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 Sinari-Town

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Kazel

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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Mi Aug 18, 2010 3:10 pm

Kazel sah, dass Aleph auch den Raum betrat und dieser nun auch ziemlich vollgestopft war. Kazel stand direkt bei Lien und hielt sich so ziemlich in der Mitte des Raumes auf. Aylin und der Doc standen direkt am Eingang des Raumes und Aleph hinter ihnen. Irgendein kleiner Junge war bei ihm. Nun zumindest Kazel entging nicht, dass der Junge einen Schwanz hatte. Er blickte etwas komisch drein, als sich der Junge an Aylins Bein schmiegte. Er konnte nicht verhindern, dass sich ein Gefühl in seinem Brustkorb breit machte, was er eigentlich nicht kannte und was auch vollkommen gegen seine Natur war. Er verspürte tatsächlich Eifersucht und sein Blick sprach Bände. Er funkelte den Jungen an und hätte ihn zweifellos getötet, wenn solche Blicke töten könnten.
Dann wanderte sein Blick wieder hoch zu Aylins Gesicht, wo er ein kleines bisschen länger verharrte. Dann jedoch weiter zum Doktor, der nun halb vor Aylin stand. Schon werkwürdig, welche Wirkung er auf andere hatte und welche Wirkung Aylin auf ihn hatte. Den guten Morgengruß erwiderte er nicht und drehte sich wieder zu Lien und nahm eine ihrer Hände.
„Ich schätze wir sollten gehen. Doch bevor du hier bei heller lichtem Tage durch die Stadt marschierst, warten wir besser bis zum Einbruch der Nacht. Ich muss zuvor sowieso noch was erledigen.“
Mit diesen Worten ließ er sie wieder los. Klar er musste noch seinen Informanten treffen, und ihm beweisen, dass er sich nicht gegen die Organisation gestellt hatte. Er hasste sich für die Schwäche, die er gegenüber Kortherreth gezeigt hatte und er wusste, dass er das nie wieder tun würde. Er stand auf und ging mit schnellen Schritten durch den Raum. Er schlüpfte durch die Tür, nicht jedoch bevor er Aylin einen Blick zugeworfen hatte, der ihr einen sehr kurzen Einblick in seine Seele gewährt hatte. Sein sonst er kalter Blick war irgendwie für einen Moment gewichen und die tiefe Sehnsucht und Zerrissenheit strahlte heraus. Er streifte Aylin ungewollt am Arm und verschwand nach draußen.
Dort schlenderte er sehr beiläufig und überaus Langsam die Straße hinab.
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Lien

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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Mi Aug 18, 2010 3:26 pm

Typisch.
Ohne ihr auch nur ansatzweise zu erklären, was geschehen war, verschwand Kazel mal wieder und ließ sie unter den ganzen Fremden hier allein.
Kael hielt sie fest, als sei er ein Teddy, oder eine Puppe, die ein Kind an sich kuschelte, wenn es angst hatte.
Alle standen da und starten sie an.
Wie sollte sie denn nun reagieren?
Der Junge, der sich da an das Mädchen schmiegte, erinnerte sie irgendwie an ein Tier.
Warum?
Weil er sich sonderbar benahm und einen Schwanz hatte.
In dieser Welt lief eindeutig zu viel falsch, beschloss sie für sich selbst.
Trotz allem empfand sie keine Feindseeligkeit für die Fremden.
Es waren ausnahmslos Menschen, die sie ohne mit der Wimper zu zucken, hätten ausliefern können oder selbst töten, doch sie taten nichts.
Sie selbst wusste nicht, wie sie reagieren sollte, also blieb sie einfach stumm.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Mi Aug 18, 2010 10:14 pm

Aylin

„Liu heißt du also.“ Sie lachte kurz über die Schulter zu dem Mann, der ihr geantwortet hatte. Dann hockte die sich hinunter zu dem Jungen, schaute ihm ins Gesicht. „Einen schönen Namen hast du.“ Fröhlich lachte sie ihn an. „Aber du solltest doch wissen Liu, das man nicht einfach so sich an dem Bein einer jungen Frau festhält?“ Gespielt hob sie den Zeigefinger und deutete leichte Verwunderung an, jedoch nicht, das sie erbost darüber sei. „Was soll den dein Vater davon halten?“ erzählte sie lächelnd, während sie zum vermeidlichen hinaufschaute und sich dann wieder aufrichtete.
Verwundert schaute sie sich um. „Was wollt ihr denn auf einmal alle bei mir?“ fragte sie erstaunt, als ein Großteil der Anwesenden sich irgendwie um sie herum sammelten. Der Arzt hatte sich zu ihr hinbewegt, während der Mann und sein Sohn ihr fast im Rücken standen.Sie vernahm die Worte von Kazel. Plötzlich war sie nicht mehr so fröhlich, als sie verstand, das er es Ernst meinte. Ausdruckslos schaute sie ihn an, spürte wie er sie am Arm berührte. Dann trafen sich ihre Blicke. War seine Stimme auch so fest und bestimmend, sprachen seine Augen eine ganz andere Sprache, eine Traurige, jeden beschämend der sie in Worte fassen oder gar hören würde. Er ging hinaus. Kurz schaute sie zur Elfe hinüber. Sie regte sich nicht, hielt an ihrem Haustier fest, einer Echse oder so, sagte aber kein Wort. Aylin haderte mit sich, sollte sie hinterherlaufen, drinnen bleiben, sie wusste es nicht. Vielleicht müsste er noch was erledigen, bevor sie weggehen würden. Weggehen... Nein! „Entschuldigt, ich muss kurz weg. Sanft löste sie Liu, von ihren Beinen, ging an dem Vater vorüber und ging auch hinaus.
Suchend schaute sie die Straße hinauf und hinunter. „Irgendwo muss er doch sei...“ , murmelte sie zu sich leise. Eine ältere Dame schritt an ihr vorüber. „Hallo Aylin. Schön dich zu sehen. Wie geht es deinen Eltern?“ Aylin schaute nur kurz zu ihr hinauf. „Gut.“ dann erblickte sie endlich den Gesuchten. „Entschuldigt, ich muss weiter.“ schnellen Schrittes ging sie davon, ihrem Herz folgend.

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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Mi Aug 18, 2010 10:52 pm

Kazel bemerkte im ersten Moment gar nicht, dass Aylin auch aus dem Haus herausgekommen war. Schließlich war er mit sich und seiner Organisation beschäftigt. Er seufzte hörbar und sah kurz af den Boden. Dann hörte er die vertraute Stimme. Das Glockengeläut, was ihn vom ersten Moment an gefesselt hatte. Sie hatte gesagt, dass sie weiter musste und Kazel wagte nicht zu träumen. Er wollte sich auch nicht umsehen, da er fürchtete, es wäre zu auffällig. Er biss sich auf die Unterlippe und verschwand dann in einer Seitengasse, wo er sich in Windeseile an der Hauswand hinauf zog, um vom Dachvorsprung hinunterzuschauen. Sollte Aylin jetzt hier entlang laufen, wusste er zumindest, dass sie ihn verfolgte. Aber warum? Auf der einen Seite verspürte er den lächerlichen Wunsch, dass sie ihm nach ging auf der anderen Seite wäre das wohl sehr hinderlich, da er unmöglich mit ihr zu seinem Informanten gehen konnte. Er blickte starr zum Gasseneingang und zählte innerlich die Sekunden. Sie musste ihn einfach gesehen haben und Kazel wusste, dass sie nicht so weit hinter ihm gewesen war. Sie müsste jeden Moment um die Ecke kommen. Innerlich schlug sich Kazel für diese kindischen versuche die Person zu sehen, die ihn auf eine eigenartige Weise berührt hatte. Er machte sich gar nicht erst die Mühe sich zu verstecken. Sollte sie ihn nur ruhig sehen. Warum sollte er sich auch vor ihr verstecken, sie wollte ihm nichts Böses und da er hier nun schon einmal auf sie wartete wollte er ihr doch schon die Chance geben, dass sie ihn auch finden konnte.
Wie kindisch er war! Er sollte sich einfach aus dem Staub machen. Er konnte es nicht verantworten ein menschliches Geschöpf zu mögen, sie gar kennen zu lernen. Es stand ihm nicht zu ihr Leben derart zu verändern. Wenn sie nur wüsste, was er wirklich war. Sie würde vor ihm fliehen und ihn nicht suchen. Er haderte mit sich. Er versuchte abzuwägen, welche Interessen er als wichtiger empfand. Seine oder ihre…
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Mi Aug 18, 2010 11:33 pm

