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 Wald der Seelen

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Aylin

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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   So Okt 03, 2010 8:37 pm

Aylin

Sie schaute nach hinten zu Kazel, als sie meinte ihn bemerkt zu haben. Auch er schien über den Anblick schockiert gewesen zu sein. Langsam wand sie sich von dem Kadaver ab und schaute Kazel traurig an. Irgendwo hatte sie erhofft eine Hilfe zu sein, doch als Wache taugte sie so gar nicht. Das war ihr nun mehr als deutlich klar. Entschuldigen wollte sie sich bei Kazel, doch er hatte schon seine Konsequenten aus dem ganzen gezogen und entschieden: Sie würden allesamt weiterreisen und zwar sofort.
Am Lager nahm auch Aylin sich einen Rucksack und stellte sich nah zu Kazel: „Es tut mir Leid.“ Als Lien auch auf der Ebene erschien grüßte sie sie leise mit einem „Morgen....“ Nebenher schaute sich das Mädchen noch um, ob irgendetwas sonderliches noch in der Umgebung sein könnte. Sie fand nichts dergleichen. Insgeheim hoffte sie das sie heute besser durchhalten würde, als an ihren ersten Reisetag.
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Kazel

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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   So Okt 03, 2010 11:35 pm

Kazel hatte Liens Worte gehört, aber nicht darauf reagiert. Schließlich war er viel zu sehr damit beschäftig darüber nachzudenken, wie es weiter gehen würde. Er konnte nicht wochenlang am Stück Wache halten. Das konnte niemand. Letztlich waren sie auch abreisebereit. Kazel sah sich noch einmal um, ob noch irgendwas rum lag und wollte gerade vorweg gehen.
Plötzlich hielt er jedoch inne. Nämlich als Aylin sich entschuldigte. SIE entschuldigte sich, wo es doch seine Aufgabe war, über seine Schützlinge zu wachen. Er konnte nicht begreifen, warum sie sich entschuldigte und musste einen Moment überlegen. Schließlich sagte er jedoch: „Aylin, wofür entschuldigst du dich? Es war doch nicht dein Fehler, sondern meiner.“ Er machte eine Pause und fügte dann noch hinzu: „Ich weiß, dass deine Ohren und Augen nicht so funktionieren, wie die meinen. Ich hätte wach bleiben müssen.“
Er jedoch entschuldigte sich nicht. Stattdessen ging er nun zielstrebig und in angemessenem Tempo vorweg. Sein Blick schweifte ständig über den Horizont und auch wenn es noch dämmrig war, konnte er gut sehen. Vor allem aber spitzte er die Ohren. Geräusche die eventuell vom Wind herangetragen wurden, waren nützlich um die Route richtig wählen zu können. Abgesehen davon gab es so gut wie keine Hügel, sodass man sehr weit blicken konnte und mögliche Gefahren konnten gut vorher gesehen werden.
Während sie so liefen schwirrten Kazel wieder seine Gedanken und Fragen durch den Kopf. Er erinnerte sich Aylin nach der Antwort des Herrn vom See gefragt zu haben. Er hatte aber keine Antwort erhalten oder erinnerte sich nicht. Also entschied er noch einmal nachzufragen.
„Auf meine Frage von gestern zurückzukommen: Was hat dieser Kerl im Wald euch gesagt?“
Ohne sich umzudrehen, stellte er die Frage. Er blieb auch nicht stehen. Es klang nicht mal so, als würde es ihn wirklich interessieren. Vielmehr hätte man glauben können, er stelle eine Frage über das Wetter. Verrückt, wie wenig Kazel von sich preis gab. Nun ja. Zumindest meistens.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 9:06 am

Unausweichlich, würde sie früher oder später wider mit ihm aneinander rasseln.
Nachdem sie alles gepackt hatten und aufbruchbereit waren, ließ Lien das Gebilde, welches ihnen Obdach geboten hatte, wieder in sich zusammen fallen.
Es sollten keine Spuren für ein Nachtlager über bleiben.
Schließlich hatte sie von Kazel zumindest gelernt, dass er keinen Wert auf die Gesellschaft Kortherreths oder Belphegors legt, wobei sie noch immer hoffte, beide wieder zu sehen.
Auf seine Frage hin murmelte sie wieder nur irgendwas vor sich hin, was Kazel kaum verstehen konnte.
Schließlich beschäftigte sie sich wieder mit Kael.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 3:49 pm

Aylin

Aylin gab sich Mühe dem Schritt Kazels folge leisten zu können. Sie ließ die Worte Kazels Reaktionslos über sich ergehen, auch wenn es in ihrem inneren ganz anders aussah. Sie spürte ganz deutlich das sie eine last war, eine Last die Kazel vielleicht gerne auf sich nah,. Doch für sie selbst war es tragbar. Sie sah einfach nichts in dem, wie sie helfen oder was sie machen konnte. Sie wahr ein Hindernis, nichts weiter. Unschöner Weise hatte Kazel die Frage vom Vorabend nicht vergessen und sprach diese auch gleich nochmals aus, nicht das die Situation sowieso schon unschön genug war. Aylin druckste ein wenig, wollte nicht direkt antworten, doch blieb ihr keine andere Wahl. Lügen würde sie nicht, dafür stand zu viel auf dem Spiel. Ein Kloß hatte sich in ihrem Hals einen sicheren Platz verschafft und erschwerte es dem Mädchen zu antworten. Sie blieb stehen, beschaute sich den Boden, als würde etwas sehr interessantes dort zu finden sein. „Der Herr des Sees sagte, das am Ziel unserer Reise einer von uns sterben wird.“ Sie sprach sehr leise, als wolle sie ihre Worte unwirklich erscheinen lassen, selber nicht ganz glauben wollend, was sie bedeuten würden und sich dennoch nicht davon lösen könnend. Einen kurzen Moment hielt sie Inne. „ICH WILL DA NICHT HIN!“ Ihre Stimme war überlagert von Wut und Trauer. Tränen standen ihr ins Gesicht: „Kazel, wo müssen wir hin, sag es mir! Ist es denn so wichtig das wir dahin gehen. Ist es so wichtig, das Lien dort hingebracht wird und ihr etwas geschieht, was sie vielleicht gar nicht will?“ Noch immer rührte sie sich nicht. „Was hast du davon, wenn du sie dahin bringst? Einer von uns wird sterben! Wer soll das sein? Lien? Ich oder Du?“ Für den Moment verhielt sich das Mädchen, als würde Kazel es schon die ganze Zeit wissen, überfiel ihn förmlich mit ihrer Wut. „Gibt es denn keine andere Möglichkeit? Können wir nicht einfach woanders hin.“ Ihre Beine gaben nach und ließen sie unsanft zu Boden fallen. Kniend saß sie nun da, niemanden Anschauend. Ihr blondes Haar umspielte ihren Kopf und gab keinen Blick auf ihr Gesicht frei, während der grüne Lederwams ihre feinen Tränen auffing und an den betroffenen Stellen dunkle Flecken bekam. "Ich will das nicht....", brachte sie unter Schluchzern hervor.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 9:03 pm

