die Menschen an, doch sie ließen nicht ab von ihm.
Warum ließen sie ihn denn nicht in ruhe?
Lien lief drauf zu, wollte ihn retten.
Wieder die Stimme, die sie rief.
Verzweifelt stand sie da.
Die Stimme löste eine Sehnsucht in ihr aus, die unausgefüllt bleiben würde, bis sie endlich an ihrem Ziel ankommen würde, doch Kazel war nun wichtiger.
Er hatte sie beschützt, hatte ihr zwar weh getan, mit Worten, aber er war allein.
So allein, wie ein Kind, welches man in der Einöde aussetzte, um es einsam und allein sterben zu lassen.
Er brauchte jemanden, der ihn gern hatte.
Jemanden der bei ihm war, egal was geschah.
Wieder zitterte sie.
Es war ein wenig kalt und sie befanden sich unter der Erde.
Schrecklich.
Sie war viel lieber an der Oberfläche, doch nun...
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Kazel

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 9:46 pm

Kazel hatte nicht einmal mehr die Chance nach rechts zu schauen, als er etwas hörte und diesem Geräusch folgen wollte. Denn gerade, als er den Kopf wenden wollte, wurde er auch schon von den Beinen gerissen. Er wirbelte durch die Luft und spürte einen heftigen Schmerz, als er so ruckartig weggerissen wurde. Er war selbst so überrascht, dass er nicht einmal seine Fähigkeit benutzte um seinen Angreifer außer Gefecht zu setzen. Als er sich dann endlich besann und bereits kleine Funken um seine Hände tanzten erstarb der Zauber bereits wieder, weil er so heftig gegen irgendetwas hartes geknallt wurde, dass ihm erst übel wurde und Sterne vor seinen Augen tanzten. Dann wurde seine Sicht schwarz. Er wollte gerade mit einem heftigen, hämmernden Schmerz in eine Art Ohnmacht fallen als ihn ein neuer schärferer, ja gar brennender Schmerz davon abhielt. Sein Hals stand in Flammen, sein Blut war Lava und mit jedem Pulsschlag brannte sich diese tiefer in seinen Körper. Er schrie laut auf und versuchte sich zu wehren, aber sein Körper gehorchte nicht. Sein Mark erschütternder Schrei zeugte von Schmerz, aber auch von Zorn. Gleich darauf erstarb dieser Schrei und endete in einem kehligen Stöhnen. Schon wieder! Es passierte schon wieder. Er wünschte sich in dem Moment, als er das Bewusstsein verlor, nichts sehnlicher, als im Hauptquartier der Organisation zu sein. Ein Ort, wo selbst er Zuflucht fand…

Peitschenhiebe… Voller Zorn und mit selbstgefälliger Gewalttätigkeit, zerteilen sein Fleisch auf dem Rücken. Der Würgegriff, des Mannes mit dem Handschuh, aus dem seltsamen Material, was offensichtlich keinen seiner Schläge weiterleitet. Atemnot, Schmerz und Hoffnungslosigkeit. Kein Ausweg nur immer währender Schmerz. Keine Zukunft und keine Freiheit… Keine Tränen mehr…

Die Augen. Die Augen eines Mädchens. Eine Elfe. Er kennt sie. Er mag sie. Doch er kann sie nicht am Leben lassen. Sie weiß wer er ist.
Was er ist und sie ist sein Auftrag. Er muss sie töten, um nicht selbst getötet zu werden. Er muss die einzige Person töten, die ihn mag, die ihn akzeptiert. Die ihn nicht für ein Monster hält. Ein halbes Wesen, weder das eine noch das andere. Niemandem zugehörig. Sie sieht zu ihm auf. Sie vertraut ihm. Und muss nun durch seine Hand sterben. Sie schaut ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Blut spritzt ihm ins Gesicht. Seine Klinge tropft… Eine Träne, rollt seine Wange hinab. Die letzte…

Kazel riss die Augen auf. Er wusste nicht, wie lange er ohnmächtig war, aber er wusste, dass es nicht allzu lange gewesen sein konnte, denn das Blut, was sich unter seinem linken Auge sammelte, drang mit jedem Pulsschlag aus der hässlichen Platzwunde. Das Blut fing noch nicht einmal an zu gerinnen. Er hörte Schritte. Schnelle Schritte. Kam Gavin zu ihm geeilt? Er hörte eine Stimme. Hörte eine weiblich Stimme,, die definitiv nicht Gavin gehörte. Er nahm nur sehr verschwommen war, was sie sagte. ‚Helfen‘, ‚Ausgang‘ und ‚allein‘ hörte er sehr deutlich, aber der Rest blieb ihm verborgen. Er versuchte die Augen zu öffnen, doch als er dies Tat, konnte er nur sehr verschwommen sehen. Ihm war schlecht und Schwindlig er hatte Schmerzen und war verwirrt. Er wollte schlafen. Aber er konnte nicht. Nicht jetzt. Wer war diese Person? Hatte sie ihn angegriffen. Er konnte nichts sehen. Er konnte sich nichteinmal aufrichten. Er war vollkommen hilflos.
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Marcella

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 10:01 pm

Der Blick den sie von dem Kerlchen da erntete zeugte nicht egrade von Aufmerksamkeit.
Hatte sie es etwa übertrieben mit dem Durst?
Nein ...
Im laufe der Jahrhunderte hatte sie gelernt, wie viel sie nehmen durfte, doch das Kerlchen hier schien schon reichlich angeschlagen gewesen zu sein, ehe sie ihn sich vor genommen hatte.
Sie kniete sich neben Kazel, tupfte mit einem Tuch über die Platzwunde.
Verdammt ... wenn sie das jetzt versiegelte, wäre es schon ein wenig auffällig.
Vorsichtig legte sie den Arm um seinen Rücken und half ihm auf, wobei sie bewusst nicht all zu viel Kraft ein setzte.
Schließlich sollte sie von Kazel für eine einfache Jägerin gehalten werden, die weniger Kraft als ein Mann hatte.
Das Blut dieses Kerlchens hier war einfach wundervoll gewesen.
Es stärkte sie und das bei weitem mehr, als das eines einfachen Menschen.
Was also verbarg er?
"Ich werde euch helfen. Ganz ruhig. Niemand wird euch ein Leid zu fügen."
Einen seiner Arme legte sie um ihren Hals, um ihn zu stützen.
Na der brauchte wohl erst mal n bisschen Ruhe ehe er sich zutrauen sollte wieder wo hin zu gehen.
Noch brauchte sie ihn.
Sollte er dahinter kommen, was sie war, würde sie ihn leider irgendwo in diesen Gängen verschwinden lassen müssen.
So ein Pech für ihn ...
Was schleicht er auch mit seinem sonderbaren Kumpel hier herum und läuft ihr in die Arme.
Nun jedoch wurde erst einmal braves Mädchen gespielt.
Wie sie das hasste, aber um das Vertrauen eines Menschen zu erlangen, war es wohl nötig.
Hm
Die Mode schien sich auch reichlich geändert zu haben, seit sie zuletzt wach war.
Scheinbar war Mittelalter wieder Trend.
Konnte ihr nur recht sein, bis sie wenigstens ihre anderen Sachen finden würde.
Langsam und Schritt für Schritt, ging sie mit Kazel weiter.
"Ich heiße Marcella. Wie ist dein Name?"
wollte sie wissen.
Ja, wenn sie wollte, konnte sie durchaus nett und lieb sein, doch das war dann eher die Ausnahme.
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Kazel

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 11:16 pm

Kazel wurde erneut bewegt. Er verspürte den Drang sich zu wehren. Er verspürte das Bedürfnis diese Frau von sich zu stoßen, doch er konnte es nicht. Er war zu schwach. Er war sogar so schwach, dass er sie nicht einmal mit einem Stromstoß von sich brachte. Er hing also nun an dieser fremden Person und ließ sich durch den Gang schleppen. Wo war Gavin? Wie weit war er von ihm entfernt? Bei genauerer Überlegung, war er jedoch auch nur ein Fremder, den er nur wenige Augenblicke vor dieser Frau kennen gelernt hatte. Er fühlte sich furchtbar.
Marcella, hieß diese Frau. Nun gut. Er spielte nicht gern mit offenen Karten.
„Ka… Kazuya…“, stöhnte er kaum hörbar und versuchte wieder der Herr seines Körpers zu werden. Sie wollte ihm helfen. Wollte Leid? Niemand wollte ihm leid zufügen? Wie fern konnte man der Realität eigentlich sein? Es gab niemandem, den er vollkommen vertraute. Außer er selbst. Er musste endlich wieder zu sich kommen. Der Kopfschmerz hämmerte gegen seinen Verstand und deformierte ihn völlig. Was sollte er nur tun?
Noch einmal begehrte alles in ihm auf Er nahm seine Kraft zusammen und löste sich von der Person, indem er sie oder besser sich selbst von ihr wegstieß. Er landete natürlich sofort auf dem Boden und verharrte dort. Er sah die Frau argwöhnisch an. Sein Blick klarte auf und er erkannte das Gesicht kaum in der Finsternis. Wer war diese frau, was tat sie hier? Wie kam sie hier her? Egal.
„Lasst… mich…“, stammelte er und rang um Konzentration. Er drückte sich an der Wand nach oben und kam dort zum stehen. Der Kopfschmerz war beinahe unerträglich… Er hielt sich die blutende Wunde und atmete schnell. Sauerstoff. Er brauchte mehr Luft. Nein… Er brauchte Ruhe.
Kazel rutschte an der Wand hinunter und blieb dort sitzen. Er versuchte seine Kraft zu mobilisieren, aber er brauchte einfach mehr Zeit.
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Marcella