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Das wäre das erste Mal, das sie mit ihm alleine sein würde. Ihr wurde ganz warm zumute. Doch ehe sie ihn Rufen konnte musste sie erstmal tief Luft holen. Wie würde es denn ausschauen, wenn sie so abgehetzt wirken würde. Sie berührte mit ihrem Handrücken kurz Ihre Wange und spürte wie warm sie waren. Sie müsste bestimmt ganz rot im Gesicht sein, so warm wie sie war. Sie schaute kurz an sich hinunter, ob ihre Sachen auch wirklich sauber sein, immerhin trug sie ihre Lieblingskleidung. Ihr weißes Kleid, am Saum blau bestickt, dazu ein passender Überwurf. Sie mochte es wirklich gerne. Ihre Großmutter hatte es ihr genäht und gemeint, wenn sie jemnden beeindrucken wolle, dann hiermit. Sie lächelte schüchtern. "Oma, danke..." , hauchte es aus ihr hinaus. Sie schaute wieder auf. Er war weg. Das kann doch nicht wahr sein. Gerade war er doch noch unweit von mir entfernt gewesen und jetzt?! Erschrocken blieb sie stehen, schaute die Straße weiter hinunter. Kurz setze sie zu einem Sprint an, zur ihrer rechten flog eine Seitengasse vorüber. Kurz blieb sie stehen, schaute hinein, dann lief sie weiter. Da war er nicht. Wieder lief sie einige Schritte weiter, dann bleib sie abermals stehen. Nein soweit war er nicht weg. Vielleicht war er ja hinter ihr und sie war einfach an ihm vorüber gelaufen vor Aufregung, hatte ihn nicht gesehen. Sie hielt ihren Atem fest. Langsam drehte sie sich um die Augen weit geöffnet um sich nicht zu erschrecken. Ihr Herz ging schneller...
Nichts! Enttäuschung legte sich auf ihr Gemüt. Sie schaute die Gesichter der Passanten an, doch niemand war es den sie suchte. Langsam ging sie das Stückchen zurück. Zum Arzt wollte sie nicht und nach Hause... Nein, dort hin auch nicht. Zu ihrer Linken tauchte die Gasse wieder auf. Dort hatte sie gerade noch kurz reingeschaut. Leer. Immer noch. Es wunderte sie nicht großartig. Aber zumindest würde sie sich jetzt hier hinsetzen. Dann war die Gasse zumindest nicht mehr leer. Es war nicht sonderlich dreckig, also ging sie ein Stückchen hinein, lehnte sich an die Wand und setzte sich hin, zog die Beine an sich und schlang ihre Arme darum. Tränen wollten sich in ihren Augen ausbreiten, doch noch wollte sie es nicht zu lassen. Dafür war es noch zu früh. Langsam legte sie ihre Stirn auf die Knie und schloss ihre Augen.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 12:05 am

Kazel saß auf seinem Vorsprung er blickte auf die helle Öffnung, die den Eingang der gasse bildete. Nun ja. Eingang war vielleicht ein bisschen zu malerisch ausgedrückt. Schließlich war es eine ganz normale Kreuzung. Wieder knabberte er an seiner Unterlippe. Er kaute eine Weile darauf rum und dann biss er sich fast hinein, als besagte zu erwartende Person erschien. Er lächelte leicht, doch sogleich erstarb das Lächeln wieder. Sie rannte vorbei? Offensichtlich hatte sie wohl doch etwas anderes vor. Eigentlich war er doch auch ein Idiot. Wie konnte er glauben, dass sie ihm nachgelaufen war? Er war ein Tölpel. Immerhin konnte er sich jetzt jedoch wichtigeren Dingen widmen. Seufzend erhob er sich und wollte gerade zum Abstieg ansetzen, als sie erneut in vor die Gasse trat. Er stockte in all seinen Bewegungen. Sein Körper schien nicht mehr weich und warm, sondern wie ein Geflecht aus festem massivem Metall. Er starrte sie förmlich an. Seine Gestalt hob sich kaum von der Häuserwand ab und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie ihn ein zweites Mal nicht sehen konnte. Er jedoch studierte sie genau. Sie schien traurig zu sein. Wer um Himmels Willen hatte sie traurig gemacht?!
Warum stellte er sich überhaupt eine solche Frage? Es war zum verrückt werden. Seitdem er sie gesehen gefangengenommen, gespürt hatte. Ja, seit er sie das erste Mal hat sprechen hören und sie ihm mit einer Herzlichkeit gegenübergetreten war, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Seit dem dachte er ständig an sie. Und nicht nur das. Er sorgte sich auch um sie. Verspürte Eifersucht, wenn ihr jemand zu nahe kam. Es war nicht wie bei Kallen. Es war anders. Es war… irgendwie war es warm und doch fror ihm die Brust zu, wenn er …
Er konnte seinen Gedanken nicht zu Ende führen, weil sich der ohnehin schon lockere Stein in seiner Hand nun vollends löste und er den sicheren Halt verlor. Seine Muskeln wollten sich nun auch endlich wieder bewegen und er versuchte, den Sturz immerhin ein bisschen zu steuern. Das Resultat war das, dass er mit einem lauten Krachen auf dem Boden aufschlug. Sein Schultergürtel landete zuerst, wobei er beide Arme von sich streckte, um den Sturz abzufangen. Dann schlug sein Kopf auf, schließlich der Rücken und zuletzt die Füße, die bei der Rolle nach hinten zielsicher festen Stand fanden. Einen kurzen Augenblick hockte er da und starrte vor sich hin. Sein Hinterkopf pochte und auch der Rest seines Körpers wollte sich erst mal von dem Sturz erholen.
Schließlich fiel ihm wieder ein, worüber er nachgedacht hatte und blickte mit einer Mischung aus Entsetzen, Verwirrung und Scharm zu Aylin herüber. Was sollte er nun sagen? Sie… Nun, sie… Er sah sie an und empfand einfach nur Freude durch seine Brust springen. Es war unbeschreiblich. Egal ob sie ihn nun gesucht hatte oder nicht, sie war hier und das war ja wohl das entscheidende. Kazel sah sie stumm an und richtete sich nun langsam in eine stehende Position auf. Er war ca. zwei Schritte von ihr entfernt aufgeschlagen und war noch einen und einen halben zurückgerollt. Letztlich senkte er jedoch den Blick und stand unschlüssig rum.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 12:45 am

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Da saß das kleine Mädchen, nicht wissend was ihr noch alles bevorstehen sollte, doch jetzt für den Moment war sie erstmal geschockt. Gerade saß sie noch in sich gekauert an der Wand und im nächsten Moment stürzte wer knapp neben ihr zu Boden. Aufgeschreckt sprang sie auf die Beine, torkelte einige Schritte zurück, schaute verwundert zu dem dort liegenden, dann nach oben, dann wieder zurück zu dem schon wieder stehenden. Entgeistert schaute sie den Menschen an: „Kazel... Wie...? Warum...? Aber... ." Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Was hatte er dort gemacht? Er musste da oben gewesen sein. Sie war sich ganz sicher. Anders konnte es nicht gewesen sein. Er war heute schon einmal auf einem Dach gestanden. Irgendwie schaffte sie es sich zu fassen. „Wieso warst du schon wieder auf dem Dach?“ Ihre Stimme wollte Vorwurfsvoll klingen aber ihre Augen strahlten: Lebensfreude, Glück und ... "Irgendwann tust du dir noch weh...!" Sie schaute ihn auf einmal besorgt an. "Du hast dir doch nicht weh getan, oder?" Sie ging einen kleinen Schritt auf ihn zu. Jetzt stand er nahezu vor ihr. Bekümmert schaute sie in sein Gesicht, dort eine Antwort suchend auf ihre Frage. Dann schaute sie sich seine Sachen an. "Schau du bist ja ganz schmutzig." Kurz zögerte sie, dann klopfte sie ihm aber dennoch kurz auf dem Arm und vertrieb den Staub. Sie spürte seine Wärme. Für einen Augenblick zögerte sie das säubern des Armes noch hinaus, genoss die Nähe. Dann ging sie einen Schritt zurück. "Entschuldige..., aber ich mag es nicht wenn jemand... wenn du dich verletzt!" Sie schaute ihn mit großen Augen an. Dann verband sie das traurige bekümmerte Gesicht und zeigte ihm etwas ganz besonderes, etwas was noch nie zuvor jemand gesehen haben sollte eigens für ihn, ein Lächeln, was nur diesem einen zu Teil werden sollte.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 1:06 am

Kazel schaute sofort auf, als sie ihm näher kam und war im Inbegriff Abwehrhaltung einzunehmen, ließ es dann aber. Er wusste genau, dass er nichts vor Aylin zu befürchten hatte. Er sah sie in bisschen bekümmert an, als sie ihm sagte, dass er sich eines Tages verletzten würde. Und als sie ihn dann auch noch wirklich nach seinem leiblichen Befinden fragte, vermochte er kaum noch sich zu rühren. Noch nie hatte ihn jemand gefragt, ob er sich weh getan hatte. Und noch nie war jemand einfach so auf ihn zugekommen und hatte ihm den Staub von den Klamotten geschlagen. Er war so überrascht darüber, dass er sich keinen Millimeter bewegte. Jede Berührung ihrer blassen und doch herzlichen Hand verlängerte sich zu einer Unendlichkeit und doch war es viel zu kurz, als dass er es satt gehabt hätte. Als sie fertig war zog er jedoch seinen Arm zu sich, als wolle er sagen, was sie sich dabei dachte, ihn einfach so anzufassen. Aber sein Gesicht spiegelte nicht die Empörung, die diese Geste eigentlich zeigen sollte sondern Verwunderung.
Als sie ihm dann erklärte, warum sie das getan hatte entging ihm nicht, dass sie das „Jemand“ in ein „Du“ verbesserte. Zum ersten Mal standen Aylin und er sich alleine gegenüber und zum ersten Mal wusste er nicht so Recht, was er tun wollte, musste oder sollte. Er stand nur da und spürte das stetige pulsieren an seinem Hinterkopf, das immer schneller wurde. Er hatte nicht einmal das Bedürfnis, seinen Herzschlag zu beruhigen. Irgendwie zeigte ihm dieser pulsierende Schmerz auch, dass er noch Teil dieser Welt war und nicht irgendwo dahinschwebte und ein Gedankenloser Körper war. Er fühlte sich leer und gleichzeitig so ausgefüllt wie nie. Aylin schenkte ihm ein Lächeln, dass ihn beinahe umhaute. Wie konnte eine einzelne Person nur so wunderschön und rein sein? Sie war das Komplette Gegenteil zu seiner schwarzen , hässlichen Seele. Wie konnte er glauben, dass aus diesen bedingungen, irgendetwas gutes entstehen konnte? Kazel wusste, dass er sie zerstören würde und das wollte er auf keinen Fall. Nein lieber würde er sie ziehen lassen, anstatt sie für sich zu beanspruchen. Er schüttelte sacht den Kopf und dann sagte er: „Warum bist du mir gefolgt?“
Diese Kälte in seiner Stimme war nicht wirklich gewollt, doch im selben Moment musste er sich eingestehen, dass diese nüchterne Sachlichkeit wohl sein Lebensinhalt war und bleiben musste. Was würde Aylin von ihm denken, wenn sie herausbekommen würde, dass er ein Killer war? Der Todesengel! Und plötzlich stand etwas im Raum, was er unmöglich beiseiteschieben konnte. Die Organisation würde sie sicher irgendwann töten. Es war nicht gut, wenn ein Außenstehender so nahe mit ihnen zu tun hatte. Sie wäre niemals sicher und er konnte sie nicht immer beschützen, oder? Kazel versucht verzweifelt Argumente zu finden, sich einfach umzudrehen und wegzugehen. Aber er konnte nicht. Alles, was er sich vor Augen führte, wurde von dem Anblick dieser unschuldigen, reinen Seele zunichte gemacht. Er konnte nicht gehen.