Es kam überraschend, was in den nächsten Augenblicken seiner Frage geschah. Lien schien gar nicht so zu tun als ob und Aylin druckste erst ein bisschen herum ehe sie endlich mit der Sprache heraus rückte. Erst war sie so leise, dass Kazel es kaum verstand, was sie eigentlich sagte. Doch al er der Bedeutung ihrer Worte gewahr wurde, schrie sie ihn auch schon an. Nun, zumindest schrie sie. Er war davon überzeugt, dass sie nicht direkt ihn anschrie, sondern eher ihrer Verzweiflung Luft machen wollte. Er konnte das auch gut verstehen, aber er sah nicht, was er dagegen machen konnte. Sie wollte nicht, und er musste. Was gab es da für Optionen? Ruhig war er stehen geblieben und hörte sich, an, was sie zu sagen hatte. Es war gut, dass er gefragt hatte. Zähneknirschend, dachte er an diesen Penner von Seeleiche und ballte die Fäuste. Warum musste diese Ausgeburt der untersten Hölle gerade so etwas von sich geben? Er schloss die Augen einen Moment und dann horte er einen dumpfen Aufprall. Er sah reglos auf seine Liebste hinab, die der Verzweiflung ergeben war.
Er hatte jedoch keine Ahnung wie er ihr helfen konnte. Es tat ihm weh, sie so zu sehen und er hätte sie am liebsten in die Arme genommen und ihr gesagt, dass sie weit fort gehen konnten. Lien nirgendwo hinschaffen würden, sondern einfach hingehen, wo sie wollten, aber… Er konnte es nicht. Der unerschrockene, todesmutige und kalte Todesengel war mit diesem jungen Ding überfordert. Er wusste absolut keinen Rat und war in solchen Dingen sowieso ein Gefühlskrüppel. Schließlich trat er noch einen Schritt vor Aylin und ging dann in die Hocke.
„Aylin…“ Er wusste nicht weiter. Wusste nicht, wie er seinen Satz nun weiter führen wollte, überlegte und kam zu dem Schluss, dass ihm nichts einfiel. Er konnte sie nicht belügen und die Wahrheit tat zu sehr weh. Doch letztlich tat er das, was er am besten konnte: Er sagte nüchtern, wie es war.
„Aylin, ich weiß nicht, wo diese Reise enden wird. Aber ich weiß, dass keinem von euch etwas zustoßen wird. Zumindest nicht so lange, wie ich bei euch bin. Und ich werde bei euch bleiben. Was ich auch weiß ist, dass wir nicht von unserem Weg abweichen werden. Tut mir leid.“
Den letzten Satz hauchte er nur, traute sich jedoch nicht, Aylin auch nur zu nahe zu kommen. Er wusste nicht, ob sie es geschehen lassen würde und fortgestoßen zu werden, hätte ihn vermutlich noch mehr verletzt, als so hilflos vor ihr zu hocken. Zum verrückt werden war das. Er wollte sie in die Arme nehmen ihr Schutz und Wärme geben, aber es ging einfach nicht. Er war maßlos überfordert. Er dachte noch einmal über ihre Worte nach und sagte schließlich.
„Ich weiß nicht, was mich oder Lien am Ende erwartet, aber ich versichere dir: Bringe ich sie nicht dorthin, werden wir alle sterben. Das kann dann nicht mal ich ändern. Also was ist dir lieber?“ Denn letzten Satz hätte er einfach lassen sollen. Wütend über sich selbst, hob er die Hände kurz hoch und ließ sie wieder nach unten fahren, als Geste dafür, dass er doch auch nicht wusste, was er machen sollte. Er war schon einmal an dem Punkt gewesen, einfach alles hinter sich zu lassen. Und doch konnte er es nicht. Wofür wäre Kallen dann gestorben?
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 9:24 pm

Aylins Ausbruch, ließ Lien das Herz fast zerreißen.
Das Mädchen hatte eine solche Angst vor dem, was da kommen sollte, dass sie die ganze Verzweiflung einfach raus schrie.
Lien schloß zu ihr auf, legte tröstend den Arm um ihr Schulter und sprach leise auf sie ein.
"Aylin ... Ich kann nicht sagen es wird alles gut und ich kann auch nicht sagen, der Herr des Sees habe gelogen, aber ... noch leben wir und noch ... entscheiden wir, was wir wann und wo tun. Es mag hart klingen, aber der Tod gehört zum Leben. verzweifele nicht jetzt schon. Genieße die Zeit, die wir alle zusammen haben: Wenn einem von uns etwas geschieht, ist immer noch zeit zu trauern. Vielleicht ... wird es aber gar nicht so weit kommen. Denke daran. Ein jeder ist seines Glückes Schmied."
Sacht streichelte sie Aylin über die Schulter, drückte sie sacht an sich.
Hätte sie diesen Ausbruch gehabt, würde Kazel sie anschreien und sie hinter sich her schleifen.
Irgendwie ... wollte sie ihm die Livitn lesen, doch Aylin ... sie würde darunter nur noch mehr leiden, würde Lien nun mit Kazel auch noch wieder dtreiten.
Denn noch ...
"Weißt du was Kazel? Kortherreth hatte recht. Du solltest frei sein und selbst entscheiden dürfen. Statt dessen tust du genau das, was man von dir erwartet. Sieh sie dir an. Sie liebt dich und würde ihr Leben mit dir verbringen. Statt dessen geht sie mit und lebt mit der Angst dich zu verlieren. Wider schmeißt du aus lauter Angst dein leben weg!"
sie war nicht einmal laut, aber dafür streng und wütend.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 10:04 pm

Aylin

Sie schaute das erst mal wieder auf, als Kazel sprach. „Und warum?“ warum werden wir nicht von unserem Weg abweichen?. Lien hatte sich neben ihr gesetzt, sprach zu ihr, doch Aylin wollte noch nichts dazu sagen. Es schien ihr gelegen zu kommen, das sie auch Kazel etwas sagte. Sie sprach von wem anderem, den sie nicht kannte. Freiheit. Irgendwo schien dieser Mann recht zu haben. Doch ihre Gedanken flogen wieder zurück zu ihrer Situation: „Unser Glückes Schmied?“ Ihre Stimme klang zaghaft. „Und warum bin ich dort draußen nicht gerade von den Herzhunden getötet worden? Aus Zufall?“ Sie schüttelte nur den Kopf. „Wir hätten alle sterben können. Keiner hätte was dagegen machen können... . Das war mehr als nur Zufall...“ Auch wenn Aylin nicht gläubig war, wie ein jemand der jeden Tag zu einem Gott betete, war sie schon der Ansicht, das es etwas wie eine höhere macht gab. Bislang war sie nie mit besonderen Menschen oder Wesen, Elfen oder Dämon zusammengetroffen, wie auch. Aber allmählich schien sie dies Menschen zu verstehen, die eine höhere Macht anbeteten. War der Herr des Sees vielleicht eine solche Macht? Es war nur ein kurzer Gedankengang, denn es drängte sich ihr noch etwas anderes auf, was sie loswerden wollte. „Lieber will ich eine kurze schöne Zeit als einen von euch zu verlieren. Wir wissen doch gar nicht, was uns erwarten wird. Richtig. Wie kannst du denn sagen, das wir das alles hier genießen sollen? Hast du dein Leben etwa schon aufgegeben und dich... “ Eigentlich meinte sie mit diesen Worten Lien, doch sie schaute Kazel an, da sie bemerkte wie hart ihre Worte waren, die sie da sprach.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 10:21 pm