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 11:31 pm

Was für ein Dickkopf.
Hier kam sie also mit Engelszungen nicht weiter.
Gut.
Dann anders.
"Pas auf Kazuya ... wennd as dein richtiger Name ist ... "
Marcella lebte bereits lange genug um zu wissen, dass sie selbst eben so wenig jemandem trauen sollte, wie jemand ihr trauen sollte.
"Du hast n mächtigen Schlag abbekommen. Zumindest siehst du aus, als würdest du gleich vor die Hunde gehen. Wenn du keine Hilfe willst, ok, aber du wirst dich jetzt sofort hier hin legen und dich ausruhen. Leg dich nicht mit mir an, das bekommt dir nicht. Du hast ja nicht mal mehr die Kraft dich auf den Beinen zu halten."
Sie ließ ihre Ausstrahlung spielen und versuchte ihn ganz langsam in ihren Bann zu ziehen.
Er hatte einen ziemlich starken ... nun Willen kaum, aber zumindest einen ziemlich eigenen Kopf.
Sie drückte seinen Oberkörper auf den Boden herunter.
So erschöpft wie er war, brauchte sie keine sonderlich große Kraft.
"Deine Wunde muss dir heftige Kopfschmerzen bereiten. Wehr dich nicht. Bleib liegen. Was immer dich erwischt hat, hatte ganz schön Kraft."
Pah... es war ein Kinderspiel gewesen ihn da weg zu zerren und ihn an die Wand zu pressen.
Elektrizität ...
Unangenehm und die Wunden, sofern welche vorhanden waren, heilten verdammt langsam.
Denn noch hätte sie sich davon wahrscheinlich nicht abbringen lassen.
Wieder tupfte sie ihm die Wunde ab.
Etwas wurde zerrissen, dann eine Art Binde um den Kopf Kazels gelegt.
Er sollte nicht zu viel des kostbaren Lebenssaftes verlieren, denn tot brachte er ihr im Moment gar nichts.
"Schlaf jetzt Kazuya .... Schlaf. Ich werde heir über dich wachen ... "
Leise und hypnotisch sprach sie zu ihm.
Er musste zu kräften kommen, um sie heir raus zu bringen und natürlich, um ihr noch einmal als ... Tankstelle zu dienen.
Vielleicht würde sie ihn auch verschonen, wenn sie ein anderes Opfer finden würde.
Die nette Art hatte sie nun gegen eine Bestimmte eingetauscht, die sie für gewöhnlich immer an sich hatte.
Der Gesichtsausdruck war ernst und ließ vermuten, dass sie nicht zum scherzen aufgelegt war.
Kurz sah sie auf, um in den Gang zu spähen, in dem sie nun den Begleiter des Kerlchens hier vermutete.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Do Jun 03, 2010 11:57 pm

Kazel ließ sich berühren. Er ließ sich auf den Boden drücken. Und er ließ seine Kopfwunde versorgen. Warum? Nun, das wusste er nicht so genau, aber es tat unendlich gut. Er wollte schlafen. Er musste sich ausruhen. Wann hatte er das letzte Mal richtig geschlafen? Es war eine Ewigkeit her… Er ließ sich einfach führen. In die Ungewissheit. Er schloss die Augen. Er fühlte sich nicht wohl, aber immerhin fühlte er sich auch nicht in Bedrängnis. Diese Frau wollte ihm nichts böses. Sie sorgte sich um ihn. Sie wollte, dass er lebte. Sie war eine Frau, die ihn akzeptierte. Nun sie wusste offenbar auch nicht, was er war. Ein dreckiges Mischblut unrein und verachtet… Dennoch. Bei dieser Person fühlte er sich sicherer und besser, als sonst wo. Warum? Das konnte er nicht bestimmen.
„Ich…“ er hustete schwächlich und fragte sich, warum er nun tat, was er tat. „Ich… heiße… Kazel…“
Die Worte kamen aus seinem Mund wie zähflüssige Masse. Er versank in einem Schlaf, der zwar nicht übermäßig erholsam war, jedoch seinen Körper und seinen Geist stärken würde. Er träumte. Träumte wieder einmal einen der schrecklichen Träume.

Er träumte von einem Mann. Einem finsteren sehr großen Mann. Dieser Mann fasste ihn grob an und schleuderte ihn in eine Zelle. Er warf ihm einen Dolch zu, der vibrierend in seinem Unterschenkel stecken blieb. Schreie waren unnötig, denn sie wurden sowieso nicht gehört. Blut. Überall Blut und dann ein Szenenwechsel. Er warf einen Dolch. Kazel schleuderte einen Dolch auf diesen großen, bösen Mann. Er verfehlte ihn nicht und traf ihn an seinem rechten Oberarm. Er war zu langsam. Er wollte ihm den Docl in den Rücken schleudern. Doch Kazel war zu langsam. Laut lachend, donnerten die Faust und die Füße auf seinen Körper ein.
Stille…
Szenenwechsel.
Kazel wurde angekettet. Seine Macht wurde auf die Probe gestellt. Elektrizität blitzte durch den ganzen Raum. Seinen angeketteten Gliedmaßen waren bereits schlaff und nur der Wille zu überleben trieb ihm die Blitze aus dem Körper. Keine Tränen. Nur Hass. Unbändiger Hass. Und noch etwas: Angst. Unsagbare Furcht zu versagen und zu sterben. Kazel machte weiter immer weiter und dann…
Szenenwechsel.
Blut. Nicht sein eigenes. Überall Blut. Überall Leichen. Eine schwarze Feder schwebte vor ihm herab. Schwarze Federn… Er der Todesengel stand da. Er hatte sie alle getötet. Er verspürte keine Reue. Nur Zorn und Hass. Er IST der Todesengel.
Stille…

Kazels Traum wurde schwarz. Tiefer Schlaf übermannte ihn. Da war nichts mehr. Keine Alpträume und kein Leid. Er schlief einfach nur und seine Atmung ging ruhig und langsam. Die kurzen Panikartigen Atemzüge wichen dem stetigen Atmen eines friedlich schlafenden Mannes. Wie lange war das her? Zu lange. Kazel konnte sich endlich einmal ausruhen. Die Frau bei ihm musste eine Magierin sein. Nein… sie war ein Engel…
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Jun 04, 2010 2:54 am