Zuletzt von Kazel am Do Aug 19, 2010 1:41 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 1:28 am

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Es traf sie hart, als er diese Worte aussprach. Warum war sie ihm gefolgt?, kalt und ohne Emotionen. Ihr lächeln zerfiel, Risse bildeten sich in ihrem lächeln, zogen tiefe klaffende Furchen mit sich, griffen nach ihren Augen und ließen sie auf einmal ganz alleine wirken. Sie hatte sich geirrt. Wie konnte sie nur so töricht sein. Das war klar. Das war so klar. „Ich...“ Tränen füllten ihre leeren Augen und ließen sie langsam wieder erwachen. „Ich … Ich dachte... als du mich so angesehen...“ Tränen rollten ihre Wange hinunter, gaben dem Mädchen ein ganz anders Gesicht, fanden an ihrem Kinn wieder zueinander und ließen sich gemeinsam zu Boden fallen. Sie schaute hinunter. Sie konnte ihn nicht ansehen. Nicht so. „Ich dachte.... du würdest dich freuen... aber... . Es... es tut mir leid. Es war mein Fehler. Ich hätte... Ich hätte das nicht tun sollen...!“ Sie wolte weggehen, doch rühren mochte sie sich nicht. Sie wusste nicht wirklich was richtig oder falsch war. Leere füllte sie aus.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 1:58 am

Kazel blickte starr auf Aylin hinab. Wie sie da vor ihm stand, wie er mit ansah, wie sich die großen Augen mit Sturzbächen aus Tränen füllten. Wie sehr musste er sie wohl verletzt haben? Wie tief konnte er in dieses Herz schneiden? Würde er sie ebenso kaltblütig ermorden, wie all die anderen zuvor? Würde er ihr Herz mit einem einzigen Satz in Stücke reißen? Er konnte nicht ertragen, wie sie da vor ihm stand. Sie angesehen? Wie hatte er sie denn angesehen? Hatte er etwa…? Aber wann? Dann sprach sie Weiter, während dicke Tränen die Wangen hinab liefen und ihre Stimme von den Tränen beinahe erstickt wurde.
Sich freuen? Sie wusste ja gar nicht wie sehr er sich gefreut hatte. Aber im Selben Moment lauerte auch der düstere Schatten seiner Vergangenheit und seiner Momentanen Situation hinter jeder Ecke. Er hatte sich mehr als nur gefreut, aber wie konnte er sich freuen, wenn das Leben, was er so gern hatte zu jeder Zeit auf Messers Schneide tanzte? Sie war schwach und wehrlos. Sie konnte nicht bestehen, sollte sie angegriffen und als Druckmittel eingesetzt werden. Kazel hatte viele Feinde…
All diese Gedanken spielten jedoch gerade keinerlei Rolle. Kazel ging einen zögerlichen Schritt auf Aylin zu und als würde er an Fäden hängen bewegte er sich ganz automatisch. Mit einer sehr ruhigen und gefassten Bewegung streifte er mit seinem Finger über die linke Wange Aylins und wischte ihr so die Tränen beiseite. Die Wange war noch immer Feucht und unaufhörlich rollten weitere hinab, aber alleine die Geste war wohl das entscheidende.
„Ich habe mich gefreut.“, antwortete er, als habe er ihr gerade etwas erklärt, was doch wohl ganz offensichtlich gewesen wäre. Er klang so gar nicht wie bei dem Satz vorher. Seine Stimme war warm und freundlich. Seine Lippen formten ein Lächeln, was bisher nur zwei Personen auf diesem Planeten gesehen hatten. Ein echtes Lächeln. Kazel folgte nicht seinem Kopf. Er mochte Aylin und ertrug es nicht, wenn sie weinte. Kazel war nur noch nicht klar, was für Folgen seine Entscheidung haben würde.
„Hör auf zu weinen.“, sagte er schließlich lächelnd „Ich mag es nicht wenn jemand… wenn duweinst…“
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 2:36 am

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Sie nahm gar nicht wahr, wie er sich zu ihr hinbewegte. Erst als sie seine sanfte Berührung empfand, wie seine Hand ihre Wange berührte um ihre Tränen vorsichtig zu vertreiben, wurde ihr klar, das Kazel vor ihr stand. Doch noch traute sie dem ganzen nicht. Das musste nichts zu bedeuten haben. Dann sagte er jedoch etwas was sie aufhorchen ließ, die Stimme, die Worte, alles war wie verändert. Ungläubig schaute sie ihn an, sah in sein Lächeln und die daraus entstehenden Worte. Sie musste schmunzeln wie auch er sich berichtete mit du. Vorsichtig berührte sie mit ihrer Hand die seine, welche ihre Tränen vertrieb, drückte sie leicht an sich, schmiegte sich einmal an ihr, als wolle sie zumindest einmal das Gefühl genossen haben, schloss dabei die Augen, dann ließ sie wieder los. Mit klarem Blick schaute sie ihn an, sah seine gelben Augen und hielt an ihnen fest: „Ist das wahr?“ Ihre Worte wollte sie mit bedacht wählen, doch mehr viel ihr nicht ein. Ihre Stimme hingegen wirkte kaum getrübt von ihrem Weinen, hatte etwas klares und reines und das wichtigste etwas ehrliches. Erst war er so kalt gewesen und jetzt so freundlich zu ihr. Irgendwo wusste sie, das er die Wahrheit sagte, doch sie wollte es von ihm hören. Sie wollte es von ihm wissen. Er sollte es sagen. Erst dann würde sie sich sicherer fühlen.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 2:55 am

Kazel ließ seine Hand an ihrer Wange, damit sie diese berühren und sich an sie schmiegen konnte. Denn er hatte genau gewusst, dass sie das tun würde. Erst als sie seine Hand frei gab, nahm er sie wieder herunter. Sein Lächeln war noch immer da es wollte nicht weichen. Und Kazels Herz hämmerte gegen seinen Brustkorb, als wolle es ihm sagen, dass es da endlich raus wollte. Mühsam versuchte er bei klarem Verstand zu bleiben aber seine Sinne spielten verrückt. Jede noch so kleine Veränderung Aylins jedes noch so winzige Fleckchen Aylin wurde gemustert und gespeichert. Kazel hätte ohne Zweifel ein Bild von ihr aus dem Gedächtnis malen können, wenn er ein solches Handwerk beherrscht hätte. Sie wolle eine Bestätigung seiner Worte. Wollte, dass er ihr noch einmal sagte, was er bereits über die Lippen gebracht hatte und Kazel musste feststellen, dass es beim zweiten Mal schon wesentlich leichter fiel. So als gewöhne er sich an diese Sprache. Er fasste nun seinerseits Aylins Hand, als habe er Angst sie würde weglaufen.
„Ja. Das ist es.“, nun ja. Wer ihn kannte, wusste, dass das auch einfach so hätte dahin gesagt sein können, da Kazel ein sehr guter Schauspieler war. Nicht jedoch bei Aylin. Nun legte er seinerseits ihre Hand an seine Brust. Sie würde spüren, wie sein Herz rebellierte und sein Blut durch das Kräftige Herz gepumpt wurde. Noch niemals. Nicht einmal für Kallen, hatte er sich so weit geöffnet. Nicht einmal Kortherreth hatte so viel Inneres von ihm gesehen. Kazel hielt ihre Hand sehr locker, sodass sie jeden Moment von ihm los kommen konnte. Wenn sie es denn wollte.
„Aber, Aylin. Da gibt es etwas, was du wissen solltest.“ Er konnte diese Freundschaft und diese Beziehung doch nicht mit einer Lüge beginnen, oder doch? „ Ich…“ Er biss sich auf die Unterlippe und schaute auf den Boden. Er wusste nicht wie er es sagen sollte Er konnte ja schlecht einfach sagen, dass er der berüchtigte Todesengel war. Abgesehen davon konnte er doch unmöglich seine Identität preisgeben. Wie sollte er beginnen?