Kazel nahm zur Kenntnis, dass es nun Lien war, die Aylin tröstete und er fand es irgendwie auch tröstlich zu wissen, dass sie die Worte fand, die ihm fehlten. Ein bisschen erleichtert war er schon und er fand außerdem, dass sie die Worte so gut gewählt hatte, aber das was danach kam, schürte in ihm schon wieder maßlosen Zorn. Wie konnte sie? Wie konnte sie es wagen? Wieso sprach sie den Namen aus? Der Name des Mannes, den er so verehrte und gleichzeitig auch hasste. Kortherreth!
Er drehte sich blitzschnell zu ihr um und funkelte sie an, als wolle er sie töten. Rote Wut glühte in seinen Augen. Sie besaß tatsächlich die Frechheit Ihn gerade jetzt vor IHR zu erwähnen. Er war versucht ihr eine zu verpassen, unterließ es jedoch, da Aylin direkt neben ihr war. Seine Fäuste ballten sich und sein Blut rauschte in seinen Ohren. Warum machte ihn der bloße Name dieses Mannes so wütend. Wahrscheinlich, weil Lien es war, die ihn aussprach.
„Du wagst es…“, seine Zähne knirschten aufeinander, als er sich zwang Ruhe zu bewahren und nicht laut los zuschreien. „Nimm den Namen nicht noch einmal in den Mund und hör auf mir vorzuwerfen, wie ich mein Leben lebe! Ich habe keine Wahl! Und du auch nicht. Du musst mich begleiten! Aber wenn du es vorziehst zu sterben, dann bleib doch einfach hier! Oder geh zu deinem heißgeliebten körperlosen Wohltäter!“
Er drehte sich um und schlug mit der Faust gegen einen nahestehenden Baum, wobei ein furchtbares Knacken ertönte, was scheinbar nicht von seiner Hand, sondern von der Nachgebenden trockenen Rinde herrührte. Dies geschah im Selben Moment, als Aylin ihre Ansprache beendet hatte. Er hatte die Schnauze voll. Er hatte es so satt! Er verharrte am Baum und sah auf den Boden. Er würde Lien niemals zurück lassen. Und ob sie das nun wollte oder nicht, sie schnitt ihm immer tiefer in die Seele. Erbarmungslos zertrümmerte sie den Schild, den er um sich aufgebaut hatte, während Aylin sich wie ein Dieb hinein schlich. Wie sollte er das durchhalten? Wie sollte er das Ende erreichen, wenn die beiden ihn schon zuvor auf dem Schafott richteten?
„Warum willst du wissen?“, sagte er dann gedehnt und eher halblaut, gleich so, als würde er zu sich selbst sprechen. „Ich verrate dir warum.“ Er ließ die Hand sinken und ging auf die beiden zu. Seine Augen schimmerten gefährlich bläulich. „Weil ich Kallen nicht umsonst umgebracht habe. Ich habe ihr Leben nicht für meins geopfert um es jetzt einfach so wegzuschmeißen. Ihr habt keine Ahnung, was mich antreibt und ich hoffe, dass ihr das nie erfahren werdet. Aber eines ist Fakt:“ Er schaute erst zornig auf Lien und dann mit dem selben Zorn auf Aylin hinab. Jedoch weichte sein Blick bei ihr ein wenig auf, ehe er sich wieder weg drehte. Er konnte sie nicht anschauen. Nicht so und nicht jetzt. Seine Stimme klang nun, als wäre es wieder alles egal. So als würde ihn das alles hier nichts angehen: „Hätte ich mein Leben aufgegeben, wäre ich nicht hier. Und würde ich es wegschmeißen wollen“ Er machte eine stilistische Pause. „würde ich dich auf der Stelle töten, Lien.“
Ein Panzer aus Eis war das einzige was ihn schützen konnte nicht unter der Last seiner Sünden zusammenzubrechen, aber diese Beiden schier unschuldigen Wesen, tauten das Eis schneller als es die Sonne hätte tun können.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 10:35 pm

Lien hielt Dickköpfig dem Blick Kazels stand. Kael stellte sich vor sie, fauchte ein wenig bei den Worten Kazels, ganz so als wolle er das Mädchen beschützen.
Auch Aylins Worte drangen an ihr Ohr, doch reagierte sie auf diese mild und tröstend.
"Wenn du immer mit der Angst lebst, was der nächste Tag bringt, lebst du nicht mehr wirklich. Wie ich sagen kann, du sollst es genießen? Ganz einfach. Du hast nur die Wahl zurück zu kehren, und dein Leben in Angst vor dem Morgen zu leben oder mit uns zu gehen, eine schöne, wenn auch anstrengende Zeit zu verbringen und zu wissen, was du hattest. Irgendwann sind wir alle einmal dran. Der eine früher, der andere später, aber bis dahin, werde ich versuchen dir eine Freundin zu sein und für dich da zu sein, damit wir uns gegenseitig in guter udn freudiger Erinnerung behalten können."
Kazels Gefühlswechselbad war ihr einfach zu wieder.
Ein Kerl der eine Eismauer um sich herum baute, so tat als habe er keine Gefühle und doch war er schwer verliebt, womit er verwundbarer als sonst wer war.
"Oh ja .. Großartig. Deine Schwester hätte sicher gewollt, dass du so weiter lebst. Wie recht du hast. Weißt du was? Ich wünschte er wäre hier und würde dir den Kopf waschen. Ich spreche den Namen aus, wann ich es will. Kortherreth, Kortherreth, Kortherreth ... hörst du? KORTHERRETH!!!"
Mit diesen Worten stand sie auf, machte sich gefasst darauf, von ihm eine Abreibung zu bekommen, doch war sie nun nicht mehr so wehrlos, wenn gleich sie noch das eine oder andere an Übung nötig hätte.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 11:07 pm