Kortherreth

Auch der Ork hatte sich schlafen gelegt. Kortherreth hatte Zeit für sich, Zeit zum nachdenken. Was war das hier für eine Gruppe. Keiner schien dem anderen Trauen zu können. Daraus konnte nichts werden. Es betrübte ihn. Aber es war nicht an ihm die Gruppe zusammen zu halten, es musste aus freien Stücken geschehen, aber dennoch stimte es ihn traurig. Aber das alleswürde wohl nichts werden, spätestens wenn sie hier raus sind aus diesem Bunker. Aber vor allem nicht nach den letzten Geschehnissen hier. Langsam machte er sich daran, worum er eigentlich Zeit verschaffen wollte:er entsann sich der Worte der kleinen Elfe. Ich habe dich lieb...
Kortherreth wollte schon immer geliebt, akzeptiert werden. Jetzt sah es so aus, als würde wer für ihn freundliche Gedanken hegen und dann fiel er so in sich zusammen... Er verstand es nicht. Seine Gefühlswelt war ein einziges Chaos. Er musste sich neu ordnen. Soviel Zeit war vergangen, als er das letzte Mal unter 'Lebenden' war. Er selbst war nichts lebendiges, er war eine Rüstung, eine Rüstung die nicht lebendig sein konnte, nein, sie besaß nichts was etwas lebendiges ausmachen würde. Nur etwas was sie bewegen sollte, eine Seele, nein in Wahrheit sogar zwei. Kortherreth sprach sich selber ab, etwas lebendiges zu sein.
Er rief in Gedanken nach Alaztrazas. Stille... Unendliche Stille. Der Drache regte sich nicht. Empfand er etwa genauso wie die anderen Stimmen? Aber warum war er eigentlich da? Hasste er mich etwa auch? Nochmal rief er nach ihm. Keine Antwort. Stumm stand er in der Mitte des Raumes unterhalb der Lichtkugel. Also musste er alleine mit diesem Gefühl zurecht kommen. An sich fand er nichts falsches daran. Es war schön, sehr schön sogar, ohne das er wirklich bestimmen konnte warum. Aber wieso wollte dann etwas in ihm aufbegehren und ihn aufhalten, nein sogar dafür züchtigen das er diese Gefühle hegen wollte? Nochmals wollte er sich der Schönheit der Worte hingeben, doch wieder riefen die Stimmen. Lauter. Naher. Es erfüllte ihn mit Schmerz und Angst sie zu hören, diese tosenden, hasserfüllten Stimmen wenn er sich danach sehnte diesem schönen Gefühl nachzugeben. Doch es sollte schlimmer kommen: Gab er sich der Einsamkeit in seinem inneren hin war es, als würde die Stimmen sich daran ergötzen, es lieben... ES LIEBEN.... ihn quälend vor ihnen zu sehen. Die Stimmen verhallten im dunkeln Nichts, in der Schwärze, als wollten sie sagen, das dies genau das sei, was ihm vorbestimmt sein sollte. Liebe dürfte er nicht erfahren, geschweigeden verspühren.
Ein Gesicht blitze vor seinem inneren Auge auf: Blaue Augen, faszinierend und rein, ihn musternd und liebevoll anschauend. Langes braunes Haar umspielten ihren zarten Gesichtszüge, rahmten es ein und verliehen ihr einen erhabene Eleganz. Sein Blick viel auf ihre Lippen. Ein leichtes Rosa zierten sie in einem reinen Schwung. Ihre Lippen lagen aufeinander und zauberten ein Lächeln, ein besonderes Lächeln, eines was nur einer Person gelten sollte, einer Bestimmten, und niemand anderem. Feine Grübchen bildeten sich auf ihren Wangen bei diesem wunderschönen Lächeln... Er wolte nach ihr greifen, sie erspühren ihre Wärme halten....
Gellender Schmerz heulte auf, brennend, stechend, durchtrieben. Kortherreth spürte wie sich die Dunkelheit um diese wunderschöne Bild legen, es verzehren wollte, sich daran larbe,n seinen Gedanken entreißen, es in unerreichbare Ferne drängen. Es wirkte als hätten ihm die Stimmen dieses Bild aus seinen Erinnerungen gezeigt um ihn jetzt damit zu peinigen. „Kahlan...“ Kortherreth flüsterte den Namen, er hauchte ihn aus, als wäre kein weiteres Wort es mehr Wert ihn zu verlassen, als dieses.
Langsam schwand die Erinnerung an ihr Ausschauen aber der Name blieb: „Kahlan...“ Trauer führte seine Stimme, leise und schwer. Er hätte weinen können nicht unter dem Schmerz, den er verspürte, den ihm die Stimmen zuführten lachend und reißend, sondern wegen dem Verlust, dem Verlust von Liebe, dem Verlust dessen, was ihm so wichtig war. Denn jetzt wusste er wieder was Liebe war, was für ein Gefühl es war, was es bedeutet zu lieben... und geliebt zu werden. „Warum... Warum tut ihr mir das an? Was habe ich euch getan?" Er schrie die Worte in sich hinein, wieder und immer wieder. Er konnte nicht mehr, fühlte sich gebrochen. Weiter griff die Dunkelheit nach ihm. Er fiel auf die Knie. Die Pranken knallte vor ihm auf den Boden, rissen sich in den Beton und hinterließen krazend ohne Rücksicht tiefe Furchen. Sie zerdrückten die Steinbrocken und ließen nichts zurück außer Staub. Prasselnd fielen die Tentakeln dem Boden entgegen.
Kortherreth wollte sich der Dunkelheit hingeben. Sie verhieß keine Schmerzen, auch wenn es bedeutete alleine zu sein. Vielleicht würde er so seine Kahlan wieder erhalten den Gedanken an sie, die Liebe für sie und durfte diese Gefühl auskosten. Kahlan....
Etwas kam ihm vertraut vor an dieser Szene, als hätte er sie schon einmal, nein sogar häufiger durchlebt und hätte daraufhin grässliches getan. Aber es war ihm egal. Gänzlich egal. Er wollte in diese Dunkelheit. Warum eigentlich? Er wusste es nicht mehr. Aber er meinte ein schönes Gefühl damit verbinden zu können. Kahlan war es, dessen Name er damit verband. Ein liebevoller Name wie er fand. Es musste eine schöne Frau sein, die diesen Namen ihr eigen nennen durfte. Langsam wollte er weiter der Dunkelheit zusagen weiter und weiter in sie hineinkriechen und sich dort verbergen.
Etwas vertrautes trat von außen an ihn heran. Es war ein Schrei, zwar war es nicht der laut, den er erkannte, aber die Stimme, die er damit verband. Etwas rüttelte an seinen Gedanken. Helfen... Er musste Helfen... Das war es, was das rütteln wollte. Die Dunkelheit schwand, die Leere, die sich ihm eröffnen sollte, ließ nach, ging aber nicht völlig. Lauernd lag sie in da, wie in einer schwarzen Ecke. Schwaches Licht drang an seinen Blick, darunter dieser Schrei. „Diese Stimme...“ Kortherreth erhob sich, ging einen Schritt nach dem anderen, schwerfällig. Er griff nach hinten und zog sein Schwert aus den Armen seiner Tentakeln. Die Schlaufe fiel gegen seinen Rücken, Hohl prasselte Metall auf Metall. Über den Boden schleifend ließen sie sich mitziehen. Helfen... dieser Schrei heißt, ich muss helfen. Klarer wurden sein Verstand. Wer schrie da eigentlich? Er überlegte. Langsm kroc die Erinnerung in ihm hoch: Kazel, es war Kazel , der da schrie, doch warum? Es war ein Schrei aus Schmerzen und Zorn. Sein Bild zuckte kurz vor ihm auf. Starr blickte er in die Dunkelheit aus dem es hallte. Er konnte nichts sehen, doch er wollte, nein er musste. Langsam kam seine Bewegung zum stehen. Es wäre fatal sich in die Dunkelheit zu begeben, nicht weil er übermannt werden könnte, das wäre sogar noch der beste Fall, sondern weil an ihm vorüber Gegangen werden könnte, ohne das er es merke. Dann wären die anderen ohne Schutz... . Die Anderen... Langsam tauchten Liens und Belphegors Namen auf und dazu ihr Aussehen. Er erinnerte sich an sie. Er drehte sich um und sah die Lichtkugel. Schnell trat er auf sie zu, stolperte sogar fast über seine eigenen Gliedmaßen die dort auf dem Boden verteil herumlagen, kam ins Straucheln, fing sich aber wieder. Dann griff er nach der Lichtkugel. Sein Griff ging ins Leere. Die Kugel verharrte an Ort und Stelle regte sich nicht. Er blickte sich weiter um. Es gab noch eine zweite Lichtquelle. Vielleicht hätte er da mehr Erfolg. Er ging auf sie zu. Der Schrei war schon längst verstorben. Er griff über die Tür zu dem Licht. Er packte zu. Etwas zerplatzte in seiner Hand. Das Licht verschwand. Kleine Scherben waren es, die sich noch in seiner Handfläche befanden. Er zerdrückte sie in seiner Faust. Knirschend verließen Geräusche die Stelle. Es war hoffnungslos. Was sollte er tun? Er blickte wieder zum Gang, in dem Kazel verschwunden war. War nicht noch wer bei ihm gewesen? Die Reste aus seiner Pranke ließ er zu Boden fallen, sofern sie sich von ihm lösten. Es kümmerte ihn aber auch nicht weiter. Es war an ihm irgendetwas zu unternehmen. Er lief zurück zum Gang. Schreien nach ihm sollte er nicht. Wenn etwas anders dort war, würden sie nur Aufmerksam auf ihn und den Rest werden. Sollte es jedoch dieser Gavin gewesen sein, würde er ihn vernichten. Keinerlei Wut regte sich in ihm. Er war überlegt und kühl, aber letztendlich verspührte er nichts. Schwärze prägte sein Blick, alles was es sah schier in sie hineinsaugend. Er besetzte Posten direkt neben dem Gang, hob sein Schwert henkersgleich und wartete... wartete bis wer hindurchkam.
Seinen Großteil der Aufmerksam überließ er der Bewachung, den Rest schenkte er seinen Tentakeln, die nochimmer im Weg hrerumlagen. Er konnte sie nicht zum aufstehen bewegen, aber zumindest aus dem Weg schaffen konnte er sie. Langsam ließen die Fühler es zu, sich selbst unter dem Willen Kortherreth aus dem direkten Sichtfeld des Ganges zu entfernen, legten sich sogar hinter ihm ab und erschlaften dort wieder. Dann war alle Aufmerksamkeit wieder auf den Gang gelegt.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Jun 04, 2010 10:31 am

Belphegor lag seelenruhig in seinem Feldbett und bekam nichts mit, nicht mal den Schrei von Kazel. Selbst als Kortherreth lärmend auf den Boden fiel wachte er nicht auf.

Belphegor befand sich auf einem kleinen Hügel. Er war noch jung, vielleicht waren es zehn Sommer. Für sein Alter war er schon groß.
Andere Orks stürmten lachend und schubsend auf ihn zu. Wiederrum andere rollten grade den Hügel hinunter. Alle hatten blaue Flecken, Schürfwunden und auch ein paar Schnittwunden.
Die Erwachsenen und Alten Orks gingen ihren Alltäglichen Arbeiten nach und schauten teilweise zu. Einigen Alten sah man die Sehnsucht nach der Jugend an, damals hatte er diesen Blick nicht verstanden.
So stand Belphegor dort und schubste einen Neuankömmling grade wieder den Hügel hinunter als sich von hinten zwei weitere Orkkinder auf ihn stürzten. Er ging zu Boden, nach einige Sekunden lag er auf den Rücken und hatte seine Füße so in Position gebracht um einen von beiden wegzuschleudern - es war Jargos, sein guter Freund der so runterflog. Den zweiten, das war Ormus, hatte er so von sich runter geschubst. Nun standen die beiden grad wieder auf den Füßen.
Belphegor sah seine Position hier oben gefährdet, dies war sein Hügel und er war schon lange 'Herscher des Hügels'. Mit einem Schrei sprang er nach vorne und schlug die Arme von Ormus beiseite. Packte ihn an den Schulter, verpasste ihm eine Kopfnuss und schubste ihn den Hügel hinunter.
Es dauerte nur wenige Sekunden bis das die nächsten Spielkameraden bei ihm waren. Es waren sieben, sie hatten sich dieses mal wohl abgesprochen. Sie lernten dazu und so wurde es eine Herausforderung. Freudig brüllte er den anderen entgegen. Die auf Belphegor zustürmenden Orkjünglinge blieben stehen. Selbst Belphegor war etwas überrascht. Sein Schrei war brutal und laut, lauter als sonst für einen Jüngling. Einige Erwachsene, Ältesten und auch der Klanführer mit der Schamanin beobachteten das Spiel nun.
Belphegor hatte sich zuerst aufgerappelt und verpasste dem nächsten Orkjüngling einen Kinnhacken, mit dem dieser dann in einem Hohen Bogen nach unten befördert wurde. Drei flohen schnellstens ins Zeltlager. Und so blieben ihm noch drei Gegner, Hark, Asmark und Lorgan. Sie waren schon immer schlau gewesen und hatten Belphegors 'Herschaft' über den Hügel schon seit langem ins Auge gefasst. Sie schienen sich sehr Siegesicher, aber es kam auch keine Unterstützung mehr, die anderen Orkjünglinge zogen sich zurück oder blieben einfach aus erschöpfung liegen.
Knurrend schaute er sich die drei an, sie wollten sich grade um ihn herum aufstellen. Bevor sie allerdings eine richtige strategische Position hatten warf Belphegor sich auf Lorgan - er war der Kopf von den dreien - und nach einem kurzen Faustkampf hatte Belphegor die Oberhand gewonnen. Lorgan rollte sich den Bauch haltend den Hügel runter.
Hark und Asmark sprang beide Zeitgleich auf seine Flanken los. Belphegor machte einen Schritt nach vorne und Packte Asmarks Arm. Mit einem kurzen Ruck hatte er diesen über seinen Rücken den Hügel hinunter geschleudert. Nun blieb nur noch Hark. Er war kräftig und einer der besten Ringkämpfer.
Nur einen Augenblick wartend stürzten sich beide Kontrahenten aufeinander. Sie hatten beide die Arme um den Oberkörper des jeweils anderen geschlungen. Beide wollten den anderen aus dem Gleichgewicht bringen, aber es ging nicht so schnell wie es sich die Kontrahenten gedacht hatten. Es dauerte einige Sekunden in denen Hark sichtlich mit der schieren Größe von Belphegor zu kämpfen hatte. Und so gewann Belphegor auch. Mit einem Knurren packte er Hark an den Seiten und schubste ihn von sich fort. Sofort sprang Belphegor nach vorne und rammte seine Schulter gegen Hark und dieser rollte dann auch den Hügel hinab.
Belphegor schaute sich um und sah das alle die noch da waren als Zuschauer unten vorm Hügel standen. Brüllend genoß Belphegor einen weiteren Sieg. Einige Orkjünglinge brüllten mit ihm, andere wiederrum guckten ihn erbost an und die drei Feiglinge bekamen grad von ihren Eltern eine Standpauke. Mit eingeschüchterten Blicken bekamen sie einige Ohrfeigen. Sie blickten kurz zu Belphegor als deren Eltern ihn als die Zukunft der Orks bezeichneten.
Später am Tag saß Belphegor mit seinem Vater bei dem Klanführer und diese Sprachen über die Zukunft