Zuletzt von Kazel am Do Aug 19, 2010 1:15 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 12:16 pm

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Ihr Herz hämmerte wie verrückt, als er ihre Hand nahm. Wie in Zeitlupe betrachtete sie, wie er sie langsam an seine Brust führte, an sein Herz. Zart berührte sie ihn und spürte wie sein Herz gegen ihre Hand schlug, kräftig und fordernd. Sie verstärkte den Druck sanft, als wolle sie noch mehr spüren von seinem Herzen, ging einen kleinen Schritt auf ihn zu. Es rührte sie, das er es ehrlich meinte, was er sagte. Sie spürte seine Wärme, sein schlagendes Herz, das Ihrige, wie es nahezu im Einklang mit dem seinigen schlug. Fordernd griff sie in seine Seite, griff nach seinem Hemd und zog sich langsam noch ein weiteres Stückchen an ihn heran. Den Blick verlegen auf seine Brust gelegt, stand sie ihm so nahe gegenüber wie noch nie. Fast berührte ihre Stirn seine Brust. "Was ist es was du mir sagen möchtest?" Sie griff noch stärker in das Hemd, auch die auf der Brust ruhende Hand ergriff ein wenig von dem Stoff, als wolle sie ihn nicht gehen lassen. „Ich bin hier. Also erzähl es mir Kazel.“ Ihre Stimme klang bewegt und glücklich, ruhig und zufrieden. Sie wusste nicht, was er ihr erzählen wollte, doch hatte sie das Gefühl, das es nichts beiläufiges sei, was er ihr Nahe bringen wollte. „Ich höre dir zu.“ Dann legte sie ihm ihre Stirn auf die Brust.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Do Aug 19, 2010 3:00 pm

Kazel wusste nicht, wie er anfangen sollte. Er fand weder Worte noch eine andere Möglichkeit ihr zu zeigen, was in ihm steckte. Was für einer Gefahr sie sich gerade aussetzte. Er spürte ihre zarten Hände an Taille und an seiner Brust und schloss die Augen. Zwecklos. Sie würde es nicht verstehen. Er drückte sie nicht von sich, als sie näher kam, aber er sah sie mit einem Blick an, der ein wenig verzweifelt wirkte und sehr, sehr unsicher. Dann schaute er hinauf und es sah beinahe so aus, als sei der Sims, auf den er blickte gerade höchstinteressant war. Er konnte sie nicht dabei ansehen, wenn er ihr jetzt eröffnen würde, dass er ein Killer war. Er öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Er durfte es nicht so drastisch sagen. Er musste sie darauf vorbereiten. Er fasste ihre Schultern. Zwar fest aber nicht schmerzhaft. Eher so als würde er es todernst meinen, was er nun sagen würde:
„Aylin. An meinen Händen klebt Blut. Viel Blut. Das solltest du wissen, bevor du dich einem Mörder öffnest.“ Er unterbrach sich und musste sich eingestehen, dass er ganz schlecht darin war, jemandem die Wahrheit näherzubringen, ohne mit der Tür ins Haus zu fallen. Hastig sagte er: „Ich würde dir nie ein Haar krümmen, aber…“ Er sah sie an und der Blick den er ihr entgegenwarf war mehr, als tausend Worte es ausdrücken konnten. Es war deutlich zu sehen, dass er Angst hatte. Angst, dass sie wegrennen würde. Angst, dass sie ihn nun hassen würde, was für alle beteiligten wohl das beste wäre. Und dann sprudelte es aus ihm heraus: „Ich will nicht, dass du weg gehst, auch wenn ich glaube, dass du es nun tun wirst. Ich habe mehr Leute getötet, als du vielleicht in deinem Leben gesehen hat. Ich bin…“ Ja was? Ein Monster? Ein Phantom was nachts durch das Dunkel streift und tötet ohne eine Spur zu hinterlassen? Mit Ausnahme einer einzigen Schwarzen Feder. Er seufzte hörbar und flüsterte beinahe: „Ich bin der Todesengel.“ Dabei schloss er die Augen. Es war trotz des Flüsterns deutlich zu hören mit welcher Abscheu er dieses Wort aussprach.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Fr Aug 20, 2010 12:38 am

Aylin

Schlagartig riss sie ihre Augen auf. Ihr Herz setzte für einen kleinen Moment aus. „Ein Mörder?! Der Todes...engel?!“ Schwerlich brachte sie die Worte heraus. „Nein... aber...“ . Schockiert blickte sie an ihm hinauf, sah die geschlossenen Augen, löste ihre Hände von ihm, wich zurück, stolperte, viel zu Boden. Sie wollte es erst als einen schlechten Spaß aufnehmen, für die Winzigkeit eines Momentes, doch die Art wie er sprach wie er sich ausdrückte, wie er es ihr beichtete war zu echt, das konnte kein Spaß sein. Darüber würde man einfach keinen Spaß machen. Sie schaute ihn an. Wie konnte jemand mit solch einem Warmen lächeln ein Mörder sein. Ihr schossen die Bilder ihrer Gefangennahme von ihm in den Kopf, wie er sie als Druckmittel verwendete, ihr das Messer an die Kehle hielt um der Elfe helfen lassen. Er hätte sie kaltblütig umbringen können, hätte es vielleicht sogar... . Sie wurde ganz fahl im Gesicht, alle Farbe wich. Vor ihr war ein Mörder, ein Killer, der Todesengel; sie ein kleines Mädchen, jung und unwissend, auf den besten Wege sich in wen zu verlieben der alles andere zu sein schien als sie zu sehen glaubte. Ungläubig schüttelte sie den Kopf. „Warum...?“
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Fr Aug 20, 2010 1:09 am

Er sah Aylins Reaktion und wurde sich schlagartig bewusst, dass er mit allem Recht gehabt hatte. Wie sollte sie auch verstehen, warum er nun einmal tat, was er tat. Sie war eine Gemeine. Sie war ein Mensch und in einer Umgebung aufgewachsen, die sie ihr zuhause nennen konnte. Wie hatte er glauben können, dass es eine Zukunft für sie beide gab. Sie war von ihm gewichen, hatte sich von ihm weggeschoben, fiel hin und schaute ihn ängstlich an.
Natürlich! Ich würde es auch nicht verstehen. Ich weiß, dass ich keine Wahl habe… Doch hätte ich eine, so würde ich nicht anders handeln, dachte er sich und blickte zur Seite. Ganz offensichtlich hatte dieses Mädchen nun panische Angst vor dem, was sie erwarten würde oder vor dem, was sie mit Kazels Zuneigung ernten würde. Er verstand sie. Verstand sie gut. Aber machte es einen Unterschied? Er empfand trotzdem immer noch dasselbe für sie. Sie hatte sich in keinster Weise für ihn geändert. Er war hin und her gerissen und als sie ihm dann auch noch diese eine Frage stellte, vor der er sein Leben lang davon gelaufen war, war es sowieso aus. Er brauchte nicht nachzudenken, denn jetzt redete er einfach, als gäbe es kein Morgen mehr: „Warum? Das fragst du mich gerade zu genau der falschen Zeit. Vielleicht, weil das die einzige Möglichkeit war zu überleben. Vielleicht, weil es der einzige Weg war meine Trauer und meine Wut abzubauen. Vielleicht, weil ich einfach nur versucht habe das Beste aus meinem Leben zu machen. Vielleicht…“ Er stockte und drehte sich von ihr fort um sein Gesicht in einer seiner Hände zu verbergen. Vielleicht, um meiner Schwester ein Leben zu ermöglichen.“ Nun, er hatte es ihr zwar genommen, aber seine Absichten waren damals noch gut gewesen. Er drehte sich wieder zu ihr herum. Seine Augen waren nicht feucht. Offenbar wollte keine Träne mehr für diese Person vergossen werden, aber sah sein Blick sehr ehrlich aus.
Er kniete sich sehr vorsichtig und ganz langsam zu ihr herab und streckte ihr eine Hand entgegen. Zaghaft und doch bestimmt. Er wollte sie nicht gehen lassen. Wenn es jedoch ihr Wunsch gewesen wäre, hätte er sie niemals aufgehalten. Er hoffte, bangte und flehte innerlich. Würde sie gehen, würde er ohne Zweifel ganz dem Dämon verfallen, der ohnehin schon in ihm wohnte…

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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Fr Aug 20, 2010 4:06 am