Aylin

Ja, sie hatte wirklich etwas gemeines gesagt und so gleich bekam sie von Kazel die Meinung gesagt. Lien meinte es nur gut mit ihr. Das verstand sie auch, dennoch war sie von ihrer Meinung nicht überzeugt. Andererseits schien sich Lien mit dem ganzen abgefunden zu haben, stattdessen wollte sie ihr lieber eine gute Freundin sein. Stumm nahm sie sich das an, was sie sagte, auch wenn sie es weniger mit dem gesagten sonder eher mit der Bindung begründete.
Irgendwo verstand sie Kazel, das er sein Leben nicht anders führen konnte. Zumindest glaubte sie das, doch hätte sie es nicht besser sagen können, als Lien es tat. Seine Schwester hätte bestimmt nicht gewollt, das er so etwas tun würde. Irgendwie konnte sie sich genau in diesen Gedanken hineinversetzen, das auch sie es nicht wollte. Doch verstand sie nicht von dem ganzen Umstand, den Kazel mitbrachte. Kazel provozierend sprach Lien jedoch weiter und sprach diesen Namen aber mal oft aus. Ehe Aylin reagieren konnte, geschah was geschehen musste.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 11:33 pm

Kazel hörte kaum noch zu und Lien bewegte sich auf Messers Schneide und in ihrer grenzenlosen Dreistigkeit forderte sie Kazel heraus. Sie schien nach Schmerzen zu betteln und Kazel erfüllte ihr diesen Wunsch nur zu gerne. Seine flache Hand schlug ihr so schnell gegen die Wange, dass man eigentlich nur einen Strich in der Luft sehen konnte und auch die Wucht des Schlages, war dementsprechend groß. Liens Lippe platzte auf. Kazel scheute sich nicht davor sie weiterhin anzuschauen. Aylin blendete er aus, weil er glaubte, würde er sie jetzt anschauen, würde sein Zorn in furchtbare Scham übergehen.
„Du kennst sie nicht und du bist auch nicht wie sie, also…“, sagte er laut, unterbrach sich jedoch selbst. Er sah in das zur Seite gekehrte Gesicht von Lien und sah, wie ihr Blut am Mund herab ran. Unheimlich und eben so scharf wie seine Klingen schob sich das Bild von Kallens blutverschmiertem Gesicht vor seine Augen. Er spürte, wie sein Herz aussetzte und schaute Lien gedankenverloren an. Nicht mitbekommend, was um ihn geschah, ging er einen halben Schritt zurück. Er war wie in Trance und beendete seinen Satz flüsternd: „Warum verfolgst du mich?“ Die Frage blieb in der Luft hängen als er gleich darauf feststellte: „Du bist nicht Kallen…“ Doch warum sehe ich sie immer wieder vor mir? Du bist ein Fluch Lien Dachte er sich und richtete sich wieder stolz auf. Dann lehnte er sich, ohne noch einmal nach den beiden zu schauen gegen den von ihm verletzten Baum. Er hatte kein Bedürfnis auch nur einen Schritt noch zu gehen und er hatte keine Ahnung, ob er überhaupt noch weiter gehen wollte. Er hatte sein ganzes Leben lang gekämpft, hatte sein ganzes Leben lang für diesen einen Tag weiter gemacht. Hatte Schmerzen, Demütigungen und Verluste hingenommen, nur für diesen einen fernen Tag. Und nun, wo er zum greifen nah war, machte ihm dieses Elfenmädchen seine ganze Planung zu Nichte. Sie nahm ihm all seine Ziele und das nur, weil sie so aussah wie sie! Nein, sie benahm sich auch noch so! Und sie war genauso dreist
Außerdem… Er dachte wieder an den toten Kalten Körper. Vollkommen mit ihrem eigenen Blut besudelt. Er legte seinen Kopf auf seinen Unterarm, der auf seinem angewinkelten Knie lag. Er konnte nicht mehr. Nicht mal Aylin hätte ihn jetzt aufheitern können. Nicht mal sie…
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Okt 04, 2010 11:42 pm

So schnell, wie Kazels hand in ihr Gesicht schlug, konnte sie gar nicht reagieren.
Fast tat es ihr leid, dass sie ihn einmal mehr bis aufs Blut gereizt hatte.
Der metalische Geschmack des Blutes, sammelte sich in ihrem Mund.
Die Lippe war durch die Wucht des Schlages aufgeplatzt.
Lien hielt Kael fest, der wild fauchte und Kazel am liebsten in Stücke gerissen hätte ... Nun gut ... zumindest hätte er ihm gern einen Abdruck seiner durchaus spitzen Zähne, in seinem Allerwertesten hinterlassen.
Lien sagte nichts mehr.
Eine Hand legt sie auf ihre Wange, welche brannte als habe man ihr ein Stück heißes Metal auf eben jene gelegt.
Das Blut spuckte sie auf den Boden.
Blieb nur zu hoffen, dass die Herzhunde ihr Blut nicht all zu schmackhaft fänden, denn sie würde sich ungern an weiteren Wesen vergreifen wollen.
Aus dem Augenwinkel konnte sie sehen, wie Kazel ein Schritt zurück ging.
Er schien geschockt zu sein, doch war die Frage weshalb.
Leis waren seine Worte, doch sie verstand sie.
Ein wenig vrltzt, sah sie ihn an.
nein, sie war es nicht, aber so wie er reagierte ... musste sie ihr sehr ähnlich sein.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Di Okt 05, 2010 12:32 am

Aylin

Sie hörte den Knall. Das fiese Geräusch von einer Hand, die ein Wange kräftig schlug. Nur kurz schaute sie zu Kazel nahm aber gar nicht wahr, was genau er eigentlich tat. Hingegen kümmerte sie sich um Lien, welche mehr schaden von dem Schlag erlitten hatte, als erhofft. Sie betrachtete kurz ihre Lippe und sah das Blut, welches sie ausspuckte. Ohne nachzudenken tat sei es einfach und schrie Kazel förmlich an. „Er hätte das bestimmt nicht gewollt.“ Wut stand ihr in den Augen geschrieben, das er es wagte sie zu schlagen. Sie würde Lien nicht alleine stehen lassen, nicht bei dieser Sache, so sehr Kazel auch ihre Liebe empfing. Sie sah sich genau an, wie er am Baum stand, seinen Kopf auf dem Arm abgelegt. Ihr war in diesem Moment nicht klar, warum er das tat, sah sie doch nur ihre Wut und die Handlung, welche er tat. Sie ballte ihre Fäuste, darauf anlegend ebenso die selbe Strafe zu erhalten wie Lien es tat. Auf verschobene Weise war es ein Freundschaftsdienst. „Ich kann mir nicht vorstellen, das er es gewollt hätte...“ Sie machte eine Pause, damit sie sich sicher sein konnte, das er hörte, was sie sagte: „Kortherreth!“ Würde der unwissende Träger dieses Namens Wissen, was mit diesem gerade getrieben wurde, mit Sicherheit hätte er sich verflucht. Doch dem ganzen nicht genug gesellte sich kurz nach ihrer Stimme ein einzelnes Lautes jaulen, unweit von ihnen entfernt, dennoch unentdeckt.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Di Okt 05, 2010 1:42 am