Nun wurde es Schwarz und er schlief einen noch ruhigeren Schlaf.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Jun 04, 2010 7:41 pm

Lien hatte eine Tiefschlafphase erreicht, in der sie nichts mehr wahr nahm.
Weder das zerbrechen des etwas, welches Kortherreth als Lichtquelle versucht hatte mit sich zu nehmen, noch das irgendwas zu Boden gefallen war.
Lediglich Kazels Schrei, baute sich mit in ihre Träume ein.
Sie sah, wie er gepeinigt wurde, mit der Peitsche.
Sie begann zu verstehen was mit ihm los war.
Wenn das, was sie gerade träumte, sein Leben war, musste sich niemand wundern, dass er so war, wie er sich gab.
Ein Leben voller Schmerz und Pein.
"Was hat er euch denn getan das ihr ihn so quält!!! Lasst ihn in RUHE!!!"
schrie sie, doch scheinbar hörte niemand sie.
Es schien, als sei sie in die Vergangenheit gereist.
Da war sie wieder ... die Stimme.
"Bitte ... warte auf mich. Ich komme ganz bestimmt zu dir. Ich WILL zu dir, aber er braucht mich jetzt,"
antwortete sie der Stimme, welche sie rief.
Wieder musste sie mit ansehen, wie Kazel einen nach dem anderen, der versuchte ihm ein wenig Liebe entgegen kommen zu lassen, von sich stieß.
Niemand konnte ihn lieben, denn er ließ es nicht zu.
Der Gedanke er selbst sei ein Monster, ließ es einfach nicht zu.
Wie sehr er darunter leiden musste.
All die bösen Worte, die er ihr entgegen geschmissen hatte, waren nun egal.
Wenn das wirklich sein bisheriges Leben war, geprägt von Leid, auszuführenden Befehlen und Mord, würde sie es ihm alles verzeihen können,
wenn gleich seine Worte schmerzten.
Sie würde ihn suchen müssen, ihn finden und ihn um Verzeihung bitten.
Aus irgendeinem Grund, war sie sich sicher, dass dies seine Vergangenheit gewesen war.
Der Traum verschwamm und ließ sie von den Ereignissen der zwei Tage weiter träumen.
Ruhig lag sie da, gönnte ihrem Körper die dringend nötige Erholung.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Jun 04, 2010 10:52 pm


[Gavin]

Das Ding war zu schnell. Viel zu schnell!
Es sauste durch seinen Sensorradius, schnappte sich Kazel und war verschwunden.
Einfach weg!

"WAS ZUM...!"

Mehr brachte Gavin nicht raus.
Er versuchte sofort, alles zu memorieren, was er gespürt hatte...

Grösser als eine Ratte, viel zu schnell. Die Richtung... aus der Kälte, Richtung Wärme. Richtung Beute... Die Urmutter der Ratten? Oder was ganz anderes? Kazel suchen! Alleine wirds eng!

Dann beruhigte er sich wieder ein wenig. Er war Mant. Mantikbegabte waren nie allein. Dennoch, Kazel war in Gefahr! Und selbst wenn der Halbdämon sich nicht wirklich kollegial verhielt, so war er doch ein Teil der Gruppe, mit der er praktisch gezwungenermassen reisen musste. Ausserdem... Jemanden zurückzulassen hinterliess einen schlechten Nachgeschmack. Und das mochte er überhaupt nicht.
Er musste zurück, zu Kazel! Der Blitzeschleuderer hatte vielleicht nicht einmal Zeit gehabt, um irgendwie zu reagieren...
Und es musste schneller gehen!

Gavin brauchte weniger als eine Sekunde, um nach gutem Abwägen zu entscheiden, dass er seine Konzentration gut investierte. Er vergrösserte seinen Sensorbereich massiv, um im Echolotverfahren durch die Dunkelheit rennen zu können. Der Radius, gute acht bis zehn Meter, reichte aus, um den Gang zurücksprinten zu können. Er kannte den Weg ja bereits. Nach wenigen Minuten hörte er die Stimme Kazels, schwach nur, und es hörte sich ein wenig lallend an, aber zumindest nicht wie ein Kampf. Dennoch war der Dussack fest in Gavins Griff, und sein Geist, von unzähligen Details malträtiert, wurde immer noch auf die für einen Durchschnittsmanten wohl tödliche Reichweite von 9 Metern ausgedehnt. Er war froh, dass er ihn gefunden hatte, ein wenig länger, und er hätte höchstens noch drei Meter aufrecht erhalten können. Allerhöchstens.
Aber wer war da bei ihm? Kazel war nun in Tastweite, und er lag auf dem Boden, eine andere Gestalt - eine Frau - schien sich... um ihn zu kümmern. Das in ihrer Hand war der gleiche Stoff wie der ihres Kleides, aber irgendetwas an der Konsistenz des Stoffes störte ihn... Egal!

"Kazel! Den Ahnen sei dank, da bist du ja!"

Er rannte zu Kazel und tat so, als hätte er die Dame nicht bemerkt, bis er bei ihnen war. Der Dussack war zwar noch in seiner Hand, aber der Griff war nachlässig und die Stellung für Angriffe aller Art offen. Das Biest würde ihn aber nicht nochmals überraschen können... Er hatte den Radius zwar der Vorsorge halber auf geschätzte fünf Meter reduziert, aber das reichte, um sich noch ducken zu können.

"Und ihr seid? Egal, ihr scheint euch um Kazel gekümmert zu haben, ich danke euch vielmals! Aber seid vorsichtig, hier scheint neben Ratten auch noch gefährlicheres Getier zu hausen... Hey, Kazel? Lebst du noch? Du bist doch der Kaltblütige von uns beiden, also geh mir hier jetzt nicht drauf! Was hast du überhaupt?"

Er liess den Halbdämon nicht zu Wort kommen, sondern stützte sich auf seine Abtastfähigkeit. Er wurde das Gefühl nicht los, dass er sie definitiv zweckentfremdete. Es war nützlicher als er es sich je hätte träumen lassen. Naja, er hatte auch noch nie in absoluter Dunkelheit rumkriechen müssen... In einer Ruine voller mutierter Ratten!

"Ouf, das scheint nur eine Platzwunde zu sein, dein Schädel ist in Ordnung. Keine Brüche, nicht mal eine Haarriss. Den Dickschädel hast du wohl vom Vater?" Dummer Witz, musste sein... "Ich hab mir echt Sorgen um dich gemacht..."
Er hatte während seiner Analyse ständig den Gang im Auge, er wollte ja nicht angefallen werden. Zu spät ging ihm auf, dass die Dame vielleicht etwas seltsam finden würde, dass er hier Expertisen durchführte, ohne das Objekt der Betrachtung zu betrachten. Egal, das hatte Zeit. Aber dennoch...
"Tut mir leid, ich habe mich nicht vorgestellt. Mein Name ist Gavin, und ich war bis vor ungefähr drei Minuten an der Seite dieses Mannes... Dann ist so ein Viech vorübergehuscht und hat ihn geschnappt. Ich bin froh, dass er noch lebt, vielleicht sind Leute wie er einfach ungeniessbar..." Er musste schmunzeln. Immer in den am wenigsten geeigneten Momenten zeigte sich seine ironische, manchmal auch sarkastische, morbide oder galgenhumorische Ader, hoffentlich kriegte Kazel das nicht in den falschen Hals... "Wir haben Wasser gesucht... Unsere Vorräte gehen zu Neige. Ihr habt nicht zufällig eines dieser metallenen Rohre gesehen, die man als Quellen missbrauchen kann?"