Aylin

Für nichts in der Welt wagte sie den Blick von ihm zu nehmen. Sie sog die Worte in sich auf, verinnerlichte sein Verhalten, musterte ihn so genau, wie es ihr möglich war. Sie musste schwer schlucken. Vor ihr stand jemand der ihr ein Gefühl zeigte, das sie noch nie zuvor verspürt hatte und dennoch so gefährlich war, das er überall gesucht wurde. Er war gefährlich, so sagten die Leute von ihm, würde töten ohne auch nur eine Wimper zu zucken, tauche auf tötete und verschwand, eine Feder hinterlassend, mehr nicht. Von den Menschen verachtet, von seinen Widersachern gehasst und gefürchtet, schlussendlich der Feind alles Schattens. Wie ein Dämon, der nach ihnen Griff nur um zu morden und zu meucheln. Das war es was man ihr über den Todesengel erzählt hatte. Aber jetzt? Jetzt stand er vor ihr, unerwartet, verletzlich, schwach. Er hatte nichts gemein mit dem was die Menschen ihr erzählten und was noch viel Schlimmer war, er schien es nicht Mals zu sein, der es wollte. Es floss nur so aus ihm heraus. So eine kleine Frage, solch eine große Wirkung.
Er hielt ihr die Hand hin. Sie schaute sich diese genau an. An meinen Hände klebt Blut. Und genau diese hielt er ihr jetzt hin? Aylin wusste nicht was sie davon halten sollte. Sie mochte ihn, mochte ihn sogar sehr, das spürte sie, deutlicher als alles andere. Auch er mochte sie es war unverkennbar. Dennoch sie konnte nicht. Langsam zog sie ihre Beine zu sich und richtete sich auf, ohne nach der Hand zu greifen. Unsicher stand sie da, die Füße nach innen gerichtet. Ihre schwarze Strumpfhose hatte etwas Staub gefangen, vorsichtig klopfte sie ihn weg, fuhr mit dem Daumen über den Überwurf ihrer weißen Stoffstiefel, ein letztes Mal streifte sie sich über ihre Beine. Dann stellte sie sich hin. Ihr Gesicht zeigte keinerlei Regung, auch wenn ihre Augen Bände sprachen, Trauer lag in ihrer blauen reinen Augen, vermischt mit einem Hauch von Wut und Unverständnis. Sie schaute auf ihn hinab, warf einen kurzen Blick auf seinen schwarzen Schopf. Sie wusste nicht was sie machen sollte. Wollte sie wirklich mit wem zusammen sein, der so war wie er? Wollte sie ein Leben in dem sicher war, das sie verfolgt und gejagt würden? Sie kannte ihn nicht einmal, wusste noch nicht einmal sicher ob es alles war, was er ihr erzählt hatte oder ob es noch mehr gab. Es gab mehr, bestimmt. Bei seiner Vergangenheit musste es mehr geben. Wollte sie wirklich eine solche Last mit sich tragen? Sie ertappte sich bei dem Gedanken, wie er sich fühlen würde, wie es ihm ergehen würde. Sie schüttelte den Kopf. Sie müsse an sich denken, verband sie diesen Gedanken. Sie war viel zu jung für so etwas.
Langsam regten sich ihre Beine. Ein Fuß regte sich, gab die Bewegung zum ersten Schritt frei. Sie folgte. Noch ein Schritt, sie Stand neben ihm, wie er da hockte, sie nicht anschauend. Sie schaute nochmal auf ihn herab. Wie verletzlich und schwach er wirkte, nichts tuend, einfach nur dar hockend. Langsam senkte sie ihren Kopf, führte ihre weichen Lippen vorsichtig an seine Wange und gab ihm einen zarten Kuss. Für einen kurzen Moment verbleib sie so, dann löste sich sich wieder von ihm. „Verzeih“ , hauchte sie ihm ins Ohr. Dann ließ sie von ihm ab, richtete sich auf und ging langsam weiter. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. War es das, war es wirklich das was sie wollte? Sie stellte ihre Entscheidung in Zweifel, verharrte an ihrer Stelle, blieb stehen. Langsam drehte sich ihr Oberkörper um und schaute ihn halb von der Seite an. Ihr Herz schmerzte, schien zu zerspringen vor Anspannung. Sie musste sich von ihm lösen, sich lossagen. Sonst würde es ihr verderben werden. Sie ging weiter, die Straße, die rettende Straße fest im Blick. Wäre es nicht dein Verderben zu gehen? , rief eine Stimme sie an. Würdest du dich nicht selber zerstören , rief sie weiter. Sie zog ihre Arme um ihre Brust und hielt sich ganz fest. Urplötzlich fühlte sie sich alleine so unheimlich alleine, verlassen und unwichtig. Sie biss sich auf die Unterlippe, wollte die Tränen verbannen. Sie durfte nicht weinen, musste stark sein, weitergehen. Doch warum? War es wirklich so viel besser? Eine einzelne Träne löste sich von ihrem Auge, rollte einzeln und verlassen ihre Wange hinunter, suchte sich ihren Weg über ihre Haut, bis sie ihr schmales Kinn fand. Dort verharrte sie, als wolle sie den Moment noch abwarten, verharren und wissen wie es weitergehen würde, ob es das jetzt gewesen sei. Ihr Körper rebellierte, gab sich keiner ihrer Bewegungen mehr hin, versteifte, als ginge es nicht weiter, als würde der nächste Schritt unsagbare Qualen mit sich führen. Noch eine Träne folgte und noch eine. Ihr Schuhe schlürfte über den Boden, gaben sich aller Mühe weiter zu kommen, doch sie gab auf.

„Ich schaff es nicht!“

Sie drehte sich um. Schaute ihn an, klanglos flossen ihr die Tränen über das Gesicht, sie wischte mit ihrem Ärmel bei Seite, doch es half nichts. Erst langsam dann schneller. Sie ging auf ihn zu, packte sich ihn und drückte ihn an sich, kräftiger und kräftiger. Dann löste sie sich von ihm und ergriff eine seiner Hände, schaute in seine Augen, besah sich dann seine Hände, nahm ihren Ärmel und putze darüber. Feucht waren sie noch. Unter Tränen schaute sie ihn an, schaute ihn mit einem halben Lächeln und Tränen in den Augen an. „Schau! Schau hin! Deine Hände! Siehst du sie? Sie sind sauber! Nichts ist mehr daran. Alles Blut ist weg. Da ist nichts mehr. Sie sind sauber...“ Sie drückte sich an seinen Brustkorb, hielt ihn ganz Fest, krallte sich in sein Hemd und drückte sich an ihn, das Gesicht, alles, ihr gesamter Körper, als wolle sie in ihn hineinkriechen, sich niemals mehr lösend. „Nimm mich in den Arm. Halte mich“ , flehte sie ihn an, ihr schluchzen nicht verbergen könnend. So sehr es auch schmerzte, hier war sie richtig, hier gehörte sie hin. Nichts würde ihr Entscheindung rückgängig machen. Auch nicht er.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Fr Aug 20, 2010 10:30 am