Kazel hockte auf dem Boden und versuchte nicht in seinen Gedanken abzugleiten und er versuchte sich zu konzentrieren, um nicht den Verstand zu verlieren. Schließlich suchte er in Lien immer wieder seine Schwester und er hasste Lien dafür, dass sie ihn wie ein Gespenst verfolgte. Er hasste es, dass sie ihm ein schlechtes Gewissen machte und er hasste es, dass er so schwach war sich überhaupt ein schlechtes Gewissen einreden lassen ließ.
Wie er so da saß bekam er nicht mit, was die anderen beiden trieben und als Aylin das Wort ergriff zuckte er leicht zusammen, denn sie war die einzige Person, die ihm mehr bedeutete, als Kallen es getan hatte. Er schloss die Augen und verstand im ersten Moment nicht, warum sie von „Ihm“ sprach. Wusste nicht so recht, wen sie meinte. Beim zweiten Mal dämmerte es und bei dem Namen, war es ihm dann vollends klar.
Blinder Zorn kochte in ihm auf. Diese Ausgeburt der Hölle hatte sich in sein Leben geschlichen und im Vergebung gewährt. Ihm Schutz geboten und ihm Freiheit versprochen. Aylin nannte diesen Übeltäter beim Namen, ohne dass sie ihn überhaupt kannte und zu allem Überfluss schrie sie ihn auch noch an. Was war eigentlich geschehen, dass al dies so aus dem Ruder gelaufen war? Er konnte es nicht genau sagen. Nur ein hauchdünner Gedanke schob sich ihm in den Kopf, der ihm sagte, dass alles mit der Frage angefangen hatte. Mit seiner Frage nach der zweiten Antwort und die wiederum war die Schuld von diesem verfluchten Herren des Sees. Dieser Scharlatan! Diese verruchte Kreatur! Er hatte ihm damals auch eine zweite Antwort gegeben und er hatte ihm damals auch gesagt, dass er ihn wieder sehen würde. Wie recht er doch gehabt hatte. Dieser verdorbene Halbgott hatte ihm damals gesagt, dass er seine Schwester zu Unrecht ermordet hatte. Dass sie ihn nicht verraten hatte, sondern, dass man ihm etwas vorgespielt hatte. Diese Intrigen hatten zur Ermordung gefehlt und sein Meister war es gewesen, der den Stein ins Rollen gebracht hatte.
Und nun kamen diese zwei Gören dahergelaufen und wollten alles umkrempeln? Es tat weh, wie Aylin Lien in Schutz nahm und zugleich erfreute es ihn. Er wusste nicht, was er fühlen sollte. Er wusste nicht, ob er zornig, traurig oder sonst irgendwas sein sollte. Das war der Grund, warum der gefürchtete Todesengel eigentlich keine Gefühle zeigte. Sie machten einen schwach und durchschaubar. Eigentlich hätte er die zwei auf der Stelle getötet, aber unter diesen Umständen, dachte er nicht einmal daran. Viel zu wichtig waren sie, als dass er ihnen den Garaus machen würde.
„Warum tust du das?“, fragte er schließlich resignierend, ohne sich umzuwenden. Er dachte zurück an seine Kindheit. Dachte an die unbefleckte Vergangenheit, die er einstmals besessen hatte. Dachte an seine Schwester und an die gemeinsame Zeit des Friedens.
„Was habe ich getan, dass ihr euch offensichtlich in den Kopf gesetzt habt mir das Herz herauszureißen und meine Seele in den Flammen der Vergangenheit brennen zu lassen? Buße für meine Taten? Damit kann ich leben. Wiedergutmachung für all die Toten, die niemand zu Grabe getragen hat? Auch das ist in Ordnung. Aber Strafe für das Leben, das ich mit allermacht zu verteidigen gesuchte… das ist zu viel.“ Seine Stimme war monoton und ohne Gefühlsregung. Auch wenn man ein bisschen heraushörte, dass er aufgegeben hatte. Auch seine Körperhaltung war ein deutliches Zeichen, dass er aufgegeben hatte.
„Ein Auftrag. Dich dorthin bringen, wo das Ziel ist. Das ist mein Auftrag und das ist der Tag, auf den ich gewartet habe. Freiheit, Lien. Freiheit erkauft durch ein weiteres Leben auf meinem Blutigen Pfad. Meinst du, das hat sie gewollt? Meinst du Er will das?“
Er atmete kurz auf und seine Atemzüge flatterten ein bisschen, als müsste er sich zusammen reißen, seine Sprache nicht zu verlieren. „Weißt du, es ist mir gleich, was sie gewollt hat. Und schon gar ist es mir gleich, was ER will. Ich habe diese Narben nicht, weil ich getan habe, was andere gewollt haben.“ Er deutete auf seinen Rücken. „Nein…“, flüsterte er beängstigend und hasserfüllt. „Ich habe sie, weil ich getan habe, was getan werden musste, um dort herauszukommen.“
Kazel regte sich kein Stück als er das jaulen in nicht allzu weiter Ferne hörte, das einzige was er jedoch tat, war seinen Dolch zu zücken und ihn neben sich in den Boden zu rammen. Dort ließ er ihn dann verharren und sagte eine ganze Weile gar nichts. Dann sprach er jedoch weiter.
„Ich habe sie nicht getötet, weil ich es musste…“ Er überlegte gar nicht erst. Er war ohnehin nervlich am Ende und warum nicht gleich alle Karten auf den Tisch legen? Er fühlte sich müde und erschlagen von dem Gewicht der Worte, die ihn getroffen hatten. Selbst die von Aylin. „Ich habe sie getötet, weil ich es wollte. Sie hatte mich verraten, hatte mich ans Messer geliefert und all meine Hoffnung zerstört…“ Er rief sich ihr Bild vor Augen. „Sie hat gelächelt, als sie durch meine Hände starb. Und wisst ihr warum? Sie hat gewusst, dass ihr Tod mich beschützen würde.“ Wieder eine kurze Pause. Ein lauschen vielleicht? „Ich hatte mich jedoch geirrt. Ich habe sie zu Unrecht ermordet.“ Und aus diesem Grund, würde er Lien dorthin bringen, wo sie hin musste. Einer musste sterben nicht wahr? Und er wusste auch genau wer. Schließlich und endlich hatte er eingesehen, dass es keine andere Möglichkeit mehr gab, als dass er sterben musste. Er hatte eingesehen, dass er nicht eher frei sein würde, als bis das der Tod ihn in seine sanften Hände nehmen würde. Natürlich behielt er das für sich.
Ein neuerliches Jaulen folgte. Kazel rührte sich jedoch immer noch nicht. Er schien wie betäubt und außer Stande sich zu bewegen. Und dann richtete er sich ganz abrupt auf, so als habe ihn irgendwas gestochen und wendete sich zu dem unheimlichen Geräusch.
„Und es gibt keinen Tag, an dem ich nicht meins für ihr Leben tauschen würde.“, sagte er nun sehr ernst und emotionsgeladen. Dann schritt er langsam mit beiden Dolchen bewaffnet zwischen das Geräusch und die beiden Mädchen. Er sah konzentriert und zornig aus. Jedoch wohl eher über diese Störung. „Und jetzt… Jetzt mögt ihr über mich richten, jetzt, wo ihr wisst, was ich tat.“
Er blieb abwartend stehen und wartete darauf, dass er noch einmal ein Zeichen vernahm. Ein Zeichen von der Herzhund-mordenden Bestie oder zumindest diesem Vieh, was gejault hatte. Er würde es in der Luft zerreißen, wenn er es in die Finger bekam. So zumindest fühlte er sich gerade
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Di Okt 05, 2010 4:26 pm