Wer weiss, die Hoffnung stirbt zuletzt...
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Marcella

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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Fr Jun 04, 2010 11:54 pm

Ein sanftes Lächeln, legte sich für einen kurzen Moment auf ihre Lippen, ehe Kazel ins Land der Träume entwich.
Seine schlechte Träume konnte sie ihm sicher nicht nehmen, aber sie konnte ... sie konnte bei ihm bleiben.
Hatte sie ja ohnehin vor.
Ihre Beute erst einmal schön im Auge behalten und dafür sorgen, dass er nicht unnötige Risiken ein ging.
Sein Blut war was besonderes.
Sowas gutes hatte sie zuletzt im Mittelalter bekommen, als andere Humanoide Wesen nicht einfach nur Legenden waren.
marcella lies sich dazu herab, ihm zärtlich über den Kopf zu streicheln.
Nicht weil sie vielleicht etwas für das Kerlchen hier empfand, sondern lediglich um ihm das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben.
Das vereinfachte oftmals vieles.
Gerade wollte sie sich so hin setzen, dass sie seinen Kopf auf ihren Schoß nehmen konnte, als auch schon sein Gefährte erschien.
Marcella musterte den Neuankömmling genau.
Schließlich wollte sie nicht gleich auffliegen und der Kerl hier benahm sich durchaus merkwürdig.
Sie legte einen Finger auf den Mund.
"Leise. Er schläft. Sein Körper muss sich erholen und auch sein Geist braucht Ruhe,"
gab sie dem scheinbar in einem Redefluß schwimmenden Gavin zu verstehen.
"Mein Name ist Marcella. Ich habe seinen Schrei gehört. Keine Ahnung was ihn angefallen hat."
Das ewige Leben, hatte durchaus seine Vorteile.
Man lernte zu Lügen ohne Rot zu werden.
Sie war blass, aber rot konnte sie durchaus werden.
Schließlich schlug das Herz noch und es gab einen Kreislauf in ihrem Körper, den sie schon aus Gewohnheit aufrecht erhielt.
Man wusste nie, wann man einen neuen Vampir erzeugen wollte oder einem ein potenzieller Vampirjäger auf den Hals gehetzt wurde, wobei die meisten dumm genug waren, zu glauben, das Herz eines Vampirs könne nicht mehr schlagen.
Nur durch diesen Irrglauben haben viele ihrer Art überlebt.
"Und ihr seid?"
Ihr Gesicht war wie immer ernst.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Jun 06, 2010 4:34 pm


[Gavin]

"Wie gesagt, mein Name ist Gavin, erfreut, Euch kennen zu lernen. Ihr müsst entschuldigen, ich versichere euch, die Situation ist für mich genau so... verwirrend wie für Euch. Aber Fakt ist, dass wir hier nicht sicher sind, dieses Viech könnte jederzeit wieder auftauchen... Seid ihr auch aus Versehen hier unten gelandet? Wir sind eine kleine Gruppe, die den Weg nach draussen sucht, aber das ist bei diesen Ruinen nicht wirklich leicht..."

Gavin wusste, er hatte nur das absolute Minimum verraten, aber er war in Eile, sie mussten schnell zurück. Safety in numbers. Aber eine Warnung war er der Dame schuldig.

"Ich denke, Ihr werdet uns als einen ziemlich bunt zusammen gewürfelten Haufen empfinden... Hey, Kazel! Jetzt steh doch auf, oder hast du etwa vor, hier ein Nickerchen zu machen?"
Er stutzte. Dann stupste er Kazel mit der Spitze seines Schuhs an. Ein leises Geräusch war zu vernehmen, dass eine verblüffende Ähnlichkeit mit einem Schnarcher hatte.
Gavin wusste nicht, ob er wütend sein, verzweifeln oder einfach nur laut lachen sollte.

"Bei den Ahnen, der schläft ja tatsächlich!"

Er schüttelte schlussendlich nur den Kopf, packte den Halbdämon huckepack, der wie ein Baby zu schlafen schien, und schleppte ihn die ersten paar Meter in Richtung der Gruppe.
Kämpft mit einem Biest um Leben und Tod und hat dann den Nerv, einfach einzuschlafen! So ein... ein... Hornochse!
Er war auch hundemüde, ausgelaugt und total am Ende seiner Kräfte, stolperte nunmehr eher Blind als Allsehend durch die Gänge; nur die Münze, die er in weiser Vorraussicht präpariert hatte, würde ihn wohl noch auf dem rechten Pfad halten.

"Ich würde euch raten, uns zu folgen. Hier unten ist es wirklich sicherer, wenn man sich in grösseren Gruppen bewegt. Unser Zweiergespann war ja offensichtlich immer noch gefährlich genug... Und wegen einem weiteren unerwarteten Gast wird sich wohl niemand mehr aufregen, die Rolle hab ich schon übernommen..."

Er lächelte nach hinten, wo er die Dame vermutete. Eine blödsinnige Geste, sie sah garantiert nicht mehr als er auch... also praktisch gar nichts.
Immerhin konnte sie, wenn er weiter so redete, seiner Stimme folgen.

Dafür werde ich wohl nicht nur total ausgelaugt und mit der Konzentration am Ende sein, sondern auch noch heiser...
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Jun 06, 2010 8:24 pm

Dieser Mensch redete eindeutig zu viel, dafür jedoch, gab er ihr Informationen, mit denen sie was anfangen konnte.
Oh es erfreute sie sicherlich, dass es heir noch mehr ... Menschen (?) gab.
"Ja, ich habe geschlafen. Als ich auf wachte, war ich hier unten. Ich weiß nicht wie ich hier her kam."
Sie betrachtete Gavin, befand dann aber, dass er nicht wirklich ihren Interessen genügte.
Er war sonderbar und sonderbare Menschen, beherrschten für gewöhnlich irgendwelche komischen Dinge.
"Er ist erschöpft und braucht dringend Ruhe."
Na wunderbar.
Das Kerlchen hielt sich alsio auch noch für so ziemlich unkaputtbar, was das rein Körperliche an ging.
Dabei verriet sein Herzschlag, wie anstrengend es für ihn sein musste, sich selbst auf den Beinen zu halten und dazu Kazel zu tragen.
"Lasst mich euch helfen. Ich werde seine Arme nehmen und ihr die Beine. So ist die Last für euch nciht all zu Groß Gavin."
Sogleich packte sie um Kazels Brust, zog ihn zurück und lies Gavin die Beine halten.
Das er nicht sah, was Marcella im Dunkeln hinter ihm tat, kam ihr nur zu Gute.
Sein Lächeln sah sie natürlich.
Menschen waren so leicht ein zu wickeln.
Sie vertrauten viel zu schnell.
Vielleicht aber, war das auch nur eine Masche?
Nun wenn sie am Ziel ankämen, würde sie es sehen.
"Einen Ausgang suche ich im Übrigen auch. Es wäre sehr nett, wenn ich mich eurer Gruppe anschließen dürfte."
Natürlich wäre es nett, solange sie ihr keine Faxen machten und sie zu einer Stadt oder einem Dorf führen würden, in dem sie ihr Unwesen treiben könnte.
Vielleicht würde sie es sogar schaffen, den ganzen Weg über nicht auf zu fallen, auser ... sie kämen ausgerechnet in der prallen Mittagssonne zum Ausgang.
In diesem Fall, müsste sie die Gruppe unter einem Vorwand verlassen und allein zurecht kommen ...
Sofern dann noch alle lebten.
Nach einer Weile des Umher irrens, sah man aus einem Raum einen schwachen Lichtschein.
Waren sie nun am Ziel?
Nirgendwo sonst, hatte sie Licht gesehen.
Ja, zweifellos mussten sie am Ziel sein.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   So Jun 06, 2010 9:51 pm