Zuerst passierte Gar nichts. Wie er so vor ihr hockte und nicht wagte sie anzuschauen aus Furcht, ihr Blick könnte ihn zerstören, schien eine Unendlichkeit zu vergehen. Sie musste abwägen. Sie musste sich entscheiden. Entweder ein Leben in Sicherheit und ohne ihn oder ein Leben auf der Flucht und jeden Tag der Gefahr ausgesetzt, dass sie jemand umbringen würde. Alleine um ihm damit zu schaden. Es war keine leichte Entscheidung und doch wand sich Kazel in diesem langen Moment der Reglosigkeit. Es war die reine Folter und er fühlte sich wie eines seiner Opfer, dass er gerade quälte, wenn er Informationen brauchte.
Und dann zerbrach die Stille, als sie sich regte. Nichts sagend nur bewegend. Er spürte durch die Taubheit seiner Wahrnehmung hindurch, dass Aylin einen zögerlichen Schritt auf ihn zumachte. Seine Hand senkte sich und fiel wie ein Stück totes Fleisch vor seine Knie. Sie konnte nicht gehen. Sie musste einfach bei ihm bleiben. Sie würde ihn töten, wenn sie von ihm ginge. Kazel konnte nicht mehr richtig denken. Noch ein Schritt.
Sie war fast bei ihm. Aber… Konnte er es ihr wirklich verübeln, sollte sie gehen? Wie hätte er wohl reagiert? Es stimmte nicht, was der Fremde, mit dem kleinen Jungen gesagt hatte. Kazel war weder kalt, noch herzlos. Er musste es nur in Sicherer Entfernung zu der Außenwelt verwahren. Sein Herz schlug doch wie jedes andere auch und es war ein Menschliches Herz. Er hatte zuvor schon geliebt und gehasst. Das waren doch alles menschliche Eigenschaften. Er war kein Monster. Er weigerte sich zu glauben, dass er nicht auch lieben durfte. Und er verwehte sich, sich einzureden, dass er nicht geliebt werden durfte.
Kein Schritt mehr.
Kazel spürte die Bewegung, noch bevor er sie im Augenwinkel sah. Aylin hatte sich herab gebeugt, um ihre wundervollen Lippen auf seine Wange zu setzten. Wieder hielt die Zeit an und doch zerrann der Sand der Zeit in seinen Fingern und ließ sie rennen. Viel zu kurz und doch viel zu lang. Kazel konnte sehr deutlich spüren, wofür dieser Kuss gedacht war und für einen Moment glaubte er zu fallen. Keine Liebe für den Todesengel… Dieser Kuss bedeute Abschied. Kazel fühlte wie ein Tonnenschwerer Stein in seinem Magen Platz finden wollte und dann war alles Taub. Die Stimme die ihm als ein Windhauch ans Ohr getragen wurde, war zerbrechlich und so wertvoll, dass er versuchen würde sie für immer in Erinnerung zu behalten. Seine gepeinigte Seele Schrie vor Entsetzen auf. Wie viel konnte er ertragen? Er hätte nie gedacht, dass er einmal in einer Solchen Situation sein würde. Und doch saß er hier und wusste weder ein noch aus. Es war wie ein nie enden wollender Alptraum. Er hatte gewusst, dass es ihn verletzen würde, aber dass es ihn umbringen würde, hatte er nicht geplant. Warum eigentlich? Nicht einmal Kallens Tod, hatte ihn innerlich so zerrissen, wie das hier.
Sie geht.
Wieso war sie ihm in so kurzer Zeit so wichtig geworden? Sie war wie sein Gegenstück, der zweite Flügel eines Körpers, der gebraucht wird, damit beide Fliegen können. Was nützten große Schwingen, wenn ein Flügel gebrochen und der andere verschwunden war? Kazel spürte, wie ihm Tränen die Wangen hinab liefen, als sich Aylin unaufhaltsam von ihm entfernte. Sein eben noch rasendes Herz war schlagartig so ruhig geworden, dass man hätte glauben können, es habe die Lust verloren weiterzuschlagen.
Stille.
Kazel merkte nicht einmal, wie ihm die Tränen auf seine Hände fielen. Es schien als wollten sie seine Sünden von diesen weg waschen. Aber er hatte nicht genug Tränen für das, was er getan hatte. Er hockte da und wagte sich nicht zu rühren, aus Angst er könnte den Geruch Aylins, der ihm immer noch anhaftete verwehen. Aus Angst er könnte das Gefühl ihrer Lippen auf seiner Wange vergessen. Die Illusion am Leben erhalten. Das war es, was er jetzt noch tun konnte. Jetzt wäre er eine leicht Beute gewesen, für jeden, der ihm ans Leben gewollt hätte. Aber das war ihm egal. Im Moment war ihm alles egal. Alles…
Und dann riss ihn irgendwas aus dieser Liturgie. Aylin? Er hob den Kopf und wurde in diesem Augenblick auch schon erfasst. Kräftige Arme legten sich um ihn. Rissen ihn aus der Schwebe und hielten ihn fest. Offenbar hatte nun auch sein Herz wieder Lust einen schnellen und starken Rhythmus zu schlagen. Fassungslos starrte er vor sich hin und versuchte alle Eindrücke, die nun auf ihn niedergingen zu verstehen und zu verarbeiten. Sein Körper Spielte verrückt. Seine Muskeln bebten, sein Herz hämmerte Seine Lunge suchte nach Sauerstoff, als gäbe es keinen und seinen Augen verschwamm die Sicht, weil nicht enden wollende Ströme von salziger Flüssigkeit ihren Weg nach draußen suchten. Konnte man vor weinen verdursten? Sie nahm seine Hände und wischte darüber. Die Tränen an ihren Ärmeln und seine eigenen vermischten sich zu einer Sinfonie der Hoffnung und Gnade. Nein, kein Blut. Noch…
Kazel sah Aylin an, als sie ihm zeigte, dass seine Hände sauber waren. Und dann warf sie sich in seine Arme und erflehte den Halt, den sie ihm gerade gegeben hatte. Widerstandslos ließ er es geschehen und legte seine Arme um ihren viel zu kleinen Körper. Kazel hatte Angst er würde sie zerquetschen, wenn er sie noch fester halten würde. Und dann lagen sie sich beide stumm im Arm. Erst Ewigkeiten später merkte Kazel erst, wie sich die Situation verändert hatte. Er nahm endlich war, dass sie bei ihm bleiben würde, das sie „ja“ gesagt hatte. Er bemerkte endlich, dass Aylin und er zusammen sein würden. Und erst jetzt versiegten die Tränen der Mutlosigkeit und klitzekleine, blitzende Freudentränen besiegten den Kummer. Sein Mund formte sich zu einem bezaubernden Lächeln und sein Körper entflammte wie ein Feuerwerkskörper. Er war elektrisiert und ein Kribbeln zog sich über seine Haut. Dann erhob er sich voller Energie und hob Aylin mit hoch. Er hielt sie vor seiner Brust und sein hüpfendes Herz trommelte wie ein Gefangener gegen diese. Er drehte sich einmal um die eigene Achse und schmiegte dann seine Wange an Aylins Scheitel. So verharrte er einen Moment und dann gab er ihr einen Kuss auf die Stirn. Er konnte sein Glück kaum fassen.
„Bis in alle Ewigkeit.“, seufzte er als Antwort auf ihre Forderung und schloss die Augen. So friedlich und so entspannt, war er lange nicht gewesen. Die Ketten seiner düsteren Vergangenheit lagen hinter ihm. Auch wenn sie ihn irgendwann wieder einholen würden, so genoss er das warme Licht, das Aylin ihm spendete. Seine eigene Sonne. Und sein persönliches Versteck, wenn düstere gestallten seiner eigenen Seele ihn verfolgten. Am liebsten würde er seine Schwingen ausbreiten und mit ihr verschwinden. Einfach so. Irgendwo hin, wo niemand sie je finden konnte.
„Lass mich nie mehr allein.“, forderte er nun seinerseits mit einer Stimme, die zu einem Engel und nicht zu einem Mörder gepasst hätte.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   So Aug 22, 2010 7:22 am

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Sanft hatte sie ihre Augen geschlossen, nicht erwarten könnend, das er sie endlich in den Arm nahm. Ihr Atem stand still den Moment nicht verpassen wollend, sie endlich halten wollend. Und da geschah es. Unendlich warm spürte sie, wie er sie an sich drückte, ihr das Gefühl der Nähe schenkte, sie hielt und nur sie. Wohlig fuhr ein kalter Schauer ihren Rücken entlang und ließ sie ergreifend auf seufzen als sie endlich ihrem Verlangen nachgegeben wurde. Einzig das war es was sie wollte. Glücklich in seinen Armen liegen. Ein zauberhaftes Lächeln, Verträumt und Zart umspielte es ihre sanften Lippen. Sanfte Tropfen berührten ihr Kopf. Sie drückte sich noch mehr an ihn, schmiegte sich an seine Brust und lauschte seinem Herzschlag, stark und kräftig wie er war. Nichts hörte sich schöner an. Ein Laut den sie niemals mehr missen wollen würde, um nichts in der Welt. Mit einem Mal wurde sie hochgehoben und in den kräftigen Armen Kazels gewogen, spürte seine Wange an ihrem Kopf und dann geschah es: Er küsste sie, küsste sie Wahrhaftig: Ein Kuss auf die Stirn. Seine Lippen berührten sie sanft und mit diesem Augenblick schien ihr Herz auszusetzen, für den Moment der Berührung. Er machte sie einmalig, Schutz und Geborgenheit versprach er ihr, schenkte ihr alle Zärtlichkeit. Doch sie empfand noch mehr. Unausgesprochen, ein Kuss mehr Wert als tausend Worte, ein einmaliges Zeichen. Bis in alle Ewigkeit. Sanft löste sie sich von seiner Brust, griff ihm um den Hals und schaute ihm tief in die Augen. Ein Traum war wahr geworden, nein viel mehr als das. Das Schloss zu ihrem Herzen war aufgedeckt worden, er besaß den Schlüssel, den Einzigen, und jetzt würde sie ihm alles geben, was sich darin befinden würde: Alles was er brauchen würde und noch viel mehr. Klar vernahm sie seine Worte und noch deutlicher war ihre Antwort: Vorsichtig näherte sie sich seinem Gesicht, und legte ihm ihre Stirn auf, das Gefühl des Kusses ganz deutlich noch da, schaute ihn fest an und hauchte ihm die Wahrheit zu: „Bis in alle Ewigkeit!“
In dem Moment in dem sie ihre Worte aussprach, wurde sie ihrer Bedeutung bewusst. Erschrocken schaute sie ihn an. Das Leben wie sie es bisher kannte würde jetzt dahin sein. Er wollte fort von hier, das hatte er ganz deutlich gesagt, und sie würde mit ihm gehen. So hatte sie sich entschieden. das war der Preis. Ein Kloß breitete sich in ihrem Hals aus, denn es würde bedeuten das sie ihre Familie zurücklasse, die Menschen die sie liebte, die sie aufgezogen hatten, die schon immer ein Teil ihres Lebens waren. Ihr Gesicht entspannte sich: „Ja, bis in alle Ewigkeit!“ bestätigte sie ihm nochmal. Vorsichtig strich sie ihm mit ohren Fingern über die Wange, schaute ihn liebevoll an. Dann löste sie sich von seinen Augen und legte ihren Kopf auf seiner Schulter ab und gab ihm einen zarten Kuss an den Hals, ihre streichelnde Hand zu seinen Haaren wandernd, dort verweilend und ihn kraulend.
Zeit der Veränderung. Noch nie war sie von Zuhause fortgegangen. Noch nie hatte sie überhaupt die Stadt verlassen, so verlassen das sie längere Zeit von ihrer Heimat entfernt war. „Ich möchte das du mit zu mir kommst, mit zu meinen Eltern. Sie sollen wissen das ich jetzt zu dir gehöre, ganz egal was sie sagen werden.“ Bestätigend schmiegte sie sich an ihn. Gehen würde sie niemals einfach so von Zuhause.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   So Aug 22, 2010 3:20 pm