Aylin hielt zu ihr, nahm sie in Schutz, was Lien nun wirklich nicht erwartet hatte.
Das Menschenmädchen hatte das Herz am rechten Fleck.
Für inen M oment glaubte sie, Kazel wollte auch ihr ine Ohrfeige geben, doch das würde er nie tun.
Aylin zu verletzen kam für ihn nicht in Frage, egal was sie ihm an täte.
Einen Dankbaren Blick warf Lien nun Aylin zu, ehe sie Kael besänftigte, indem sie ihm was ins Ohr flüsterte.
Das Blut lief ihr noch immer über die Lippen und noch einmal musste sie Spucken, ehe sie vorsichtig mit der Zunge über die geplatzte Stelle leckte, um die Blutung zu stillen.
Was Kazel da erzählte, klang furchtbar.
Es erklärte die Höllenqualen, die er seit Jahren durchlebte.
Sicher... was er als Kind erlebt hatte und auch weiterhin, was er durchmachen musste, erklärte er nicht, doch Lien hatte es in ihren Träumen gesehen.
Das seine kleine Schwester ihn verraten hatte, hätte sie es denn wirklich getan, rechtfertigte jedoch nicht den Mord an ihr.
betroffen stand sie da, wusste nicht, wie sie nun reagieren sollte.
Ratlos sah sie zu Aylin.
Kazel nun eine Entschuldigung entgegen zu bringen, wäre eine Möglichkeit und denn noch ...
Er konzentrierte sich gerade auf irgendwas, was da scheinbar erneut einen Herzhund getötet hatte und sich ihnen näherte.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Di Okt 05, 2010 4:31 pm

Aylin

Alle Wut verflog, als sie sah, was sie da eigentlich angestellt hatte. Kazel war fertig, am Ende, nicht fähig sich weiter gegen die Worte der beiden zu erwehren. Warum sie das alles tat? Sie wollte das beste für ihn, wenn gleich das gerade ein Akt der Wut war, so wie er Lien behandelt hatte. Was mochte Kortherreth nur für ein Mensch, oder ein Wesen sein?Still lauschte sie ihren Worten. Gerne hätte sie etwas gesagt. Doch das hätte nur wenig Anklang gefunden. Gerade durfte sie nichts sagen. Sie mochte nicht über ihn richten. Sie horchte in ihr Inneres welches seine Worte noch einmal wiederholte, abwägte, welche Gewichtung wie anzusehen war, was wann und wo passiert sein könnte Dennoch bezweifelte sie, das er frei sein würde, sollte er Lien weggebracht haben. Zumindest verstand sie schon einmal, das sie ihn nicht davon abbringen konnte weiter zu gehen. Für ihn war es wie ein Schimmer am Horizont. Sie setzte sich auf ihre Fersen und wartete ab, während sie mit ihren Armen die Beine umschlungen. Wahrscheinlich konnte das Mädchen im Moment gar nicht ermessen, was genau Kazel alles sagte. Ein weiteres Heulen ertönte, doch es war ihr egal. Ihnen würde schon nichts passieren. Traurig schaute sie Kazel an. Er hatte Dinge erlebt die ihr mehr als Fern von allem anderen blieb, Dinge die sie nicht nach vollziehen konnte. Ihr Gewissen plagte sie, das sie nichts tat, nein, nichts für ihn tun konnte. Statt ihm eine gutes Mädchen zu sein, hatte sie ihn nur noch weiter verletzt. Ihr Hals schmerzte. In ihren Gedanken suchte sie passende Worte, welche vielleicht Kazel trösten würden, doch fand sie keine, sie wusste nicht was, besser gesagt wie sie es sagen sollte. Sie drückte ihre Handflächen auf ihre Knie und richtete sich langsam auf. Ruhig schritt sie auf Kazel zu, stellte sich in seinen Rücken. Sie beschaute sie diesen. Ihre Gedanken waren verwirrt, doch ihr Herz riet ihr, ihn hinzunehmen wie er war. Sie mochte ihn. Vergangenheit war Vergangenheit. Vielleicht hatte sie ihn deshalb getroffen und sich in ihm verliebt, weil ihr vorbestimmt war, ihm zu zeigen, was die schönen Seiten des Lebens sind, und er es noch immer Wert ist diese zu erfahren. Sie zögerte. Einerseits stand Kazel mit den Waffen bereit sich in einen Kampf zu stürzen, von dem sie noch nicht mal den Widersacher sah, andererseits wollte sie ihm in diesem Moment nah sein, sofern er es zuließ. Immer noch schaute sie auf seinen Rücken. „Kazel... Ich mag nicht über dich richten, nicht weil ich es nicht kann... sondern weil ich es nicht darf. Dafür werde ich dich daran messen was du nun tust.“ Ihr Blick wanderte hoch zu seinem Schopf, dann schloss sie ihr Augen. Fast ungeschickt drückte sie sich an seinen Rücken, umschlang seinen Oberkörper und drückte sich kräftig an ihn. Deutlich war es seine Wärme, die sie spürte. „Ich weiß nicht viel von dir, doch das was ich weiß ist, das ich dich liebe. Ich nehme dich so wie du bist... Ich werde deine Vergangenheit ruhen lassen auch wenn ich bestimmt noch fragen habe. Lieber möchte ich nur noch kurz mit dir zusammen sein, als dich so gequält zu sehen.“ Irgendetwas lastete ihr noch auf der Seele, doch wusste sie nicht was es, war noch hatte sie den Kopf dafür sich noch weiter darum zu kümmern, was es sei. „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der Stärker war als du...“ Das sie damit nicht seine Körperkraft meinte, musste er selber herausfinden.
Was sie jedoch nicht wissen konnte, war das was sich nicht vor ihrem Augen befand. Wie aus dem nichts stand in einiger Entfernung für den Bruchteil weniger Sekunden ein seltsames Wesen. Einem Wolf gleich war sein Körper wenn auch ungleich größer als seine scheinbaren Artverwandten. Ein klares Weiß hatte das Fell. Erhobenen Hauptast schaute sich das Wesen Kazel aus seinen blauen Augen an. Der Kopf sank langsam nach unten, die Zähne fletschten, während die Rute sich bedrohlich nach oben neigte. Die Krallen rutschten nach vorne. Blaue Flammen entzündeten sich auf dem Fell und ließ das Tier brennen. Mit nächsten Augenblick verschwand es in einem flammenden Wirbel. Nichts war mehr zu sehen von dem Wesen und so sollte es auch bleiben, vorerst.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Di Okt 05, 2010 7:33 pm