Kortherreth

Zeit verstrich. Seine Postion nicht ändernd stand die schwarze Rüstung einer Statue gleich mit erhobenem Schwert dar. Es gab nichts, was sein Interesse auf sich zog, einzig seine jetzige Aufgabe des Aufpassens zog ihn in seinen Bann. Einzig ein lautes Schnarchen durchströmte den Raum. Es war monoton, hatte keine besonderes Muster, änderte sich aber abrupt und wurde ruhiger.
Irgendwann ertönten Stimmen, es waren zwei: Männlich sowie weiblich. Die eine erkannte Kortherreth als die von Gavin, die andere war unbekannt. Um wen könnte es sich handeln? Eine Gefahr würde mit Sicherheit von dieser Frau ausgehen. Es gab keine Anzeichen dafür, doch bislang hatte jede Person die auf diese Gruppe traf, Gefahr mit sich gebracht. Also würde es hier keine Ausnahme geben. Sie gingen langsam und ihre Schritte waren schwer. Wo würde sich Kazel befinden? Bislang hatte er seine Stimme nicht vernommen und auch seine Schritte waren nicht zu hören, dafür schienen die von Gavin schwerer, als zuvor. Die Schritte der Frau waren nicht zuzuordnen. Sie beide waren noch ein gutes Stück entfernt, demnach hatte Kortherreth mehr als genug Zeit. Die erste Aufgabe war erfüllt. Ein spontaner Überfall wäre ab jetzt nicht mehr möglich gewesen. Jetzt konnte sich um die te Aufgabe gekümmert werden, seine verdammten Tentakeln. Schlaf lagen sie auf dem Boden, regten sich nicht, gaben keinen Laut von sich. Kortherreth sandte seine Gedanken zu ihnen aus. Gebieterisch war sein Wille und er würde ihm diesen jetzt aufzwingen. Zuvor hatte er ihre Aufmüpfige Art mit einem schiefen Lächeln hingenommen, es hatte irgendwo eine ironische Art. Jetzt hingegen wäre damit Schluss.
Er machte sich auf den Weg in seine innerste Gedankenwelt, denn er wusste genau, wen er dafür anzusprechen hatte. Ehe es dazu jedoch kommen sollte, hatten die Tentakeln sich geregt. Sie wirkten fast wir räudige Kinder, die Angst hätten vor der bevorstehenden Strafe. Kortherreth war es nur recht. So würde er sich unnötige Worte ersparen.
Die Schritte waren naher gekommen. Jetzt war es an Kortherreth langsam in Aktion zu treten und endlich zu erfahren, was vorgefallen war. Doch zuvor würde er sich seiner vollen Kontrolle über seinen Körper vergewissern. Hart und ohne Rücksicht verteilte er seine Gedanken, seine Befehle, an seine Auswüchse. Widerstandslos gehorchten sie. Kortherreth strahlte kalte Autorität aus. Kortherreth drehte das Schwert seitlich nah hinten, hielt es so, wie er es für gewöhnlich auf seinen Reisen tat dann wartete er einen weiteren Moment. Die Schritte näherten sich weiterhin, jedoch waren die Stimmen verstummt, als würden sie auf irgendetwas warten, vielleicht dem erreichen des Ziels. Der Zeitpunkt war angelangt. Der Schrittnähe zufolge müsste der erste bald die Tür erreicht haben, es waren die Schritte von Gavin. Schattengleich drehte sich der stählende Koloss in die Tür hinein Gavin den Weg versperrend, einen schritt auf ihn zu bewegend, ihm seine linke Pranke auf dessen rechte Schulter legend, zum stehenbleiben anhaltend. Er ließ einen leichten Puffer zu, damit die abrupte Bremsung nicht in einem Straucheln des Gegenüber endete. Das Schwert in der Rechten fest umklammernd schaute er sich ruhig die Situation an: Gavin trug die Beine von Kazel, der gerade wohl am schlafen war, während dessen Oberkörper von einer Frau gehalten wurde. Links und rechts wanden sich die Tentakeln an Kortherreth vorbei, legten sich vorsichtig um Kazels Körper und hoben ihn in einer Trage gleich aus den Armen der Beiden. Die eine hatte sich um seinen Oberkörper geschlängelt, seine Arme an den Torso gepresst. Der Kopf der Tentakel drehte eine kleinen Teller, welcher sich unter Kazel Hinterkopf schob und diesen stützte .Die andere Tentakel legte sich um seine Beine und schob sie vorsichtig zusammen. Als Stütze formte auch diese einen Teller und legte sich unter Kazel Gesäß. Einem genauem Beobachter dürfte auffallen, das alle scharfkantigen Stellen, welche zuvor starr wie eine Klinge waren, jetzt vom Körper leicht wegbogen waren. Sich der vielen Worte sparend, fragte er nur kurz und prägnant, ohne eine Regung der Sorge um Kazel in seiner tiefen Stimme. : „Was ist hier Vorgefallen? Und wer seit Ihr? Sein schwarzer Blick wanderte auf die junge Frau zu und schaute ihr in die Augen. Zeitgleich brachten die als Trage ausgenutzten Fühler Kazel ohne ihn in seiner Lage zu verdrehen in das knapp 4 Schritt entfernte Bett, legten ihn dort ab und entfernten sich von ihm ohne eine Spur zu hinterlassen. Kortherreth ging derweil einen weiteren Schritt auf die beiden zu, Gavin ein weiteres Stück zurückdrängend. Im Rücken erschienen wieder seine Auswüchse.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Jun 07, 2010 9:59 am

Es war ein wohltuendes Gefühl von der tiefsten Dunkelheit zurückzukehren. Das tiefe Nichts löste sich in einem Funkenregen aus weißem Licht auf. Doch so schön diese Empfindung auch war, so schrecklich wurde sie auch gleich wieder. Kazel erkannte die Szene nicht sofort. Erst nach einigen Augenblicken merkte er, wo er sich befand, und unter was für umständen. Der große, hässliche, böse Mann stand vor ihm und lächelte sein bösartiges Grinsen. Kazel glaubte, dass dieser Mann sehr an seinem Tod interessiert war. Außerdem mochte er es ganz offensichtlich andere leiden zu sehen. Kazel Spürte, wie er von den Gurten an seinem Oberkörper nach oben gerissen wurde und Metallseile in sein Fleisch schnitten. Sie missbrauchten seine Macht, für irgendwelche alchemistischen Experimente. Kazel schrie nicht. Er hatte es längst aufgegeben. Der Funkenstaub erstarb und Kazel fühlte einen Schmerz in seinem Innersten, der ihm zeigte, dass er besser keine Stromstöße mehr verteilen sollte. Peitschenhiebe knallten durch die Luft und gruben sich in sein Fleisch. Die Seile aus Metall zerrten seine Arme auseinander, dass er beinahe fürchtete, sie wollten sie ihm ausreißen.
Sein Herz hämmerte gegen die Brust und der große Hässliche schlug erbarmungslos auf ihn ein, damit er immer noch ein bisschen mehr Energie abgeben konnte. Energie, die für Maschinen der Hohen verwendet werden konnte. Es war fürchterlich.
Er hob voller anstrengung den Kopf und sah verschwommen auf die Tür, die seine Freiheit von dieser Folter bedeutete. Wann war es endlich vorbei? Und da. Da war sie. aufgebracht und doch so ruhig. Die junge Frau, die ihm schon so oft das Leben gerettet hatte. Sie hatte ihm schon so oft die Wunden verbunden. "Aufhören!" , rief sie laut und hielt den nächsten Peitschenhieb auf. Doch der Mann hörte nicht auf. Er hörte einfach nicht auf.
Er würde auch später wieder einmal lernen müssen, dass, die denen er am meisten vertraute ihn immer und immer wieder entäuschten. Und jedes Mal mussten sie es mit dem Leben bezahlen... Jetzt durchlebte er in seinem Traum jedoch einfach nur die Hölle.

„Aufhören…“, sagte er im Schlaf. „Bitte, hört auf…“, flehte er. Kazel zitterte am ganzen Körper und kalter Schweiß trat ihm auf die Stirn. Erst als er die Augen panisch aufschlug und um regelmäßige Atmung rang, hörte er auf zu zittern. Sein Körper schmerzte, als wäre der Traum real gewesen.
Kazel verfluchte die Nächte in denen er träumte. War es überhaupt Nacht? Er wusste es nicht und er fühlte sich immer noch furchtbar. Wo befand er sich. Es war hell. Das Licht. Das Licht von Lien. Er versuchte sich zu erinnern, was geschehen war. Und als er sich an den Kopf fasste und dort den blutgetränkten Stoff zu fassen bekam, wurde ihm klarer was geschehen war. Er erinnerte sich, warum sein Körper wirklich weh tat.

Wasser… Ich habe Wasser gesucht. Nein ich wollte weg von den anderen. Dann… Ja, was dann?

Kazel hatte einen Filmriss. Er konnte sich nicht erinnern, was dann geschehen war. Nur, dass er von irgendetwas gegen eine Wand oder so etwas gedonnert worden war. Schmerz. War da nicht noch etwas anderes gewesen? Es war zu mühselig gegen den Kopfschmerz anzukämpfen und in seinen Erinnerungen zu wühlen. Er hatte keine Lust seinen Geist anzustrengen.
Das einzige, was er sich fragte war, wie er hier her zurückgekommen war. War er getragen worden? Wie lange hatte er überhaupt geschlafen? Waren noch alle beisammen? Warum machte er sich überhaupt Gedanken über die anderen?

…Lien…

Richtig. Er musste die kleine Elfe… Kazel schluckte und sah sich nach ihr um. Sein Schädel hämmerte mit unvorstellbarer Wucht, als wäre sein Hirn ein pulsierender Muskel. Er erblickte sie und war sehr erleichtert darüber. Kazel hatte der Organisation in Kortherreth‘ Beisein abgeschworen, doch er konnte nicht. Er hatte Angst. Er hatte unglaubliche Angst vor dem großen, hässlichen Mann, der ihm solche Schmerzen und Qualen zugefügt hatte. Er war irgendwo da draußen und wartete nur darauf Kazel zu töten. Und er würde jede Möglichkeit nutzen, um Kazel für seinen Ungehorsam zu bestrafen. Er musste mit Lien von dieser Gruppe verschwinden. Eine andere Möglichkeit sah er nicht. Aber erst musste er sich erholen. Er musste seinem geschundenen Körper Ruhe gönnen. Und dann musste er einen Weg finden, sich von der Gruppe, von Kortherreth, abseilen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Jun 07, 2010 9:17 pm

Ein weiteres Bild baute sich vor ihr auf.
Kazel wurde mit der Peitsche geschlagen.
Ein grauenhafter Anblick, wie er da hing.
Sie selbst sah aus den Augen einer anderen Person, doch schrie sie erneut:
"Aufhören!"
und versuchte dem Mann den Arm herunter zu reißen.
Erfolglos.
Kazels Blicke waren müde, ängstlich und sie konnte nichts tun.
Welch eine Hölle machte er da nur durch.
Es war so grauenvoll mit an sehen zu müssen, wie er da hing, sich nicht wehren könnend.
Im Schlaf liefen der kleinen Elfe die Tränen und dieses Mal war es wohl leise zu hören, das sie flehte, man möge auf hören.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Jun 07, 2010 9:30 pm