Kazel genoss diese Zweisamkeit in dieser Nische der Stadt. Aylin und er würden nie wieder alleine Sein, das wusste er und auch wenn ihm bewusst war, dass Lien ebenso versucht hatte ihn aus der Dunkelheit zu ziehen. Auch sie hatte ihm viel Vertrauen und Wärme gegeben, aber das war ein anderes Gefühl. Seine Aylin schmiegte sich an ihn und gab ihm eine klare Antwort auf seine Forderung. Es war, als hätte ihm irgendjemand eine Eisenstange vor den Kopf geschlagen. So benebelt war er von dem Gefühlssturm, der in ihm tobte. Er sah, wie Aylin näher kam und sein Herz trommelte in einem schnellen Sprint gegen seine Brust. Als sie ihm die Stirn auf die seine legte. Er liebte dieses Mädchen und das fühlte er mit jeder Faser seines Körpers.
Und dann stutze er. Aylin sah ihn irgendwie erschrocken an und er befürchtete, dass er irgendetwas falsch gemacht hatte. Er sah bestürzt aus und beobachtete, was weiter passierte. Sie schien nachzudenken. Sie schien abzuwägen. Doch er wusste genau, dass sich an ihrer beider Entscheidung nichts mehr rütteln ließ. Es war beschlossen und würde auf Ewig bestehen. Selbst über den Tod hinaus. Er wartete geduldig, ehe sie noch einmal bestätigte, was er in seinem Inneren bereits gespürt hatte. Er lächelte sie glücklich an und genoss ihre Nähe. Auch als sie ihm mit den Fingern über den Kopf strich, seufzte er lautlos und genoss einfach nur. Und dann sprach Aylin erneut. Er sollte was? Zu ihren Eltern? Und was sollte er dort? Er nickte bedächtig und überlegte, warum er dort mit hin sollte. Es schien ihm unnötig, aber er würde Aylin diesen Wunsch nicht abschlagen.
„Wenn das dein Wunsch ist.“ Doch früher oder später musste er endlich zu seinem Informanten gehen, damit sie ihn nicht erneut verdächtigten. Liebevoll umfasste er erst die eine Hand Aylins und dann die andere. Er legte beide auf seine Brust und sagte: „Wir müssen bald gehen, daher sollten wir uns sputen.“
Es war nicht nur so, dass er neue Befehle bekommen würde, sondern auch dass er in dieser Stadt eindeutig zu auffällig gewesen war. Er würde Lien von hier weg schaffen und Aylin mit sich nehmen. Denn obwohl er hier ein gutes Leben hätte führen können, würde er sich nicht von der Organisation abwenden. Viel zu viel stand auf dem Spiel. Hier konnte er Aylin außerdem nicht beschützen.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   So Aug 22, 2010 11:57 pm

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Liebevoll schaute sie ihn an. „Ja, das möchte ich. Ich will ...“ Sie schaute ihn ein wenig verlegen auf die Brust, dann wieder zu ihm hinauf, „Ich will bei dir bleiben, denn so wie ich zu dir gehöre so gehörst du auch zu mir. Meine Eltern sollen wissen wie ich mich fühle und das ich glücklich bin bei dir, mit dir.“ Leicht verträumt fuhr sie mit ihrem Finger über seine Brust und folgte mit ihren Augen der Bewegung. “Ich bin sicher bei dir. Das weiß ich. Darum mach dir keine Sorgen, den egal was sie sagen werden ich lasse dich nicht alleine. Genauso wie wir die kleine Elfen mitnehmen werden und auch diesen Fremden mit seinem Kind.“ Wieder schaute sie ihn lächelnd an, ließ von seiner Brust ab. „Denn egal wo du hingehen würdest, ich würde dir folgen, selbst wenn du mir davonfliegen würdest. Du wirst mich nicht mehr los.“ Fröhlich lachte sie ihn an. „Und jetzt komm...“ , sie stockte kurz. „...mein Kazel.“ Beinahme hätte ich etwas dummes gesagt.
Ihrerseits ergriff sie nun seine Hände und zog leicht an ihnen. Sich von ihm zu trennen aus dieser wunderschönen Umarmung viel ihr schon schwer, das hieß aber nicht, das sie ihn deshalb loslassen würde. Außerdem musste sie überlegen wie sie es ihren Eltern am besten Nahe bringen würde. Würde sie weiter in seinen Armen gewogen werden, seine Geruch in sich aufnehmen, würde sie keinen klaren Gedanken zu Stande bringen. Es war so schon schwer genug. Entschlossen drehte sie sich nun und ging auf die Straße zu, ihren Liebsten an der Hand.
Egal wie sehr sie ihn auch mochte, das musste noch lange nicht für ihre Eltern wichtig sein. Sie war zwar niemandem versprochen, dagegen hatte sich ihr Vater schon immer ausgesprochen, denn er wollte das seine Kinder glücklich werden mit dem den sie wollten, aber schwer würde es mit dem was Kazel zu bieten habe dennoch. Sie konnte immerhin schlecht etwas über sein schwarzes Geheimnis erzählen, von dem sie selber noch nicht mal viel wusste. Damit würde sie sich befassen, aber erst wenn die Zeit dazu reif sei, wenn er bereit war ihr es zu erzählen, ohne Zwang. Solange würde sie ihm Blind ihr ertrauen schenken. Was sie jetzt wusste war ihr schon Vertrauensbeweis seinerseits genug,denn sie wusste er sprach die Wahrheit. Mehr könnte sie von ihm nicht verlangen. Sie hatte gesehen wie liebevoll er war, wenn auch nur für diesen einen Moment. Aber nur weil sie das alles wusste würde es nicht leichter werden. Was sollte sie ihren Eltern erzählen?
Die Straße hatten sie schon erreicht, auch waren sie schon Richtung Haus, es war immerhin nicht wirklich weit gewesen, da schaute sie ihn Hilfesuchend an. „Was sollen wir denn meinen Eltern sagen, ich liebe sie und möchte nicht gehen ohne das sie wissen was mit mir ist. Außerdem möchte ich mich von ihnen verabschieden. Sie müssen verstehen, das du es bist dem mein Herz gehört, aber...“ Sie verstummte. Ihr überstiegener Enthusiasmus erhielt einen spontanen Ruck, „aber ich weiß nicht wie ich es ihnen am Besten erklären soll.“ Große Augen schauten ihn an, ihr Körper schmiegte sich an seine rechte Seite, und legte sich seinen Arm um. Wenn es ein müsste würde sie lügen.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Mo Aug 23, 2010 1:40 pm

Als sie sich von ihm löste und ihn bei den Händen nahm folgte er bereitwillig. Auch ihm war klar, dass sie nicht ewig so umschlungen stehen konnten, auch wenn es ihm nichts ausgemacht hätte es trotzdem zu tun. Zuerst erklärte sie ihm, wie sicher sie sich bei ihm fühlte und sofort schossen Kazel wieder Gedanken durch den Kopf. Ob sie das wirklich war? Sie hatte ja keine Ahnung, in welche Gefahr sie sich begeben hatte. Sie konnte nicht abschätzen, wie gefährlich sein Leben war, aber offensichtlich war ihr das sowieso egal. Sie wollte bei ihm bleiben und er bei ihr.
Beim Gedanken an Lien gefror sein stetiges Lächeln für einen Moment. Und verschwand dann ganz. Er wusste nicht, ob sich jemand dem Haus nähren würde um sie anzugreifen. Zwar traute er dem Fremden zu, dass er sie beschützen konnte, aber wollte dieser das auch? Er hatte sie zwar nicht angegriffen, aber ob er sie verteidigen würde? Auf der anderen Seite würde niemand am heller lichten Tag angreifen, oder? Und dann schaute er seine Liebste überrascht an.
„Der Fremde auch? Wa…warum den dieser Kerl?“, er kannte ihn nicht gut genug, um ihm einfach so zu vertrauen. Aber für den Moment gab er sich geschlagen und nickte dann einfach. Er wollte sich nicht jetzt schon streiten. Schließlich würde sie gleich genug Probleme haben, wenn sie ihren Eltern erzählen würde, dass sie mit ihm gehen würde. Zumindest hatte er das so verstanden. Er selbst fand überhaupt nichts dabei. Aber das war wohl auch nicht verwunderlich, da er nie eine Familie gehabt hatte. Und plötzlich blieb sie stehen und fragte ihn was sie sagen sollte. Er schaute in ihre noch größer wirkenden Augen und suchte nach Worten. Er durchforstete sein Gehirn nach einer passenden Antwort gab jedoch gleich darauf auf. Woher sollte er das denn wissen? Zugegeben. Er war ein wahrhaftig guter Schauspieler und er beherrschte es perfekt zu lügen. Aber er wusste nicht, ob er das vor Aylin wirklich tun sollte. Schließlich könnte sie noch glauben, dass er auch ihr etwas vormachte. Sofort schüttelte er den Kopf und gestand sich ein, dass sie einfach wusste, was er für sie empfand.
„Sie dürfen nicht wissen, wer ich bin, sonst wären sie nicht mehr sicher. Ich kenne deine Eltern nicht und weiß nicht, was du ihnen sagen könntest. Aber was immer es ist, ich kann gut mitspielen.“
Und dann nahm er Aylin die Entscheidung ab, ob sie rein gehen sollten oder nicht, indem er die Türklinke hinunter drückte und Aylin die Tür aufhielt. Kazel sah in den Flur und in dem Moment kam ein Mann auf diesen getreten. Die Blicke des Vaters und Kazels trafen sich und Kazel blieb beinahe die Luft weg. Er sah den Mann an, welcher ihn anstarrte, als sähe er einen Geist. Kazel sog die Luft ein und neigte den Oberkörper ein bisschen hinab.
„Lange Tage und angenehme Nächte.“, sagte er höflich und tat gar nicht so, als stände er vor dem gesuchten Informanten. Was das Schicksal doch nicht alles vor gesehen hatte. Ausgerechnet dieser Mann, der ein Mitglied der Organisation war, war Aylins Vater.
„Und… und mögen sie euch doppelt vergönnt sein.“, antwortete der Vater und ging auf Aylin zu. Es schien so, als sei er besorgt oder gar geängstigt. Er nahm Aylin bei der Hand und wollte sie ein Stück von Kazel wegziehen. „Wo warst du nur, Aylin? Und warum bringst du diesen… Mann hier mit her?“ Immer wieder zuckte sein Blick zu dem Todesengel, der ihm sehr wohl bekannt war. Er kannte einige Gruselgeschichten über diesen Boten des Todes. Und seine Nackenhärchen stellten sich auf. Kazel wirkte nüchtern und ließ sich nichts anmerken. Er würde verhindern, dass seine Aylin gleich den nächsten Schock bekommen würde. Er war sich jedoch nicht sicher, ob Aylins Vater genauso dachte…