Kazel vernahm Aylins Worte, spürte ganz deutlich, wie sie hinter ihn trat und merkte, dass sie der helle federleicht Teil seiner dunklen, schweren Seele war. Sie machte ihn ganz und er bereute nicht, erzählt zu haben, was sein Innerstes jeden Tag aufs neue in Brand steckte. Sie drückte sich an seinen Rücken und ihre Nähe lenkte ihn nicht nur ab, sondern zwang ihn beinahe seine äußerste Spannung aufzugeben. Sie wollte ihn nicht richten? Nun das stand einzig und allein in ihrem Ermessen. Er fragte sich nur, warum. Lien schien gar nichts mehr dazu sagen zu wollen und dann wurde Kazel auch schon wieder abgelenkt, wie aus dem Nichts tauchte das große Geschöpf vor ihm auf. Ein Wolf? Es hatte blaue Augen, die wie Gletscher aussahen und funkelte ihn an. Das Schneeweiße Fell unterstrich die Assoziation mit den Gletschern in der Hochebene. Und selbst das Feuer, was auf dem Körper der Bestie angefangen hatte zu brennen, war Blau, wie das Eis, dass man dort oben fand. Alles in Allem war dieses Vieh einfach nur beängstigend.
„Was zum…“, presste Kazel hervor, der so etwas noch nie gesehen hatte und da verschwand das Ungetüm auch schon wieder. Wie vom Donner gerührt stand er da und blieb einen Moment starr stehen. Er konnte sich nicht erklären, warum der große „Wolf“ das Weite gesucht hatte. Warum hatte er nicht angegriffen? Kazel war ratlos und bewegte sich dann irgendwie mechanisch. Indem er sich sanft aus Aylins Umklammerung löste und sie stattdessen nun seinerseits vor seiner Brust in die Arme schloss. Er wollte kein Wort mehr über das gesagte verlieren. Wenn sie unbedingt mehr über ihn wissen wollte, musste sie eben fragen.
Die Umarmung, die soeben gemacht wurde war viel zu gut, als dass er sie freiwillig von selbst gelöst hätte. Er legte seine Wange auf ihren Scheitel und verharrte so. Dabei schloss er die Augen und fragte sich neuerlich, warum er dieser reinen Existenz so etwas schreckliches zumutete.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Di Okt 05, 2010 10:10 pm

Lien ... war sich nicht sicher, was sie hatte sagen oder tun sollen, doch als der Wolf auftauchte ... war sie völlig fasziniert von diesem Wesen.
Am liebsten wäre sie zu ihm gegangen und hätte sein Fell nur zu gern berührt.
Genau so plötzlich wie er aufgetaucht war, war er auch wider verschwunden.
Kazel schien eben so verwundert, doch Aylin wusste ihn wohl ab zu lenken, was ihm durchaus gut tat.
Lien war dankbar, dass Aylin Zugang zu Kazel hatte und glücklich, dass sie ihm so viel bedeutete.
Endlich hatte er ausgesprochen, was ihm auf der Seel gelegen hatte, hatte Lien verstanden, warum er so war, wie er war.
Nun konnte er beginnen zu leben, beginnen seine Zukunft mit Aylin zu planen, nachdem Lien aus dem Weg wäre.
Sie hatte nur den Wunsch, zu IHM zu kommen.
Zu dem, der sie rief, auch wenn es ihren Tot bedeutete.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Di Okt 05, 2010 11:25 pm

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All ihre Aufmerksamkeit galt nur einer Person. Unbestimmt lange hielt sie sich an ihm fest. Der Ausruf Kazels verwirrte sie und sie wollte nachfragen, was sei, da sie von dem Wesen nichts mitbekam, was sich vor den anderen Beiden entpuppt hatte. Doch unterließ sie es. Kurz dachte sie, es würde mit ihr in Verbindung stehen, das sie es wagte ihn zu Umarmen. Sie wollte ihre Umarmung lösen, spürte wie ihr Herz schwer wurde, lockerte den Griff. Im nächsten Moment hätte sie sich weggedreht, doch war es Kazel jetzt, der sich zu ihr umdrehte und sie in den Arm nahm. Seltsam war der Moment für den ersten Augenblick, da die eine Handlung nicht mit der scheinbaren Aussage zusammentraf. Doch das war ihr jetzt egal. Was sollte sie es kümmern, wenn er, Kazel, da war. Jetzt war es an kazel sie zu halten, somit legte sie ihre Hände auf seine Brust ab und genoss einfach die Nähe zu ihm. Irgendwie war es schon seltsam. Je mehr sie einen Streit hatten, es zu Ärger zwischen den beiden kam, um so schöner war die Versöhnung. Aber konnten die beiden nicht einfach so nahe beieinander sein, ohne Streit? Zwei, vielleicht drei tage waren sie nun gemeinsam unterwegs und ihre Gefühle hatten mehr erlebt als die letzten drei Jahre. „hab ich dir eigentlich schon einmal gesagt, wie schön es ist von dir gehalten zu werden.“ Sie wagte nicht ihren Kopf weiter zu bewegen als nur zum sprechen. „es ist einfach wunderschön...“ Ihre Stimme war verträumt, hatte etwas sehr fernes und doch war sie im Hier und Jetzt. Alles um sie herum ausblenden. „Ich möchte nicht mehr streiten. Ich möchte dir nahe sein. Mir fällt das alles sehr schwer und dir auch.“ Jetzt wagte sie es doch ihren Kopf zu bewegen und Kazel löste sich ein wenig, bewusst, das sie in jetzt anschauen würde. Sie schaute ihm direkt in die Augen. „Lass uns gegenseitig helfen, so gut es geht, ja?“ dann wurde sie doch ein wenig verlegen, ihre Wangen röteten sich und sie musste doch kurz wegschauen. „Ich brauche dich, ohne dich...“ Ihre linke Hand griff kräftig nach Kazels Kleidung, als suche sie halt. „...ohne dich fehlt mir etwas, etwas sehr sehr wichtiges.“ Sie drückte ihre Stirn sanft auf seine Brust und sog seinen Duft in sich ein.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mi Okt 06, 2010 1:47 am

Kazel löste sich nur so weit, wie es nötig war, dass er seine Aylin ansehen konnte und sie ihn und wieder verlor er sich in ihren Augen, die ihn alles um sich und in sich vergessen ließen. Wie wunderschön das Gefühl war, sie an seiner Brust zu spüren, sie in seinen Armen zu bergen und all das leid, was in dieser Welt geschah vor ihr zu verschließen. Er liebte dieses Mädchen mehr als alles andere auf dieser Welt. Für sie würde er mit Freuden bis an sein Lebensende in Gefangenschaft leben. Für sie würde er sterben und für sie… würde er in aller erster Linie leben.
Ihre Worte, die sich tief in seinen Verstand und seine Seele brannten, sagten ihm, dass er nicht sterben würde. Er konnte nicht. Er konnte sie unmöglich in dieser Welt zurück lassen. Nun war alles klar. Er musste leben, für sie. Und er würde nicht zulassen, dass einer von ihnen am Ende sterben würde.
„Aber…“ Er küsste ganz zart und sanft ihre Stirn. „Aber du wirst mich nicht verlieren, Aylin.“
Mehr würde er zu dieser Sache nicht verlieren. Mit diesem Satz legte er ein unausgesprochenes Versprechen ab, dass er halten würde. Nein, ehe er starb, würde er alles tun, was in seiner Macht stand, um Aylin diesen Schmerz, diesen Schmerz, den er ähnlich erlebt hatte, nicht zumuten zu müssen. Sie liebte ihn. Dessen war er sich in der Gesamtheit aller Dinge bewusst und er würde alles versuchen, um zu verhindern, dass sie unglücklich sein würde…
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mi Okt 06, 2010 2:05 pm