Na Wundervoll ...
Was zum Teufel war hier geschehen, als sie schlief und vor allem, wie lange hatte sie geschlafen?
Normal war der Kerl hier vor ihr auch nicht.
Seine Tentakel waren durchaus wirksame Waffen, was ihr nicht nur ihr Instinkt sagte.
Wie er Kazel, von ihr weg nahm, zeugte von der Fähigkeit, guter Kontrolle.
Sie würde wirklich sehr vorsichtig sein müssen.
Der Rüstungsträger, schien ihr nicht geheuer. Er hatte keinen Herzschlag.
Vielleicht war hier Magie am Werk?
Aber war diese nicht schon lange unterdrückt worden?
Fragen konnte sie nun wohl schlecht, welches Jahr man schrieb.
"Ich heiße Marcella und bin Jägerin."
Zumindest hatte sie nicht gelogen.
"Kazel wurde von einem ... "
Sie machte ein ratloses Gesicht,
"Tier (?) angefallen. Es war schon weg, als ich dazu stieß. Er hatte diese Platzwunde, also habe ich sie ihm Notdürftig verbunden. Sollte es euch Missfallen, dass ich meine Hilfe angeboten habe, werde ich mich sofort entfernen und allein versuchen einen Ausweg aus diesem Komplex zu finden."
Ihre Stimme war wie immer ernst und bestimmt.
Auch ihr Gesichtsausdruck war ernst.
Seinem Blick wich sie nicht aus, sofern man bei dem Wesen dort von einem Blick sprechen konnte.
Marcella wusste genau, worauf es an kam, wenn man jemanden in Sicherheit wiegen wollte.
Eins war sicher.
Das Blut, welches sie vorhin zu sich genommen hatte, musste erst einmal ausreichen.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mo Jun 07, 2010 11:59 pm


Gavin

"Es war wahnsinnig schnell, ich hab es nicht gesehen, nur gefühlt, und das auch nur einen Herzschlag lang. Es könnte die Brutmutter der Ratten oder irgendsowas sein..."
Irgendetwas, was er gesagt hatte, störte ihn, doch er fand nicht raus, was es war. Vielleicht lag es auch nur an der Situation... Kortherreth hatte also nichts besseres zu tun, als ihn wieder zu verdächtigen.
Gut, das hätte er in diesem Szenario wohl auch getan.

"Es war gross, stark und wirklich, wirklich verdammt schnell. Hat Kazel kalt erwischt. Er war aber auch irgendwie irgendwo anders mit seinen Gedanken... A propos... Wenn du eine Ahnung hast, was in dem Typen vor sich geht, würdest du mich einweihen? Ich kapier ihn irgendwie nicht so ganz... Aber egal, ich bin hundemüde..."

Gavin schritt, nein, torkelte an Kortherreth vorbei und ignorierte dabei die Tentakel, er hatte genug von Bedrohungen und Psychospielchen für den Rest des Tages, sollen die doch morgen weitermachen, echt... Er steuerte eines der Betten an, verzog keine Miene, als er sah, das es besetzt war, und torkelte zum nächsten, um sich einfach darin fallen zu lassen.

Es krachte.

Er war jetzt nun beileibe nicht schwer, eher ein wenig zu leicht für sein Alter, und darum hatte er auch nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet bei ihm eines dieser Betten den Geist aufgeben würde. Er war praktisch durch den Lattenrost hindurchgefallen, einfach so. Das Bett lag, in seine Einzelteile zerfallen, unter ihm. Es war ihm scheissegal. Es war bequemer als der Boden, und nochmals aufstehen wollte er nicht.

"Morgen finde ich bestimmt Wasser... Und hoffentlich nicht noch mehr Verirrte...", murmelte er noch, dann übermannte ihn der Schlaf.
Er schlief sofort tief und traumlos, so wie er es machte, seit er sich erinnern kann.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Jun 08, 2010 4:41 pm

Kortherreth

Kortherreth hörte sich die Aussage der Beiden an und schnitt in Gedanken seine eigenen Überlegungen mit ein. Sie könnten dennoch beides Komplizen sein... Wortlos ließ er jedoch Gavin gewähren. Es wirkte von ihm nicht so, als würde er sie alle meucheln wollen. Weiterhin schaute er die Frau an, Marcella von Namen. Ein Krachen ertönte. Kortherreth kannte das Geräusch, auch wenn es bei ihm ein wenig lauter war, was wohl am Gewichtsunterschied lag. Nur noch leise vernahm er die Worte des seltsamen Kauzes.
Bei der Frau hingegen bleib er dennoch standhaft. Ihr traute er nicht. „Und wie seit ihr hier hineingelangt?“ Wir hätten niemals hier hinunter gehen sollen... Seine Stimme war kühl und bedacht. Das sie ihre Hilfe Angeboten hatte war noch nicht von Relevanz. Auch ihre mitleiderregende Art, sich dann wieder alleine in den Tunnel zu begeben, wo das Monster sei, passte nicht. „So wie ihr erzählt, seit ihr schon länger hier unten und scheint nicht von dem Wesen angegriffen worden zu sein. Licht hattet ihr auch keines dabei. Also handelt nicht so, als währt ihr ungefährlich. Das würde dem ganzen hier dem Rahmen sprengen, Jägerin Marcella.“ Als wenn sich hier normale Wesen befänden...“ Er pausierte kurz, als würde er Luft holen. „Ich habe gesehen, was Kazel kann, so leicht ist er nicht zu überführen.“ Kortherreth wollte nicht in irgendwelche Spielchen hineingezogen werden. Davon gab es hier schon zu viele, wenn auch nicht offensichtlich, doch im Untergrund herrschten sie bestimmt, brachten alle dazu ihre eigene kleine unbedeutende Rolle zu spielen. Sein Blick wurde durchdringend, aber in ihm selbst regte sich nichts. Es war deutlich, das er nicht mehr der selbe war. Irgendwas hatte sich in ihm verändert. Eine Kleinigkeit die ihn beschlich, während des Gesprächs, unergründlich warum.
Kortherreth legte den Kopf leicht schräg, der Federkiel legte sich sachte in die selbe Richtung. „Habt ihr noch mehr zu erzählen?“
Er hatte nicht viel Erfahrung mit dem Umgang von Menschen, aber er war sich sicher, dieses Verhalten konnte von keinem Tier stammen. Auf Beutezug suchten sich gute Jäger immer das schwächste Opfer aus. Er war nicht umsonst Ewigkeiten umhergewandert ohne sich von dem ganzen irgendetwas anzunehmen. Er schloss seine Gedanken weiter: Dem Ganzen würde also auch dazugehörend sein, das Gavin genauer bedacht werden müsse, immerhin wurde er auch nicht attackiert. Der Angriff wurde ihm immer suspekter. Hatte das Wesen sein Revier verteidigt? Aber wieso hatte er nur irgendeine Platzwunde. Zudem hatten die beiden nichts von einem Gegenschlag oder ähnlichem erzählt. Es kam also zu keinem Schlagabtausch... Wie konnten sie Wissen das es sich um ein großes starkes Tier handelte? Und verdammt nochmal, wie komme die alle ohne Licht zurecht? Wieder war es von Vorteil eine Rüstung zu sein, denn ohne sich dessen bewusst zu sein, er besaß keine Mimik und auch Körpersprache war nicht wirklich bei ihm zu erkennen. Star wartete er, das die Frau sich rechtfertigte.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Jun 08, 2010 5:27 pm

Gut... mit dem hier würde sie wirklich vorsichtig sein müssen.
Er würde ihr nicht so leicht auf den Leim gehen.
Sollte sie also bei der Gruppe bleiben, müsste sie sich wirklich zusammen reißen.
Er machte sich zu viele Gedanken und das war gefährlich.
"Zu sagen hätte ich eine Menge ... zu rechtfertigen brauche ich mich nicht, doch werde ich es tun."
Fest blieb der Blick auf die Sehschlitze der Rüstung geheftet.
"Ich habe keine Ahnung, wie ich hier gelandet bin. Ich wachte auf und war hier. Im dunkeln ist es nicht leicht, sich heir zurecht zu finden. Ich bin durch die Gänge geirrt, habe einige dieser Rattenviecher erlegt. Mein Gehör ist r3echt gut und so konnte ich sie erwischen. Vermutlich habe ich das Vieh verscheucht, ehe es Kazel etwas an tun konnte. Was weiß ich. Was immer es gewesen ist, kann vielleicht auch etwas kleiner gewesen sein. In den Gängen ist es so dunkel, das man nichts erkennen kann. Mein einziges Ziel ist es, hier heraus zu kommen. Wenn ihr mir also sagen könnt, wo ich heir heraus komme, werde ich sofort gehen, oder ich suche den Ausgang alleine. Vielleicht kann ich dan das Vieh ja als Trophäe erbeuten."
Sie war nicht auf diese hier angewiesen, denn offensichtlich wussten sie genau so wenig, wo es heraus ging, wie sie selbst.
Ihre Fähigkeit im dunkeln sehen zu können, wäre für sie von Vorteil, denn sie würde sehen, wo etwas am Boden lag.
Die Anderen dagegen ... nun ... sie würden vermutlich irgendwann hier unten sterben.
Eins war sicher.
Sie wollte hier raus, denn lange würde sie den Blutdurst nicht unterdrücken können.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Di Jun 08, 2010 10:04 pm