Zuletzt von Kazel am Di Aug 24, 2010 7:51 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Di Aug 24, 2010 2:36 am

Aylin


Sie vertraute ihm Voll und Ganz. Als sie dann sah, wie selbstsicher er die Tür öffnete, waren alle ihre Sorgen wie weggeblasen. Mit ihm an ihrer Seite konnte alles nur gut gehen. Tief holte sie Luft, als sie schon die vornehme Stimme Kazels vernahm. Überrascht schaute sie ihn an ehe sie eintrat. Sie hätte sich erwünscht zuerst auf ihre Mutter zu treffen, da es sich bestimmt mit ihr leichter hätte reden lassen, aber so war es jetzt nun mal. Den Gruß Kazels erwiedernd hörte sie ihrem Vater sprechen. Mit einem fröhlichem "Hallo, ich bin wieder da" , wollte sie den Raum betreten, doch ihr Vater zog sie direkt zu sich hinüber. Als ihr Vater sie an der Hand griff, schaute sie ihn verärgert an: „Was soll den Kazel von dir denken?" Dieser schien aber nicht nachgeben zu wollen. "AberVater lass das, was machst du da? Das ist Kazel. Er ist ein guter Freund von mir!" Sie wollte nicht direkt mit der ganzen Tür in Haus fallen, es zumindest mehr oder minder ruhig angehen lassen, doch gestaltete sich das Ganze doch schwer als gedacht. Stutzig wurde sie bei der Reaktion ihres Vaters. Selten hatte sie ihn so erlebt, eigentlich nur, wenn etwas ungutes ins Haus stand, aber jetzt?
Aus dem Nebenzimmer ertönte die Stimme der Mutter: „Johan haben wir Besuch da? Bitte ihn doch hinein. Ich habe Kaffee und Plätzchen schon gedeckt." Eine Frau im mittlerem Alter betrat das Zimmer und schnell war klar, von wem Aylin ihr Aussehen hatte. Ein wenig verdutzt schaute sie sich die Szenerie an, musste leicht schmunzeln und ging auf den vermeidlichen Jungen Mann zu. „Wie ich sehe bist du ein Freund meiner Tochter. So komm doch rein.“ Beruhigend legte sie ihrem Gatten eine Hand auf seine Schulter und lächelte Aylin kurz zu, dann wand sie sich wieder ihrem Gast zu, auch diesem ein freundliches Lächeln entgegen bringend: „Ich hoffe du magst Kaffee und Plätzchen. Sie sind von eigener Hand gebacken und es versteht sich doch von selbst das diese probiert werden müssen. Dann wand sie sich um, hoch zur Treppe: „Ally kommst du?“ Ein junges Mädchen, ein Kind gerade die vier Umläufe erreicht, zeigte sich an der obersten Stufe und schaute ein wenig verschüchtert auf sie alle hinunter. Unter einem Arm einen leicht verschmutzden braunen teddy tragend. Was hier wieder los war, konnte ganz deutlch an ihren blauen Augen abgelesen werden. Lange blonde Zöpfe hingen ihr links und rechts vom Kopf. Verunsichert wurde der fremde betrachted, ehe sie vorsichtig die Treppen hinabstieg. Auch sie konnte mehr als deutlich der Familie zugeordnet werden, kamen doch alle Kinder der Brunells deutlich nach ihrer Mutter.
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Kazel

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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Di Aug 24, 2010 8:08 am

Kazel beobachtete die Szenerie und war - wie immer, wenn er einem Mitglied der Organisation entgegentrat – in höchster Alarmbereitschaft. Und auch wenn man es ihm nicht ansah. Er hätte jede Zeit töten können. Kazel hatte keine Ahnung in wie weit die Familie involviert war. Die Mutter schien zumindest nichts zu wissen. Aber auch da konnte er sich nicht 100%ig sicher sein. Die Mutter war jedenfalls sehr freundlich und erinnerte ihn sehr an Aylins naive Art, die er so an ihr mochte. Es war schon komisch. In seinen Augen, war Aylin eigentlich kaum Lebensfähig, wenn man ihre Naivität und ihre körperlich und magische Stärke betrachtete. Und genau eine solche Person hatte sein totes herz wieder zum schlagen gebracht. Verrückt!
„Ich danke euch vielmals. Eine solche Einladung kann ich unmöglich ausschlagen.“ Er nahm Aylin nun seinerseits an die Hand und blickte den Vater des Mädchens an. Dieser warf ihn einen höchst misstrauischen Blick zu und überlegte sich schon, wie er den ungebetenen Gast wieder loswerden konnte. Denn eines war sicher. Auch bei aller Aufbringung seiner Kräfte, konnte er den Halbdämon nicht besiegen. Er ließ seine Tochter los und wendete sich seiner jüngsten zu, die gerade in geradezu niedlicher Schüchternheit die Treppe hinunter ging.
Kazel lächelte und dachte sich, dass diese Familie unmöglich von der Organisation gemacht worden war. Es war sehr deutlich, dass sein Informant seine Familie liebte und beschützen würde. Ähnlich, wie Kazel, seine Aylin beschützen würde. Er wusste, dass das ziemlich schwer werden könnte. Aylin von hier fort zu bringen. Denn er wusste ebenfalls, dass man höchstens Angst vor ihm hatte, wenn man seinen Namen hörte. Am liebsten ergriff man vor ihm die Flucht und sah zu, dass man ihm nicht begegnete. Ein tristes, aber manchmal auch angenehmes Leben.
„Möchtest du uns nicht vorstellen, Aylin?“, sagte er sanft und drückte ihre Hand ein bisschen, bevor er sie wieder los ließ. Er hatte angedeutet, was hier los war und noch längeres halten, wäre schon sehr unhöflich gewesen. Trotz dieser Situation war er ganz ruhig. Eigentlich untypisch für einen jungen Mann, der gerade seinen Schwiegereltern vorgestellt wurde.
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BeitragThema: Re: Sinari-Town   Di Aug 24, 2010 9:24 am

Aylin


Aylins Mutter schaute nach ihrer kleinen Tochter, schaute, wie sie vorsichtig die Treppe hinunterkam, während diese immer wieder den Blick an den Neuankömmling geheftet hatte. „Schau wo du hin läufst, sonst fällst du noch hin" , wurde sie freundlich ermahnt. Die letzten Treppenstufen wurde sie von ihrer Mutter auf den Arm genommen. „Ist das so?“ , schaute sie ein wenig verwundert erst Kazel und dann Ihre ältere Tochter an, als dieser davon sprach der Familie vorgestellt werden zu wollen: „Ich dachte Aylin, du hättest gelernt wie man sich verhält, wenn man einen Gast mit nach Hause bringt.“ „Aber Vater hatte sich....“ , sie musste gar nicht weitersprechen, denn dieser erntete für den kurzen Zeitraum eines Momentes einen vernichtenden Blick, doch eben so schnell hellte dieser wieder auf. Gastfreundlichkeit wurde bei ihr Groß geschrieben. Aylin ergriff den kurzen Moment für einen Neuanfang. „Vater, Mutter? Ich habe einen Gast mitgebracht.“ Sie deutete mit der gerade noch in seinen Hand ruhenden auf ihn. „Das ist Kazel.“ Sie lächelte ihn an, leicht verlegen, einfach nicht verstehen könnend, wie er so ruhig bleiben konnte, sie selber war sehr nervös und angespannt gewesen. Aylins Mutter lächelte beide an. „Sei gegrüßt Kazel. Ich bin Asinda. Und dieser kleine Spatz hier ist Allly.“ Unterstreichend gab sie ihrer kleine Tochter einen Kuss auf die Wange, welche glücklich auflachte. „Meinen Mann hast du ja schon kennengelernt.“ Schlussendlich deutete sie auf die Küche, aus der ein wohl duftender Geruch von frisch abgebrühtem Kaffee und leckeren Plätzchen kam. Aylin schaute kurz zu Kazel und deutete ihm an vorzugehen. Sie selbst folgte direkt.
Die Küche war recht groß und geräumig, hatte genug Platz für einen Esstisch und alles andere was sich nun mal in einer Küche befand. Im Offen prasselte angenehm ein wenig Holz im Feuer. Schnell wurde von der Mutter ein weiteres Gedeck auf den Tisch gestellt. Dann bat sie alle sich zu setzen: Aylin an der Seite, neben ihr Kazel, vor Kopf neben diesem saß ihr Vater, ihm gegenüber seine Frau. Einzig Ally hatte am meisten Platz saß sie dem jungen Pärchen doch gegenüber. Kaffee wurde eingeschenkt, Plätzchen herum gegen. Ein ganz normaler Nachmittag sollte seinen Anfang nehmen...
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