Lien wendete sich von den Beiden ab.
Sie sollten ihren privaten Moment nur genießen.
im Moment war es vielleicht besser so.
Die Elfe fühlte sich ohnehin fehl am Platz.
Das fünfte Rad am Wagen zu sein, war nicht leicht.
Wäre sie nicht, müssten die Beiden ihretwegen nicht durch dieses furchtbar karge Land streifen.
Der Wolf allerdings, ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. Ein wundervolles Tier.
Woher er wohl gekommen war?
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mi Okt 06, 2010 7:15 pm

Aylin


Schlimmer hätte auch ein Gedanke nicht ausfallen können, als ihre Liebe nicht weiter zu sehen, zu halten, zu fühlen um sich zu haben, ihr einfach nahe zu sein. Sie verstärkte ihren Griff einmal kurz bei seinen Worten, als wolle sie diese einfach nur noch weiter bestärken. Im Moment war es ihr gleich, was um sie herum passierte. Sie war an dem Ort wo sie hingehörte, und das war bei Kazel. Auch wen das bedeutete diese fatale reise weiter ihrem Ende entgegen zu treiben. Irgendwo musste ein Funken bestehen, der das alles gänzlich anders erstrahlen ließ, als der Herr des Sees es prophezeite. Liebevoll löste sie sich von dem Mann, aber nur gerade soweit, das sie ihn nochmal ansehen konnte. „Ja, das weiß ich.“ Bedeutungsvoll schloss sie ihre Augen, als sie verspüren durfte, wie Kazel ihre Stirn mit seinen Lippen berührte. Sie liebte dieses Gefühl, von ihm geliebtkost zu werden, wie seine Lippen sie sanft berührten. Ein schöner Moment. Wieder sollte ein wenig Zeit verstreichen, ehe sie wagte sich von ihm zu lösen. „Ich weiß wie viel es dir bedeutet, deshalb sollten wir vielleicht bald weiter.

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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mo Aug 22, 2011 7:42 pm

Die Reise war eintönig, den Tag über wanderten sie, gegen späten Abend rasteten sie und Belphegor überprüfte immer wieder seine Waffen. Die Waffen waren in gutem zustand, aber es war reine Gewohnheit sie zu überprüfen.
Als der Wald in Sichtweite kam stellten sich seine Nackenhaare auf. „Böse dinge gehen hier vor.“, sprach der Ork leise. Als dann noch die Stimme ihm seine Wünsche in Erfüllung zu gehen versprach, hatte er alle sorgen beinahe vergessen und lief einen Schritt schneller.
Wenige schritte später wurde er wieder vorsichtiger und fluchte laut. „Blutige Axt, verdammter Sohn einer Katze, wirst du wohl aufpassen!“, fluchte er lauthals über sich selbst. „Wir müssen aufpassen, es wird tückisch werden.“
Auch wenn er vorsichtiger wurde, freute es Belphegor der Verlockung nachzugehen. Er wusste wie falsch es doch war, aber eine Wahl hatten sie wirklich nicht.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   Mi Aug 24, 2011 4:07 pm

Alaztrazas hörte ebenso wie der Träger der Rüstung die Worte. Doch anders als für ihn empfand der Drache nur Falschheit in der Stimme. Etwas stimmte nicht mit dem Geschehnissen. Ein Blick in die Außenwelt ließ ihn den großen Wald sehen, den Wald der Seelen, wie er schon aus den Gesprächen erfuhren durfte. Spannung baute sich in ihm auf, doch er regte sich nicht um zu verhindern was passierte.

Kortherreth lauschte der Stimme. Sie verhieß ihm eine Verlockung, der er nicht zu wieder stehen vermochte. Er Verstand war nicht, weshalb ihn jemand führen wollen würde, aber er folgte dennoch in den Wald, einem Wald dessen Gewächse, für jeder Art von Lebewesen gefährlich zu sein schien. Ally schlief ruhig in seinen Armen, daher war sie in keiner direkten gefahren, und sollte doch ein Ast im Weg hängen war es an den Tentakeln, da sie dafür sorgten, das sie nicht aus ihrem ruhigem Schlaf geweckt werden würde. Tiefer und tiefer gingen beide hinein, ohne ein Wort zu wechseln.
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BeitragThema: Re: Wald der Seelen   So Sep 04, 2011 11:41 am

Der Wald der Seelen tückisch und gefährlich. Und obgleich die Hüter wussten, dass der Körperlose nicht an dem Gift sterben konnte, so würden sie doch die Seelen bekommen. Sie wussten, dass etwas falsch war. Eine Seele zu viel, ein Grauen, stärker als ihre Macht, aber unerreicht. Ein Flüstern raunte durch die Bäume als verständigen sich die einstigen Dryaden, die diesen Wald wohl vor vielen Jahrhunderten bewohnt haben mochten. Von dem Blätterzauber war nichts mehr übrig und die Kranken giftigen Dornen der Bäume drückten den Zorn über diese Verderbnis nur umso genauer aus.
Süße Stimmen redeten auf die beiden männlichen Geschöpfe ein. Die süße Kinderseele würde ohnehin folgen. Ein Festmahl. Doch so sehr man es auch probierte die Dornen brachen an der Rüstung ab. Anders musste man den Körperlosen zu Fall bringen…

Ein Dorn fuhr mit einer Atemberaubenden Geschwindigkeit aus einem der Bäume und glitt direkt auf Belphegor zu. Würde er es nicht verhindern, würde der Spitze und doch zerbrechliche Dorn direkt in seinen linken Oberarm spicken und ihm das tödliche Gift verabreichen, dass ihn zum Sklaven des Waldes machen würde. Zur selben Zeit versuchte sich eine Wurzel um den rechten Fuß von Kortherreth zu legen, um ihn zu Fall zu bringen. Hinter den Reisenden drängte sich der Wald zusammen, sodass sie auf keinen Fall oder nur mit arger Gewalt den Weg zurück nehmen konnten. Der Wald zwang sie in den Wald, aber der Herr des Sees erwartete die Beiden voller Freude. Wenn sie ankämen, bekäme er wieder etwas Neues zu sehen. Und er wusste genau, dass sie bei ihm ankommen würden. Seine Vorfreude schien ihn beinahe zu zerreißen.
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