Kortherreth

Kortherreth wusste nicht ganz, ob sie es mit dem Erbeuten einer Trophäe ernst meinte oder nicht, doch wenn es so war, das Kazel ohne weiteres übermannt wurde, und sie sich selber als umherstolperndes Mädchen in der Dunkelheit ansieht, dürfte auch ihr Gehör ihr da nicht helfen. Letztendlich besaß er aber keinen Grund ihr irgendetwas anzutun, immerhin hatte sie keinem was getan. Schlussendlich war es auch nicht an ihm irgendwelche Menschen, Elfen, Halbdämonen oder Orks abzuweisen, demnach konnte er nicht anderes handeln: „Wenn ihr hier raus wollt, müsst ihr euch einen anderen Ausgang suchen. Hier gibt es keinen.“ Er wand sich halb ab. Wir werden weiterhin erstmal hierbleiben, denn es gibt niemanden hier, der sich gerade aufrecht hält, außer uns beiden. Wenn ihr gehen wollt geht, wenn nicht bleibt, aber seit euch gewiss: Ich werde euch im Augen behalten, Jägerin Marcella. Ihr seit mehr, als ihr sagen wollt.“ Dann wand er sich gänzlich ab, die Tentakeln folgten wie in einer Schleife.
Im Raum waren alle am schlafen. So würe er seine Wache halten, seine Zeit absitzen und darauf warten, das sich ihre Körper wieder von neuem regenerierten. Ohne es groß zugeben zu müssen, würde auch ihm die Zeit der Ruhe gut tun. Er würde nicht schlafen, aber seiner Seele könnte er dennoch etwas Abstand von dem gewähren. Schlaf bedeutete nicht nur Erholung des Körpers, auch die Seele würde hin und wieder ihre Ruhe brauchen. Ach wenn es erheblich seltener dazu kam, so zumindest bei ihm. Er ließ seinen Blick über die einzelnen schweifen, schaute genau auf sie nieder und achtete, was sie taten. Lien war am weinen, ein leises schluchzen verließ sie. Kazel schien auch unruhig zu schlafen. Der Ork hingegen war ruhig, das Schnarchen hatte in seiner Intensität abgenommen. Und schlussendlich Gavin, der wie tot auf dem zusammengebrochenem Bett lag.
Den Blick für beide Richtungen offen, stellte er sich seitlich zur Gruppe und der Tür ins Ungewisse, aber vor allem zwischen der Gruppe und Marcella. Das Schwert ließ er sich wieder auf dem Rücken halten. Dann verschwand er langsam in seiner Seelenwelt, in eine Art Halbschlaf. Die Tentakeln folgten ihren eigenen Bewegungen, ließen aber keinerlei Wildheit in sich erkennen, sofern sie keinen Grund dazu hätten. Ehe er sich jedoch gänzlich seinen Gedanken hingeben konnte, stand er einfach nur da und schaute was sich ergab, ohne seinen Körper zu regen.
Mit der Gewissheit, das nichts passieren würde entschwand er nun doch seinen Gedanken. Im Nebenlauf bemerkte er, was vor sich ging, letztendlich versuchte er aber nur verarbeiten zu können was geschehen war. Jedoch bestand genau hierin das Problem. Was war geschehen? Er würde seine Zeit brauchen ehe er zum Schluss kommen würde.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 09, 2010 9:51 am

Draußen geht bereits wieder die Sonne an. Zumindest das, was die Menschen als solche bezeichnen. Es ist ja allgemein bekannt, dass die hiesige Sonne nicht echt ist. Das ist wohl auch der Grund, warum die Pflanzen hier eher schlscht als recht wachsen.
Im Bunker ist es ruhig. Beinahe zu ruhig. Kein einziges Geräusch, außer die Atmung der Schlafenden aus der Gruppe ist zu hören. Niemand kann sagen, was sich in der Finsternis befindet, in die, die kleine Resiegemeinschaft hinab steigen muss, um einen Ausweg zu finden. Denn der Obere ist versperrt. Und es ist nur eine Frage der Zeit ehe der Dämon zurückkommen würde.
Die Zeit ist verstrichen und die Gemeinschaft konnte sich durch Ruhe und Schlaf erholen. Frisch gestärkt werden sie nun in der Lage sein Wasser zu finden. Und vielleicht gibt es ja hier etwas, was man noch essen könnte.
Doch keiner weiß, was sie in den Tiefen erwartet. Was dort schlummerte und besser nicht geweckt werden hätte sollen. Das Spiel konnte beginnen...
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 09, 2010 10:04 am

Kazel war wieder eingeschlafen und träumte seine üblichen Träume. Eigentlich hätte man sich ja daran gewöhnen können, da es sein Leben lang schon so war. Aber manche Sache, konnte man einfach nicht als Gewohnheit erachten. Und schon gar nicht diese Sache. Dennoch. Kazel war hart und kalt. Er wusste, dass es ein Traum war, dennoch hatte er das Gefühl zu ersticken. Seine Augen brannten, aber er weinte nicht. Und irgendwann schlug er die Augen Auf.
Der Raum leuchtete immer noch in diesem Zwielicht, was von Liens Kugel erzeugt worden war. Kortherreth musste wohl wirklich nie schlafen. Das war ein Problem, wenn er sich unbemerkt von ihm entfernen wollte. Auf der anderen Seite konnte es ihm doch egal sein, was Kazel tat, oder? Lien hier weg zu bekommen würde wohl wesentlich schwerer werden.
Sein Kopf pochte immer noch, aber es war nun wesentlich erträglicher. Was war am Tag zuvor geschehen? Er war mit Gavin unterwegs, als ihn irgendwas von der Seite erwischte und durch die Luft schleuderte. Es ging so schnell, dass er nicht einmal Zeit hatte, eine seiner tödlichen Ladungen abzugeben. Und dann war da noch ein Schmerz gewesen. Er rieb sich unbewusst den Hals. Ein verflucht starker Schmerz. Er wusste es nicht. Aber es war ihm auch egal.
Sein Körper war nun nicht mehr so schwach und schmerzte auch nicht mehr so. Der „Verband“ an seinem Kopf war so durchtränkt, dass Kazel ihn herunter zog. Die Wunde war ohnehin schon zu und der Verband ein Hindernis. Achtlos, ließ er es auf den Boden fallen. Keine Spuren zu hinterlassen war hier sowieso schon egal. Also sah er keinen Grund diesen Stofffetzen mitzunehmen. Dann schwang er die Beine aus dem Bett, in das er gelegt wurde und trank einen letzten Schluck aus dem Wasserschlauch. Den Rest musste er für Lien aufheben. Sie würde mehr Wasser benötigen, als er. Er sah zu der kleinen Elfe hinüber und schlenderte auf sie zu. Seine Körperhaltung war nicht aggressiv. Er sah mehr so aus, als würde ihn das alles hier gar nichts angehen. Bei Lien ließ er sich nieder und wartete, dass sie aufwachen würde.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 09, 2010 5:23 pm

So plötzlich die Träume gekommen waren, hörten sie auch wieder auf.
Wieder hörte sie die Stimme nach ihr rufen und dieses Mal lief sie in eben jene Richtung, doch sah sie nur einen Schemen.
Etwas hielt sie jedoch noch zurück.
Der Schemen schien unerreichbar zu sein.
Sie drehte sich um.
Kazel stand da, wie ein Arbeitspferd, welches nie gute Zeiten gesehen und nie die Liebe seines Herrn erfahren durfte.
Er schien jegliche Handlung nur aus dem einen Grund heraus zu tun.
Die Angst vor seinem Herrn, der zugleich sein Henker war, über sein Leben entschied.
Wenn das alles wirklich geschehen war, so musste sich niemand wundern, das Kazel so war, aber letzten Endes, war es doch nur ein Traum, oder?
Langsam schlug sie die Augen auf.
neben ihr saß Kazel, der sie zu beobachten schien.
Erschrocken schoß sie hoch und rutschte an das Kopfende des Bettes zurück.
Sie hatte nicht vergessen, was sie ihm angetan hatte und auch nicht, was er IHR angetan hatte.
Es machte zwar nicht den Anschein als würde er ihr etwas tun wollen, aber man wusste ja nie.
"Es tut mir Leid Kazel,"
keuchte sie, ihn ängstlich ansehend.
"Du hast mir weh getan und ich ... es tut mir leid."
Ja, das tat es ihr. Sie sah sich nicht um., entdeckte nicht einmal die neue Gefährtin im Raum.
Ihr einziger Blick galt Kazel.
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BeitragThema: Re: Astalor - Bunker   Mi Jun 09, 2010 6:06 pm

Irgendwann wurde Belphegor wieder wach. Erholt blieb er noch einen Moment liegen und rührte sich nicht. War irgendwas ungewöhnliches zu hören? Er vertraute Kortherreth, aber er wollte keine Überraschung erleben - und selbst eine Kreatur wie Kortherreth konnte überwunden werden - so lauschte er erst einmal. Er hatte schon einige Überraschungen beim aufwachen erlebt. Irgendwelche Straßenräuber die ihn ausrauben wollten, Kreaturen aus der Wildnis die ihn als Frühstücksmahl auserkoren hatten oder aber irgendwelche Wesen die sich des Lichts verschrieben hatten und meinten das ein Ork sterben sollte.
Es schien aber alles recht ruhig. Also entschloss er sich aufzustehen. Streckend und mit weit aufgerissenem Maul streckte er sich, man hörte ein leises knacken von seinen Knochen. Er erblickte Kortherreth und ein ihm unbekanntes Gesicht. Eine Frau, anscheind menschlich. Belphegor sog die Luft ein. Sie roch auf diese entfernung nicht menschlich.
"Guten morgen!", sagte er laut und spuckte aus. "Hier unten scheint ein wahres Nest zu sein.", meinte er mit einem Nicken zu der neuen Begleitung. Kurz schnallte er sich seinen Gürtel wieder enger um und verstaute seine Waffen wieder neu. Mit einem Blick auf Gavin bewegte er sich in eine der dunkleren Ecken um seine Notdurft zu verrichten. Hier unten gab es wohl eine Menge zu entdecken, wenn man hier auf so viel Gesellschaft stieß.
Erleichtert kehrte er zurück und kramte kurz in seinem Rucksack nach etwas essbaren. Es war nicht mehr so viel da. Das Fleisch der am Vortag erlegten Kreaturen hatte er oben vergessen. Die anderen hatten ja nichts besseres zu tun gehabt als so schnell wie möglich hier hinunter zu springen. Hätte man mal auf ihn gehört!
Lien schien sich bei Kazel wieder einschmeicheln zu wollen. Kopfschüttelnd biss er ein Stück Trockenfleisch ab und ging zu Kortherreth rüber. "Wo hast du die den aufgegabelt, Kortherreth?", fragte er diesen und wandte sich an die Menschenfrau?! "Ich heiße Belphegor... Ihr seit nicht zufällig eine Gefährtin von Gavin, oder?", fragte er seine Gedanken mal wieder direkt gerade heraus.
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